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Eine Republik der Untertanen wird neu erschaffen

Die deutsche Verbotskultur erreicht 2018 neue Dimensionen

Von CANTALOOP

Die „gewachsene“ deutsche Verbots-, Regulierungs- und Einschränkungskultur kulminiert in immer neuen Dimensionen. Niemals zuvor, von den Diktaturzeiten einmal abgesehen, haben sich wechselseitige Regierungen angemaßt, mit dermaßen deutlicher Vehemenz in die persönliche Lebensgestaltung der Bevölkerung einzugreifen, wie derzeit. Sowohl auf Bundes-, Landes-, als auch auf EU-Ebene.

Der vorläufige Höhepunkt einer der Sachlichkeit vollständig entrückten Situation sind wohl die geplanten Einschränkungen, wie beispielsweise von alltäglichen „Genussmitteln“ wie Zucker, Salz, Alkohol, Tabak, Schweinefleisch, sowie natürlich auch von Verbrennungsmotoren und noch so einiges mehr.

So verderblich diese „Vergnügungen“ bei Überdosierung auch sein mögen – kein demokratischer Staat sollte das Recht haben, seine Bürger unter Zwang hin zu asketischen Untertanen zu drillen, die willfährig, moralinsauer und ohne jeden Spaß, bestenfalls mit einer Wasserflasche in der Hand auf weitere paternalistische Maßnahmen warten. Dabei gereicht den politisch Verantwortlichen natürlich die Tatsache zum Vorteil, dass derzeit enthaltsame, auf Verzicht und Reinheit basierende Werte absolut dem Zeitgeist entsprechen, diese aber nicht zwangsläufig einer staatlichen Dogmatik bedürfen.

Der Genuss wird zum Politikum – die Überwachung zum Alltag
Nahezu kein Lebensbereich des „Volkes“ bleibt somit verschont von Geboten, wohlfeilen Ratschlägen oder auch massiven Strafen bei Missachtung der staatlich verordneten Vorgaben. Ironischerweise untergräbt so ausgerechnet jenes politische Führungspersonal, das sich zurzeit als hehres Bollwerk gegen den „Populismus“ von rechts zu inszenieren versucht, die moralischen und kulturellen Voraussetzungen für das Funktionieren einer offenen Gesellschaft. Gut gemeint ist eben oft das Gegenteil von gut.

Die individuelle Entscheidungsfreiheit und moralische Integrität eines jeden Einzelnen wird mehr und mehr in Frage gestellt. Der bürgerlichen Urteilskraft wird grundsätzlich misstraut. Man sieht die Bevölkerung vielmehr als ein hilfloses Mündel an, dem die Eignung zur eigenen Willensbildung fehlt. Mit neuerlich anberaumten Verboten, Regulierungen, Richtlinien, Steuern, bewusstseinsbildenden Maßnahmen und neuerdings auch mit Psychotricks, wie beispielsweise dem sogenannten „Nudging“, mischt sich der Staat in die private Lebensführung der Bürger, die öffentliche Debatte und selbst in das unternehmerische Handeln ein.

Stets finden sich linke „Aktivisten“, die Verbote befürworten
Nun steht neben den designierten Dieselfahrverboten, Verpackungsverboten und Tempolimits auch noch eine andere Tradition zur Disposition; das Feuerwerk. Die Einschränkung des bundesdeutschen Alkoholgenusses und die Regulierung von „islaminkompatiblen“ Haustieren ist möglicherweise nur noch eine Frage der Zeit, insbesondere vor dem Hintergrund unseres „tiefen Respektes“ gegenüber den „Neubürgern aus Orient und Afrika. Es ist natürlich unumgänglich, dass in einem derart dichtbesiedelten Land, wie dem unseren, gewisse Spielregeln gelten müssen. Niemand wird dies in Abrede stellen.

Dass jedoch den mündigen Bürgern und Steuerzahlern immer weniger Eigenverantwortung zugetraut wird, mutet schon fast beschämend an. Bis tief in die intimsten Bereiche der persönlichen Lebensführung wird so seitens des Staates „hineinregiert“. Und einmal mehr zeigt sich, dass deutsche Obrigkeiten einfach nicht in der Lage sind, das entsprechende Maß der Verhältnismäßigkeit finden, welches in anderen Ländern ohne weiteres Zutun der Staatsgewalt entsteht. Liberalismus ist hierzulande nur noch Wunschdenken.

Leidenschaften werden kanalisiert
Menschliche Leidenschaft, Bedürfnisbefriedigung sowie „unkorrekte“ Freizeitgestaltung gelten gemeinhin als „Störfaktoren“ einer modernen und linksorientierten Gesellschaft, in der demnach Ruhe und Gehorsam immer noch die erste Bürgerpflicht darstellen. „Toleranz“ und „Weltoffenheit“ werden gleichsam per Dekret verordnet. Die politische Korrektheit allen Fremden gegenüber gilt dem Linksestablishment ohnehin als unumstößlicher Indikator eines „kultivierten“ Volkes.

Autoritätsfixierte Deutsche
Viele kennen den bekannten Aphorismus des Rechtsgelehrten Rudolf Jhering noch, dessen aktueller Bedeutung nichts hinzuzufügen ist;

„In Deutschland ist alles verboten, was nicht erlaubt ist;
in England ist alles erlaubt, was nicht verboten ist;
in Rußland ist alles erlaubt, was verboten ist.“
(pi-news.net)

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