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Der 1,1 Millionen Euro teure Flüchtling

Flucht aus Syrien ins deutsche Pflegeheim für geistig Behinderte

Von EUGEN PRINZ

Ein 36-jähriger Bürgerkriegsflüchtling aus Syrien wird der deutschen Solidargemeinschaft aller Voraussicht nach etwa 1,1 Millionen Euro kosten.

Der von den lokalen Medien als Adil A. bezeichnete 36-jährige syrische Asylbewerber war der Alptraum seiner Mitbewohner in der Landshuter Flüchtlingsunterkunft. Am vergangenen Montag befasste sich das Landgericht der niederbayerischen Bezirkshauptstadt im Rahmen eines Sicherungsverfahrens mit ihm.

Geistig behinderter Asylant tyrannisiert Mitbewohner
Zwischen Mai 2018 und Februar 2019 hatten die Asylbewerber in der Flüchtlingsunterkunft am Kaserneneck unter dem aggressiven, geistig behinderten Mann, dem der psychiatrische Gerichtsgutachter den geistigen Entwicklungsstand eines sechs- bis neunjährigen Kindes bescheinigte, zu leiden.

Schreien, schlagen, spucken und mit Tellern werfen – so drückt Adil A. seinen Unmut aus, wenn etwas nicht nach seinen Wünschen geht. Aufgrund seiner Intelligenzminderung weiß er sich in Konfliktsituationen nicht anders zu verhalten, er muss auszuflippen.
Das tat Adil A. auch ausgiebig:
Einem Zehnjährigen verpasste er eine Ohrfeige, da ihn dieser und die anderen Kinder nicht beim Fußball mitspielen ließen
Seine Mitbewohner und deren kleine Kinder bedroht er damit, ihnen die Kehlen durchzuschneiden
Im Juni 2018 schlug Adil A. einem Mitbewohner drei Mal mit der Faust ins Gesicht
Im Juli 2018 geriet er mit einem Ehepaar in Streit. Einen Asylbewerber, der schlichten wollte, würgte er für etwa 20 Sekunden, einem weiteren Mitbewohner fügte er Kratzwunden zu
Im Anschluss daran begab er sich in den Hof der Unterkunft und schlug sich mit einem Pflasterstein gegen den Mund und auf das Schlüsselbein. Gegenüber der Polizei behauptete er, Mitbewohner hätten ihn verletzt
Im Januar 2019 schlug Adil A. einen anderen Flüchtling mit einem Besenstiel
Vor einer Asylantin ließ er die Hose herunter und beschimpfte sie als Schlampe
Ende Februar 2019 näherte er sich trotz eines Verbotes nach dem Gewaltschutzgesetz einem Jungen aus der Unterkunft. Als Adil A. deswegen von der Polizei festgenommen wurde, beschimpfte er die Beamten und spuckte sie an

Landgericht entscheidet zwangsweise Unterbringung
Damit war das Maß voll. Im März dieses Jahres setzen die Behörden dem Treiben ein Ende und brachten Adil A. zwangsweise im Bezirkskrankenhaus Straubing unter.

Der psychiatrische Sachverständige Dr. Hans Simmerl bestätigte bei der Verhandlung vor dem Landgericht Landshut, dass der Angeklagte im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt hat. Adil A. sei eine Gefahr für die Allgemeinheit, weshalb die Voraussetzung für eine zwangsweise Unterbringung vorliegen würde, so der Gutachter. Dem folgte auch das Gericht und ordnete die Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung an.

Für die Zukunft ist geplant, den Syrer in einem Pflegeheim oder einem Heim für geistig Behinderte unterzubringen. Sein Verteidiger, Rechtsanwalt Schladt, teilte dem Gericht mit, dass er schon entsprechende Einrichtungen kontaktiert habe, leider bisher ohne Erfolg.

Ein Blick auf die Kosten
Zunächst einmal muss man wissen, dass die monatlichen Kosten für eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung knapp 10.000 Euro betragen. Es sind also bisher für den geistig behinderten Syrer schon über 70.000 Euro Unterbringungskosten angefallen. Und für jeden weiteren Monat, den Adil A. im Bezirkskrankenhaus verbringt, kommen erneut knapp 10.000 Euro hinzu.

Natürlich kann er nicht ewig dort untergebracht werden, jedenfalls nicht mehr seit dem Fall Gustl Mollath. Deshalb wird man über kurz oder lang einen Platz in einem Pflegeheim oder einem Heim für geistig Behinderte für ihn finden, wo er dann voraussichtlich den Rest seines Lebens verbringt.

Millionenbetrag zu Lasten der Solidargemeinschaft
Legt man hierfür die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern zugrunde, die bei 78 Jahren liegt, dann sind wir bei einen Zeitraum von 42 Jahren, das sind etwas mehr als 500 Monate.

Ein verhaltensauffällig demenzkranker Mensch ist zwar nur bedingt mit einem geistig Behinderten vergleichbar, aber beim monatlichen Eigenanteil an den Pflegekosten dürfte es keinen großen Unterschied geben. Legen wir einen niedrig angesetzten Betrag in Höhe von 2.200 Euro monatlichem Eigenanteil zugrunde, dann ergibt das bei 500 Monaten insgesamt 1.100.000 Euro (in Worten: Elf Millionen, einhunderttausend).

Da nicht zu erwarten ist, dass dieser Betrag vom dem geistig behinderten Syrer Adil A. aufgebracht werden kann, muss die Solidargemeinschaft bluten.

Angesichts der Tatsache, dass die Angehörigen eines deutschen Pflegebedürftigen in vergleichbaren Fällen aufgrund des Eigenanteils an den Pflegekosten von Haus und Hof kommen, hat sich die Flucht nach Deutschland für Adil A. wirklich gelohnt. Wie mögen sich Pleite gegangene deutsche Pflegekostenopfer wohl fühlen, wenn sie diesen Artikel lesen?

Und sollten Sie sich jetzt fragen, wie es ein geistig Behinderter, der laut Gutachter auf dem Entwicklungsstand eines sechs- bis neunjährigen Kindes ist, von Syrien nach Deutschland schafft, dann sind wir schon zu zweit.

Eine weitere Frage, die offen bleibt ist: Gibt es noch mehr von diesen kostspieligen Fällen?
(pi-news.net)

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