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Mal ist sie zu viel, mal zu wenig, oft schlecht und manchmal nicht bezahlt

(lifepr) - Die Sonderausstellung "WAS TUN? Über den Sinn menschlicher Arbeit" nimmt sich des Themas in einer ungewöhnlichen Form an. Vom 1.Mai (Eröffnung) bis zum 16. September werden im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt mit fünf Rauminstallationen grundsätzliche Fragen an die Arbeit gestellt: Wie lassen sich Arbeit und Freizeit voneinander unterscheiden? Welchem Zweck dient Arbeit in einer kapitalistischen Gesellschaft? Wie entwickelt sich die individuelle Haltung zur Arbeit? Welche Bedeutung hat Arbeit jenseits von Macht, Geld und Anerkennung? Was sind die Optionen für die Arbeitswelt von morgen?
"Die Ausstellung legt, neben der Betrachtung gesellschaftlicher Entwicklungen, großen Wert auf die Perspektiven des Individuums: die persönliche Sorge um den Lebensunterhalt, Befriedigung und soziale Anerkennung und nicht zuletzt die Funktion von Arbeit als einer sinnstiftenden Tätigkeit. Sie stellt heraus, dass Nützlichkeit nicht das letzte Argument sein kann, wenn es darum geht, den Sinn von Arbeit zu verstehen; dass Bezahlung nicht das einzige Kriterium für das Tätigsein ist oder dass Ausbildungswege, die sich allein an den aktuellen Anforderungen des Arbeitsmarktes orientieren, selten von Vorteil sind. Schließlich fragt die Ausstellung nach den Möglichkeiten einer Solidargemeinschaft, die durch eine Politik zu stärken wäre, die sich nicht hinter den vermeintlichen Zwängen der globalisierten Ökonomie versteckt", erläutert Prof. Nicola Lepp, Kuratorin, Praxis für Ausstellungen und Theorie, Berlin. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht damit die Unverzichtbarkeit des Sozialen im Sinne einer elementaren Sorge der Gesellschaft um all ihre Glieder.
Dietmar Schmid, Präsident der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, zur Sonderausstellung: "Mit der Ausstellung bieten wir raumgreifende Installationen, modernste Museumsdidaktik und viel Interaktion. Spielerische Elemente, wie ein Kartenspiel, bieten Besuchern jeder Altersklasse Anreize, Arbeit auch jenseits des Verständnisses einer Erwerbsquelle zu verstehen. Wir verwirklichen mit dieser Ausstellung den interdisziplinären Ansatz zwischen Kultur-, Natur- und Sozialwissenschaften und gehen damit erste Schritte auf dem Weg zum neuen Kulturcampus."
Das Gesellschafts- und Gegenwartsthema "Arbeit" biete sich wie kaum ein anderes in hervorragender Weise für ein interdisziplinäres Experiment an. "Wir führen in Streitgesprächen und Podiumsdiskussionen Experten aus der Natur- und Sozialwissenschaft, aus Politik, Kultur und Wirtschaft zusammen, um mit ihnen über die Gestaltung unserer heutigen und zukünftigen Arbeitswelt zu diskutieren. Parallel findet ein Filmfestival im Kino Orfeos Erben statt, in dem deutlich wird, wie vielschichtig sich der Film der Thematik Arbeit angenommen hat", so Dr. Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums Frankfurt.
Es werden kaum Exponate im klassischen Sinne gezeigt, vielmehr entfalten die Räume ihre Argumentation ausgehend von eigens entwickelten Film- und Videoinstallationen. Jede Abteilung ist in enger Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Künstlern entwickelt worden, um eine große Dichte von ästhetischer Qualität und inhaltlich-pädagogischem Anspruch zu erreichen.
"Die innovative Herangehensweise der Ausstellung und die andauernde Brisanz des Themas eignen sich in hervorragender Weise für ein interdisziplinäres Frankfurter Experiment. Das Senckenberg Naturmuseum und das Historische Museum Frankfurt nehmen sich dieses wichtigen Themas im Spannungsfeld von Natur und Kultur des Menschen gemeinsam an", so Carolina Romahn, Amtsleiterin, Kulturamt Frankfurt am Main.
Und unter Bedingungen von Globalisierung, internationaler Finanzkrise und den drohenden Folgen des Klimawandels verändere sich die Arbeitswelt in einem Ausmaß, dass sie ihre geläufige gesellschaftliche Funktion nicht mehr einnehmen könne: Die Vorstellung eines einmal erlernten Berufs, der den Platz des Einzelnen in der Gesellschaft markiert, sein Leben rhythmisiert und individuellen Sinn gibt, lasse sich heute kaum mehr realisieren. Mehr denn je stelle sich also die Frage: Was ist Arbeit und wofür ist sie gut?
"Wir freuen uns, dass die Ausstellung 'WAS TUN? Über den Sinn menschlicher Arbeit' nach Frankfurt kommt. Die Ausstellung bietet den Menschen in unserer Region, besonders denjenigen, die sich in der Berufsorientierungsphase befinden, die Möglichkeit, sich auf ganz neue Weise und aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema Arbeit zu beschäftigen", führt Peter Weißler, Geschäftsführer Arbeitslosenversicherung der Regionaldirektion Hessen, aus.
Die Sonderausstellung basiert auf einer Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums Dresden. "In der Überarbeitung finden sich nun Bezugspunkte zum Senckenberg Naturmuseum und zum Historischem Museum Frankfurt. Am auffälligsten ist sicher der Bezug zur Tierwelt. So findet sich jetzt eine 'Tierspur', die durch die Ausstellung leitet und einen Bezug zu mindestens einem Tier in jedem der Ausstellungsräume herstellt", ergänzt Christoph Wingender, Pressesprecher des Deutschen Hygiene Museums Dresden. Tiermotive werden auf den Plakaten und Bannern aufgegriffen. Der Inhalt der Ausstellung, also die Auseinandersetzung mit dem Thema "Arbeit", werde durch den Einbezug der Tierwelt gleichzeitig intensiviert und mit einer spielerischen Note versehen.
Info: 2. Mai bis 16. September 2012, Wolfgang-Steubing-Halle, Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
Hintergründe zur Ausstellung, Rahmenprogramm und weiterführende Informationen bietet der Blog zur Ausstellung: http://wastun.senckenberg.de/
Die Ausstellung wird durch die Bundesagentur für Arbeit unterstützt
Die Erforschung von Lebensformen in ihrer Vielfalt und ihren Ökosystemen, Klimaforschung und Geologie, die Suche nach vergangenem Leben und letztlich das Verständnis des gesamten Systems Erde-Leben - dafür arbeitet die SENCKENBERG Gesellschaft für Naturforschung. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblick in vergangene Zeitalter sowie die Vielfalt der Natur vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

Mal ist sie zu viel, mal zu wenig, oft schlecht und manchmal nicht bezahlt

(lifepr) - Die Sonderausstellung "WAS TUN? Über den Sinn menschlicher Arbeit" nimmt sich des Themas in einer ungewöhnlichen Form an. Vom 1.Mai (Eröffnung) bis zum 16. September werden im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt mit fünf Rauminstallationen grundsätzliche Fragen an die Arbeit gestellt: Wie lassen sich Arbeit und Freizeit voneinander unterscheiden? Welchem Zweck dient Arbeit in einer kapitalistischen Gesellschaft? Wie entwickelt sich die individuelle Haltung zur Arbeit? Welche Bedeutung hat Arbeit jenseits von Macht, Geld und Anerkennung? Was sind die Optionen für die Arbeitswelt von morgen?
"Die Ausstellung legt, neben der Betrachtung gesellschaftlicher Entwicklungen, großen Wert auf die Perspektiven des Individuums: die persönliche Sorge um den Lebensunterhalt, Befriedigung und soziale Anerkennung und nicht zuletzt die Funktion von Arbeit als einer sinnstiftenden Tätigkeit. Sie stellt heraus, dass Nützlichkeit nicht das letzte Argument sein kann, wenn es darum geht, den Sinn von Arbeit zu verstehen; dass Bezahlung nicht das einzige Kriterium für das Tätigsein ist oder dass Ausbildungswege, die sich allein an den aktuellen Anforderungen des Arbeitsmarktes orientieren, selten von Vorteil sind. Schließlich fragt die Ausstellung nach den Möglichkeiten einer Solidargemeinschaft, die durch eine Politik zu stärken wäre, die sich nicht hinter den vermeintlichen Zwängen der globalisierten Ökonomie versteckt", erläutert Prof. Nicola Lepp, Kuratorin, Praxis für Ausstellungen und Theorie, Berlin. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht damit die Unverzichtbarkeit des Sozialen im Sinne einer elementaren Sorge der Gesellschaft um all ihre Glieder.
Dietmar Schmid, Präsident der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, zur Sonderausstellung: "Mit der Ausstellung bieten wir raumgreifende Installationen, modernste Museumsdidaktik und viel Interaktion. Spielerische Elemente, wie ein Kartenspiel, bieten Besuchern jeder Altersklasse Anreize, Arbeit auch jenseits des Verständnisses einer Erwerbsquelle zu verstehen. Wir verwirklichen mit dieser Ausstellung den interdisziplinären Ansatz zwischen Kultur-, Natur- und Sozialwissenschaften und gehen damit erste Schritte auf dem Weg zum neuen Kulturcampus."
Das Gesellschafts- und Gegenwartsthema "Arbeit" biete sich wie kaum ein anderes in hervorragender Weise für ein interdisziplinäres Experiment an. "Wir führen in Streitgesprächen und Podiumsdiskussionen Experten aus der Natur- und Sozialwissenschaft, aus Politik, Kultur und Wirtschaft zusammen, um mit ihnen über die Gestaltung unserer heutigen und zukünftigen Arbeitswelt zu diskutieren. Parallel findet ein Filmfestival im Kino Orfeos Erben statt, in dem deutlich wird, wie vielschichtig sich der Film der Thematik Arbeit angenommen hat", so Dr. Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums Frankfurt.
Es werden kaum Exponate im klassischen Sinne gezeigt, vielmehr entfalten die Räume ihre Argumentation ausgehend von eigens entwickelten Film- und Videoinstallationen. Jede Abteilung ist in enger Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Künstlern entwickelt worden, um eine große Dichte von ästhetischer Qualität und inhaltlich-pädagogischem Anspruch zu erreichen.
"Die innovative Herangehensweise der Ausstellung und die andauernde Brisanz des Themas eignen sich in hervorragender Weise für ein interdisziplinäres Frankfurter Experiment. Das Senckenberg Naturmuseum und das Historische Museum Frankfurt nehmen sich dieses wichtigen Themas im Spannungsfeld von Natur und Kultur des Menschen gemeinsam an", so Carolina Romahn, Amtsleiterin, Kulturamt Frankfurt am Main.
Und unter Bedingungen von Globalisierung, internationaler Finanzkrise und den drohenden Folgen des Klimawandels verändere sich die Arbeitswelt in einem Ausmaß, dass sie ihre geläufige gesellschaftliche Funktion nicht mehr einnehmen könne: Die Vorstellung eines einmal erlernten Berufs, der den Platz des Einzelnen in der Gesellschaft markiert, sein Leben rhythmisiert und individuellen Sinn gibt, lasse sich heute kaum mehr realisieren. Mehr denn je stelle sich also die Frage: Was ist Arbeit und wofür ist sie gut?
"Wir freuen uns, dass die Ausstellung 'WAS TUN? Über den Sinn menschlicher Arbeit' nach Frankfurt kommt. Die Ausstellung bietet den Menschen in unserer Region, besonders denjenigen, die sich in der Berufsorientierungsphase befinden, die Möglichkeit, sich auf ganz neue Weise und aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema Arbeit zu beschäftigen", führt Peter Weißler, Geschäftsführer Arbeitslosenversicherung der Regionaldirektion Hessen, aus.
Die Sonderausstellung basiert auf einer Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums Dresden. "In der Überarbeitung finden sich nun Bezugspunkte zum Senckenberg Naturmuseum und zum Historischem Museum Frankfurt. Am auffälligsten ist sicher der Bezug zur Tierwelt. So findet sich jetzt eine 'Tierspur', die durch die Ausstellung leitet und einen Bezug zu mindestens einem Tier in jedem der Ausstellungsräume herstellt", ergänzt Christoph Wingender, Pressesprecher des Deutschen Hygiene Museums Dresden. Tiermotive werden auf den Plakaten und Bannern aufgegriffen. Der Inhalt der Ausstellung, also die Auseinandersetzung mit dem Thema "Arbeit", werde durch den Einbezug der Tierwelt gleichzeitig intensiviert und mit einer spielerischen Note versehen.
Info: 2. Mai bis 16. September 2012, Wolfgang-Steubing-Halle, Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
Hintergründe zur Ausstellung, Rahmenprogramm und weiterführende Informationen bietet der Blog zur Ausstellung: http://wastun.senckenberg.de/
Die Ausstellung wird durch die Bundesagentur für Arbeit unterstützt
Die Erforschung von Lebensformen in ihrer Vielfalt und ihren Ökosystemen, Klimaforschung und Geologie, die Suche nach vergangenem Leben und letztlich das Verständnis des gesamten Systems Erde-Leben - dafür arbeitet die SENCKENBERG Gesellschaft für Naturforschung. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblick in vergangene Zeitalter sowie die Vielfalt der Natur vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

Gelb-rot-gelbe Irrtümer im Bindestrich-Land

(gh). Wenn die badische Fußballseele kocht, ertönt das “Lied der Sachsen”, auch als “Lied der Badner” mit vielen oft selbstgezimmerten Strophen stadionbekannt. Selbst eingefleischte Schwaben stehen auf, wollen nicht abseits bleiben, auch wenn sie keine Badner sind, und leisten dem vermeintlichen westlichen Gesangverein im Bindestrich-Land Tribut. Alles nur ein gelb-rot-gelber Irrtum. Einer von vielen.
Jetzt, da der 60. Geburtstag von Baden-Württemberg als einjährige Dauerwerbesendung der grün-roten Regierung über Bildschirm und auf Altpapier zum Pseudojubiläum aufgeblasen wird, stehen natürlich all die Lachsäcke und Ländlekomödianten der kleinen Bühnen nicht abseits.
Da gibt ein schwäbischer Verlag das “Badische Witzbüchle” eines selbsternannten badischen Humoristen heraus. Im Badischen fand sich wohl niemand für diesen genialen Badnerstreich.

Alles Makulatur, wenn die Badner dahin geschickt werden, wo sie wirklich zuhause sind, nämlich in die Fabelwelt der historischen Mythen. Bloß gut, dass die wenigsten Badner wissen, dass sie Schwaben sind. Baden ist ein politisches Konstrukt von Napoleons Gnaden. Einem Stamm der Badner sind die Römer nie begegnet, aber den Schwaben. Und was da gelb-rot-gelb westlich der alten “Grenze” in vielen Vorgärten an der Stange flattert, ist der vierte badische Flaggenversuch im 19. Jahrhundert und stammt von 1891. Heraldisch ist es das Banner der (ausgestorbenen) Geroldsecker, welche einstmals vom Rhein bis zum Neckar herrschten, ihre Farben trägt u.a. Sulz a. N. neben zahlreichen anderen Kommunen heute noch im Stadtwappen.
Wenn jetzt, lustig, lustig, tralalalala, “Sauschwoaba” und “Gälfiäßler” sich zum üblichen Duell der gegenseitigen Neckereien treffen, wie auf einem Plakat angekündigt, sind sie einem Irrtum erlegen und artikulieren sich dümmlich, saudumm, auf Deutsch gesagt. Denn gerade jetzt hetzt eine junge SVP-Abgeordnete in der Schweiz gegen Deutsche mit dem Ergebnis, dass Deutsche in der Schweiz als “Sauschwaben” beschimpft werden. Da hört der Spaß auf, das sollten auch geschichtsvergessene “Komiker” wissen.  Abgesehen davon, dass das württembergische Wappen auf dem Plakat falsch ist, müssten die beiden Akteure sich nur mal im Elsass oder in der Deutschschweiz umhören.
Wenn dort auf die jenseits der Grenze etwas deftig zur Sache gekommen wird, ist von den “Sauschwoabe” die Rede, oder von den “Schwowe”, wie es auf einem Plakat heißt, das am Ende der deutschen Besetzung im Elsass aufgehängt worden ist und auf vorherige deutsche Plakate anspielt, auf denen der “welsche Plunder”  verjagt wurde. Diese Plakate sind u.a. im Dokumentationszentrum bei Schirmeck zu sehen, welches der Geschichte des von Deutschland und Frankreich umkämpften Gebiets von Elsass und Moselle gewidmet ist. Mit den “Schwaben” sind einfach die Deutschen gemeint, oder, um es genau zu sagen: die Badner, denn die sind ja die ersten Deutschen auf dem anderen Ufer.
Dabei sitzen alle im selben Boot, sind vom selben Stamm. Schwaben sind’s, von Johann Peter Hebel dann im 19. Jahrhundert zu Alemannen neu umgedichtet. Heute halten sich die Badner dafür, um sich von den Schwaben irrtümlich abzusetzen. Für die Römer, welche erstmals jenen begegneten, die sie Alemannen nannten, waren es zunächst mal die, für die sie diese Germanen aus dem Raum der Elbe kommend gehalten haben: Menschen. Das nämlich bedeutet das Wort.
Dieser Ausdruck ging bald verloren, die Sueben, die Schwaben besiedelten die Region, welche heute in fünf Länder reicht, nämlich nach Österreich, Schweiz, Deutschland, Frankreich und Liechtenstein. Noch zu Beginn des 19. Jahrhundert berichteten Reiseschilderungen aus dem heutigen Baden schlicht aus dem östlichen Schwaben.

Gelb-rot-gelbe Irrtümer im Bindestrich-Land

(gh). Wenn die badische Fußballseele kocht, ertönt das “Lied der Sachsen”, auch als “Lied der Badner” mit vielen oft selbstgezimmerten Strophen stadionbekannt. Selbst eingefleischte Schwaben stehen auf, wollen nicht abseits bleiben, auch wenn sie keine Badner sind, und leisten dem vermeintlichen westlichen Gesangverein im Bindestrich-Land Tribut. Alles nur ein gelb-rot-gelber Irrtum. Einer von vielen.
Jetzt, da der 60. Geburtstag von Baden-Württemberg als einjährige Dauerwerbesendung der grün-roten Regierung über Bildschirm und auf Altpapier zum Pseudojubiläum aufgeblasen wird, stehen natürlich all die Lachsäcke und Ländlekomödianten der kleinen Bühnen nicht abseits.
Da gibt ein schwäbischer Verlag das “Badische Witzbüchle” eines selbsternannten badischen Humoristen heraus. Im Badischen fand sich wohl niemand für diesen genialen Badnerstreich.

Alles Makulatur, wenn die Badner dahin geschickt werden, wo sie wirklich zuhause sind, nämlich in die Fabelwelt der historischen Mythen. Bloß gut, dass die wenigsten Badner wissen, dass sie Schwaben sind. Baden ist ein politisches Konstrukt von Napoleons Gnaden. Einem Stamm der Badner sind die Römer nie begegnet, aber den Schwaben. Und was da gelb-rot-gelb westlich der alten “Grenze” in vielen Vorgärten an der Stange flattert, ist der vierte badische Flaggenversuch im 19. Jahrhundert und stammt von 1891. Heraldisch ist es das Banner der (ausgestorbenen) Geroldsecker, welche einstmals vom Rhein bis zum Neckar herrschten, ihre Farben trägt u.a. Sulz a. N. neben zahlreichen anderen Kommunen heute noch im Stadtwappen.
Wenn jetzt, lustig, lustig, tralalalala, “Sauschwoaba” und “Gälfiäßler” sich zum üblichen Duell der gegenseitigen Neckereien treffen, wie auf einem Plakat angekündigt, sind sie einem Irrtum erlegen und artikulieren sich dümmlich, saudumm, auf Deutsch gesagt. Denn gerade jetzt hetzt eine junge SVP-Abgeordnete in der Schweiz gegen Deutsche mit dem Ergebnis, dass Deutsche in der Schweiz als “Sauschwaben” beschimpft werden. Da hört der Spaß auf, das sollten auch geschichtsvergessene “Komiker” wissen.  Abgesehen davon, dass das württembergische Wappen auf dem Plakat falsch ist, müssten die beiden Akteure sich nur mal im Elsass oder in der Deutschschweiz umhören.
Wenn dort auf die jenseits der Grenze etwas deftig zur Sache gekommen wird, ist von den “Sauschwoabe” die Rede, oder von den “Schwowe”, wie es auf einem Plakat heißt, das am Ende der deutschen Besetzung im Elsass aufgehängt worden ist und auf vorherige deutsche Plakate anspielt, auf denen der “welsche Plunder”  verjagt wurde. Diese Plakate sind u.a. im Dokumentationszentrum bei Schirmeck zu sehen, welches der Geschichte des von Deutschland und Frankreich umkämpften Gebiets von Elsass und Moselle gewidmet ist. Mit den “Schwaben” sind einfach die Deutschen gemeint, oder, um es genau zu sagen: die Badner, denn die sind ja die ersten Deutschen auf dem anderen Ufer.
Dabei sitzen alle im selben Boot, sind vom selben Stamm. Schwaben sind’s, von Johann Peter Hebel dann im 19. Jahrhundert zu Alemannen neu umgedichtet. Heute halten sich die Badner dafür, um sich von den Schwaben irrtümlich abzusetzen. Für die Römer, welche erstmals jenen begegneten, die sie Alemannen nannten, waren es zunächst mal die, für die sie diese Germanen aus dem Raum der Elbe kommend gehalten haben: Menschen. Das nämlich bedeutet das Wort.
Dieser Ausdruck ging bald verloren, die Sueben, die Schwaben besiedelten die Region, welche heute in fünf Länder reicht, nämlich nach Österreich, Schweiz, Deutschland, Frankreich und Liechtenstein. Noch zu Beginn des 19. Jahrhundert berichteten Reiseschilderungen aus dem heutigen Baden schlicht aus dem östlichen Schwaben.

Kennen Sie den von der Stadt Lahr?

Der fehlt im Badischen Witzbüchle! Hat ein armer Farmarbeiter in Costa Rica die Lahrer CO2-Emissionen auf seine Hütte genommen und der Lahrer Delegation dafür ein Zertifikat mitgegeben auf ihrer unbeobachteten und emotionslosen langen Flugreise? Nein, hat er nicht? Denn so einer steht nicht auf dem Programm von Climate Partner. Das geht viel einfacher: Wenn Lahr eine starke Klimabelastung anrichtet durch Blumenschauen mit Hunderten von Bussen oder gar jede Menge Co2 produziert durch eine sogenannte Landesgartenschau, vom nun grünen Land mit Millionen subventioniert, dann kann, beispielsweise, in dem armen Entwicklungsland China, es muß ja nicht gleich Neukaledonien sein, irgendein Dorf diese Klimabelästigung auf sich nehmen und dafür ein kleines Kraftwerk im nahen Fluß bauen oder ein Windrädchen aufstellen. Wäre es nach diesem Verfahren nicht ganz einfach, die Umwelt nicht mehr mit Müll zu belasten, indem man die eigenen Hausabfälle einfach dem Nachbarn in den Vorgarten kippt? So lügt man sich wohl in die eigene Tasche und hat noch ein gutes Gewissen dabei. Grandios, zwar nicht klimaneutral, aber schlaudumm! Kostenlos ist das natürlich auch nicht. Offensichtlich aber ziemlich billig. Nur 1 Prozent von den Produktionskosten, wenn Climate Partner richtig verstanden worden ist, soll dieser Handel kosten. So billig ist die Rettung der Welt? Gibt es demnächst Autoaufkleber: "Ich fahre klimaneutral, weil ein  Haitianer sein Auto in der Garage läßt"?

Kennen Sie den von der Stadt Lahr?

Der fehlt im Badischen Witzbüchle! Hat ein armer Farmarbeiter in Costa Rica die Lahrer CO2-Emissionen auf seine Hütte genommen und der Lahrer Delegation dafür ein Zertifikat mitgegeben auf ihrer unbeobachteten und emotionslosen langen Flugreise? Nein, hat er nicht? Denn so einer steht nicht auf dem Programm von Climate Partner. Das geht viel einfacher: Wenn Lahr eine starke Klimabelastung anrichtet durch Blumenschauen mit Hunderten von Bussen oder gar jede Menge Co2 produziert durch eine sogenannte Landesgartenschau, vom nun grünen Land mit Millionen subventioniert, dann kann, beispielsweise, in dem armen Entwicklungsland China, es muß ja nicht gleich Neukaledonien sein, irgendein Dorf diese Klimabelästigung auf sich nehmen und dafür ein kleines Kraftwerk im nahen Fluß bauen oder ein Windrädchen aufstellen. Wäre es nach diesem Verfahren nicht ganz einfach, die Umwelt nicht mehr mit Müll zu belasten, indem man die eigenen Hausabfälle einfach dem Nachbarn in den Vorgarten kippt? So lügt man sich wohl in die eigene Tasche und hat noch ein gutes Gewissen dabei. Grandios, zwar nicht klimaneutral, aber schlaudumm! Kostenlos ist das natürlich auch nicht. Offensichtlich aber ziemlich billig. Nur 1 Prozent von den Produktionskosten, wenn Climate Partner richtig verstanden worden ist, soll dieser Handel kosten. So billig ist die Rettung der Welt? Gibt es demnächst Autoaufkleber: "Ich fahre klimaneutral, weil ein  Haitianer sein Auto in der Garage läßt"?


Soviel  Sonne wie See? Willy Brandt ist auch neu. Straße hieß vorher Langemarck und vorvorher Mühlenweg.
Keine Zeitung zum 1.Mai
(Badische Zeitung. Badisches Witzle muß sein. Nicht vom Hämme.)
Beim Landeanflug auf Acker abgestürzt
Piloten des Ultraleichtflugzeugs dabei leicht verletzt
Glimpflich ist gestern Vormittag der Absturz eines zweisitzigen Ultraleichtflugzeugs in Sundheim verlaufen.
(Offenburger Tageblatt. Runterkommen sie immer, die Frage ist nur: wie? Am Wochenende mit einigen tödlichen Antworten.)
„Extrabi“ in Offenburg wurde zur Mega-Party
Über 4.500 Besucher feierten am Samstag bei Deutschlands größter Abiparty auf mehreren Ebenen in der Baden-Arena.
(BADEN online. Millionen Fliegen können sich nicht irren.)
Gewerkschafter suchen öffentliches Gehör
Der morgige 1. Mai ist Tag der Arbeit: Demos in Offenburg und Freiburg
»Gute Arbeit für Europa« – unter diesem Motto begehen der Deutsche Gewerkschaftsbund am 1. Mai den Tag der Arbeit. Statt zum Maihock geht es für Lahrer Gewerkschafter auf die Straße.
(Lahrer Anzeiger. Sind sie da nicht schon längst? Wann habensie ihr Gehör verloren?)

Zahlreiche Baustellen im Bildungsbereich
Grünen-Politikerin Sandra Boser bezog Stellung
Ein Jahr nach dem Regierungswechsel zieht Sandra Boser, bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der Grünen, eine positive Zwischenbilanz. Sie nahm an der Diskussionsrunde des Ortsverbands Lahr der Grünen teil...Die neue Landesregierung habe dem Land deshalb den Aufbruch in eine neue Bildungslandschaft verordnet und rund 300 Millionen in den Ausbau der Kleinkinderbetreuung investiert.
(Lahrer Anzeiger. Stellungskrieg? Eine der größten Baustellen dürfte sie ja wohl selber sein. Die Frau von der Sparkassenversicherung muß bildungspolitische Sprecherin (Vorleserin!) machen. "Knapp zwei Dutzend Zuhörer" sagt wohl alles. Warum wird über so etwas berichtet?)
Bahngleise an der BAB bis 2019 auch bauen
Lahrs Bürgerinitiative, die für einen autobahnparallelen Bau des dritten und vierten Bahngleises kämpft, ist froh über den bisher erreichten Fortschritt. Sie hegt allerdings die Hoffnung, den Bau der gewünschten Gleise am gewünschten Standort bis ins Jahr 2019 noch zu erleben. Auch um den deutschen Vertrag mit der Schweiz zu erfüllen.
(Badische Zeitung. Vorher erleben die den jüngsten Tag.)

Frühling in Lahr
Bitte mehr davon!
...Lieber Frühling, bitte mehr davon!
(Badische Zeitung. Warum verschont ein Christian Kramberg die Leser nicht vor einem solchen Schwachsinn, den sie ja teuer bezahlen müssen?)

Orden für Tabea Zimmermann
Weltweit führende Bratschistin
(Badische Zeitung. Um Deutschlöand verdient gebratscht? Mit Lahr hat die schon lange nichts mehr zu tun.)
Nächstenliebe tatkräftig umsetzen
Goldenes Kronenkreuz des Diakonischen Werks für das Ehepaar Gertrud und Werner Schuler / 110 Jahre Krankenpflegeverein
(Badische Zeitung. Witzbolde. Der Großkonzern Kirche läßt sich alles bezahlen.)
"Mit Jazz setzt man etwas in Gang"
Die Unesco hat den heutigen 30. April zum ersten Welttag des Jazz erklärt — Annäherungen aus verschiedenen Blickwinkeln
Die Unesco feiert heute erstmals den Welttag des Jazz. Damit soll eine Musikform gewürdigt werden, die sich aus der afroamerikanischen Musiktradition entwickelt und eine der ersten Formen populärer Musik war. Musiker, Kulturschaffende und Redakteure der Badischen Zeitung erzählen, was sie mit Jazz verbindet oder auch nicht.
(Badische Zeitung. Wen fragen die am 26. August, dem Tag des Klopapiers, um ebenfalls fast eine ganze Seite Altpapier zu produzieren?)

94,4 Prozent für Carsten Gabbert
Der alte und neue Bürgermeister kann mit dem Wahlergebnis und der Wahlbeteiligung von 45,1 Prozent gut leben
(
Badische Zeitung. Auf's Gehalt kommt's an. Die Leute hatten keine Wahl. Platzverschwendung für Nullnachricht mit drei Fotos. Grüne Demokratie?)

"Bin immer gern g’wandert"
(Badische Zeitung. Wer kann dies schon behaupten, wenn er 85 wird und aus der UdSSR kommt? Nur die Baz, denn "gern" sagt er nicht.)

Christliches Forum
Das Christliche Forum Friesenheim lädt zum Themenabend auf Donnerstag, 3. Mai, 20 Uhr, in den Bürgersaal (Rathaus) ein. Thema: "Geld macht nicht glücklich, aber..." . Referenten sind Pfarrerin Barbara Kündiger aus Lahr, Kamillus Ober (Finanzberater) und Alfred und Anneliese Hiss.
(Badische Zeitung.Ist die Kirche deshalb unglücklich?)

Das Stillsitzen fällt der Schafferin schwer
BZ-Serie (Teil 6): Silke Ginzel aus Ottenheim, Malerbetrieb
Von unserer Redakteurin Ulrike Derndinger
(Badische Zeitung. Unterirdische Serie von Firmenreklame.)
Ein Stück Kultur der Raumschaft
Zum 14. Mal hatten die Weinerzeuger zur Weinmesse eingeladen
(Badische Zeitung.Nicht nur in Ettenheim wird gesoffen.)
Alles herausgekitzelt
Der Musikverein Kippenheim nimmt sich bei seinem Frühlingskonzert musikalisch dem Tanz an
(Badische Zeitung. Zum Lachen.)
Läuft ein Wolf im Hotzenwald herum?
(Badische Zeitung. Revier verlassen?)
Donau fließt wieder natürlicher
(Badische Zeitung. Natürlich sind Übersachwemmungen.Bei Immendingen geht sie immer noch in den Untergrund.)
Junglehrer
Ausgebrannt, bevor es losgeht
Nie zuvor hatten Referendare so wenig Zeit wie heute. Die Bundesländer verkürzen ihren Vorbereitungsdienst und Schulleiter setzen die Anfänger oft wie fertige Lehrer ein. So eine Lehrzeit traumatisiert die jungen Akademiker, warnt ein Experte.
(SPIEGEL de. Wer ausgebildet ist, hat seinen Job zu machen, das ist so üblich. Von Lehrern ist früher viel mehr verlangt worden, und das nach nur zwei Jahren Ausbildung, die aber großen Wert auf den praktischen Teil legte. Zum Übel wurde die ganze Verwissenschaftlichung und auch Selbstbeweihräucherung der Ausbilder, die aus Minderwertigkeitskomplexen heraus ihre PH zum Beispiel unigleich haben wollten. Für die Volksschule, heute Grund- und Hauptschule, braucht man keine Referendarzeit. Wer allerdings aus der eigenen Schulzeit zu wenig mitbringt, das Niveau ist gewaltig gesunken, ist in dem Beruf fehl am Platz. Vielleicht sollte den Studenten etwas weniger Zirkus beigebracht werden, mit dem oft Wochen in den Schulen überbrückt werden, während Lernen auf der Strecke bleibt. Warum gehen denn soviele Frauen in diesen Beruf? Weil sie da hoffen, einen gut bezahlten Halbtagsjob zu bekommen mit lebenslanger Arbeitsplatzgarantie. Niemand wird gezwungen, Lehrer zu werden. Warum nicht in die Wirtschaft? Da wird vom ersten Tag an alles gefordert. In echten Stunden und nicht in Stunden, die nur 45 Minuten dauern.)
Piraten beziehen Position zu Nazis

(Badische Zeitung. Welche,sind die nicht verboten? Meint die BAZ die, die nach dem Krieg mitregiert haben?)
So wird der Feiertag so schön wie der Sonntag
Morgen erscheint die BILD am Feiertag
(BILD de. Sonst verpaßt Deutschland was?)