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Ein anderes Thema hat Lahr nicht.
Die Belastung hält auf Dauer keiner durch
Pflegende Angehörige müssen unbedingt hin und wieder eine Auszeit nehmen
(DER GULLER. Den hält auch kein Leser aus.)
Sommerzeit: Seit heute Nacht hinkt auch diese Sonnenuhr in Gengenbach eine Stunde hinterher.
(DER GULLER. Vor allem nachts.)
Gesundheits-Checks und Wellness zumn Anfassen
(DER GULLER. Lieber nicht.)
Mord und Totschlag im Ortenaukreis
(DER GULLER. Da kräht der Hahn.)
Von weiblicher Neugier und männlichen Gendefekten
......Das wurde einmalmehr deutlich, als der Mann, der mit mir Tisch und Bett, aberleider nicht das natürliche Interesse am Leben anderer teilt...
(DER Guller. Geschwurbel der neuen Chefin auf dem Offenburger Hühnerhof, die der Welt den Guller zu erklären versucht. Das Grauen hat einen neuen Namen. Soll einb Anzeigenblatt Interesse wecken oder gleich weggeschmissen werden? Angesichts solcher Ergüsse, ist die Frage leicht zu beantworten. Entscheidend ist nicht die große Auflage, sondern wieviel davon gleich in den Müll wandert!)
Alles hautnah über die Natur im Winter erfahren
Seebacher Grundschüler verbrachten drei Naturtage an der Hornisgrinde
Robert-Schuman-Realschule:
 15 Schüler des Collège Hyacinthe Caseaux aus Morez verbringen zurzeit mit ihren Lehrerinnen Susanne Leuxe und Evelyne Morel 10 Tage in ihrer Partnerstadt als Gäste der Robert-Schunan-Realschule.
(Acher-Rench-Zeitung. Muß dieser Schulschrott täglich Zeitungspapier füllen?)
Basteln für den Frühling
Landfrauen Oberachern: Beim Basteln mit Antonia Schmeier aus Offenburg-Elgersweier hatten die Landfrauen Oberachern die Qual der Wahl. Diese hatte mal wieder eine große Auswahl ihrer Bastelsachen mitgebracht: Osterhasen, Bienen, Marienkäfer, Hühner, aber auch Willkommens- und Türschilder
(Acher-Rench-Zeitung. Zeitungsgrauen.)
Eigenkapital weiter gestärkt
Die Sparkasse Gengenbach präsentiert »zufriedenstellende« Entwicklung des Geschäftsjahres 2011
(Offenburger Tageblatt. Nachgeprüft oder nachgeplappert?)
Offenburger Stadtgeflüster
Für Offenburg ist einfach nichts gut genug! So könnte man die Diskussion um die Gestaltung des Messekreisels verstehen...Doch an dieser Stelle wollen wir nicht den Titel für denjenigen Stadtrat vergeben, der die längsten Monologe hält, sondern den fleißigsten städtischen Mitarbeiter der Woche küren. Es ist Fahrradbeauftragter Fabian Feigenbaum. Der junge Mann hat in akribischer Kleinarbeit mit großer Liebe zum Detail an fünf Samstagen ein Modell des geplanten Fahrradparkhauses im Maßstab 1:30 gebastelt...Mit dem neueröffneten Modehaus Zinser ist nicht nur der Einkaufsstandort Offenburg gestärkt worden. Positive Begleiterscheinung der neuen Glasfassade mit Leuchtre­klamen: Die Fußgängerzone ist sicherer geworden, weil die Umgebung auch nachts taghell erleuchtet ist. Ob’s nur die subjektive Wahrnehmung ist – die Polizeistatistik wird’s zeigen!
(Offenburger Tageblatt. Modehaus sorgt für Sicherheit. Probleme haben die Offenburger!)
»Biokost für fast umsonst«
Die rund 40 Schrebergärten in Hausach sind alle ausgebucht / Arbeit, Erholung und Geselligkeit in einem
Die Frühlingssonne lockt die Gartenfreunde in ihre Schrebergärten – in Hausach gibt es gleich mehrere dieser Kleingartenanlagen. Wir haben uns mal in den Gärten »Am Exerzierplatz« und beim Badepark umgesehen.
(Offenburger Tageblatt. Zeitung für den Gartenzwerg.)
Literaturmetropole des Landes
Der »Literatursommer Baden-Württemberg« wird am 3. Mai in der Leselenz-Stadt Hausach eröffnet
In »14 Leselenzen« hat sich Hausach seinen Ruf als Literaturmetropole erarbeitet. Die Eröffnung des Literatursommers Baden-Württemberg am 3. Mai ist wohl eine Art Belohnung für diese kontinuierliche Arbeit.
(Offenburger Tageblatt. Kaff statt Kafka. Mit dem Kinzigtaldichterfürsten Oliver.)
Feuerrad blieb im Baum hängen
Scheibenschlagen in Schnellingen / Trotz Regenwolken viele Schaulustige auf dem Scheibenbühl
Trotz drohender Regenwolken fanden viele Schaulustige am Sonntag den Weg nach Schnellingen auf den Scheibenbühl, wo die Katholische Landjugend nach altem Brauch den Frühling mit glühenden Holzscheiben begrüßte.
(Offenburger Tageblatt.Junge Heiden.)
Künstlerisches Licht in Stadthalle
Zierolshofener Maler Nicholas Cernakevic vermittelt mit seinen Bildern eine positive Grundstimmung
(Kehler Zeitung. Jede Kleckserei Kunst?)

Saarland-Wahl: CDU klar vor SPD, Piraten stark, FDP pulverisiert
Wahlsieg für Annegret Kramp-Karrenbauer an der Saar: Ihre CDU liegt deutlich vor der SPD. Die Piraten sind im Landtag, die Grünen wackeln, die FDP ist raus.Im Saarland zeichnet sich eine große Koalition unter der Führung der CDU mit Annegret Kramp-Karrenbauer an der Spitze ab. Nach ersten Hochrechnungen liegt die CDU bei 35 Prozent und damit deutlich vor der SPD, die bei 30 Prozent liegt.Drittstärkste Kraft im Land ist wieder die Linke mit ihrem Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine, die bei 16,5 Prozent liegt – aber im Vergleich zur Wahl 2009 (21,3 Prozent) doch deutlich einbüßt.Die Piraten erreichen zwischen sieben und acht Prozent. Für die jungen Piraten ist das ein großartiges Ergebnis bei ihrer Premiere im Saarland.
Die Grünen kommen auf etwa 5 Prozent und müssen auf den Wiedereinzug ins Parlament bangen. Die FDP liegt bei 1,5 Prozent und hat damit keine Chance auf einen Einzug in das Landesparlament.Kramp-Karrenbauer erwartet nun die angekündigte große Koalition.
(WELT online. Wenn die SPD sich an die CDU hängt, wählen die Leute das Original und strafen die SPD ab. Norbert Rösler muß so schnell wie möglich abtreten, er ist erneut geliefert.)

In vier Wochen 30 000 Besucher beim Grüselhorn mit NBZ
(gh). Da immer wieder mal nachgefragt wird, wie oft das Grüselhorn bzw. die Neue Bürger-Zeitung angewählt werden, die NBZ erscheint jetzt getrennt vom Grüselhorn, sollen hier einmal die aktuellen Zahlen genannt werden. Im  letzten Monat haben 30 000 Besucher in den Blog geschaut. Es gab fast 1 Million Aufrufe.

Mietersheim ist nicht einmal mehr ein richtiges Dorf

(gh). Auch wenn sich die SPD mit dem sogenannten Bürgerhaus, ein Mausoleum hat schaffen lassen, eine gewünschte Mehrzweckhalle wurde den Mietersheimern verwehrt, ein Denkmal, welches der OB nun für seinen Vorwahlkampf als Jubiläumsredner nutzt, ist die Tatsache nicht zu leugnen, daß es keinen Anlaß gibt, in Mietersheim ein Jubiläum zu feiern. Diesem Lahrer Stadtteil fehlt inzwischen alles, was ein Dorf ausmacht.

Mietersheim ist das Flohmarktzentrum an der Schutter, ein Gebrauchtwagenparkplatz, mit seit Jahren leerstehender Supermarkthalle, SB-Märkten am Rande und ohne kleinstes Geschäft, nachdem Schlecker schon vor Jahren zugemacht hat. Ein paar Ecken tendieren zur Slumisierung. Ein Wohnhügel vor allem von Nichteinheimischen  ist  Mietersheim, wo jetzt in einem Pseudojubiläum ein paar Leute sich selbst feiern. In der letzten kleinen Enklave der dahinsiechenden Rollatoren-SPD.



Müllcontainer als Gymnasiumsschmuck: Wer soll das neun Jahre anschauen?
Schulversuch 'Zwei Geschwindigkeiten zum Abitur' findet ohne das Max-Planck-Gymnasium Lahr statt
Einrichtung eines parallelen G-9 Zugs frühestens zum Schuljahr 2013/14
Mit Bedauern nahmen die Stadtverwaltung sowie das Max-Planck-Gymnasium Lahr zur Kenntnis, dass die Schule in der ersten Tranche, die ab dem Schuljahr 2012/2013 startet, leider nicht unter den auserwählten Modellschulen für den Schulversuch ist. Mit wenig Verständnis reagierte Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller auf das Absageschreiben: "Aus der Ablehnung, die sehr allgemein gehalten ist, geht leider nicht hervor, mit welcher konkreten Begründung der Antrag des Max-Planck-Gymnasium vom Kultusministerium nicht berücksichtigt werden konnte. Dies ist für die Schule und die Stadtverwaltung sehr unbefriedigend, zumal es für eine erneute erfolgreiche Antragsstellung wichtig wäre zu wissen, an welcher Stelle, gegebenenfalls beim Konzept, nachgesteuert werden müsste." Erster Bürgermeister Guido Schöneboom, der ebenfalls die Ablehnung des Kultusministeriums nicht nachvollziehen kann, möchte die neue Situation zunächst mit der Schulleitung des Max-Planck-Gymnasiums, dem Elternbeirat sowie den schulischen Gremien erörtern. Entscheidend ist, dass die weiteren Schritte beim Max-Planck-Gymnasium sehr eng in die allgemeinen Überlegungen zur Weiterentwicklung der Schullandschaft Lahr einfließen müssen. Eine Zukunftswerkstatt zur gesamten Bildungsthematik wird noch vor der Sommerpause stattfinden.“ Schule und Stadtverwaltung sind sich darüber einig, dass das vorgelegte Konzept in vollem Umfang den geforderten Kriterien genügte. Gerade der zunehmenden Skepsis gegenüber dem achtjährigen Gymnasium, die auch bei der Entwicklung der Anmeldezahlen beim Max-Planck-Gymnasium deutlich wurde, sollte das neue Unterrichtsangebot entgegenwirken. Der Schritt von der Grundschule aufs Gymnasium wird von einzelnen Eltern als zu großer Schritt empfunden. Zudem sehen viele Eltern im fehlenden Freiraum für die Teilnahme an außerschulischen Bildungs-, Sport- und Freizeitangeboten zu Recht einen Mangel. Kinder werden auch durch die Wahrnehmung dieser Möglichkeiten in der Entwicklung ihrer Gesamtpersönlichkeit gestärkt. Den Nachteilen des achtjährigen Gymnasiums sollte mit der Einführung eines parallelen neunjährigen Zugs, der in den Klassen fünf bis acht langsamer läuft, weniger Wochenstunden vorsieht, mehr Zeit für die Hauptfächer gibt und die zweite Fremdsprache erst später beginnen lässt, aktiv entgegen gesteuert werden. Außerdem ist das Max-Planck-Gymnasium wegen seiner zentralen verkehrsgünstigen Lage als G-9 Versuchsschule prädestiniert. Das Max-Planck-Gymnasium unterstützt seit langer Zeit mit seinen besonderen Angeboten im Ganztagesbereich die Kinder, die einen erweiterten Förderbedarf haben, der in den Elternhäusern aus den unterschiedlichsten Gründen nicht geleistet werden kann.
(Stadt Lahr. Man muß nicht immer alles verstehen, auch nicht synchron. Wieso soll Lahr berücksichtig werden? Anderen geht's genauso. Die Stadt kann sich bei ihrem Bildungsgenie MdL Helmut Rau bedanken, der dabei war, als der G8-Unsinn eingeführt worden ist. Unbd jetzt proben die anderen, ob sie auch blöd können und führen als Modell ein, was Jahrzehnte Regel war.)


Müllcontainer als Gymnasiumsschmuck: Wer soll das neun Jahre anschauen?
Schulversuch 'Zwei Geschwindigkeiten zum Abitur' findet ohne das Max-Planck-Gymnasium Lahr statt
Einrichtung eines parallelen G-9 Zugs frühestens zum Schuljahr 2013/14
Mit Bedauern nahmen die Stadtverwaltung sowie das Max-Planck-Gymnasium Lahr zur Kenntnis, dass die Schule in der ersten Tranche, die ab dem Schuljahr 2012/2013 startet, leider nicht unter den auserwählten Modellschulen für den Schulversuch ist. Mit wenig Verständnis reagierte Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller auf das Absageschreiben: "Aus der Ablehnung, die sehr allgemein gehalten ist, geht leider nicht hervor, mit welcher konkreten Begründung der Antrag des Max-Planck-Gymnasium vom Kultusministerium nicht berücksichtigt werden konnte. Dies ist für die Schule und die Stadtverwaltung sehr unbefriedigend, zumal es für eine erneute erfolgreiche Antragsstellung wichtig wäre zu wissen, an welcher Stelle, gegebenenfalls beim Konzept, nachgesteuert werden müsste." Erster Bürgermeister Guido Schöneboom, der ebenfalls die Ablehnung des Kultusministeriums nicht nachvollziehen kann, möchte die neue Situation zunächst mit der Schulleitung des Max-Planck-Gymnasiums, dem Elternbeirat sowie den schulischen Gremien erörtern. Entscheidend ist, dass die weiteren Schritte beim Max-Planck-Gymnasium sehr eng in die allgemeinen Überlegungen zur Weiterentwicklung der Schullandschaft Lahr einfließen müssen. Eine Zukunftswerkstatt zur gesamten Bildungsthematik wird noch vor der Sommerpause stattfinden.“ Schule und Stadtverwaltung sind sich darüber einig, dass das vorgelegte Konzept in vollem Umfang den geforderten Kriterien genügte. Gerade der zunehmenden Skepsis gegenüber dem achtjährigen Gymnasium, die auch bei der Entwicklung der Anmeldezahlen beim Max-Planck-Gymnasium deutlich wurde, sollte das neue Unterrichtsangebot entgegenwirken. Der Schritt von der Grundschule aufs Gymnasium wird von einzelnen Eltern als zu großer Schritt empfunden. Zudem sehen viele Eltern im fehlenden Freiraum für die Teilnahme an außerschulischen Bildungs-, Sport- und Freizeitangeboten zu Recht einen Mangel. Kinder werden auch durch die Wahrnehmung dieser Möglichkeiten in der Entwicklung ihrer Gesamtpersönlichkeit gestärkt. Den Nachteilen des achtjährigen Gymnasiums sollte mit der Einführung eines parallelen neunjährigen Zugs, der in den Klassen fünf bis acht langsamer läuft, weniger Wochenstunden vorsieht, mehr Zeit für die Hauptfächer gibt und die zweite Fremdsprache erst später beginnen lässt, aktiv entgegen gesteuert werden. Außerdem ist das Max-Planck-Gymnasium wegen seiner zentralen verkehrsgünstigen Lage als G-9 Versuchsschule prädestiniert. Das Max-Planck-Gymnasium unterstützt seit langer Zeit mit seinen besonderen Angeboten im Ganztagesbereich die Kinder, die einen erweiterten Förderbedarf haben, der in den Elternhäusern aus den unterschiedlichsten Gründen nicht geleistet werden kann.
(Stadt Lahr. Man muß nicht immer alles verstehen, auch nicht synchron. Wieso soll Lahr berücksichtig werden? Anderen geht's genauso. Die Stadt kann sich bei ihrem Bildungsgenie MdL Helmut Rau bedanken, der dabei war, als der G8-Unsinn eingeführt worden ist. Unbd jetzt proben die anderen, ob sie auch blöd können und führen als Modell ein, was Jahrzehnte Regel war.)

Sie stören den Nährstoffhaushalt der Natur
(lifepr) - Jedes Jahr im Frühling wird es Zeit, die Gärten auf Vordermann zu bringen. Stellt sich die Frage, wohin mit den Gartenabfällen, wenn Biotonne und Kompost überquellen. Wer Gartenabfälle in Wald und Flur entsorgt handelt nämlich illegal und riskiert eine Verwarnung und Bußgeld, warnen ARAG Experten. Denn Grünschnitt, Rasenschnitt und Gartenabfall gelten rechtlich als Müll und schaden der Natur, da der Nährstoffhaushalt gestört wird.
Außerdem können so nichtheimische Pflanzen in die freie Natur gelangen, die dann ortsansässige Pflanzen vertreiben und so das Ökosystem nachhaltig stören. Darum besser die Grünabfuhr abwarten und die Abfälle Umweltgerecht entsorgen lassen oder gleich einen zweiten Kompost anlegen.
Das Bundesnaturschutzgesetz schützt darüber hinaus Hecken, Gebüsche und Schilf als Nist- und Brutstätten und als Zuflucht für wild lebende Tiere. Es ist von März bis September verboten Hecken und ähnliches zurückzuschneiden.
Erlaubt sind lediglich Pflegeschnitte, z.B. um Verkehrssicherheit von Wegen zu gewährleisten. Verstöße sind Ordnungswidrigkeiten und können zu Geldbußen führen.


Journalistischer Nachwuchs
Woran es in Deutschland so merkwürdig mangelt, das ist die Möglichkeit für einen jungen Mann, in der Praxis und an der Praxis zu lernen: also arbeitend von einem Erfahrenen belehrt zu werden. Das Ideal aller Berufe ist die ›Hochschule‹ – irgend etwas der veralteten Universitätsform Nachgeäfftes, mit Professoren, Studenten, Studentenverbindungen und einem Examen. Dieses Examen soll dem Kandidaten die ›Berechtigung‹ geben, seinen Beruf auszuüben; er versteht das meist falsch und leitet ein Recht daraus her, wo doch nur eine theoretische Vorbereitungszeit gewesen ist. Am liebsten möchten sie eine ›Hochschule für widernatürliche Unzucht sowie deren Abarten‹ haben.
Wie sieht, zum Beispiel, der Nachwuchs im Journalismus aus –?
Kümmerlich. Und das kann gar nicht anders sein.
Wer jemals einlaufende Post auf einer Redaktion gelesen hat, der weiß, wie so ein Einlauf aussieht. Wenig Hoffnungen, viel Entwürfe – sehr viel Dilettanten, sehr viel Männer und Frauen, »die gar nicht einsehen, warum sie sich in dieser schweren Zeit nicht etwas nebenbei verdienen sollten«, die aber niemals auf den Gedanken kämen, sich etwa nachmittags zwei Stunden lang als Ingenieure einem Elektrizitätswerk zur Verfügung zu stellen. Schreiben kann jeder. Wie wird man Journalist –?
Man wird Journalist durch innere Berufung, weil man es werden muß. Und man kann es werden: durch Ermunterung. Die bleibt meist aus.
Ob das in andern Berufen auch so ist, weiß ich nicht: der deutsche Zeitungsmann ist ein sehr ungeduldiger Mensch. Das mag der Beruf so mit sich bringen – er wartet jedenfalls nicht lange ab, experimentiert selten, hält nicht aus. Gleich oder gar nicht. Das kann man nun mit jungen Menschen nicht machen, die ermutigt werden sollen, gefördert, beraten und geführt. Die Arbeitgeber im Zeitungsgewerbe aber wollen möglichst fertige Leistungen sehen, und da alle es wollen, also fast niemand halbfertige, entwicklungsmögliche Arbeiten druckt, so herrscht in der Zeitung der Routinier.
Das Gros der Redakteure liest Arbeiten wie Schulaufsätze; und zensiert sie. Ja – oder Nein: darüber hinaus gehts selten. Daß sich der Redakteur, der immer überlastet ist, mit seinen Leuten wirklich beschäftigt, ihnen die Unarten austreibt, ihnen nicht nur sagt, wie man es nicht machen darf, sondern anschaulich erzählt, wie man es machen solle. So züchtet man Nachwuchs.
Die Presse macht sichs bequemer und jammert hinterdrein, daß ›keiner da ist‹. Natürlich ist keiner da – sie jagen ja die meisten davon.
Da ist zunächst die Herrschaft der Geronten. Es ist gradezu kläglich, mitanzusehen, wie eine falsch angewandte Treue alte Knacker im Betriebe läßt, die schon in der Blüte ihrer Mannesjahre den Durchschnitt niemals überragt haben; Männer, die gar nicht alt werden können, weil sie nie jung gewesen sind. Arthur Holitscher oder Alfred Kerr oder Karl Scheffler werden niemals ›passé‹ sein – das welkt nicht. Dagegen hat bei irgend einem Dutzendschreiber die Sache mit dem fünfundsechzigsten Jahr gewöhnlich ihr Ende; wenn er je die Berechtigung hatte, überhaupt so lange zu schreiben, so waren es die Manneskraft, das Handgelenk, das handwerkliche Können, und die lassen etwa um diesen Zeitpunkt erheblich nach. Aber das klebt und nimmt jüngeren Leuten die Plätze fort; mit dem ganzen starren Eigensinn des vergreisten Alters sitzt das und sitzt, und die Verlage sind auf einmal so zartfühlend, so scheu, so duldend . . . Nie hat man sie so gesehen. (»Wen meint er –?« Ein System.)
Der Lernende aber läuft neben dem Betrieb her und wird nur selten herangelassen. Das Beispiel S. J.'s, der, noch nicht zwanzigjährig, als Theaterkritiker an die ›Welt am Montag‹ zugelassen worden war, ist fast unerhört. Wo aber, in aller Welt, soll sich der deutsche junge Journalist die Feder glatt schreiben?
In der Provinz –? Da ist die Position des angestellten Journalisten viel kümmerlicher als man gemeinhin ahnt – ich besinne mich noch auf jenen journalistischen Schützling S. J.'s, der von Berlin an einen großen Generalanzeiger Süddeutschlands ging und mit der ›Weltbühne‹ einen Tauschverkehr verabredete. Die ›Weltbühne‹ ging heraus; der Generalanzeiger kam nicht. Anfrage. »Es ist mir leider nicht möglich, meinen Verlag zu überzeugen, daß . . . « Poincaré anrüpeln, das können sie; vor dem Zimmer des Verlagsprokuristen hören der Spaß und die Allmacht auf. In der Provinz wird der junge Mann nicht viel lernen, weil mit Ausnahme von ein paar Blättern das politische und künstlerische Gesichtsfeld dieser Zeitungen viel zu eng, die drückende Herrschaft der Abonnenten viel zu groß ist. Wir möchten schon, aber wir dürfen nicht . . .
In Berlin dürften sie schon eher. Aber wer hilft den jungen Menschen? Man müßte glauben, daß die sozialistischen und kommunistischen Blätter dazu noch am ehesten prädestiniert wären. Über die ›Rote Fahne‹ als journalistisches Erzeugnis ernsthaft zu reden, ist leider nicht möglich – ich sage ›leider‹, weil mir ihre Grundgesinnung sehr nahe ist. Aber wie sieht das aus! Wie ist das geschrieben! – Der ›Vorwärts‹ ist heute noch so verkalkt wie damals, als ich bei ihm anfangen wollte – über ein paar Glossen hinaus habe ich es da nie gebracht, und beim mechanischen Abdruck ist es geblieben. Von Ermunterung war wenig zu spüren.
Bleiben die großen demokratischen Zeitungen. Pro domo kann ich mich nicht beklagen – aber hier gehts um die Sache. Gewiß, es gibt hier und da junge Leute, die die große Zeitung weiter treibt; aber sehr häufig wird man den Eindruck nicht los, als habe das, was da steht, nur deshalb Wert, weil das Blatt eine so hohe Auflage hat. Lernen diese jungen Leute wirklich etwas? Beschäftigt man sich mit ihnen? Nicht schulmeisterlich, sondern fördernd? Mit wirklicher Zuneigung zu dem, was da entstehen will? Mit dem ›Annehmen‹ ist es eben nicht getan, man muß so einen Menschen bilden, ihm Fingerzeige geben, ihn in die Schule nehmen (und ihm nicht auf die Schulter klopfen). Wer tut das –?
Ich glaube, daß der journalistische Nachwuchs in Deutschland nicht gut ist. Es wäre hübsch, wenn der Durchschnittsredakteur, der schwer von seiner Gottähnlichkeit überzeugt ist, seinen Stolz auf die Tarifverhandlungen verlegte und den Kollegen hülfe, nicht, wie man armen Leuten hilft, sondern indem er seine, ihre, unsere Sache fördert. Konkurrenz –? Aber ich wünschte, die Besatzung der ›Weltbühne‹ bestände aus lauter Genies – das käme noch dem schwächsten Mitarbeiter zugute. Starwesen ist nicht nur geschmacklos – es ist dumm.
Es ist aber nicht nur die Angst vor der Begabung, nicht nur Eitelkeit und Greisenhaftigkeit.
Es ist auch häufig die Angst der Verlage, der Mann könne nach der Ausbildung davonlaufen. Aber das hat S. J. mindestens zehn Mal erlebt, und er hat nicht nachgelassen. Da ist weiter die Furcht, den Leser mit einer halbfertigen Leistung vor den Kopf zu stoßen. Grade eine Redaktion, deren Beiträge häufig anonym erscheinen, hat die Möglichkeit, kollektiv zu verbessern. Und da sind wir am Angelpunkt. Es wird zu wenig kollektiv gearbeitet. Lassen wir einmal die ›Frankfurter Zeitung‹ beiseite –: in den meisten Blättern ist die Leistung zu individual aufgefaßt; sie ist Einzelarbeit eines einzelnen, der sich gegen alle andern durchsetzen will, nicht: Resultat einer Gruppe, Deutschland hat die meisten Gruppen der Welt (Vereine, Verbände, Parteien, Orden), Deutschland ist das Land, in dem die Leute so schwer miteinander arbeiten. Sie können nur: untereinander und übereinander. Koordination ist hierzulande eine seltene Sache.
Ich glaube, daß sich ein starkes journalistisches Talent wie zum Beispiel Friedrich Sieburg auf alle Fälle durchsetzt. Aber der mittlere Mann, der fleißige, begabte, anständige Arbeiter – wo bleibt der –? Wer kümmert sich um den? Wer hebt den herauf? Wer beschäftigt sich mit ihm –?
Man hebt einen Stand am besten dadurch, daß man sich eine gute Konkurrenz schafft.
von Ignaz Wrobel, Die Weltbühne, 03.01.1928, Nr. 1, S. 12.
(Quelle:Kurt Tucholsky: Gesammelte Werke in zehn Bänden. Band 6, Reinbek bei Hamburg 1975, S. 13-16. Permalink:http://www.zeno.org/nid/20005814383)