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31-8-2011 Zur Hölle mit den Lahrern?

Papst-Huldigung: Denn sie wissen nicht, was sie tun

So himmelt die Stadt Lahr auf ihrer website den Papst an.

(gh). Die Lahrer Stadtverwaltung im Bunde mit den katholischen Kirchenbeamten ist ganz aus dem Rathäuschen vor lauter Papsthuldigung, der entgegen offizieller Lesart gar nicht nach Lahr kommt, sondern mit Ziel Freiburg  nur auf dem Flugplatz landet und startet. Daß die milliardenschwere Katholische Kirche sich wieder Millionen vom Steuerzahler erbettelt, um sich aushalten zu lassen im bigotten Werk, das ist die eine Seite dieses Missionswerks einer seit fast zwei Jahrtausenden kriminell belasteten Einrichtung. Daß aber religiös der Neutralität verpflichtete Offizielle dem Oberhaupt einer Kirche, die sich alleinseligmachend bezeichnet,  blindlings nachlaufen, ist ein Skandal. Wie schon beim sogenannten Fastenbrechen offenbaren diese Papsthuldiger erneut ekklatantes Unwissen in religiösen Fragen. Sonst wüßten sie zum Beispiel im Lahrer Rathaus, daß die meisten Einwohner nach katholischer Lehrmeinung der Hölle ausgeliefert sind, selbstverständlich auch all jene im Rathaus, die nicht gläubige Katholiken sind.

 In der offiziellen Sammlung der Lehraussagen der katholischen Kirche steht: "Die heilige römische Kirche ... glaubt fest, bekennt und verkündet, daß 'niemand außerhalb der katholischen Kirche weder Heide' noch Jude, noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter – des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der Kirche) anschließt."  Weiter gilt, daß davon nicht nur Katholiken betroffen sind, die äußerlich sichtbar gegen Regeln der Kirche verstoßen haben, wie z.B. Geschiedene, die wieder heiraten. Katholiken sind in diesem Fall bekanntlich von den Sakramenten ausgeschlossen, wie zum Beispiel der Bundespräsident. Von den Sakramenten ausgeschlossen bedeutet exkommuniziert, und das wiederum bedeutet, wenn es vor dem Tod nicht aufgehoben wird, ewige Hölle.

Wenn ein Katholik nur an einem Dogma zweifelt, wenn er etwas von der traditionellen Überlieferung der Kirche nicht annimmt, dann unterliegt er der automatischen Exkommunikation. Zur  Überlieferung gehört auch seit dem 11. Jahrhundert der Zwangszölibat der Priester. Wer nicht die ganze kirchliche Überlieferung annimmt  ist in Höllengefahr.

Der Papst hat als Kardinal Ratzinger  2000 die offizielle Verlautbarung „Dominus Jesus“ herausgebracht. Darin heißt es: "Aufgrund apostolischen Glaubens gelten unserer heiligen Mutter, der Kirche, die Bücher des Alten wie des Neuen Testamentes in ihrer Ganzheit mit allen ihren Teilen als heilig und kanonisch, weil sie, unter der Einwirkung des Heiligen Geistes geschrieben ... Gott zum Urheber haben.“ Diese Bücher lehren „sicher, getreu und ohne Irrtum die Wahrheit.“ Auch im Katechismus,  von Ratzinger maßgeblich mit herausgegeben, steht: "Gott ist der Urheber der Heiligen Schrift ... Er verbürgt somit, daß ihre Schriften die Heilswahrheit irrtumsfrei lehren.“ Viel Spaß beim Lesen, da wimmelt es nur so von Völkermord und drakonischen Strafen. Für diese Werte steht der Papst, der jetzt überall so angehimmelt wird. Und  diesen Menschen läßt man auch noch im Bundestag reden. Da kann man nur gleiches Recht für das Flying Spagettimonster fordern!

   

 

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