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Advent, Advent, wenn die Sicherung durchbrennt

Journalistendarstellerin macht Bürgermeisterwahlkampf
(gh). Im Advent brennen nicht nur Lichtlein, sondern manchmal auch Sicherungen durch. Eine Journalistendarstellerin und wohl auch Kleintierexpertin ("200 Tiere zeigen sich von ihrer besten Seite") der Schwäbischen Zeitung in Spaichingen versucht gerade durch die deutsche Sprache hoppelnd mit aller Gewalt eine Bürgermeisterwahl in den Blickpunkt des Interesses zu hieven, die erst am 11. März stattfindet. Die Stelle ist also noch nicht einmal ausgeschrieben worden. Mit Hilfe der sogenannten Redakteurin versucht sich der Orts- und Kreischef der CDU, Fraktionsvorsitzender auch im Gemeinderat, ein 33-jähriger Jurist, sich zu positionieren. Gemeinsam ist es ihnen bisher gelungen, schon in mehr Fettnäpfchen zu treten, als in Ausnahmefällen üblich sind. Inzwischen verkündet der Orts- und Kreischef der CDU, sein örtliches Amt ruhen zu lassen. Wird er dann wenigstens vom CDU-Kreisvorsitzenden unterstützt? Als was sitzt er jetzt im Gemeinderat, als CDU-Eunuche?
Los ging es damit, daß die CDU-Fraktion einvernehmlich mit den Grünen der Mehrheit wegen die Wahl entgegen des Wunsches des Amtsinhabers (CDU) von Januar auf März geschoben hat, wobei auf Nachfrage zu eventueller Kandidatur von Anwesenden niemand sich meldete. Dann verkündete der CDU-Vorsitzende, demnächst einen Kandidaten bekannt zu geben. Ohne sich persönlich dazu zu bekennen, ließ er von Vorstand und Fraktion unterschrieben ein Rundschreiben an Mitglieder los, einschließlich Bürgermeister, in dem gegen diesen Stimmung gemacht wurde. Ein paar Wochen später folgte dann die adventliche Verkündigung: Hier kandidiert der Chef. Dies wurde wieder, jetzt unterschrieben, mit Rundschreiben unters Mitgliedervolk gebracht. Auch der Bürgermeister wurde erneut persönlich angeschrieben (wir berichteten) und um Vertrauen und Unterstützung gebeten.
Daß sich das Grüselhorn eine solche Peinlichkeit nicht entgehen läßt, versteht sich von selbst. Auch die Südwestpresse griff den Fall groß auf. Dies muß die örtliche Journalistendarstellerin der Schwäbischen Zeitung empört haben, sah sie sich doch nun mitsamt dem von ihr über den schwarzen Klee Gelobsudelten der Lächerlichkeit preisgegeben. Dabei hatte sie den Kandidaten doch als "Angela Merkel von Spaichingen", "Platzhirsch" und einen, der sich in "Minenfeldern gut auskennt" und dort moderiert, den Lesern als springenden Tiger beschrieben. Nun aber war er als Bettvorleger gelandet, noch bevor die Karten zur Wahl überhaupt gemischt worden sind.
Was lag da nahe, als daß sich die Journalistendarstellerin schämend in eine Ecke verzog? Von wegen. Schuld sind natürlich der Blog von Jochen Kastilan, der mal 20 Jahre ihr Vorgänger als Redaktionsleiter gewesen ist, wobei sie  den Namen www.grueselhorn.de wie die Hexe das Weihwasser scheut, und die Südwestpresse, zufällig die größte Zeitung im Land, die zusammen von solcher Art Verschwiegenheits- und Anbiederungsberichterstattung nichts halten. Daß sie zwischen kritischem Journalismus im sechsten Jahr im Grüselhorn und der beratenden Mitarbeitertätigkeit von Jochen Kastilan für den FDP-MdL Leo Grimm nicht unterscheiden kann, ist ebenso ihr Problem, denn mit Journalismus scheint sie nichts am Hut zu haben. Im Grüselhorn kommt die FDP keineswegs besser weg als andere Parteien. Es scheint, jetzt im Advent brennen nicht nur Lichtlein, sondern auch Sicherungen durch bei einer, die auf dem Weg ist, mit ihrem Bockmist der örtlichen Narrenzeitung Konkurrenz zu machen beim Blick hinter die Kulissen des jecken Treibens der Gartenzwerge.  Jochen Kastilan

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