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Er darf draußen bleiben.

(gh) - Nur wer stehend stirbt, lebt länger. Gegen einen Virus liegen Politik und Medien in einer unheiligen Allianz der Inkompetenz vor einer Wand, welche sie von Volk und Kunden trennt, weshalb sie schon seit Jahren abgesagt auf Abstand agieren. Ob der in Rom mit "Segen und Sorgen" und als "Historisches Ereignis: Papst spricht 'urbi et orbi' und holt Pestkreuz hervor" oder jene Gehaltsempfänger mit schwarzem Behang  Kontakt zu den Schäfchen meiden : Wer ist denn verantwortlich für die Krise von Politik und Medien? Warum holen Papst und Pfarrer nicht den Kirchenschatz heraus, gehören die Kirchen doch zu den reichsten Unternehmen und den größten Grundbesitzern der Welt, ganz im Gegensatz zu ihrem vermeintlichen Gründer, welcher nicht im Traum an Kirche gedacht hat, sondern allein an das direkt bevorstehende Weltende?  Wer und wo ist der Landkreis? Wo sind die Vertreter der Bürger? Sind in Rasthäusern und Landratsämtern  nun lauter kleine Diktatoren auferstanden? "Landrat schließt Oberkircher Krankenhaus bis Ende Mai - Landrat Frank Scherer hat entschieden, das Krankenhaus Oberkirch ab Montag bis mindestens Ende Mai zu schließen. Die Entscheidung findet im Kreistag weitgehend Zustimmung. Die Schließung weiterer Standorte sei durchaus möglich, so Scherer". Alternativlos?
Die Schließung sei wegen der Corona-Krise "zwingend notwendig", damit das medizinische Personal im Krankenhaus Achern eingesetzt werden könne. Dort entstünde ein Personalengpass, weil eine zweite Intensivstation eröffnet wurde. Die Oberkircher Patienten würden auf andere Standorte aufgeteilt". Warum noch lange herumlabern wegen neun Krankenhäusern, von denen fünf geschlossen werden sollen. Was kümmert die Politik bestmögliche Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Die Mängel sind doch nun offensichtlich. Deutschland hat das teuerste Gesundheitssystem der Welt mit leider nur mittelmäßiger Leistung. Auf Sportplätzen wird gerne gerufen "Schiedsrichter ans Telefon!", warum den Ruf nicht auch in der Kreis- und Landespolitik an den Landrat und an Kretschmann richten angesichts Versagens in der Gesundheitversorgung der Bevölkerung? Wenn Medien sich mit der herrschenden Politik gemein machen, ist es zu spät nach dem Kind zu rufen, das in den Brunnen gefallen ist.  Nichts ist so falsch wie in diesen Zeiten mit Totalversagen der Politik auf der leeren Phrase der "Solidarität" weiter zu dreschen, denn Stroh bleibt Stroh. "Solidarität beruht auf Gegenseitigkeit, und dies gilt auch für das Verhältnis von Herrschenden und Beherrschten. Eine politische Klasse , die mit ihrem eigenen Volk nicht solidarisch ist, sich aber von ihm alimentieren lässt, ist das Äquivalent zu einem Schwarzfahrer. Schwarzfahrer aber gehören aus dem Verkehr gezogen", sagt Manfred Kleine-Hartlage.  Es wirkt mehr als zwanghaft, wie in Lahr aus der linksgrünen Ecke jetzt  Geschrei ertönt wegen Parkplätzen im Seepark. Alle haben mitgemacht und nicht §91 der Gemeindeordnung bedacht, als der Gemeiderat mit dem Geld der Bürger ein Restaurant baute. in der Pampa ohne Parkplätze. Nun kommt nach dr ersten Sünde zwangsläufig die zweite, sonst könnten sie gleich abreißen. Aber nicht die Parkpätze sind die Todsünde, sondern das Restaurant. Dieser Fall muss rechtlich aufgearbeitet werden!  Liegt hier vielleicht mutmaßlich Veruntreuung vor? Der linksgrüne Nabu hat bisher geschwiegen zur LGS,  dann sollte er lieber jetzt auch still bleiben.

272 bestätigte Covid-19-Fälle im Ortenaukreis
Die Fallzahl der bestätigten Corona-Infizierten im Ortenaukreis erhöht sich am Samstag um weitere 58 Personen auf nun 272. Die vom Landesgesundheitsamt bestätigten neuen Covid-19-Fälle stammen aus 23 Städten und Gemeinden des Ortenaukreises, erstmals gibt es nun auch in Mühlenbach und Ottenhöfen bestätigte Fälle.Bei keiner der Personen ist etwas über einen Aufenthalt in einem Risikogebiet bekannt. Die Zeit zwischen einer Covid-19-Infektion und dem Auftreten der Symptome (Inkubationszeit) kann bis zu 14 Tagen dauern.

Abstandhalten nach Justizminister Guido Wolf (CDU), Dritter von rechts. Mit u.a. weiteren  CDU'lern  aus dem Vorstand des CDU-Kreisverbandes Tuttlingen feierte  er auf dem Spaichinger Marktplatz den Sieg des CDU-Kreistagsfraktionsvorstzenden und Immendinger Bürgermeisters Markus Hugger  gegen den parteilosen Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher. Dabei war wegen Corona der Marktpatz zur Verkündigung des Wahlergebnisss für tabu erklärt worden. Vor acht Jahren war der Versuch mit dem damaligen CDU-Kreisvorsitzenden als Kandidat gegen den damals noch der CDU angehörenden Amtsinhaber schiefgegangen. Wolf wäe eventuell Gefahr gelaufen, Hugger als Gegenkandidaten bei der Nominierung zur Landtagswahl zu bekommen. (Ausriss: "Spaichinger Woche")

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NACHLESE
Manfred Haferburg
Wie Deutschland seine Atemgeräte aus dem Fenster wirft
Die Krise, in der sich unser Gesundheitssystem gerade befindet, zeigt wie fahrlässig Infrastruktur in Deutschland vernachlässigt oder gar abgebaut wurde. Und das gleiche passiert seit einiger Zeit mit der ebenso überlebensnotwendigen Energie-Infrastruktur. Wer wie bei der „Energiewende“ zuverlässige und moderne Kraftwerke reihenweise verschrottet, handelt wie jemand, der Beatmungsgeräte aus dem Fenster wirft. In der Corona-Krise zeigt sich jetzt, wie selbstmörderisch wir handeln...Wir hatten einst ein gut funktionierendes Gesundheitssystem. Und weit und breit war keine Krise in Sicht. ..Weg von der Schulmedizin, hin zur Naturmedizin wurde zum täglichen Mainstream...Deutschland hatte vor 15 Jahren eine kerngesunde energetische Infrastruktur. Wir fingen damit an, die hochwertigsten Kernkraftwerke der Welt wegzuwerfen wie Müll. Nun kommen die Kohlekraftwerke dran. Heute schon taumelt die Energieversorgung öfters am Rande des Blackouts entlang, und wir haben die höchsten Strompreise der Welt. Strom ist das Rückgrat der Wirtschaft und Gesellschaft. Damit sollte eine kluge Politik sorgsam umgehen..Wenn sich eine gesellschaftliche Krise wie Corona mit einem Blackout verbündet, dann kommt die ganze Gesellschaft ins Wanken. Politiker und Aktivisten sollten besser noch einmal nachdenken, bevor sie weiter die Axt an die bestehende Infrastruktur setzen. ..
(achgut.com. Wirtschaft ist Kunst und kann deshalb weg.)
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Die AfD – ein buntes Völkchen, was die Corona-Krise betrifft
Von EUGEN PRINZ
Die 25. Folge von „Brandheiß“, hatten sich die AfD-Bundestagsabgeordneten Corinna Miazga und Stephan Brandner wohl auch etwas anders vorgestellt. Die COVID-19 Pandemie machte auch vor der Jubiläumssendung des YouTube-Formats, das auf unterhaltsame und informative Weise die Debatten aus den Plenarsitzungen des Deutschen Bundestages präsentiert, nicht halt.
Die AfD hat in der Corona-Krise bisher versagt
Die AfD, das muss an dieser Stelle einmal gesagt werden, hat bisher in der Corona-Krise kein gutes Bild abgegeben. Und das ist jetzt noch sehr wohlwollend formuliert. Die Gremien dieser Partei haben es versäumt, sich frühzeitig auf einen einheitlichen Standpunkt zur COVID-19 Epidemie und den erforderlichen (oder nicht erforderlichen) Maßnahmen zu verständigen.Während sich die bayerische AfD-Landtagsfraktion der von Ministerpräsident Markus Söder vorgegebenen „parlamentarischen Einheitsmeinung“ anschloss und alle Maßnahmen – froh, einmal nicht am Katzentisch zu sitzen – willig abnickte, enthielt sich die AfD-Bundestagsfraktion der Stimme, als am 26. März im Reichstagsgebäude zusammen mit anderen „Corona-Maßnahmen“ die Schuldenbremse ausgehebelt wurde. Die AfD Darmstadt-Dieburg wiederum fordert wegen COVID-19 ebenso harte Maßnahmen wie in China, und der AfD Abgeordnete Hansjörg Müller, der bei der Abstimmung im Bundestag aus familiären Gründen gefehlt hatte, vertrat in einem Interview mit PI-NEWS die Auffassung, das es völlig unverantwortlich ist, die deutsche Wirtschaft auch nur einen Tag herunterzufahren.Was für ein buntes Völkchen die AfD in Zeiten der Corona-Krise doch ist! Sie bildet das komplette Meinungsspektrum ab, statt eine gemeinsame Linie zu finden. Von so etwas wie Parteiführung ist hier weit und breit nichts zu sehen.
Jemand muss es in die Hand nehmen
Eine derjenigen, die vergeblich auf einen Abstimmungsprozess innerhalb der AfD zur Corona-Krise gehofft haben, ist die bayerische Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Corinna Miazga. Dem Vernehmen nach wird sie nun zusammen mit einer Gruppe von Abgeordnetenkollegen versuchen, eine einheitliche Linie der AfD zu COVID-19 zu etablieren.Was dieses Virus betrifft, deckt sich übrigens der Standpunkt von Miazga und ihren Mitstreitern weitgehend mit dem, was der Autor bisher zu diesem Thema publiziert hat und was auch seine Meinung abbildet.
COVID-19 Erklärung Anfang nächster Woche
Miazga wird Anfang kommender Woche in einer Erklärung ihr Konzept bezüglich COVID-19 vorstellen. Dies haben die Mainstream Medien ja bereits mehrmals überfallartig von ihr gefordert (Video ab Minute 3:40). Doch die bayerische Landesvorsitzende blieb mit Verweis auf den vorher noch erforderlichen Abstimmungsprozess innerhalb der AfD eine detaillierte Stellungnahme dazu schuldig. Dabei machte sie vor der Kamera ausnahmsweise mal keine besonders gute Figur, was allerdings dem fehlenden Konzept der Parteiführung geschuldet war. Was soll man auch antworten, wenn es keine einheitliche Parteilinie zu „Corona“ gibt?
Doch nun zu „Brandheiß“:
Die 25. Sendung fand in doppelter Mannschaftsstärke statt, da zum Jubiläum neben Corinna Miazga und Stephan Brandner, auch noch Thomas Seitz und Dr. Dirk Spaniel mitwirkten.Die Plenarwoche der 13. Kalenderwoche war wegen „Corona“ auf einen Tag reduziert. Es gab Abstandsregeln im Plenum und gesperrte Sitze. Abgeordnete nahmen auf der Besucherempore Platz.Die Sendung beginnt mit der Vereinbarten Debatte zur Bewältigung der Corona-Krise. Danach geht es um den Nachtragshaushalt, den Sonderfall Art 115 GG und den Wirtschaftsfonds. Darauf folgen die Änderungen im Zivil-, Insolvenz-, und Strafverfahrensrecht. Alle diese Woche im Eilverfahren beschlossenen Gesetze und Maßnahmen bedürfen in naher Zukunft mehr Raum und Zeit zur Debatte und Evaluierung.
Die nächste Sendung erscheint voraussichtlich am 27. April 2020.
Hier die Einzeldebatten aus der Sendung:
TOP 2 – Vereinbarte Debatte – Bewältigung der Corona-Krise – 154. Sitzung vom 15.03.2020
TOP 4 – Covid-19 – Kreditobergrenzen, Nachtragshaushalt, Wirtschaftsfonds – 154. Sitzung vom 25.03.2020
TOP 5 – Covid-19 Zivil-, Insolvenz-, Strafverfahrensrecht – 154. Sitzung vom 25.03.2020
» YouTube-Kanal von Corinna Miazga
» YouTube-Kanal von Stephan Brandner
(pi-news.net)

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DAS WORT DES TAGES
Solidarität ist eine Leerformel geworden, nicht zuletzt weil der Begriff durch inflationären Gebrauch seines Kerns beraubt wurde.
(Henning Scherf, SPD, 1995 bis 2005 Bremer Bürgermeister)
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Ausgangsbeschränkungen – was sagt der Anwalt?
Von Hans-Peter Tauche. Hausarrest: Das kannten wir bisher nur aus Diktaturen, dort traf der Hausarrest aber Regimegegner (Aung San Suu Kyi) oder anderweitig mißliebige Personen (Ai Wei Wei), gerne als Vorstufe zur Haft. Bei uns soll nun nicht der nachweisliche „Täter“ der Freiheit beraubt werden, sondern alle potenziellen“ Täter“ gleich mit, weil eine gesellschaftliche Gruppe angesichts einer grassierenden Krankheit mit einem erhöhten Risiko leben muss...Das verkehrt den rechtsstaatlichen Grundsatz, dass nur der Verursacher sanktioniert werden und ggfs. in seiner freien Bewegungsmöglichkeit essenziell eingeschränkt werden darf, in sein Gegenteil und stempelt alle schon aufgrund ihrer puren Existenz zu Verdächtigen, ..es werden über 99,9 Prozent der laut amtlicher Statistik (RKI) nicht infizierten Bevölkerung mit substanzieller Einschränkung ihrer Grundrechte belegt, dem wesentlichsten Kern unserer verfassungsrechtlichen Ordnung und unseres freiheitlichen Menschenbildes, obwohl sie sich nichts haben zuschulden kommen lassen, außer, wie alle anderen, von dem Risiko einer Infektion betroffen zu sein.Völlig außer acht gelassen wird dabei, dass das Corona-Virus für die weit überwiegende Zahl der Betroffenen ohne schwere Folgen ist, 30 Prozent haben überhaupt keine Symptome, allenfalls 10 Prozent sind intensiv behandlungsbedürftig...In Wahrheit steckt dahinter: die Unfähigkeit dieser Gesellschaft, angemessenen mit Lebensrisiken und dem Tod umzugehen, ..
(achgut.com. In einem "Unrechtsstaat" lassen sich Untertanen von Räubern drangsalieren.)

Falsche Freunde
Wie Politik und Medien zur Popularität vom Islam beitragen
Von Zara Riffler
Die Reaktionen auf den Anschlag in Hanau offenbaren ein Unvermögen von Politikern, Kirchen und Journalisten, mit bestimmten Organisationen umzugehen. Die Folge: Die Falschen werden popularisiert. Es ist der 20. Februar dieses Jahres, als eine Mahnwache für die Opfer von Hanau gehalten wird. Der Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Ministerpräsident Volker Bouffier und der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stehen auf einer Bühne – doch mit ihnen gemeinsam: Aiman Mazyek. Er ist der Vorsitzende des „Zentralrat der Muslime“ (ZMD) und soll damit als ein Repräsentant und Vertreter der Muslime mitgedenken. Eine verheerende Entscheidung: Die „Islamische Gemeinschaft in Deutschland“ (IGD) war maßgeblich an der Entstehung des ZMD beteiligt und ist der mitgliedsstärkste Verband des ZMD. Laut Verfassungsschutz ist die IGD die „wichtigste und zentrale Organisation von Anhängern der Muslimbruderschaft (MB) in Deutschland. Ziel der IGD ist es unter anderem, sich in Deutschland als anerkannter Ansprechpartner zum Thema Islam zu etablieren. Sie verfolgt daher eine […] Strategie der Einflussnahme im politischen und gesellschaftlichen Bereich.“..Weitere ZMD-Mitglieder werden vom Verfassungsschutz wegen Islamismus beobachtet. Das Mitglied „Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine“ (ATIB) pflegt und vermittelt die Ideologie der nationalistischen, rassistischen und teils islamistisch geprägten „Ülkücü- Bewegung“, bekannt als „Graue Wölfe“; auch sieht man eine Nähe zur AKP des türkischen Präsidenten Erdogan. ...Nach Aussage der Islam-Forscherin Valentina Colombo steht Mazyek selbst in ideologischer Nähe zur Muslimbrüderschaft..Ebenfalls wurde Mazyek zur Trauerfeier in Hanau eingeladen.war
(Tichys Einblick. Dummheit ist unendlich. Feine Gesellschaft! Der Mazyek war auch noch FDP-Mitglied, was dem Fass den Boden ins Gesicht schlägt.)

Die Lehre der Epidemie
Genug! Warum mir meine „Eltern“ auf den Zeiger gehen.
Von Wolfgang Herles
...Die Menschen sterben nicht unbedingt am Coronavirus, sondern mit dem Coronavirus. Zum Virus fällt mir heute wieder nichts ein. Allzu vielen Leuten, so gut wie allen Politikern und Journalisten, fällt dagegen nur noch zum Virus etwas ein. Darin liegt der eigentliche Kern der Katastrophe...Leben besteht nicht nur darin, Ansteckungsgefahren zu entgehen. Nichts anderes aber bewegt derzeit das kollektive Bewusstsein. Das ist etwas aus der Balance geraten...Die übergroße Mehrheit einer systematisch verängstigten Bevölkerung lässt sich nicht nur den Schneid, sondern gern auch die Freiheit abkaufen. Die Kollateralschäden des sogenannten Rettungspakets sind vermutlich größer als seine Nutzen. Die Kollateralschäden der Virusbekämpfung sind schon jetzt größer als die medizinischen Schäden durch das Virus...Mir fällt der grandiose Satz des Lyrikers Günter Eich über seine „Eltern“ ein. Er kann sie nicht ausstehen, denn immer wenn die Tür aufgeht, schaut einer von beiden herein: Vater Staat oder Mutter Natur. Jetzt stehen sie beide gleichzeitig in der Tür. Und man wird sie nicht los. Lasst wenigstens die Tür zu!
(Tichys Einblick. Lebensziel: ein gesunder Tod.)

Medienwissenschaftler wirft Öffentlich-Rechtlichen „Systemjournalismus“ vor
Der Medienwissenschaftler Otfried Jarren hat die Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in der Coronakrise scharf kritisiert. Seit Wochen würden immer die gleichen Experten und Politiker auftreten und als Krisenmanager präsentiert. Vor allem ein Sender falle ihm durch eine „besondere Form der Hofberichterstattung“ auf..Vor allem der Norddeutsche Rundfunk fällt Jarren zufolge durch eine „besondere Form der Hofberichterstattung“ auf.
(Junge Freiheit. Journalismus abgesagt.)

Die FOCUS-Kolumne von Jan Fleischhauer
Auch die Politik des Lockdown produziert Tote - man sieht sie nur nicht gleich
Die Medizin empfiehlt der Gesellschaft die Selbstabschließung, nur so ließe sich Leben retten. Aber auch der Kollaps des wirtschaftlichen Lebens fordert Tausende Tote. Jede Krise hat ihre Priester. Nach 9/11 waren es die Terror-Experten, die in den Talkshows die Zuschauer in die Geheimnisse der islamischen Netzwerke einführten. Nach der Finanzkrise kam die große Stunde der Bankenkritiker, die einem erklärten, wie aus harmlosen Immobilienkrediten finanzielle Massenvernichtungswaffen werden konnten. Jetzt gehört die ganze Aufmerksamkeit den Epidemiologen. Was sie sagen, ist Gesetz, im wahrsten Sinne des Wortes. Der bayerische Ministerpräsident spricht vom „Primat der Medizin“, wenn er immer weiter reichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigt. „Der Maßstab ist nicht das, was wir glauben, sondern der Maßstab ist, was uns die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sagen“, erklärt die Bundeskanzlerin. ..Die Medizin empfiehlt der Gesellschaft die Selbstabschließung, nur so ließe sich Leben retten. Aber auch der Kollaps des wirtschaftlichen Lebens fordert Tausende Tote...
(Tichys Einblick.  Kostet Überbevölkerung nicht auch Opfer und wie viele?)

 

 

 

PI-NEWS-Kolumne von Martin E. Renner

Von MARTIN E. RENNER

Einmal außerhalb der 14-tägigen Regel. Aber die Ereignisse und das fühl- und spürbare Chaos machen es erforderlich.

Die Zeitenwende ist da, sie steht unmittelbar vor der Tür, sie muss nur noch über die Schwelle treten. Doch leider nicht so, wie man es mit vernunftbegabten Menschen des 21. Jahrhunderts hätte erwarten können. Erwartet hätte man lieber eine Zeitenwende hin zu einer rationalen und nüchternen Erkenntnis. Die Erkenntnis, dass ein deutlich und zunehmend übergriffig agierender, den Bürger bevormundender und über Gebühr auspressender und rapide in einen neuen Sozialismus galoppierender Staat dringend der Kurskorrekturen bedarf. Und zwar sowohl in politischer, als auch in wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht.

Der „schwarze Schwan“ mutiert zum „Pleite-Geier-Schwarm“
Wir haben es aktuell nicht mehr nur mit einem sogenannten „schwarzen Schwan“ zu tun, den man bisher nur in den Crash-Szenarien der Ökonomen kannte.

Das Corona-Virus als unvorhergesehenes Ereignis von globalem Ausmaß ist nicht mehr nur der „schwarze Schwan“ der Volkswirtschaften, sondern mutiert nun regelrecht zum „Pleite-Geier-Schwarm“, der alle relevanten politischen und gesellschaftlichen Felder besetzen und kahlfressen wird. Er trifft unseren dekadenten, verantwortungslosen und ständig hypermoralisierenden Nanny- und Wohlfahrtsstaat direkt ins Mark. In der von Merkel so eifrig bejubelten „multilateralen“ und globalisierten Welt erfährt man nicht nur binnen Sekunden vom sprichwörtlichen Sack Reis, dem die Schwerkraft im Reich der Mitte übel mitspielt. Man erfährt auch in nullkommanix von einem neuen Virus, das den Menschen übel mitspielt. Doch, nicht so unsere Bundesregierung und ihren Berater-Heerscharen.

„Merkelismen“ als neues Kunstwort für Staatsversagen
Propagierte Merkel noch Ende Januar in Davos völlig entrückt die „historische Transformation“ als probates Mittel zum weltenrettenden Klimaschutz – hat sie und ihre gesamte Regierung (dazu darf man getrost auch „unsere“ Mainstream-Medien zählen) die heraufziehende Gefahr von Covid-19 völlig verschlafen. Die Liste der Zerstörungen und Verwüstungen unserer Wirtschaft, unserer sozialen Marktwirtschaft und unserer Gesellschaft, letztlich unserer Nation ist lang und wird immer länger.

In den politischen und historischen Wissenschaften wird sich das neue Kunstwort „Merkelismen“ etablieren, welches die unsäglichen und nur unter allergrößten Anstrengungen wieder gut zu machenden Fehlentscheidungen der politischen Exekutive unter Merkel beschreibt. Energiewende, Wehrpflicht, Grenzöffnung, Klimairrsinn, um nur einige zu nennen.

Nunmehr unausweichlich konfrontiert mit der globalen Pandemie, die man in aller Selbstherrlichkeit völlig untätig über unser Land hat hereinbrechen lassen, stürzt die regierungsamtliche Weltenretter-Ideologie wie ein Kartenhaus zusammen. Und es offenbart sich jedermann ein Ausmaß an Unfähigkeit, das man eigentlich spätestens seit dem ewigen „Bau“ des Berliner Flughafens hätte ahnen müssen. Es ist ein Skandal, ein Irrsinn, eine Schande ohnegleichen.

Das Ende der Spaß- und Konsumgeilheit wird eingeläutet
Eine Gesellschaft, die seit Jahrzehnten gegängelt und entmündigt wurde, der man das Leistungsprinzip und die Eigenverantwortlichkeit geradezu aberzogen hat, in der man die mittelständischen Leistungsträger fast bis an das wirtschaftliche Limit fiskalisch ausgebeutet hat und die sich ausbeuten ließen, ruft nun umso lauter nach dem Staat.

Eine Spaß- und Konsumgesellschaft, für die der Strom aus der Steckdose und Geld aus dem Bankautomaten kommt, steht nun hilflos im Regen. Hüpften fehlgeleitete, ideologiebesoffene Weltenretter und Planetenkümmerer eben noch allfreitäglich mit dem Nachwuchs für noch teureren Strom, gegen den doch so bösen Kapitalismus und für noch mehr sozialistische Planwirtschaft – freilich ohne sich dieser Zusammenhänge bewusst zu sein – sie werden nun hart geerdet.

Eben waren siebenstellige Zahlen von Migranten im Land – zu einem extrem hohen Prozentsatz von staatlicher Alimentation abhängig (also dem Steuerschuldner abgepresstem Steuergeld) – nein, noch lange nicht genug. Immer noch planen besonders ignorante Narren, diese Zahlen weiter explodieren zu lassen. Derweil in unserem Land aktuell nichts mehr sicher ist. Weder der eigene Arbeitsplatz, noch die gewohnt übervollen Supermarktregale. Noch nicht einmal das eigene Leben. Der Staat, sprich die Regierung, soll und muss es jetzt richten – wenn er denn könnte.

Auch Deutschland kann zum Venezuela Europas werden
Fatal, aber doch auch irgendwie bezeichnend für unsere Großhirn entrindete Gesellschaft, dass nun aktuell exakt jene Regierung angerufen wird, die diesen unhaltbaren Zustand bewusst herbeigeführt und zu verantworten hat. Die mit aufgespannten Regen- alias Rettungsschirmen bei Blitz und Donner im heftigen Gewitter längst auf dem freien Feld spazieren geht. Jedes Kind weiß, wenn es nicht gerade in eine „ich–tanze-meinen-Namen-in-den-Sand“-Schule gegangen ist: Wenn irgendwo der Blitz einschlägt, dann genau dort. Genau dieses Szenario droht uns nun allen.

Damit dies nicht auffallen möge, legt sich unsere wissenslose und kompetenzbefreite Oligarchie der politischen, der ökonomischen, der medialen, der kirchlichen und der „nicht-regierenden-aber-dennoch-organisierten“ Beutegemeinschaft nun mächtig ins Zeug. Während manche versierte Ökonomen uns bereits vor Verhältnissen wie im vom Sozialismus völlig in den Abgrund gewirtschafteten Venezuela warnen. Während diese Nationalökonomen bereits von Hyperinflation, von mehreren Millionen neuer Arbeitslosen, vom Ende des Euro schon Ende dieses Jahres sprechen, beginnt nun ein mächtiges Säbelrasseln der bisher mächtig Versagenden.

Geldhähne werden bis zum Anschlag auf „fluten“ gestellt. Grenzen können plötzlich geschlossen und überwacht werden. Ein bundesweites Kontaktverbot wird ausgesprochen. Manche Bundesländer verhängen gar eine Ausgangssperre. Grundlegende Freiheits- und Bürgerrechte werden massiv eingeschränkt – und eine Mehrheit der Bürger goutiert das offenbar. Die etablierten Medien begleiten in 24 Stunden an sieben Wochentagen diese „Wunderwerke“ unserer „allmächtigen“ Regierung. Dies in einem gefälligen und unkritischen Ausmaß, so dass schon erste Medienwissenschaftler in diesem Zusammenhang von den Medien als einem „verlängerten Arm der Regierung“ zu sprechen wagen.

Blinder Aktionismus stärkt nicht, sondern macht seelenblind
Der Teufel aber steckt wie üblich im Detail. Auch unser Gesundheitswesen pfeift offenbar auf dem letzten Loch. Keine Mundschutzmasken, keine Desinfektionsmittel, keine Schutzbrillen, keine Schutzanzüge und noch wesentlicher: Viel zu wenig Beatmungsgeräte im Falle massiv steigender Fallzahlen an Schwererkrankten, deren einzige Rettung genau durch diese Beatmungsgeräte realisiert werden könnten.

Aber auch hierfür haben die politisch Verantwortlichen eine Lösung: Mundschutz hilft gar nicht, braucht es nicht. Händewaschen reicht völlig aus – man muss es nur genau nach den Anweisungen der allerliebsten Ursula, unserer ehemaligen Bundeswehr-Kommandeuse und jetzigen „Green Dealerin“ machen. Während selbst der Präsident der Bundesärztekammer einen „Kehrtschwenk“ hinlegt und einen Mundschutz für jedermann fordert. Nach dem Motto: Lieber ein wenig Schutz als gar kein Schutz.

Tatsache ist und bleibt: Der Zeitpunkt, an dem man umfassend und energisch hätte reagieren müssen, wurde schlichtweg verpasst. Dass nun Milliarden Euro Steuergelder in die Hand genommen werden, grenzt schon an blindem Aktionismus – mit dem man den ersten und ziemlich berechtigten Zorn des Bürgers abfedern will. Die auf Bundesebene maßgebliche Institution, das Robert-Koch-Institut (RKI), humpelt den aktuellen Entwicklungen gleichermaßen behäbig, wie offensichtlich hilflos hinterher. Kaum eine Pressekonferenz, die nicht die eigenen Angaben und die Aussagen des Vortages relativieren oder gar revidieren musste.

„Aussitzendes Handeln“ ist „handelndes Aussitzen“
Anhand der uns dargebotenen Zöger- und Zaudertaktik wird eines klar: Wir haben es hier nicht mit Entscheidern zu tun, sondern bestenfalls nur noch mit reinen Verwaltern. Diese Verwalter wiederum sind quasi gefangen in ihrem eigenen bürokratischen Netzwerk der „organisierten Verantwortungslosigkeit“. Man sitzt ideologiegesättigt und behäbig, sowie denk- und entscheidungsfaul hinter einem undurchdringlichen Mammutwerk an Regularien – und wartet erst einmal ab. Wartet auf Informationen von „unten“ und wartet auf Anweisungen von „oben“. Doch beides, Informationen und Anweisungen sind Mangelware. Darüber allerdings wird nicht weiter nachgedacht. Da es offenkundig die einzige Aufgabe war und ist, die Informationen von unten nach oben weiterzureichen und umgekehrt die Anweisungen von oben nach unten zu transportieren.

So ist schon heute vorhersehbar, dass die „unbürokratischen“ und „schnellen“ Hilfen, beispielsweise auch für kleine Selbstständige, nichts anderes sind, als wohlfeiles Framing. Erste Meldungen bestätigen diesen Verdacht bereits. So scheitert der „unbürokratische“ Ansatz vorhersehbar genau an dieser vorhandenen Bürokratie. Die schnelle Hilfe wird so schnell sein, dass sie ihr Ziel vermutlich nie erreichen wird.

It’s the system, stupid
Womit wir wieder beim Thema sind: Es geht nicht um das politische System, sondern um die Köpfe, die dieses System okkupiert haben und als Geschäfts- und Einkommensmodell missbrauchen. Die richtigen demokratischen Institutionen mit den falschen Köpfen zu besetzen wirkt im Realeffekt zwangsläufig antidemokratisch.

Wir brauchen nicht nur einen Politikwechsel, wir brauchen noch dringender einen Politikerwechsel – mit anderen Charakteren, mit einem anderen Verständnis von Dienst und Pflicht!

Es wird in dieser Krise deutlich wie nie: Verwalter, Parteisoldaten, Sesselwärmer und parteipolitische Platzhalter an den Schaltstellen der Macht. Die, mangels klarer und nachvollziehbarer Kompetenzen – ohne jeden sachlichen „Verwendungszweck“ – beliebig von einem Ministerium ins nächste geschoben werden. So wird jede auch noch so kleine Krise zur potentiellen Katastrophe. Vor allem aber etabliert sich so ein System an Apparatschiks, die, mit höchster Priorität nichts anderes zu organisieren wissen, als ihre eigenen Opportunitäten und Egomanien zu verwalten.

Heute stehen wir vor einer epochalen Krise. Wir befinden uns erst am Anfang – der Bürger wird das Missmanagement, die Fehlplanungen, die Inkompetenz dieser Regierung mitsamt der sie tragenden ideologisierten Parteienkaste nunmehr dramatisch vor Augen geführt bekommen. Vielleicht gar am eigenen Leib ausbaden müssen.

Am Ende kann es zu einer nicht mehr rückgängig zu machenden Verfestigung unserer bereits in starken Ansätzen vorhandenen „Ineptokratie“ kommen, wo die Unfähigsten von den Unproduktivsten gewählt werden und die sich gegenseitig die „Bonbons“ zuschieben, weil sie es können.

Oder als Alternative: Ein neuer alternativer Anfang, ein Aufbau und die Errichtung eines freiheitlichen, demokratischen, bürgerorientierten, leistungsfähigen und wettbewerbsbegrüßenden Systems.
(pi-news.net)

Drängende Fragen zur Corona-Strategie der Bundesregierung

Von Vera Lengsfeld

In Deutschland ist die Zahl der Toten, die mit Corona infiziert waren, verhältnismäßig gering. So gering, dass der neue Guru der Bundesregierung, Christian Drosten, schon öffentlich Stellung zu diesem Phänomen beziehen musste. Angesichts der Tatsache, dass in Italien das Durchschnittsalter der mit Corona Infizierten nach Angaben des Italienischen Gesundheitsministeriums 79.1 Jahre beträgt, stellt sich immer drängender die Frage nach dem Sinn der von der Regierung Merkel verordneten Maßnahmen. Eine Dresdener Kinderärztin möchte deshalb ein paar Fragen von der Bundesregierung beantwortet haben. Solche Fragen sind wichtig, um den Schaden, den die wegen Corona verhängten Maßnahmen anrichten, möglichst klein zu halten. Deshalb sollten diese Fragen von möglichst vielen Menschen gestellt werden.

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,
Sehr geehrter Herr Spahn,

zuletzt am 20.3. haben Sie im Zusammenhang mit der ansteigenden Zahl von Coronavirus-Infektionen weitere einschneidende Maßnahmen verfügt. Diese Maßnahmen des “Social Distancing” werden, wie Ihnen sicher bekannt ist, in der Fachsprache nicht-pharmakologische Interventionen (NPI) genannt.

Als Ärztin bin ich es gewöhnt den Nutzen und die Risiken von medizinischen Maßnahmen gegeneinander abzuwägen. Das gilt selbstverständlich auch für NPI.

NPI erbringen möglicherweise den Vorteil einer verzögerten Ausbreitung von Covid-19. Auf der anderen Seite werden sie zu einer massiven wirtschaftlichen Destabilisierung führen. Diese Destabilisierung wird die Politik auch nicht mit der Notenpresse aufhalten können.

Die Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation wird absehbar eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung bewirken. Ich verweise auf die entsprechende Forschung zum Zusammenhang zwischen Gesundheit und sozioökonomischem Status (z.B. hier: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32206069 )

Deshalb meine Fragen an Sie:

1. Welche Zahlen liegen Ihren Entscheidungen zu Grunde? Wie setzen Sie die bisher 200 im Zusammenhang mit Covid-19 Verstorbenen
(Abruf 26.3.20) in Relation zur allgemeinen täglichen Sterberate von ca. 2500 Personen in Deutschland? (Abruf 26.3.20)

2. Wie hoch schätzten Sie die aus den NPI resultierenden gesundheitlichen Schäden für die Bevölkerung ein?

3. Liegen Ihnen Schätzungen vor, mit welcher Anzahl zusätzlich erkrankter Menschen aufgrund der NPI zu rechnen ist? Gibt es Schätzungen beispielsweise im Bezug auf kardiovaskuläre Ereignisse, Psychische Erkrankungen, Psychosomatische Erkrankungen?

4. Sollten Sie zu 1. bis 3. keine belastbaren Daten zur Verfügung haben, wie wägen Sie dann aktuell den Nutzen und die Risiken Ihrer Anweisungen gegeneinander ab?

Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Ingrid Heimke
(vera-lengsfeld.de)

Ein finaler Weckruf an alle vernunftbegabten Menschen in Deutschland - Neue Publikation mit Sprengkraft: "Das Wörterbuch der Lügenpresse"

Von TORSTEN GROß

Es ist eine Premiere: Mit "Das Wörterbuch der Lügenpresse" veröffentlicht Thor Kunkel sein erstes Buch im KOPP-Verlag. Kunkel ist nicht irgendwer. Er hat sich als Verfasser zahlreicher Romane, Kurzgeschichten und Essays, die zum Teil mit prominenter Besetzung verfilmt wurden, einen Namen gemacht. Kunkel ist Träger renommierter Preise, die er als Autor sowie als Art-Direktor international tätiger Werbeagenturen erhalten hat, darunter den Ernst-Willner-Preis und den Cannes Lion. Die Presse feierte Kunkel schon früh als einen der besten deutschen Schriftsteller der jüngeren Generation.

Doch Kunkel eckte an, zuerst mit seiner 2004 erschienenen Novelle Endstufe, die in der Nazi-Zeit spielt und kontroverse Debatten in deutschen Feuilletons provozierte. Zum Karrierebruch kam es, als Kunkel im Jahre 2017 kurzzeitig als PR-Berater für die AfD tätig war und deshalb von Spiegel-Reporterin Melanie Amann in einem Artikel des Hamburger Nachrichtenmagazins als »NPD-Mann auf Speed« diffamiert wurde. Diese Verleumdungskampagne habe sein berufliches und privates Umfeld völlig zerstört, so Kunkel.

Jedoch ist der in Frankfurt am Main geborene Autor nicht der Mann, der sich von Anfeindungen der linken »Haltungspresse« ins Bockshorn jagen lässt. Mit Das Wörterbuch der Lügenpresse schlägt Kunkel jetzt publizistisch zurück und liefert eine gnadenlose Abrechnung mit der politischen Korrektheit, dem Gesinnungsdiktat von Politik und Medien durch die »Disziplinierung der Sprache«.

Kunkel zeigt die perfiden Methoden und Techniken auf, mit denen die deutsche Sprache manipuliert, deformiert und infantilisiert wird. Es werde das Ziel verfolgt, die Bevölkerung im Sinne des grünlinksliberalen »Wahrheitssystems« auf Linie zu bringen und dem Einzelnen die Überzeugung zu vermitteln, dass jeder Widerstand gegen den Kurs der Herrschenden sinnlos sei, vor allem in der Einwanderungspolitik. Wer es dennoch wagt, die Sprachregelungen der »Lenkungskaste« zu missachten und die Realität ohne Neusprech kritisch zu reflektieren, laufe Gefahr, sein Leben als Nonkonformist ohne Sozialprestige und ohne Chance auf gesellschaftlichen Aufstieg zu fristen. Die meisten Deutschen hielten diesem Konformitätsdruck nicht stand. Sie unterwerfen sich dem Meinungsdiktat der Eliten und schreckten davor zurück, zu Themen wie Migration, Islam oder Klimawandel Auffassungen zu vertreten, die im Widerspruch zum Mainstream stehen.

Festgemacht an zahlreichen konkreten Beispielen dokumentiert Kunkel die Zerstörung der präzisen deutschen Sprache durch Trivialisierung, Genderisierung und die Umformung von Begriffen. So solle der geistige Horizont der Bürger eingeschränkt und deren Denken normiert werden. Eine wertvolle Hilfestellung für den Leser, diesen »Sprachgulasch« zu durchschauen, liefert Thor Kunkel mit seinem »Verzeichnis der Begriffsumdeutungen und Argumentationsattrappen«, das auf ein mehrjähriges Medienmonitoring des Autors zurückgeht. Diese Umschreibungen seien Teil einer gezielten Desinformation des Publikums, mit deren Hilfe unbequeme Sachverhalte vernebelt werden sollen. Gleichzeitig wolle man solche Wörter aus der Debatte verbannen, die der linksgrünen Deutungshoheit im Wege stehen. Dazu gehöre es auch, kritische Stimmen durch die inflationäre Verwendung von Holzhammervokabeln wie rassistisch, sexistisch und islamophob zu »nazifizieren« und schlussendlich mundtot zu machen, um so einen offenen Diskurs zu unterbinden. Flankiert werde diese Strategie durch immer neue repressive Gesetze wie das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG).

Kunkel stellt klar:
»Das gegenwärtige System ist allein über die veränderte Sprache entstanden und treibt die Phantomisierung der Realität entschieden voran.«

Wichtigste Akteure der Meinungsuniformierung zur Lenkung der Massen mit Hilfe von Sprachmanipulation seien die staatstragenden Mainstream-Medien. Sie repräsentierten die veröffentlichte Meinung, kontrolliert von einer grünlinksliberalen Minderheit, die etwa ein Drittel der Deutschen ausmache. Ihre Speerspitze bildete der durch Zwangsgebühren finanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunk, den Kunkel ziemlich treffend als »Wählertäuschungsanstalten« bezeichnet. Die ideologische Beeinflussung der Zuschauer erfolge längst nicht mehr nur über die Berichterstattung in Nachrichten- und Informationssendungen, sondern auch über das Medium Film. Mit ihm, so Kunkel, ließen sich im Kulturkampf um die Köpfe der Menschen die besten Ergebnisse erzielen.

Beispielhaft führt der Autor die von der ARD ausgestrahlte Agitprop-Dystopie »Aufbruch ins Ungewisse« an.

Aber auch reichweitenstarke Serien wie Tatort und Wilsberg werden genutzt, um dem nach Zerstreuung suchenden Publikum auf subtile Weise das politisch-korrekte Weltbild einzuimpfen. Ein sehr frühes Beispiel für diese Strategie ist die WDR-Seifenoper Lindenstraße, die bereits 1985 auf Sendung ging und vom Altachtundsechziger Hans W. Geißendörfer produziert wird.
Nicht einmal vor der ideologischen Indoktrination Minderjähriger schrecke man zurück, wie exemplarisch das Programmangebot des Kinderkanals KIKA zeige.

Doch nicht nur die Medien, sondern auch Werbebranche und Kirchen beteiligten sich mit Leerbegriffen und Täuschwörtern an der Manipulation unserer Sprache mit dem Ziel, die Lebenswelt umzucodieren und Andersdenkende zu stigmatisieren.

Kunkel sieht Deutschland auf dem Weg in einen neuen Totalitarismus, dessen Kennzeichen eine »spirituelle Korrektheit« sei, die im krassen Gegensatz zu einem selbstbestimmten Leben stehe. Es drohe eine »Melonen-DDR«, außen grün und innen rot, geführt von einem Bundeskanzler aus den Reihen der humansozialistischen Verbotspartei Die Grünen, der die Umschmelzung Deutschlands zum multiethnischen Vielvölkerstaat als Metaziel deutscher Gegenwartspolitik vollende. Um dieser Gefahr zu begegnen und einen Wandel herbeizuführen, reiche Kulturpolitik allein nicht aus. Vielmehr bedürfe es einer Graswurzelbewegung von engagierten Bürgern, die sich gegen Sprech- und Denkverbote und damit die Beschränkung ihrer Artikulationsmöglichkeiten zur Wehr setzten. Denn, so Kunkel:
»Die Wirklichkeit erkennen und nicht handeln, das ist nicht Toleranz, sondern Feigheit.«

Anhand konkreter Beispiele macht der Autor deutlich, was der Einzelne tun kann, um sich als »Sprachaktivist« an diesem Kampf gegen die Gängelei durch die Medien auf dem »linguistischen Schlachtfeld« zu beteiligen. Er betont dabei die Notwendigkeit, sachlich zu bleiben, auch um sich juristisch nicht angreifbar zu machen. Statt »Hasssprache« sei deshalb eine »gepfefferte Sprache« das Mittel der Wahl. Als eine Hilfestellung für Sprachaktivisten, Blogger und Influencer liefert Kunkel in seinem Buch eine umfangreiche Liste nicht-justiziabler Synonyme für im Medienalltag typische Worthülsen, Täuschwörter und linke Kampfbegriffe. Gleichzeitig lädt er die Leser dazu ein, auf der Internetseite * mit eigenen Vorschlägen zur Vervollständigung dieser Liste beizutragen.

Das Wörterbuch der Lügenpresse stellt zweifellos eine der besten Analyse zum Themenkomplex Political Correctness dar, die hierzulande in den letzten Jahren erschienen ist. Das rhetorisch brillant und mit einer gehörigen Portion Sarkasmus geschriebene Werk offenbart in jeder Zeile, dass sein preisgekrönter Autor das Schreibhandwerk beherrscht wie nur wenige Medienschaffende im deutschsprachigen Raum. Mit Herzblut tritt Kunkel gegen den Versuch von linksgerichteten Medienschaffenden und Politikern an, Sprache als Werkzeug der Repression und Gedankenkontrolle zu missbrauchen. In seinem engagierten Plädoyer nimmt Kunkel kein Blatt vor den Mund und bezieht auch zu Themen wie Massenzuwanderung, Klimahysterie und Gender-Ideologie klar Stellung.

Das Wörterbuch der Lügenpresse bietet aber nicht nur eine kritische Bestandsaufnahme des Zustands von Demokratie und Meinungsfreiheit in Deutschland. Es ist zugleich ein Appell an alle Deutschen, den tödlichen Maulkorb endlich abzuschütteln und zu einer von ideologischen Zwängen befreiten Sprache zurückzukehren. Denn nur so ist es möglich, die von den Eliten errichteten Denkblockaden zu überwinden und die eigenen vitalen Interessen zu formulieren, um das politische Ruder herumzureißen.

Viel Zeit bleibt dafür nicht mehr. Kunkels Wörterbuch der Lügenpresse ist der finale Weckruf an alle vernunftbegabten Menschen in Deutschland: Holen wir uns unsere Sprache zurück!

» Thor Kunkel: Das Wörterbuch der Lügenpresse, 383 Seiten, 22,99 Euro  bestellen!
<<Dieser Beitrag ist zuerst bei KOPP Report erschienen<.
(pi-news.net)

Dieser Hund ist frei von Flöhen

Die Neusprache war die in Ozeanien eingeführte Amtssprache und zur Deckung der ideologischen Bedürfnisse des Engsoz erfunden worden. Sie hatte nicht nur den Zweck, ein Ausdrucksmittel für die Weltanschauung und geistige Haltung zu sein, die den Anhängern des Engsoz allein angemessen war, sondern darüber hinaus jede Art anderen Denkens auszuschalten.

Wenn die Neusprache erst ein für allemal angenommen und die Altsprache vergessen worden war (etwa im Jahre 2050), sollte sich ein unorthodoxer – d. h. ein von den Grundsätzen des Engsoz abweichender Gedanke – buchstäblich nicht mehr denken lassen, wenigstens insoweit Denken eine Funktion der Sprache ist.

Der Wortschatz der Neusprache war so konstruiert, daß jeder Mitteilung, die ein Parteimitglied berechtigterweise machen wollte, eine genaue und oft mehr differenzierte Form verliehen werden konnte, während alle anderen Inhalte ausgeschlossen wurden, ebenso wie die Möglichkeit, etwa auf indirekte Weise das Gewünschte auszudrücken.

Das wurde als durch die Erfindung neuer, hauptsächlich aber durch die Ausmerzung unerwünschter Worte erreicht, und indem man die übriggebliebenen Worte so weitgehend wie möglich jeder unorthodoxen Nebenbedeutung entkleidete.

Ein Beispiel hierfür: das Wort frei gab es zwar in der Neusprache noch, aber es konnte nur in Sätzen wie »Dieser Hund ist frei von Flöhen«, oder »Dieses Feld ist frei von Unkraut« angewandt werden. In seinem alten Sinn von »politisch frei« oder »geistig frei« konnte es nicht gebraucht werden, da es diese politische oder geistige Freiheit nicht einmal mehr als Begriff gab und infolgedessen auch keine Bezeichnung dafür vorhanden war.
(Aus "1984" von George Orwell)