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Hochqualifizierte gehen, und weniger Gebildete kommen

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Deutschland steuert auf eine große strukturelle Krise hin

Wir haben uns offensichtlich schon daran gewöhnt, daß bestimmte Probleme von der Regierung totgeschwiegen oder verzerrt dargestellt werden. Zu den Ersteren gehört ein Bereich, der gerade für das industriell hochgerüstete Deutschland von ungeheurer Bedeutung ist:
Der Aufstieg unseres Landes ist zu einem sehr großen Anteil unserem guten Bildungssystem geschuldet, dem schulischen und dem beruflichen. Unser „duales Berufsbildungssystem“ gilt immer noch als das fortschrittlichste der Welt. Schule und Praxis ergänzen sich vorbildhaft.

Verstärkt durch die Probleme, die hierzulande durch die unkontrollierte Migration entstehen, fühlen sich aber viele Hochgebildete hier nicht mehr wohl. Wenn in manchen Schulen nur noch ein Deutsch als Muttersprache sprechender Schüler in einer Klasse sitzt, kann man sich ausrechnen, daß das Bildungsniveau stetig sinkt.Mit zunehmender Tendenz wandern deshalb viele gut ausgebildete Arbeitskräfte aus, um in anderen Ländern ungestörter arbeiten zu können. Beispiele dafür gibt es so viele, daß ich mir hier eine Aufzählung erspare.

Wenn dann noch qualifizierte Arbeitskräfte in vielen anderen Ländern wesentlich mehr verdienen können als in Deutschland, wird der Trend zum Auswandern rapide verstärkt.

Ein paar Hinweise mögen genügen: Angestellte Ärzte in Leitungsfunktionen verdienen in Deutschland im Durchschnitt nur ein Drittel der Einkünfte ihrer Kollegen in den USA oder in Australien, in der Schweiz oder in Dänemark liegt der Durchschnitt immer noch beim Doppelten der deutschen Vergütung. Ein weiteres Problem kommt hinzu: Die Mediziner in unserem Land beklagen durchgehend schlechtere Arbeitsbedingungen als in vielen ausländischen Positionen. Kein Wunder, daß gerade diese Kräfte den Verlockungen einer ausländischen Medizineinrichtung nicht widerstehen können.

Das schadet natürlich der medizinischen Versorgung unseres Landes. Und da kommt ein besonders schwerwiegender Faktor hinzu: Unter den Zuwanderern finden sich nur sehr wenig hochqualifizierte Kräfte, die dann i.d.R. einen Arbeitsplatz finden können.

Die Zuwanderer mit geringer (oder gar keiner) Qualifikation – das ist die Mehrheit – belastet obendrein unsere Sozialsysteme – die Kranken- und Rentenkassen etc. Viele landen in Hartz IV. Das statistische Bild spricht eine klare Sprache:

Im letzten Jahr (2018) bezogen 6,6 Prozent der Gesamtbevölkerung, aber 63,7 Prozent der Flüchtlinge die Grundsicherung Hartz IV. Von den 1,7 Millionen Flüchtlingen, die in Deutschland registriert sind, gehen nur 361 000 einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach.

Keine Frage, daß Deutschland letztlich auf eine große strukturelle Krise hinsteuert. Aber die herrschenden Parteien, angeheizt von Willkommenskultur-süchtigen Grünen, schließen vor diesem kleinen volkswirtschaftlichen Einmaleins die Augen. Eine Änderung wäre nur möglich durch mehr Ungleichheit:

Die Steuer- und Abgabenlast müßte sinken, das Einkommen von Hochqualifizierten aber steigen. Das ist nicht nur mit der SPD nicht zu machen, sondern vor allem nicht mit den Grünen.

Von MARTIN E. RENNER

Ein jeder kennt die Redensart vom „inneren Schweinehund“, den es zu überwinden gilt. Man verwendet diesen Ausdruck als Synonym für die Notwendigkeit, eigene charakterliche oder andere persönliche Hürden zu überwinden. Sei es die eigene Bequemlichkeit, fehlende Motivation oder andere Unzulänglichkeiten, die einer dringend erforderlichen Handlung im Wege stehen.

Medien haben in der Demokratie vor allem zwei wesentliche Funktionen: Sie sind Produzenten von Nachrichten und auch Makler und Vermittler von Informationen. Sie sind auch zugleich die Torwächter beim Herstellen von Öffentlichkeit. Die Medien bilden den Flaschenhals, der sich zwischen dem Bürger und somit der öffentlichen Kommunikation und den politisch Handelnden befindet.

Mit diesen Funktionen befinden sich die Medien in einer herausragenden Schlüsselposition. Öffentliche Kommunikation, politische Meinungs- und Willensbildung, der informierte, mündige Bürger als wahrer und souveräner Träger der Staatsmacht sind ohne Medien nicht denkbar.

Medien haben große Macht
Doch dieses Innehaben der Schlüsselfunktionen in unserer Demokratie geht quasi automatisch mit potentiell immensen Einflussmöglichkeiten und damit auch Missbrauchsgefahren einher: Medien haben große Macht. Dessen waren sich auch die Mütter und Väter unseres Grundgesetzes bewusst.

Demokratie ist immer auch der Versuch, jedwedem Missbrauch von Macht systematisch vorzubeugen.

Würde man den medialen Flaschenhals seitens der Regierenden als Filter nutzen, um beispielsweise unerwünschte Informationen zurückzuhalten oder umgekehrt ausschließlich gewünschte Informationen zu transportieren – die Auswirkungen wären für jede Demokratie fatal. Aus diesem Grunde garantiert Artikel 5 GG unter anderem die Pressefreiheit und verbietet jedwede Zensur.

Was aber, wenn „moderner und zeitgeistiger Haltungsjournalismus“ selbst „filtert“?
Nehmen wir – als Beispiel – den blutigen Terror-Anschlag auf betende Christen während des Osterfestes in Sri Lanka. Wer die Berichterstattung unmittelbar nach diesen Ereignissen verfolgt hat, der kam kaum auf die Idee, einen Zusammenhang mit radikalen Muslimen herzustellen. Im Gegenteil, man musste eher an ein Wiederaufflammen des alten Konfliktes zwischen Buddhisten und Hinduisten glauben. Selbst die Tatsachenbeschreibung, dass es sich um einen gezielten Anschlag auf Christen gehandelt habe, wurde mit allergrößter Anstrengung vermieden. Man sprach lieber von Betenden. Ganz im Stile Barack Obamas und Hillary Clintons, die per Twitter von „eastern worshippers“ sprachen.

Politik und Medien überbieten sich gegenseitig im Verschweigen
Besonders perfide: Nachdem nichts, aber auch gar nichts mehr umzudeuten und nichts mehr zu leugnen war, also nachdem feststand, dass es sich um einen islamisch motivierten Terroranschlag handelte, spielte man auf das Attentat von Christchurch an. Ach so, es war also „nur“ ein Racheakt. Na ja, dann kann man nichts weiter dazu sagen. Dann sind „wir“ – also wir, die wir so friedens- und harmoniebewegt sind – ja Gott sei Dank und endlich wieder quitt.

Ebenso der Brand der Kathedrale „Notre Dame“ in Paris. Noch während des Flächenbrandes wird allerorten bereits die Gewissheit vermeldet, dass es sich auf gar keinen Fall um einen Brandanschlag handeln könne. Kein kritisches Hinterfragen, keine Erwähnung der Vielzahl an Schändungen französischer Kirchen in jüngerer Zeit. Und nur zögerlich und vereinzelt diverse Sachverständige, deren Expertise und deren Aussagen allesamt letztlich nur einen Schluss zulassen: Es stinkt gewaltig. Auch ohne jeden Beweis.

Bis vor wenigen Jahren wurde stets geflissentlich darauf hingewiesen, dass man auf gar keinen Fall verallgemeinern dürfe. Heute hingegen werden selbst logisch erscheinende Zusammenhänge, Hinweise und Erfahrungswerte unterdrückt, negiert oder umgedeutet. Politik und Medien überbieten sich gegenseitig im Verschweigen. Wer dennoch Schlüsse zieht, die der polit-mediale Komplex tunlichst tabuisieren will, der riskiert viel. Heutzutage ist ein daraus folgendes „Irren“ – so zumindest will es der polit-mediale Komplex verstanden wissen – nicht mehr menschlich, sondern immer auch das bewusste Outing eines sogenannten Rechtspopulisten.

Extreme Übereinstimmung zwischen MSM und Altparteienkartell
Es ist mit hoher statistischer Sicherheit feststellbar: Die fast schon extrem anmutende Übereinstimmung zwischen Mainstreammedien und dem etablierten Altparteienkartell. Die gleiche Wortwahl, das übereinstimmende Ignorieren, das „unabgesprochen“-abgesprochene Weglassen und das gemeinschaftliche Unterdrücken unerwünschter Zusammenhänge.

Man muss kein Politikwissenschaftler sein, um eine allzu große Übereinstimmung und Gleichartigkeit zwischen Politik und Medien äußerst kritisch zu sehen. Es stellen sich hierzu zwei Fragen: Agieren die Politiker heute mehr als „Medienschaffende“, denn als Politiker? Und: wirken und walten die heutigen Journalisten als ideologiegesättigte Politiker? Allerdings, so ganz ohne die demokratische Legitimation per Wahlen.

So bleibt es dem Bürger oftmals selbst überlassen, eins und eins zusammenzuzählen. Wer heute im Blätterwald auf das Wort „Messer“ stößt, der braucht nicht einmal besonders helle sein, um zu ahnen, dass hier „Männer“ oder „eine Gruppe Jugendlicher“ am Werke war. Nie im Leben käme man als „rechtschaffener Bessermensch“ auf die Idee, hier radikale Muslime vermuten zu müssen. Es weiß schließlich ein jeder, dass der Durchschnittsdeutsche schon während seiner ganzen Kindheit am liebsten mit Messern, Macheten und Äxten spielte. Und sich dieser Werkzeuge als Meinungsverstärker schon immer gerne bediente.

Die Gedanken sind schon lange nicht mehr frei
Nie käme man bei den „Mainstream“-Medien auf die Idee, beide Seiten der Medaille zu betrachten, wenn diese vom Islam sprechen. Der eben nicht nur „Religion“, sondern zuvörderst auch politische Weltanschauung und Weltbeherrschungsideologie ist. Beides voneinander untrennbar. Aber in der öffentlichen Berichterstattung – oder in der Politik – nahezu niemals ausgesprochen.

So zeichnet sich die heutige Berichterstattung der „Mainstream“-Medien immer weniger durch sachliches Vermitteln aller denkbaren und relevanten Informationen aus. Informationen, die es dem Bürger ermöglichen würden, sich sein eigenes, durchaus auch subjektives Bild zu machen. Vielmehr zeichnet man sich durch Ignorieren, durch Negieren, durch schlichtes Weglassen und durch Umdeutung der Begriffe von relevanten Informationen aus, nur um beim Bürger ein bestimmtes Bild zu erzeugen. Und wehe dem, der – auch mit Beweisen ausgestattet – an dem „voreingestellten“ Fokus – Stichwort „Framing“ – herummäkelt.

Die Gedanken sind schon lange nicht mehr frei – jedenfalls nicht, wenn man sie im Internet äußert.

Denn hier sind nun allerlei „Faktenchecker“ am Werk. Selbsternannte, aber auch durch Staatsgelder alimentierte Faktenchecker. Da der Staat nicht zensieren darf, droht er den Plattformbetreibern mit saftigen Sanktionen und horrenden Haftungsgeldern.

Medialer Flaschenhals muss geweitet werden
Kommen wir zurück zum Schweinehund, den es zu überwinden gilt. Unsere Aufgabe muss und wird es sein, den medialen Flaschenhals zu weiten. Demokratie ist ohne weitreichende Freiheit des Bürgers nicht denkbar. Zur Freiheit aber gehören auch subjektive Eindrücke. Das Anwenden von gesammelten Erfahrungswerten. Zur Freiheit gehört sogar das Recht, eine „falsche“ Meinung zu haben – und diese auch ohne Angst vor Repressalien zu äußern. Demokratie ist das freiheitliche Recht, alles das sagen zu dürfen, was der andere nicht hören will.

Alles andere ist Erziehung. Ob diese Erziehung seitens der Medien, seitens des Staates, der Regierung oder einer selbsternannten, vermeintlichen Elite ausgeübt wird, spielt keine Rolle – es ist und bleibt das glatte Gegenteil von Freiheit. Und damit auch das Gegenteil von Demokratie.

Es war höchste Zeit, der angemaßten Deutungshoheit und „Alternativlosigkeit“ der etablierten Politik durch die „Alternative für Deutschland“ Einhalt zu gebieten. Den gleichen Part, die gleiche Aufgaben, die gleichen Ziele haben die alternativen Medien, die freien Blogger, im ansonsten „maingestreamten“ Mediensektor.

Wenn alle einer Meinung sind, braucht es eine zweite Meinung. Wie sonst sollte im Wettstreit der Ideen, der Thesen und der Konzepte, die jeweils beste Lösung – auch Synthese genannt – gefunden werden? Wie sonst sollte eine Demokratie überleben können, ihren systemischen Widersachern widerstehen und Paroli bieten können?
<<<<Martin E. Renner ist Bundestagsabgeordneter der AfD. Er war Anfang 2013 einer der 16 Gründer der Partei in Oberursel. Seine Kolumne auf PI-NEWS erscheint alle zwei Wochen<<<<
(pi-news.net)

Dummsprech für den mündigen Bürger

Von Gastautor Josef Hueber

Wer Denken lenkt, weiß um den Wert von suggestiver Sprache. Die Welt existiert bekanntlich im Kopf. In der Öffentlichkeitsarbeit der Systemmedien gibt es deswegen einen Bausatz immer gleichen Vokabulars mit hohem manipulativem Gehalt. Ein Begriff aus diesem Repertoire soll hier unter die Lupe genommen werden.

KANT HAT AUSGEDIENT
Es gibt Wörter, die, im Dauereinsatz in Medien und Politik, eine lähmende Wirkung auf das menschliche Denkvermögen haben. Der intellektuelle Mutmacher Immanuel Kant, von dem man wenigstens gelernt haben sollte, sich „seines eigenen Verstandes zu bedienen“, hat dann offensichtlich, wie überhaupt schon lange in Deutschland, nichts mehr zu melden, sobald sie die Arena öffentlicher Meinungsbekundungen betreten. Kommen sie zum Einsatz, verwandeln sie Fake News in Fact News, bloße Hypothesen in unumstößliche Tatsachen.

DIE DA OBEN – WIR DA UNTEN
Eines dieser Zauberworte heißt EXPERTE. Diese Spezies ist hoch über uns angesiedelt. Deren Aussagen werden weniger bezweifelt als dogmatische Aussagen des Papstes. Wobei Dogmen aus Rom, korrekterweise muss dies gesagt werden, lediglich definierte Glaubensinhalte sind, die keinerlei Anspruch auf wissenschaftliche Faktizität erheben.

Weniger bescheiden als kirchliche Dogmen kommen in den Medien Informationen mit dem Hinweis auf „Experten“ daher. Ein kritischer Blick in die Nachrichtensendungen bestätigt diese Beobachtung. Sich potentiell regender, innerer Widerstand gegen die Denkvorgaben der liebedienerischen öffentlich-rechtlichen Medien wird damit erstickt, oder noch besser, Zweifel kommen erst gar nicht auf.

Wenn bloße Hypothesen als Fakten präsentiert werden sollen, dann bewirkt der Hinweis auf Expertenmeinung, dass sich bei uns Normalbürgern, gleichsam analog zum pawlowschen Hunde-Experiment, jeder Zweifel aus intellektueller Bescheidenheit ins Hinterstübchen des Denkapparates zurückzieht und dort schweigt.
Wir gehören nämlich zu der Spezies IGNORANTEN, die andächtig zuzuhören und zu glauben haben.

EXPERTEN LIEFERN UNTERGANG OHNE ENDE
Zugegeben, wir Normalbürger sind keine Experten. Also haben wir gläubig zur Kenntnis zu nehmen, dass Insekten wegen unser aller Lifestyle sterben, wie schon einmal der deutsche Wald nach Expertenmeinung gestorben ist. Wir müssen wissen, dass Eisbären bald der Vergangenheit angehören, weil sie jetzt schon auf treibenden Eisschollen verhungern. Neueste, gesicherte Erkenntnis: Dieselfahrzeuge blasen uns den Todesmarsch. Es ist so, weil Experten all dies beweisen können.

Geht es um Untergang hier und dort und überall – der Experte ist sofort mit letztgültigem Wissen zugegen, um einen Stimmungsbrei anzurühren, der dann, nach oben gereicht an Politik und Medien, von deren wolkigen Höhen aus uns da unten zum demütigenden Verzehr aufgezwungen wird.

„DER MENSCH IST, WAS ER ISST“ (Feuerbach)
Und warum schmeckt uns das ohne Murren? Die Ernährungspsychologie kennt den Begriff „exposure effect”. Es ist der Akzeptanz bewirkende Gewöhnungseffekt an eine Nahrung durch wiederholten Verzehr. Dies bedeutet, dass „wir solche Lebensmittel gerne mögen, die wir durch häufigen, wiederholten Verzehr kennen. Dieser Effekt lässt sich ausnutzen, indem Kindern bestimmte Speisen immer wieder angeboten werden.“

Diesen Effekt kennt man offensichtlich in den Hauptquartieren von Politik und Medien. Deswegen macht man Gebrauch von durch stetige Wiederholung akzeptierten Begriffen. Und zwar NACHHALTIG.

Aber das ist schon der nächste verbale Baustein im Dauereinsatz gegen kritisches Hinterfragen.
(vera-lengsfeld.de)

(gh) - "Mit Altpapier das Weiterbestehen sichern". Diese Schlagzeile über einem Foto der Lahrer Zeitung wirft sofort eine Frage auf: Hängt das Übrleben einer Zeitung von deren Altpapierherstellung ab? Wäre es da nicht einfacher, nach Jahren enormen Auflagenverlusts, einfach die Bäume leben zu lassen und so ein Blatt einzustellen? Darum geht es aber gar nicht. Nicht ums Blatt, sondern ums Singen vom Blatt. "Seit fast 25 Jahren kommen Fritz Werner (80) und Hans-Peter Beck (72) wöchentlich in die Redaktion der Lahrer Zeitung und holen Altpapier ab. Der Grund: Mit dem Erlös wird das Weiterbestehen des Männergesangvereins Reichenbach gesichert". Da es in Lahr drei von dieser Zeitungssorte gibt, wie viele Vereine leben davon, dass es für solche Produkte noch Leser gibt? Wer kennt noch einen weiteren Grund für das alte Analoge statt des aktuellen Digitalen? Immer älter sieht auch die "cdu" aus. Neu ist aber, dass diese jetzt sogar öffentlich Mitglieder verabschiedet, ohne dass diese ausgetreten oder ausgestorben sind. In Friesenheim ist's möglich. "CDU Oberweier verabschiedet zwei Mitglieder". Hat sich schon einen Partei von ihren dämlichn Plakaten verabschiedet? Höchste Zeit. Oder schluckt das Volk noch lange diese saure Medizin von einer falschen "Europawahl", welche die EUdSSR sich und allen EU-Bürgern in die Tasche lügt. Nun geben sich noch zwei als Reklamelautsprecher her und demonstrieren ein Niveau, dessen Geistigkeit Frage aufwerfen muss bei jenen, die noch nicht auf den Kopf gefallen sind. "Europawahl 2019 - Landrat Scherer und OB Ries rufen zur Wahlbeteiligung auf - 'Klar, dieses Mal wähle ich!' – so lautet ein Slogan zur Europawahl im Mai. Landrat Frank Scherer und Straßburgs OB Roland Ries rufen gemeinsam dazu auf, die Stimme abzugeben". Und dann ist sie weg. Für fünf Jahre. Bloß nicht darüber nachdenken, dass das gar keine Wahl ist und auch nicht Europa. Für wie verblödet hält Politik eigentlich die Völker in Europa? Während das in Scherben liegt, feiert und amüsiert sich Lahr. Was anderes fällt denen kaum noch ein. Kuchen und Spiele. "Neuer Besucherrekord im Lahrer Parktheater - Anfang Mai schlägt das Kulturamt zum letzten Mal in der laufenden Saison im Parktheater auf. Die Spielzeit in der im Herbst 2018 umbenannten Stadthalle war von einer hohen Besucherauslastung, einer neuen Rekordzahl bei den verkauften Abonnements geprägt". Mit wie vielen Euros subventioniert der Steuerzahler die Theatergänger? Ach so, über Schulden spricht und schreibt man nicht in Lahr. Eine Stadt, die es in die täglichen Verkehrsbehinderungsnachrichten geschafft hat. Auf Augenhöhe mit "Bretzelfeld" und anderen Autostauseen im Land. Inzwischen holt die Bahn allerdings gewaltig auf, was die Abschaffung der Verehrsinfrastruktur betrifft. Die Einschläge lassen kein Kaff mehr aus. "Heute und Morgen Sperrung der Renchtalbahn - Es gibt Ersatzbusse". Seit wann ist Bus ein Bahnersatz? Die Schweizer wissen, warum sie Buße wie Busse schreiben. Da Klappern zu jedem Handwerk gehört, hat die Zeitungsschreiberzunft einen Vogel adoptiert, den Klapperstorch. Sensation aus Offenburg: "Nachwuchsfreuden - Im Offenburger Marktplatznest haben seit vergangener Woche drei Jungstörche ein neues Zuhause gefunden, ein viertes Tier könnte noch schlüpfen. Jetzt müssen nur noch die Wetterbedingungen stimmen". Kommt da nicht schon die nächste Katastrophe? Sommer nach Frühling.

Die letzten "Europawähler"?

Mehr erfahren
Der Langenhard – Einblicke und Ausblicke
Dr. Walter Caroli und Udo Baum vom NABU führen am Samstag, 04. Mai 2019, durch das 109 Hektar große, ehemals militärisch genutzte Gelände auf dem Langenhard, das 2012 zum Nationalen Naturerbe ernannt worden ist.
(Stadt Lahr. Nur noch Mobilpartys im Stillstand? Wer führt sie, die nicht von Fach sind? Oder genügt Führen immer in Deutschland?)

Stau, Stau, Stau: Lahr und Umgebung in allen Verkehrswarnungen. Am Wochenende war's ein Brückenbau über die A5 bei Rust.

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NACHLESE
Gastautorin
Brigitte enteiert Habeck
Von Elisa David. Die Moderatorin des Frauenmagazins Brigitte bringt Robert Habeck mit einer Frage in Schwierigkeiten. Wäre es ein Rückschlag für die Gleichberechtigung, wenn auf Angela Merkel ein Mann folgen würde? Die Antwort müsste klar sein – nein, denn Gleichberechtigung beinhaltet auch das gleiche Recht Kanzler zu werden. Aber Mutti ist alternativlos und Habeck eiert durchs Gelände....Ungeschickt windet er sich aus der Situation, indem er eine Gegenfrage stellt: „Ist das Land bereit für einen männlichen Kanzler?“ Wenn er sich seine Fragen jetzt schon selbst stellt, sollte man wenigstens erwarten, dass er auf die eine Antwort weiß – ist aber nicht so. Also weicht er auf die Textbausteinebene aus und redet (oder sollte ich labern sagen?) von Themen wie Tote im Mittelmeer und dem Klimawandel, Themen die unbedingt gelöst werden müssen, egal von wem....Also belassen wir es an dieser Stelle bei der Schlussfolgerung, dass es Habeck und vor allem uns jetzt ein kleines bisschen besser erginge, wenn er heroischer Dorfpolitiker und fahrradfreundlicher Familienvater geblieben wäre. Denn als möglicher Kanzlerkandidat ist er beim besten Willen nicht geeignet – schließlich kann er nicht mal den billigen Fragen eines Klatschmagazins standhalten.
(achgut.com. Enteiern ohne Eier? Der grüne Talkshowhocker hat sich ja jetzt selbst aus dem Verkehr der a- und sozialen Medien ziehen müssen.)
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Kanzlerkandidat
Dutschke, Robin Hood, Camus: Robert Habecks Vorbilder
Beim Brigitte-Talk zählt Robert Habeck seine Vorbilder auf. Bezeichnend ist, dass darunter weder ein Demokrat noch ein Marktwirtschaftler ist. Und alle drei hatten, vorsichtig ausgedrückt, zumindest ein problematisches Verhältnis zum Rechtsstaat.
VON Rainer Zitelmann
(Tichys Einblick. Wer gegen Deutschland ist mit bescheidenem Horizont, ist auch gegen das Grundgesetz.)

Wappentier Schnecke
Der Fortschritt in Deutschland
Von Wolfgang Herles
Der Begriff Reform waren vor langer Zeit einmal positiv, alle Parteien versprachen welche. Sie haben es jedoch geschafft, dass die meisten Bürger heute Reformen negativ empfinden und schon die Ankündigung schwere Befürchtungen hervorruft.Manche Begriffe wechseln das Vorzeichen. Wachstum und Wohlstand. Ja, das klang einmal gut, nach Wirtschaftswunder, nach Zufriedenheit. Und heute? Leider machen Wachstum und Wohlstand nur das Klima kaputt und sie tragen ein dickes Minus im Kontext. Wer noch zufrieden ist mit dem Zustand der Welt, hat nichts kapiert.... Das Bild, dass der Fortschritt eine Schnecke sei, stammt von Günter Grass, gemünzt auf die politischen Verhältnisse, vor allem auf die Sozialdemokratie des damaligen Kanzlers Willy Brandt... Die DDR-Schnecke kroch allerdings so langsam, dass sie zertreten wurde. ... Weil der Fortschritt eine Schnecke ist, produziert er eine Schleimspur. Es ist die Schleimspur der Konsens-Demokratie. Wer nicht schleimt, ist nicht fortschrittlich, sondern rechts. Rechts ist Überholen bekanntlich verboten... In Deutschland gilt ein strenges Tempolimit für den Fortschritt – obwohl der doch ohnehin schon eine Schnecke ist – immer noch zu schnell für die regierenden Utopisten. Die Schnecke namens Fortschritt meidet deshalb in Deutschland das freie Gelände. Sie schleicht durchs Unterholz. Der Fortschritt ist ein Partisan. Anders überlebt er nicht.
(Tichys Einblick. Deutschland im Grünen rutscht auf dem Schleim aus und ertrinkt.)

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Leerstand
Jetzt trifft die Innenstadt-Ödnis auch Deutschlands Boom-Regionen
Mit einem Klick liegt das Produkt im Warenkorb und wird bequem bis zur Haustür geliefert. Doch während immer mehr Kunden online einkaufen, veröden die deutschen Innenstädte. Experten zeichnen ein dunkles Zukunftsbild. Die üppigste Fantasie kann nichts Schöneres erdenken als dieses Tal, das sich bald öffnet, bald schließt, bald blüht, bald öde ist, bald lacht, bald schreckt.“ Mit diesem Vers beschrieb einst Heinrich von Kleist die Romantik des Rheintals. Der Zauber funktioniert noch heute. Man muss nur in Bingen am Ufer stehen und den Blick schweifen lassen:... Allerdings sollten Besucher der 27.000-Einwohner-Stadt es sich gut überlegen, ob sie die Bahnlinie queren, die das Rheinufer von der Innenstadt trennt. Denn jenseits der Schienen ist von Romantik nicht viel übrig....Verödende Innenstädte sind kein neues Phänomen. Doch bislang ging es dabei vor allem um Gegenden, die von der Politik gerne als „strukturschwach“ bezeichnet werden. Aber Bingen ist nicht strukturschwach,...Beim Handelsverband Deutschland (HDE), der Spitzenorganisation des Einzelhandels, erwartet man nicht mehr, dass sich die Situation noch einmal verbessern wird...Ein Schlagwort: Rückbau der Fußgängerzone. Die großen Fensterscheiben raus und Gewerbe oder gar Wohnungen rein. „Dem Ansatz werden sich Städte zwangsläufig öffnen müssen“, sagt Reink....Der HDE macht sich auch für die Rückkehr des Handwerks in die Innenstädte stark...
(welt.de. Selbst Kleinstädte machen die Schotten dicht, vertreiben Besucher, und selbst auf Supermarktplätzen sind Kunden Störenfrede, die gleich mit Strafdrohungen empfangn werden. Hinzu kommt meist noch ein schlechter Service mit Kunde als Bettelmann. Trotzdem lebt der Mensch vom Analogen, die Digitalisierung ist nur bessere Kommunikation zum Handel außerhalb der öden Orte, welche von einer Klientel bewohnt und belebt werden, in deren Gesellschaft nicht jeder gerne verkehrt der bunten Vielfalt wegen.)
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Felix Perrefort
Liebe Linke, gehört die Steinigung zu kultureller Vielfalt?
Im Namen kultureller Vielfalt verteidigt die Regierung Bruneis das Steinigen von Homosexuellen. Davon, dass das konsequent und das Diversitätskonzept daher nicht progressiv ist, handelt dieser kleine Brief an die Linke....Einmal mehr zeigt sich, dass das Konzept „kultureller Vielfalt“ auf die Akzeptanz islamischer Herrschaft hinausläuft, auf die Unterdrückung von LGBT-Rechten. Die gibt es im Universalismus, im allgemeinen Recht, vor dem alle gleich sind und das keine Rücksicht auf Kultur nimmt. Wann fangt Ihr endlich an, Euer linkes Erbe gegen derartiges Unrecht zu verteidigen statt die Kritik daran als islamfeindlich zu diskreditieren?
(achgut.com. Wer liest schon Bücher? Ist laut Kanzlerin ja nicht hilfreich. Beurteilt selbst, ob es sich bei der dortigen Anwendung der Scharia um den Islamismus oder den Islam handelt, und was wichtiger wäre: die Rechte der Einzelnen oder die Toleranz gegenüber Kultur.)

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DAS WORT DES TAGES
In einer Wohlstandsgesellschaft gibt es weniger Dynamik als in den Aufbaujahren nach dem Krieg. Wir sind in der unglaublich schönen Lage, nur von Freunden umgeben zu sein. Das Blöde ist: es kommt kein Krieg mehr. Früher, bei der Rente oder der Staatsverschuldung haben Kriege Veränderungen gebracht. Heute, ohne Notsituation, muß man das aus eigener Kraft schaffen.
(Günther Oettinger, auf die Frage, ob Deutschland im weltweiten Wettbewerb mithalten könne, geäußert während einer Veranstaltung der Studentenverbindung Ulmia in Tübingen am 29. Januar 2007, zitiert in der Stuttgarter Zeitung Nr. 25/2007 vom 31. Januar 2007)
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WerteUnion startet Kampagne zur Meinungsfreiheit
Verschiedene aktuelle Vorfälle zeigen, dass die freie Meinungsäusserung, aber auch die Freiheit der Lehre, immer wieder aus politischen oder religiösen Gründen bekämpft wird. Die WerteUnion will jetzt ein Zeichen setzen und fordert auf einer neuen Internetseite dazu auf, die Meinungsfreiheit aktiv zu verteidigen.Auf der Seite www.sag-uns-deine-meinung.de beschreibt die WerteUnion aktuelle Gefahren für die Meinungsfreiheit. Außerdem ermuntert sie dazu, die eigene Meinung zu äußern und stellt gleich auch die Möglichkeit bereit, dies mittels E-Mail zu tun.„Meinungsfreiheit ist unabdingbare Voraussetzung für Demokratie und im Grundgesetz garantiert. Deshalb wird die WerteUnion nicht zulassen, dass sie eingeschränkt oder bedroht wird. Wir wollen mit dieser Kampagne ein Zeichen setzen und den Menschen Mut machen, Ihre Meinung zu äußern, ohne Angst vor Nachteilen oder gar Repressalien haben zu müssen“, so der Vorsitzende der WerteUnion, Alexander Mitsch.Die WerteUnion ist der konservative Flügel der CDU/CSU. Er wurde 2017 als Zusammenschluss der konservativen Initiativen innerhalb der Union gegründet und ist in allen 16 Bundesländern mit Landesverbänden vertreten. Wir wollen konservative und wirtschaftsliberale Kräfte stärker vernetzen und so erreichen, dass die Union wieder verstärkt konservative Positionen vertritt.
Kontakt:
Alexander Mitsch, Vorsitzender
Mobil: (0163) 9073693
eMail: alexander.mitsch@werteunion.info
Stefan Koch, Pressesprecher
Mobil: (0151) 51649446
eMail: stefan.koch@werteunion.info
Homepage: www.werteunion.info
(vera-lengsfeld.de)

Gruppe flüchtete durch die Innenstadt
Schüsse in Rüsselsheim: Polizei nimmt neun Mitglieder von Großfamilie fest
Bei Schüssen in der Rüsselsheimer Innenstadt ist nach Polizeiangaben in der Nacht zum Samstag ein Mensch durch einen Streifschuss leicht verletzt worden. Neun Menschen wurden vorläufig festgenommen. Dabei handle es sich nach ersten Informationen um Mitglieder einer Großfamilie.
(focus.de.Jahrzehnte zugeschaut. Land der Schulschwänzer, Grünen, Linken und auch Unrechtsstaatsbürgern. Was soll dieser Quatsch mit den "Großfamiien" und anderen Verschleierungen?)

So lange „uns“ Moslems jagen, sind sie „uns“ tatsächlich „scheißegal“, Herr Mazyek!
Allahs Abstauber und das ZDF
Von PETER BARTELS
„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“ So „kachelte“ ein greiser leiser BILD-Mann gerade Maybrit Illner ab. Der Ombuds-Opa meinte die „furchtbare Wahrheit“ am „christlichen Osterfest“. Die gelernte SED-Nonne stocherte sich durch das Thema: „Terror in Sri Lanka – Krieg der Religionen?“
Ja, wirklich, Oppa Om: Es kann der Dümmste nicht Frieden labern, wenn es dem lieben Moslem nicht gefällt. Diesmal war vor allem Aiman A. Mazyek (50) da, Vorsitzender des Zentralrats der Moslems in Deutschland: Groß, fett, kreisrundes Jesuiten-Glätzlein; nie hatte ein „Prophet“ so einen albernen Bart. Er lenkt weder vom gewaltigen Doppelkinn bis zum Knorpel ab, noch kaschiert er irgendwas; sollte Allah mal wirklich vom Islam zum Christentum konvertieren, wie jetzt schon der halbe Koran, dann wegen solcher Klopse wie Mazyek. Oppa Om, Nyary-Ersatzmann bei den BILD-Kritikern, ließ den Musel gleich los labern: „Als im neuseeländischen Christchurch Muslime in der Moschee ermordet wurden, war das kein Talk-Thema für ARD und ZDF. Mazyek knallt die Frage in die Runde: ‚Was geben wir da für ein Signal? Dass uns Muslime scheißegal sind?‘ Betretene Blicke reihum.“ Was man als alter Knacker mit dräuendem Grauen Star spätabends auf der Glotze eben zu sehen, mit Hörrohr zu hören meint … Im Ernst: Was heißt „Wir“, Herr Syrer Mazyek? „Wir“ sind Wir. Deutsche. Deutschland. Von Geburt Christen. Erstmal jedenfalls. Und so lange „uns“ Moslems jagen, sind sie uns tatsächlich „scheißegal“… Immerhin bekam der BILD-Babbler mit, wie Mazyek, Erdowahns Emir in Germoney, sich bei der Roten Nonne gönnerhaft bedankte: „Weil Illner endlich auch diesen Terrorangriff behandeln will.“ Da der SED-Nonne oberster Chef, ZDF-Intendant Thomas Bellut (64), mit der türkischen Moslemin Hülya Özkan (63) verheiratet ist, ahnt natürlich kein Schwein, w a r u m sich Allahs Abstauber so artig beim ZDF bedankt.
Der neue Kreuzzug ist schuld …
Denn Bellut lebt vom Zwangsgebühren-Zaster (in summa: 363.255 Euro) sicher fast so gut wie Mazyek von Erdowahns milden Gaben … Die wiederum Merkel seit Jahren uns und den Flaschen-Pfand-Rentern abzwackt, um sie in Ankara auf den west-östlichen Diwan zu schäufeln. Und so begöscherte der feiste Moslem-Fürst auch gnädig die Runde: „Sprechen wir nicht die Sprache der Rache, sondern die Sprache der Versöhnung.“ Und „erinnerte“ sich, O-Ton BILD-Om: „Nach 9/11, den Angriffen von Al Qaida auf das World Trade Center in New York, gab es eine solidarische „pro amerikanische“ Stimmung auf den Straßen in der arabischen Welt“. Das schlug um, als US-Präsident George W. Bush zum „Kreuzzug“ gegen den Terrorismus aufrief.“ Natürlich hat nur Erdowahns Emir die weltumspannenden Kaftane-Ketten mit den brennenden Kerzen in der Hand, die Trauer trillernden Burka-Bacis gesehen. Kein Wort von den vielen den Terror-Anschlag gegen den „bösen Satan USA“ feiernden Moslems wie beispielsweise in Palästina. Der Ombudsmann zitiert den atheistischen Religionskritiker Möller, und die Schwurbellocke mit dem ältlichen Kindergesicht weiß auf den Punkt: „Die Kreuzzüge waren eine Zeit, in der das Christentum gemordet und geschlachtet hat … Diese Kreuzzüge haben für die Islamisten nie geendet.“
Bosbach kann nicht alle Gotteshäuser schützen
Da nützt es rein gar nix, dass CDU-Büttenredner Laschets nützlicher Wahlhelfer-Idiot Wolfgang Bosbach (66) „energisch“ milde einwirft: „Das Problem beginnt, wenn die Religion sich nicht auf den Glauben konzentriert, sondern auf die Übernahme politischer Macht.“ Noch kryptischer: „Wir sind nicht in der Lage, alle Gotteshäuser so zu schützen, dass wir sagen können: Es wird nichts geschehen.“ … Natürlich nicht, alter, kranker Mann, siehe Frankreich: Ein paar Dutzend Kirchen im Februar nicht … Ein paar Hundert im Jahr nicht … Allahu Akbar!! Um dann doch etwas zu barmen: „In islamischen Ländern ist Religionswechsel bei Strafe verboten. Es drohen drakonische Strafen.“ Und doch wieder gleich die Proskynese zu machen: „Ich würde mich freuen, wenn Christen in den muslimischen Ländern so viel Toleranz erfahren, wie die Muslime hier. Die Muslime haben ihren Platz in unserer Gesellschaft.“ Aaachtunggg: Dann wagt er sogar eine „Spitze“ gegen Staatspräsident Erdogan: „Wir wollen nicht, dass über Religion in Deutschland Innenpolitik gemacht wird.“ … Wie heißt eigentlich Aua auf Türkisch?? Google sagt „Ah!“ Aha … Ein bleicher, sanfter „Terrorismus-Forscher“ namens Peter R. Neumann, King’s College London, haucht: “Terroristen kommen nicht aus religiöser, sondern aus krimineller Ecke“. Hach und Ach … Und eine wie immer bescheidene, stille Mürvet Öztürk, Islamwissenschaftlerin, Alevitin (Sunniten-Sekte), bittet: „Die monotheistischen Religionen müssen weg von ihrem absoluten Wahrheitsanspruch.“ … Der sanfte Herr Neumann weiß, dass „90 Prozent der Opfer des IS andere Muslime, vor allem Schiiten“ sind. Immerhin auch: „Der Angriff auf christliche Kirchen in Sri Lanka war
k e i n e Vergeltung für den rechtsextremen Terrorakt in den Moschee in Christchurch: „Wir wissen, dass die Extremisten, die den Anschlag in Sri Lanka organisierten, die Detonatoren und den Sprengstoff bereits vor zwei Monaten hatten.“
Mazyek: „Ich erwarte von meinem Land Deutschland…“
Das arroganteste, verlogenste Zitat des Abends kam vom Syrer Mazyek: „Ich erwarte von meinem Land Deutschland, dass es sich für Religionsfreiheit überall auf der Welt einsetzt.“ Er hat wirklich „mein Land“ gesagt … Das beste Zitat kam von Oppa Om, jedenfalls die erste Hälfte: „Eine solche Debatte wünscht man sich am Freitag in der Moschee …“ In der zweiten Hälfte enttarnt er sich dann selbst aufs peinlichlichste: „… und am Sonntag im christlichen Gottesdienst“. Der weißhaarige Knacker kann seit Jahren nicht mehr in der Kirche gewesen sein. Sonst wüsste er, wie ebenda sozialistische bis schwule Pfaffen den letzten Betschwestern mit diesem Schwachsinn selbst noch das Sterben vergraulen…
(pi-news.net)

Legten sich auf das Pflaster
Wollen Zeichen setzen: Darum liegen hier in Berlin Menschen reglos auf dem Boden
Klimaaktivisten haben sich am Samstag bei einem "Die-In" in Berlin-Mitte wie Tote auf das Pflaster gelegt, um auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen.
(focus.de. Auf Augenhöhe mit ihrem geistigen Niveau. Atmen die mit dem Hintern? Bräuchten doch nur die Nasen zuhalten, um sich richtig tot zu stellen.)

infratest dimap zu 70 Jahre Grundgesetz
Wer den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht
Wenn das Entscheidende von den Einflussreichen dieses Landes nicht verstanden wird, lautet die Frage von infratest dimap irgendwann: Sind Sie mit der illiberalen Demokratie in Deutschland zufrieden?
VON Gastautor Martin Busch
...Viele Bürger glauben nach dieser Erhebung, dass es neue Parteien oder Bewegungen braucht, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Unter den Anhängern der Linken sind es 62%. Bei den AfD-Anhängern ist dieser Anteil erwartungsgemäß noch größer. Überraschend hingegen ist, dass fast jeder zweite Sympathisant der Grünen die Notwendigkeit neuer Organisationen sieht....Um es auf den seit einiger Zeit wunden Punkt zu bringen: Weltoffenheit verpflichtet nicht dazu, sich über den dauerhaften Besuch von Artgenossen zu freuen, die sich als kulturell deplatziert erweisen. Es gibt auch falsche Vielfalt! Oder heißen Mannschaften Spieler willkommen, die das Team schwächen? ...
(Tichys Einblick. Das Volk braucht ein anderes Land, das zum Grundgesetz passt..)

Ist beim Feuer von Notre-Dame Brandstiftung auszuschließen?

Von Eva-Maria Michels auf PAZ

Nach 850 Jahren, in denen die Pariser Kathedrale Kriegen, der Französischen Revolution und der NS-Besatzung widerstand, fiel Notre-Dame de Paris nun unter der progressiven Regierung von Präsident Emmanuel Macron den Flammen zum Opfer.

Montagabend, wenige Stunden bevor der Präsident eigentlich den Franzosen mitteilen sollte, welche Maßnahmen er ergreifen würde, um die politische Krise zu überwinden, in der sich das Land aufgrund der Gelbwestenproteste seit November befindet, brach im Dachstuhl von Notre-Dame ein verheerendes Feuer aus. Obwohl mehrere Fernsehsender, unter anderem LCI, von mehreren Brandherden berichteten, stand schon zwei Stunden später, als das Feuer noch wütete, offiziell fest, dass es keinen Grund zur Annahme von Brandstiftung gebe und die Baustelle auf dem Dach der Kathedrale ursächlich sei.

Seit Dienstag wird die Un­glücks­stelle zwar von polizeilichen Spurensicherern untersucht, und gegenwärtig gilt offiziell ein Kurzschluss an den Aufzügen, die an den Gerüsten der Dachbaustelle befestigt sind, als Brandauslöser, doch damit bleiben viele Ungereimtheiten: Marc Eskenazi, der Sprecher von AXA, dem Versicherungsunternehmen des Gerüstbauers Europe Echafaudages, gibt an, dass der Feueralarm nicht durch die Brandmelder an den Aufzügen, sondern durch den der Kathedrale ausgelöst worden sei.

Diese Version wird vom Organisten Johann Vexo gegenüber der Zeitung „Ouest-France“ bestätigt: „Gegen 18.25 Uhr oder 18.30 Uhr ertönte ein Alarm. Diesen Alarm kannten weder der Priester noch die Sängerin, die mich begleitete noch ich, wir hatten ihn nie zuvor gehört. Er begann mit einer Sirene, dann eine Nachricht auf Französisch und Englisch, die die Besucher aufforderte, das Gebäude ruhig zu verlassen. … Ich dachte sofort an eine Fehlermeldung, ich glaubte nicht an einen Brand. Kein Rauch, kein Geruch. … Ich habe die Schaltstelle der Alarmanlage gesehen, auf der ein Feuer auf dem Dachboden angezeigt wurde. Doch ich glaubte es immer noch nicht. Als ich die Kathedrale verließ, war es 18.45 Uhr. Ich sah keinen Feuerwehrmann, keinen Rauch, keinen Geruch.“

Der Pariser Staatsanwalt Rémy Heitz erklärt, dass um 18.20 Uhr auf dem Bildschirm des Sicherheitsdienstes von Notre-Dame ein roter Punkt erschienen sei, der eine Anomalie angezeigt habe. Ein Sicherheitsmann untersuchte die angegebene Zone unter dem Dach ergebnislos und benachrichtigte nicht den Priester, genau so wie es das Sicherheitsprotokoll vorsieht: Nur im Fall eines Feuers werden die Geistlichen benachrichtigt, die dann selbst die Ansage zur Evakuierung machen.

Der automatische Alarm ertönt laut Protokoll erst, wenn es schon richtig brennt. Doch am Montag funktionierte dieses System nicht, der automatische Alarm erklang in der Kirche, obwohl noch kein Feuer zu entdecken war. Ein zweiter Alarm erschien dann um 18.43 Uhr auf dem Bildschirm der Sicherheitsleute. Als ein Sicherheitsmann erneut nachschaute, brannte das Gebälk bereits.

Anfangs wurde offiziell die Hypothese verbreitet, dass Schweißarbeiten oder die Nachlässigkeit der Handwerker auf dem Dach den Brand ausgelöst hätten. Doch die Firma Le Bras Frères, die sich um die Renovierung des 96 Meter hohen Spitzturmes kümmerte, weist diese Anschuldigungen kategorisch zurück: Der letzte Arbeiter habe bereits um 17.50 Uhr die Baustelle verlassen, und das Sicherheitsprotokoll, das vorsieht, dass am Tagesende der Strom auf der Baustelle vollständig abgestellt und der Schlüssel zur Baustelle in der Sakristei abgegeben wird, sei korrekt umgesetzt worden. Auch habe es keinerlei Schweißarbeiten gegeben, es sei lediglich am Gerüstaufbau gearbeitet worden.

Polizeiquellen bestätigen dies. Benjamin Mouton, Architekt, Leiter der Monuments Historiques und von 2010 bis 2013 Dombaumeister an der Pariser Kathedrale, war für die Umsetzung eines neuen Feuerschutzprogrammes verantwortlich. Er erklärte: „In 40 Berufsjahren habe ich noch nie ein solches Feuer gesehen. Die Brandschutzmaßnahmen in der Kathedrale sind auf höchstem Niveau. … ein Sicherheitsmann kann innerhalb weniger Minuten sagen, ob es brennt. Wir haben viele Holztüren durch Brandschutztüren ersetzen lassen, wir haben alle Elektrogeräte begrenzt und im Dachstuhl komplett untersagt.“

Ein anonymer Experte des Baugewerbes, den das Fachblatt „Batiactu“ zitiert, fügt noch hinzu: „Das Feuer konnte nicht durch Kurzschluss entstehen. Man benötigt eine echte Hitzequelle am Anfang, um ein solches Feuer zu entfachen. Eiche ist ein besonders resistentes Holz.“

Während es also mehr Fragen als Antworten zu den Brandursachen gibt und ganz Frankreich ins Mark getroffen ist durch den Verlust eines nationalen Symbols, dessen Wiederaufbau nach Expertenmeinung mehrere Jahrzehnte dauern wird, kündete Präsident Emmanuel Macron bereits einen Tag nach dem Brand an, dass er die Kathedrale innerhalb von fünf Jahren neu aufbauen lassen will – pünktlich zu den Olympischen Spielen in Paris.

Einen Tag später verkündete Premierminister Edouard Phi­lippe die Ausschreibung eines internationalen Architekturwettbewerbs, „um Notre-Dame mit einem neuen Spitzturm auszustatten, der den Techniken und den Herausforderungen unserer Zeit entspricht“. Dabei sind die Originalpläne des Bauwerks und des Spitzturms aus dem 19. Jahrhundert vorhanden. Ein Schelm, der nichts Böses ahnt? Selbst Leser eher macronistischer Publikationen wie des „Figaro“ befürchten Schlimmstes.
(vera-lengsfeld.de)

Kolonialer Unterdrücker heute Gelobtes Land?

Von Volker Seitz

Bartholomäus Grill hat seinem neuen Buch den Titel „Wir Herrenmenschen“ gegeben, was den Inhalt vorhersehbar macht. Grill arbeitete unter anderem für die taz, Die Zeit und seit 2013 für den Spiegel. Er widmet sich in seinem jüngsten Buch der deutschen Kolonialgeschichte. Er sieht sie, das verrät bereits der Untertitel, als „unser rassistisches Erbe“. Er schreibt: „Es ist der koloniale Blick, der unsere Sicht der Welt bis heute prägt.“ Grill promotet derzeit sein Buch und hat damit viel Erfolg in den Medien, die Bücher brauchen, die auf eine bestimmte Richtung zugeschnitten sind.

Hierzu passt ein Artikel der FAZ vom 3. April 2019 über die Umbenennungspläne von Straßen und Plätzen in Berlin von rot-rot-grünen Politikern, weil sie nach Kolonialherren benannt sind. Beispielsweise die Petersallee, die aber seit Jahrzehnten nicht mehr für den verrufenen Kolonialisten Carl Peters steht.

„Denn schon 1986 widmete der damalige Bezirk Wedding den Namen um: Ihr Namenspatron ist seitdem Hans Peters, ein Widerstandskämpfer gegen die Nazis, der nach dem Krieg an der Berliner Landesverfassung mitschrieb. Der Beschluß wurde sogar im Amtsblatt veröffentlicht, es wurden Schilder, die den neuen Namenspatron erläuterten angebracht.“

„Auch Karin Filusch, Sprecherin der Initiative 'Pro Afrikanisches Viertel'“ spricht vom 'kolonialen Habitus', mit dem der Bezirk die Bürger beglücken wolle. So seien viele Namen in Namibia noch erhalten, die in Berlin als unerträglich gebrandmarkt würden. Bewohner mit afrikanischer Herkunft, die sich vor allem als Berliner sähen, würden darüber belehrt, wie sie das Thema zu sehen hätten. Viele Bürger fühlten sich bevormundet.“

Das Vorhaben der Straßenumbennung ist symptomatisch für die linke Attitüde moralischer Überlegenheit. Der vermeintlich einzig wahre Maßstab heutigen Denkens wird pauschal in die Zeit des 19. und 20. Jahrhunderts projiziert.

Grill schreibt zu viel über sich selbst
Der Vorzug von Grills Buch ist, dass sich die Leser nicht durch historische Beschreibungen mit vielen Fußnoten quälen müssen. Grill schreibt über Afrika, China und die Südsee, mit persönlichen Erlebnissen. Der Autor fragt: „Wie prägen uns koloniale Denkweisen und Verhaltensmuster bis heute?“ Damit trifft Grill natürlich mitten in die Debatte um die Bewusstwerdung des deutschen Kolonialismus. Wir hätten begriffen, dass jede Form von Kolonialismus auf Unrecht beruht. Aber unsere „kolonialen Denkmuster“ hätten wir, bei aller Weltoffenheit, noch nicht überwunden.

Als einen Beleg zitiert Grill schon im ersten Kapitel seines Buches den Afrika-Beauftragten der Bundeskanzlerin Günter Nooke. Der wolle in Afrika Wirtschaftssonderzonen einrichten, in denen Migranten sich ansiedeln könnten. Für Grill verwendet Nooke „Denkfiguren der Kolonialära“. Grill schließt aus Nookes Vorschlag, dass dieser Teile Afrikas wieder unter Kuratel stellen will. Man müsse nur die Bezeichnung ändern und „Schutzgebiet“ durch „Sonderzone“ ersetzen. Grill erwähnt nicht, dass der Vorschlag von Nobelpreisträger Paul Romer stammt, den Nooke lediglich zitiert hat.

Romer nannte diese „Sonderzonen“ Charter Cities. Eine unkonventionelle, radikale Idee. Das Ziel ist es, Städte als Zufluchtsorte und Lebensräume für Millionen Menschen zu errichten, die eine Art Sonderwirtschaftszone mit einem neuen Regelwerk für soziale, ökonomische und politische Reformen bilden. Richter aus stabilen Rechtssystemen (zum Beispiel Botswana) sollen angeworben werden. Arme Länder könnten ihre Flächen freiwillig in die Hand von Garantiemächten geben, und jedem stünde es frei, dort zu leben. Sie sollten nicht mehr ihr Leben riskieren müssen, um einen Job zu bekommen, sondern Lebensqualität im eigenen Land finden. Man kann die Idee nun gutheißen oder nicht, als Beleg für eine „paternalistische Haltung“, gar ein „rassistisches Erbe“ taugt sie nicht. Grill überhöht sich moralisch. Er schreibt etwas zu larmoyant, schreibt viel über sich selbst.

Grill schildert die Grausamkeit und Unterdrückung der deutschen Kolonialherrschaft. Es gelingt ihm in seiner Reise durch die Kolonialgeschichte, Unterschiede in der Führung der einzelnen Kolonien herauszuarbeiten; so lassen sich durchaus gutwillige Gouverneure und Missionare erkennen.

„Graf von Zech legte auch Wert darauf, dass der allgemeine Bildungsstand der Afrikaner verbessert wurde. Die drei größten Missionsgesellschaften im Lande [Togo] unterrichteten über 10.000 Kinder, allein die katholische Steyler Mission betrieb 178 Schulen, die evangelische Norddeutsche hatte 133 aufgebaut.“

Auch erwähnt er, dass Kolonien ausgebeutet werden sollten, aber das Reich ein Vielfaches mehr kosteten, als erwirtschaftet wurde. Irritiert ist der Autor über die mehrheitlich unkritische und eher positive Einstellung zur deutschen Kolonisierung in Togo. Auch in Kamerun wundert er sich „immer wieder über die Wertschätzung, die Deutschland in Ländern genießt, die es unterdrückt und ausgeplündert hat“.

Kolonialtrauma und Gesinnungsethik
Die kurze deutsche Kolonialgeschichte war kein harmloses Zwischenspiel. Aber ich habe in vier Jahren in Kamerun häufig Menschen getroffen, die sich gerne – vermutlich vom Hörensagen in der Familie – an die autoritäre Ordnung der Kolonialzeit erinnern, weil sie zumindest den Schein von Gerechtigkeit bot. Die hässlichen Seiten des kolonialen Alltags mit ihren rassistischen Diskriminierungen, die Praxis des Arbeitszwanges und der Strafjustiz werden ausgeblendet oder sind nicht mehr bekannt.

Grill beherrscht die Phraseologie des Zeitgeistes, wenn er schreibt: „Es ist der koloniale Blick, der unsere Sicht der Welt bis heute prägt.“ Auch von einigen Kolonialhistorikern und Medien wird das schmerzvolle und tief verwurzelte afrikanische Trauma der Kolonialzeit bemüht. Afrikanische Politiker, oft von deutschen Gesinnungsethikern unterstützt, führen die Misere in ihren Ländern ausschließlich auf die Kolonialzeit zurück, um als Opfer von ihrem eigenen Versagen abzulenken. Demgegenüber hat zum Beispiel die ältere kamerunische Bevölkerung von der deutschen Kolonialzeit (1884 bis 1916) ein eher undifferenziertes, allerdings sehr positives Bild.

Erfreulich, dass Grill noch einmal auf seine Recherchen zur Frage des Völkermordes in Namibia eingeht. Im Juni 2016 war im SPIEGEL sein Report unter der Überschrift „Gewisse Ungewissheiten“ erschienen, der scharfe Reaktionen der Vertreter der Genozid-These auslöste. Er war zu dem Schluss gekommen „was tatsächlich geschah und was nur erfunden ist, lässt sich kaum beurteilen“. Grill bemängelt, „dass der Terminus Völkermord stetig ausgeweitet und immer unschärfer gebraucht wird“. Ein echter Diskurs scheine mittlerweile unmöglich geworden zu sein. Zwei Auffassungen stehen sich unversöhnlich gegenüber.

Grill geht auch auf die „sogenannte Flüchtlingskrise“ ein und fragt sich, ob die armen Afrikaner vielleicht in großer Zahl zuwandern, „weil sie sich an uns reichen Europäern rächen wollen“. In Kamerun nahe Limbe, in Idenau, einem „verdammt heißen und heruntergekommenen Kaff am Ende der Nationalstraße N3“, ruft ihm – wie er nicht politisch korrekt schreibt – ein im Hafen herumhängender „Tagedieb“ nach: „Grüßt Frau Merkel von mir. Sagt ihr, ich werde auch kommen!“

Afrikaner lassen sich von einem Buch über deutsche Herrenmenschen nicht abschrecken, sie glauben, dass sie ins Gelobte Land kommen, wo Milch und Honig fließen und das Geld auf der Straße liegt. Das klingt weltfremd, aber so in etwa stellen sich viele junge Afrikaner das Leben in Deutschland und anderen westlichen Ländern vor.

(Volker Seitz war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das deutsche Auswärtige Amt tätig, zuletzt als Botschafter in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und Äquatorialguinea mit Sitz in Jaunde. Er gehört zum Initiativ-Kreis des Bonner Aufrufs zur Reform der Entwicklungshilfe und ist Autor des Buches „Afrika wird armregiert“. Die aktualisierte und erweiterte Taschenbuchausgabe erschien im September 2018 und ist hier bestellbar. Volker Seitz publiziert regelmäßig zum Thema Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika und hält Vorträge.)