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Wird Baden-Württemberg zum Ruhrgebiet der Zukunft?

Kretschmann sorgt sich um deutsche Automobilindustrie

Von CANTALOOP

Was sie zweifellos eint, die zahlreichen „umweltbewegten“ Menschen im Lande, ist neben der unbedingten Fremdenliebe und ihrem Öko-Wahn vor allem ein maßgeblicher Faktor: Nämlich der unbändige Hass auf alles, was sich derzeit noch mit einem „klimaschädigenden“ Verbrennungsmotor fortbewegt, nebst den damit zusammenhängenden produktionsbedingten Wertschöpfungsprozessen als Wohlstandes-Garanten und Kapitalismus-Booster.

Gleichwohl ist vielen von ihnen die gewohnte freiheitliche Individual-Fortbewegung der Bürger längst ein Dorn im Auge. Denn diese sollen gemäß grüner Maxime gefälligst kollektive Verkehre nutzen. Oder, wenn es wirklich gar nicht anders geht, entsprechende Öko-Vehikel bemühen, namentlich vor allem Fahrräder und neuerdings auch Tretroller.

China auch hier ein Vorbild?
Somit fehlt nur noch ein blaugraues „Einheitsdress“ für die strampelnden, tretenden oder sich in überfüllte Busse und Bahnen quetschenden Menschen, und schon würden unweigerlich Assoziationen zu einem anderen „Fahrrad-Land“ mit unrühmlicher Vergangenheit aufkommen.

Als einer derjenigen, die den „großen Vorsitzenden“ und „Blaukittel-Initiator“ Mao Tse-tung in ihrer Jugend verehrt haben, ist des baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann diesbezüglich nicht völlig unbelastet. Er musste noch als Student seiner marxistischen Ideologie abschwören, um überhaupt Lehrer werden zu können. Der sogenannte „Radikalenerlass“ schützte die BRD damals noch vor allzu kommunistischen Umtrieben und der RAF.

Kretschmann einmal mehr nicht auf „Parteilinie“
Dieser stets bedächtig auftretende und mit viel Lokalkolorit gesegnete Mann, dessen Popularität in Baden-Württemberg sprichwörtlich ist, und dem seine Parteigenossen sicherlich die Hälfte ihrer Prozentpunkte bei der letzten Wahl zu verdanken haben, gerät nun anlässlich des aktuellen „Automobil-Gipfels“ in Berlin in die Schlagzeilen.

Kretschmann gilt, obgleich auch er die bekannten „Transformations-Prozesse“ hin zur E-Mobilität befürwortet, dennoch als Kritiker des rigiden Automobil-Vernichtungs-Planes unserer Bundesregierung. Und war demzufolge – man höre und staune – ausdrücklich nicht zum Gipfel geladen. Der voll auf „Merkel-Habeck-Linie“ liegende Stuttgarter SWR berichtet:

Kretschmann beim Berliner Autogipfel nicht dabei – der grüne Landesvater sorgt sich um den Automobilstandort Baden-Württemberg
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte eingeladen und die wichtigen Leute kamen. Vertreter aus Industrie und Politik diskutieren seit Montag beim sogenannten Autogipfel in Berlin darüber, wohin die Reise des fahrbaren Untersatzes gehen soll. Klar ist: Schädliche Klimagase müssen reduziert werden, auch im Verkehr. Gleichzeitig sollen möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Nicht dabei beim „Autogipfel“ der Bundesregierung: Winfried Kretschmann (Grüne). Eine Nichtberücksichtigung, die der baden-württembergische Ministerpräsident im Gespräch mit dem SWR schwer verstehen kann. „Ich finde das nicht gut“, so Kretschmann. Er habe mit seinen Amtskollegen Stephan Weil (Niedersachsen, SPD) und Markus Söder aus Bayern (CSU) eine „gemeinsame, parteiübergreifende Initiative“ gegründet. Man habe große Erfahrung in Fragen des Transformationsprozesses in der Automobilindustrie.

Kretschmann betonte, dass Automobilstandorte und Bundesregierung nur zusammen einen konstruktiven Prozess auf den Weg bringen könnten. „Es geht um unseren Wohlstand, es geht um Arbeitsplätze, aber auch um Klimaschutz“, so der Grünen-Politiker.

Man reibt sich geradezu verwundert die Augen. Der einstmals gewiefte „kommunistische Wolf“, nun im biederen grünen „Büßer“-Gewande daherkommend, sorgt sich allen Ernstes um die derzeit arg gebeutelte deutsche Automobil–Industrie? Ist so eine Aussage tatsächlich glaubwürdig?

Noch einmal der SWR:
Der Ministerpräsident macht sich Gedanken um Wohlstand und Zukunft des Bundeslandes Baden-Württemberg. Man dürfe nicht denken, weil es einem gut gehe, werde das auch immer so bleiben. „Ich habe keine Lust, dass wir das Ruhrgebiet der Zukunft werden“, zieht der Grünen-Politiker den Vergleich. Es stehe „unglaublich viel auf dem Spiel“.

Man möchte diese gut klingenden Verlautbarungen nur zu gerne glauben. Stünden selbige nicht im krassen Widerspruch zur grünen Parteilinie, die bekanntlich genau das Gegenteil einer Stärkung dieser wichtigen Industrie-Sparte anstrebt. So erhärtet sich vielmehr der Verdacht, dass der beliebte Ministerpräsident nur seinem sorgenvollen Wahlvolk nach dem Munde redet. Weil er als Realist offenbar bemerkt hat, wie in vielen fleißigen Mitarbeitern von Daimler-Benz, Porsche und Audi hinsichtlich der Zukunft ihrer Branche allmählich Angstgefühle aufkommen.

Palmer und Kretschmann als „vernünftige Grüne“. Oder doch nur ein Placebo?
Kretschmann steht, wie auch sein Parteifreund Boris Palmer, bekanntlich im Rufe, ein besonnener und der Lebenswirklichkeit nicht gänzlich abhold gewordener Realpolitiker zu sein. Eigentlich ein atypischer Grüner. Es wäre sicherlich von Vorteil, solch einen bodenständigen Vermittler zu haben, der die oft radikal überzogenen Forderungen seiner derzeit alles dominierenden Parteiführung etwas abbremst.

Wenn da nur nicht dieses vertrackte Glaubwürdigkeits-Problem wäre, das auch dem Ex-KPDler und späteren SPD-Fraktionsvorsitzenden Herbert Wehner Zeit seines Lebens anhaftete. Gemäß den meist zutreffenden Einschätzungen von F.J.Strauß hieß es nämlich, (sic) „dass man auch geläuterten Kommunisten niemals richtig trauen könnte“.
(pi-news.net)

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