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Auch Saxo-Silesia gehört Deutscher Burschenschaft an

(gh). "Datenleck - Interne Papiere enthüllen Rechtsextremismus bei Burschenschaften", titelt SPIEGEL online. Wer Deutsche Burschenschaft hört, denkt gleich an die Freiburger Burschenschaft Saxo-Silesia. Die gehört ihr nämlich an. Und dann kommt gleich Lahr mit ins Spiel, sind es doch etliche bekannte Lahrer, die dieser Burschenschaft angehören bzw. angehörten und sich auch schon in enger Nähe zur Lahrer CDU in der Öffentlichkeit präsentierten. Ihr heutiger Vorsitzender ist offenbar der Lahrer Rechtsanwalt Björn Esser, früher in einer Kanzlei zusammen mit dem Lahrer CDU'ler Andreas Estenfeld tätig, ebenfalls Saxo-Silesia.

Aber auch der Geschäftsführer der von beiden großen Kirchen getragenen Neuen Arbeit Lahr, Djahan Salar, in der Vergangenheit mal stellvertretender Lahrer CDU-Vorsitzender und CDA-Kreisvorsitzender, ist  mit Saxo-Silesia aufgetreten, die sich rühmte, im damaligen Ministerpräsidenten Oettinger einen "Waffenbruder" zu haben, denn auch der gehört einer schlagenden Verbindung in Tübingen an.

"Wir, die Mitglieder der Freiburger Burschenschaft Saxo-Silesia, sind stolz darauf, einen Lebensbund zu verwirklichen. Während unserer gemeinsamen Studienzeit meistern wir gemeinsam die Anforderungen des Universitätslebens und führen zugleich ein abwechslungsreiches und interessantes Leben auf dem 'Saxen-Schloss'. Die hier gewonnenen Freundschaften pflegen wir weit über das Studium hinaus. Wir überschreiten dabei die Grenzen sowohl der Generationen und der Fakultäten, als auch Weltanschauungen. In Gemeinschaft veranstalten wir geplante und spontane Festivitäten und Unternehmungen, seien es Kneipen, Feiern, Ausflüge, Vorträge oder Besuche in anderen Universitätsstädten. Als Bund haben wir in unserer Geschichte seit Gründung im Jahre 1885 viele wechselvolle Jahrzehnte erlebt. So haben auch wir uns äußerlich stetig gewandelt und sind doch uns selbst treu geblieben: wir sind freie Persönlichkeiten, offen in Denken und Handeln". So stellt sich Saxo-Silesia vor. Der SPIEGEL berichtet nun, daß eine "Fülle brisanter interner Dokumente" der Deutschen Burschenschaft  an die Öffentlichkeit gelangt sei.

Protokolle und Strategiepapiere legten eine desolate Lage der Studentenbünde offen und ihre Unfähigkeit, rechtsextremen Brüdern Einhalt zu gebieten. Nach dem Eklat um die Einführung eines "Ariernachweises" stünden die "strammen Brüder" unter großem Druck, innerhalb der Verbindungsszene seien sie fast völlig isoliert. Nun seien Details bekanntgeworden,wie es um die rund "120 rechten Studentenbünde unter dem Dach der Deutschen Burschenschaft (DB)" stehe, von den liberal-konservativen bis zu denen am rechtsextremen Rand. Mehr als 3000 Seiten aus Sitzungsprotokollen, internen Berichten und Strategiepapieren habe SPIEGEL ONLINE sichten können, ein Teil der Unterlagen stehe auch frei verfügbar im Internet, veröffentlicht auf dem linken Web-Portal Indymedia.

Für den Dachverband der Burschenschaften erinnere der Daten-Unfall an den Schlag, den die Wikileaks-Papiere der US-Außenpolitik versetzten - ein Burschen-Leaks, das den angeschlagenen Club ins Wanken bringen könne. Mit den letztverbliebenen Illusionen über die Männer mit den markigen Schmissen werde jedenfalls gründlich aufgeräumt.

Die Papiere stammten aus den Jahren 2000 bis 2011, und sie zeichneten ein fast schon jämmerliches Bild vom Innenleben der DB: Mit rund 1000 aktiven Studenten und gut 9000 sogenannten Alten Herren sei der Verband zumindest in Deutschland an Unis und in der Gesellschaft nahezu bedeutungslos und kaum präsent. Dominierend sei die rechtsgerichtete Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG), bestehend aus gut 20 deutschen und 20 österreichischen Bünden. Ihr gehört Saxo-Silesia nicht an.

Den Rechtsextremen stehe eine Handvoll liberal-konservativer Bünde gegenüber, zusammengeschlossen in der "Stuttgarter Initiative" (SI). Diese Biederbrüder hingen zum Teil noch an alten burschenschaftlichen Idealen von Ehrbarkeit und Freiheit - doch die geleakten Dokumente belegten ihr Unvermögen, sich gegen rechte Brandstifter zu organisieren.

Nachtruhe später, mehr Lärm erlaubt



(lifepr)
- Einen Interessenausgleich und damit Rücksichtnahme erfordert das so genannte Public Viewing, also öffentliches Fußballgucken in Parks, Biergärten und Freilichtbühnen. Die rechtliche Grundlage fürs Public Viewing, das in jedem Fall öffentlich genehmigt sein muss, ist die Verordnung über den Lärmschutz bei öffentlichen Fernsehdarbietungen im Freien.

ARAG Experten weisen darauf hin, dass normalerweise der Geräuschpegel in Gewerbegebieten nicht über 65 Dezibel (dB) und 55 dB in Wohngebieten liegen darf. Ab 22 Uhr beginnt die Nachtzeit, und dann müssen 50 dB in Gewerbegebieten bzw. 45 dB in Kern- und Mischgebieten eingehalten werden, was ungefähr dem Geräuschpegel entspricht, den eine Schreibmaschine verursacht.

Aber: Für so seltene Ereignisse wie eine Frauenfußball-WM im eigenen Land ändern sich die Richtwerte. Während der Ball rollt, beginnt die Nachtruhe nach 24 Uhr und die Grenzwerte dürfen um 10 db überschritten werden. Für kurzzeitige Geräuschspitzen wie Jubelschreie kann der Richtwert sogar um weitere 10 dB überschritten werden.

Manche Städte haben daraus frühzeitig die Konsequenzen gezogen und lassen die gemeinschaftlichen WM-Erlebnisse in den Innenstädten gar nicht erst zu. Da das Landesimmissionsschutzgesetz in den Bundesländern geregelt wird, raten ARAG Experten, sich im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt bzw. auf deren Internetseiten zu informieren.

Herr Fix und Fertig.

Fix und Fertig war lange Zeit Soldat gewesen, weil aber der Krieg ein Ende hatte und nichts mehr zu thun war, als einen und alle Tage dasselbe, nahm er seinen Abschied und wollte Lakai bei einem großen Herrn werden. Da gabs Kleider mit Gold besetzt, viel zu schaffen und immer was Neues. Also machte er sich auf den Weg und kam an einen fremden Hof, da sah er einen Herrn, der in dem Garten spazieren ging.

Fix und Fertig besann sich nicht lang, trat frisch auf ihn zu sagte: »mein Herr, ich suche Dienste bei einem großen Herrn, sinds Ew. Majestät selbst, so ist mirs am liebsten, ich kann und weiß alles, was dazu gehört, kurz und lang, wies befohlen wird.« Der Herr sagte: »recht, mein Sohn, das wäre mir lieb, sag an, was ist anjetzt mein Verlangen?« Fix und Fertig ohne zu antworten drehte  sich um, lief eilend und brachte eine Pfeife und Taback. »Recht, mein Sohn, du bist mein Bedienter, aber nun gebe ich dir auf, mir die Prinzessin Nomini zu schaffen, die schönste auf der Welt, die will ich zu meiner Gemahlin haben.« – »Wohlan, sagte Fix und Fertig, das ist mir ein kleines, die sollen Ew. Maj. bald haben, geben Sie mir nur eine Chaise bespannt mit Sechsen, einen Leibkutscher, Haiducken, Laufer, Lakaien, Koch und einen völligen Staat, mir selbst aber fürstliche Kleider, und jedermann muß meinen Befehlen gehorchen.«

Nun, fuhren sie ab, der Herr Bedienter saß in der Kutsche und es ging immer dem königlichen Hof zu, wo die schöne Prinzessin war. Als die Chaussee zu Ende war, fuhren sie ins Feld hinein und kamen bald vor einen großen Wald, der war voll von vielen tausend Vögeln, da war ein grausamer Gesang, prächtig in die blaue Luft hinein. »Halt! halt! rief der Fix und Fertig, die Vögel nicht gestört! die preisen ihren Schöpfer und wollen mir wieder einmal dienen, links um!« der Kutscher mußte also umdrehen und um den Wald herumfahren. Darnach währte es nicht lang, so kamen sie an ein großes Feld, da saßen an die tausend Millionen Raben, die schrien nach Speise überlaut. »Halt! halt! rief der Herr Fix und Fertig: bind eins von den vordersten Pferden los, führ es aufs Feld und  stichs todt, daß die Raben gespeist werden, die sollen meinetwegen keinen Hunger leiden.«

Nachdem die Raben gesättigt waren, ging die Reise weiter und sie kamen an ein Wasser, darin war ein Fisch, der klagte erbärmlich: »um Gotteswillen! ich habe keine Nahrung in diesem schlechten Sumpf, setzt mich in ein fließendes Wasser, dafür will ich euch einmal gegendienen.« Eh er noch ausgeredet, hatte Fix und Fertig halt! halt! gerufen; »Koch nimm ihn in die Schürze, Kutscher fahr zu nach einem fließenden Wasser.« Fix und Fertig stieg selber aus und setzte ihn hinein, daß der Fisch vor Freude mit dem Schwanz schlug. Herr Fix und Fertig sprach: »laßt nun die Pferde rasch laufen, daß wir zu Abend noch an Ort und Stelle sind.« Als er in der königlichen Residenz anlangte fuhr er gerade nach dem besten Gasthof, der Wirth und alle seine Leute kamen heraus, empfingen ihn aufs beste und meinten, ein fremder König sey angekommen, und es war doch nur ein Herr Bedienter.

Fix und Fertig aber ließ sich gleich bei dem königlichen Hof anmelden, suchte sich beliebt zu machen und hielt um die Prinzessin an. »Mein Sohn, sagte der König, dergleichen Freier sind schon viele abgewiesen worden, weil keiner hat ausrichten können, was ich ihnen auferlegt hatte, um meine Tochter zu gewinnen.« »Wohlan, sprach Fix und Fertig, geben Ew. Majestät  mir nur was rechtes auf.« Der König sagte: »ich habe ein Viertel Mohnsamen säen lassen, kannst du mir denselben wieder herbei schaffen, daß kein Korn fehlt, so sollst du die Prinzessin für deinen Herrn haben.« Hoho! dachte Fix und Fertig, das ist ein geringes für mich. Nahm darauf ein Maaß, Sack und schneeweiße Tücher, ging hinaus, und die letztern breitete er neben das besäte Feld hin.

Gar nicht lange, da kamen die Vögel, die im Walde bei ihrem Singen nicht waren verstört worden, und lasen den Samen, Körnchen für Körnchen auf und trugen ihn auf die weißen Tücher. Als sie alles aufgelesen hatten, schüttete es Fix und Fertig zusammen in den Sack, nahm das Maaß unter den Arm, ging zu dem König und maaß ihm seinen ausgesäten Samen wieder zu, gedachte nun die Prinzessin wäre schon sein – aber gefehlt: »noch eins, mein Sohn, sagte der König, meine Tochter hat einstmals ihren goldnen Ring verloren, denselben mußt du mir erst wiederschaffen, eh du sie bekommen kannst.« Fix und Fertig machte sich keine Sorgen: »lassen Ew. Majestät mir nur das Wasser und die Brücke zeigen, wo der Ring verloren worden, so soll er bald herbeigeschafft seyn.«

Als er hingebracht war, sah er hinab, da schwamm der Fisch herzu, den er auf seiner Reise in den Fluß gesetzt hatte, streckte den Kopf in die Höhe und sagte: »wart einige  Augenblicke, ich fahre hinunter, ein Wallfisch hat den Ring unter der Floßfeder, da will ich ihn holen;« kam auch bald wieder und warf ihn ans Land. Fix und Fertig bracht ihn zum König, dieser aber antwortete: »nun noch eins, in jenem Walde ist ein Einhorn, das hat schon vielen Schaden gethan, wenn du das tödten kannst, dann ist nichts mehr übrig.«

Fix und Fertig bekümmerte sich auch hier nicht groß, sondern ging geradezu in den Wald. Da waren die Raben, die er einmal gefuttert und sprachen: »noch eine kleine Weile Geduld, jetzt liegt das Einhorn und schläft, aber nicht auf der scheelen Seite, wenn es sich herumdreht, dann wollen wir ihm das eine gute Auge, das er hat, auspicken, dann ist es blind und wird in seiner Wuth gegen die Bäume rennen und mit seinem Horn sich festspießen; dann kannst du es leicht tödten.« Bald wälzte sich das Thier ein paar Mal im Schlaf herum und legte sich auf die andere Seite, da flogen die Raben herunter und hackten ihm sein gesundes Auge aus. Wie es die Schmerzen empfand, sprang es auf und rennte unsinnig im Wald herum, bald auch hatte es sich in eine dicke Eiche festgerennt.

Da sprang Fix und Fertig herbei, hieb ihm den Kopf ab, und brachte ihn dem König. Dieser konnte nun seine Tochter nicht länger versagen, sie ward dem Fix und Fertig übergeben, der sich gleich in vollem Staat, wie er gekommen war, mit ihr in die Kutsche setzte, zu seinem Herrn fuhr und ihm die liebevolle Prinzessin brachte. Da ward er wohl empfangen, und in aller Pracht Hochzeit gehalten; Fix und Fertig aber wurde erster Minister.



Ein jegliches in der Gesellschaft, wo dies erzählt wurde, wünschte auch bei dem Vergnügen zu seyn, eins wollte Kammerjungfer, das andere Garderobemädchen werden, dafür wollte einer Kammerdiener, der andere Koch werden u.s.w.


(Quelle: Jacob und Wilhelm Grimm: Kinder- und Hausmärchen. 2 Bände, Band 1, Berlin 1812/15, S. 58-63.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004900448)



Sie können alles außer Rollmops.

Exklusiv

ARZ-Stadtrundgang: Was sich in der Oberkircher Geschäftswelt tut
Was tut sich im Oberkircher Einzelhandel, was in der Gastronomie? Wo gibt es Leerstände, wo ziehen neue Pächter ein? Die ARZ hat sich bei ihrem Stadtrundgang umgeschaut. Und herausgefunden: Die Renchtalpassage soll endlich renoviert werden.
(Acher-Rench-Zeitung. Diese Exklusivität macht niemand streitig.)

Altersarmut mitten im Idyll
Rosa Karcher, Präsidentin des Landfrauenverbands Südbaden, fordert eigene Absicherung für Frauen
Rosa Karcher, Präsidentin des Landfrauenverbands Südbaden, vertritt die Interessen ihrer Mitglieder nun auch auf Bundesebene. Die 48-Jährige wurde als Beisitzerin in das siebenköpfige Spitzen-Gremium gewählt. Im Interview mit der Mittelbadischen Presse erklärt Karcher, warum es Frauen im ländlichen Raum schwerer haben als ihre Geschlechtsgenossinnen in der Stadt und wofür sie sich künftig besonders einsetzen möchte.
(Offenburger Tageblatt. Vor allem die Ballungszentren in Südbaden ziehen Frauen an. Heißt das dann nicht Stadtfrauenverband? Übrigens: Der ach so ländliche Verband hat seinen Sitz in Freiburg. Er hat die Verwaltungsreform noch nicht mitgekriegt und träumt immer noch vom alten Südbaden. Die Präsidentin lebt im kleinen Dorf Achern.)

Religionen im Rampenlicht
Interkultureller Beirat startet einen Dialog der Glaubensgemeinschaften / Vier Veranstaltungen geplant

»Zu Gast bei Lahrer Kirchen und Glaubensgemeinschaften« heißt eine Veranstaltungsreihe, die im Herbst an den Start geht. Der Interkulturelle Beirat erhofft sich davon mehr Respekt und Toleranz der Religionen untereinander.
(Lahrer Anzeiger. Das Labern ist des Lahrers Lust. Wollen die sich jetzt alle gegenseitig bekehren?)

»Für alle Herausforderungen gerüstet«
Jedes Kind kann etwas und möchte es vor dem Publikum der anderen Kindern zeigen.« Davon ist Günter Behre überzeugt. 21 Jahre lang bemühte er sich als Rektor der Haupt- und Realschule Friesenheim, den nötigen Rahmen dafür zu schaffen. Mit Erfolg – die Einrichtung gilt heute als eine der Vorzeigeschulen im Land. Ende Juli geht der 64-Jährige nun in den Ruhestand – Zeit, ein Fazit zu ziehen.

Seinen Mercedes parkt er stets vor dem Eingang »seiner« Haupt- und Realschule Friesenheim. Das gehört bald der Vergangenheit an. Ende des Schuljahrs geht Rektor Günter Behre mit 64 Jahren in den Ruhestand.

Herr Behre, wann ist Ihr letzter Schultag?

Günter Behre: Offiziell am 31. Juli. Aber da das ein Sonntag ist, glaube ich nicht, dass ich arg fleißig sein werde. Es wird also der 29. sein.
(Lahrer Anzeiger. Was kommt nach Montag? Unterirdisch, dieser LA. Wann singt Behre mit Haberer im Duett?)

Spaß mit Hören & Helfen
Heute in einer Woche: Live-Musik am Cappuccino, am Wolkenkratzer und beim Zarko

Die Sommerferien nähern sich und damit ist die Zeit für Hören & Helfen gekommen. Live-Musik ist angesagt am Samstag, 23. Juli, ab 19 Uhr in drei Gaststätten der Innenstadt. Mit dabei sind als Säulen der Benefizveranstaltung wieder die Mannschaft des Wolkenkratzers, Zarko Juric in der Schillerstraße und Andy Just und Manuela Marraffa vom der Cappuccino-Bar und dem Barocco am Marktplatz.
(BadischeZeitung. Weinprinz Kohlmeyer mit Wirtschaftshilfe eine Woche voraus.)

Zweisprachige Beratung kommt
Tipps von Berivan Khalaf auf Deutsch und Kurdisch
(Badische Zeitung.Müssen die Lahrer außer Russisch und Türkisch auch noch Kurdisch lernen?)

Der Posaunenchor ist nun in die Kirche eingebunden
Urkunde vom Landesbischof für die Bläser aus Langenwinkel
(Badische Zeitung. Wer bindet ihn wieder los?)

Lernziel: längerfristig dran bleiben
Gutenbergschule inszeniert mit ihren Schülern Musiktheateraufführung "Planet Casting"
(Badische Zeitung. Keine Zeit zum Lernen.)

Stühle der besonderen Art
Ausstellung von Schülern
(Badische Zeitung. Sitzenbleiber.)

Anerkennung fürs Ehrenamt
Sparkasse Offenburg/Ortenau unterstützt gemeinnützige, soziale und kirchliche Einrichtungen
(Badische Zeitung. Hierzu ist die Kasse gesetzlich verpflichtet, dies ist kein Wohltätertum.)

Sandra Boser über die neue Bildungspolitik
Bündnis 90/Die Grünen laden zu einer Veranstaltung mit der Landtagsabgeordneten Sandra Boser ein. Sie findet am Montag, 18 . Juli, 20 Uhr, in der Residenz zum Löwen, Obertorstraße 5, statt. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Bericht über die ersten zwei Monate der grün-roten Landesregierung. Da Sandra Boser zur neuen bildungspolitischen Sprecherin der grünen Landtagsfraktion gewählt worden, geht sie insbesondere auch die neue Bildungspolitik ein.
(BadischeZeitung. Will sie ihre katastrophale Rede aus dem Landtag wiederholen? Die hat doch vom Thema keine Ahnung.)

Hüpfende Gesellen in Altenheim
Drei Kängurus bevölkern seit einigen Tagen das Gelände des Friedrich-Dilger-Hauses
(Badische Zeitung. Neue Fachkräfte mit leerem Beutel.)

Abschied von Nonnenweier

Pfarrer Heck gibt sein Amt auf
Der evangelische Pfarrer Frank Heck (55) verlässt Nonnenweier. Er hat eine halbe Stelle an einem Bühler Gymnasium angenommen, die Viertelstelle am Lahrer Max-Planck-Gymnasium behält er, sagte er der Badischen Zeitung...Das Leben in einem Pfarrhaus, stets auf Abruf, sei anstrengend, so Heck.Mit seiner Frau zieht er im August nach Mahlberg, wo sie ein Haus gekauft haben.
(Badische Zeitung.War wohl nichts mit Berufung. Bequemlichkeit ist Trumpf, auch wenn umweltbelastend in der Gegend herumgefahren wird. Von solcher Versorgung konnte Jesus nur träumen.)

Deutschlands längste Kaffeetafel
Spektakuläre Aktion am 3. August in der Innenstadt / Tausende von Gästen werden bewirtet
(Badische Zeitung. Offenburger Verzweiflungstat.)

Folgt Schneider auf Obrecht?
Eurodistrikt auf der Suche nach neuem Generalsekretär

Wird Martine Schneider, seit vergangenem Herbst stellvertretende Generalsekretärin des Eurodistrikts Straßburg/Ortenau, bald zur Generalsekretärin aufsteigen und somit das operative Geschäft dieser grenzüberschreitenden Einrichtung hauptverantwortlich leiten? Hinter den Kulissen wird gemunkelt, dass sie sehr gute Chancen habe, als Nachfolgerin von Marcus Obrecht zur Generalsekretärin berufen zu werden.
(Badische Zeitung. Weiß schon jemand, wozu der Job gut sein soll?)

30 Prozent kommen aus dem Fördertopf
Bauausschuss legt Kriterien für die Förderung im Sanierungsgebiet nordwestliche Vorstadt fest
(Badische Zeitung. Wo der Steuerzahler hineingemacht hat.)

Räte kritisieren Weber

Art und Weise, wie es zu Geländeverschiebungen beim Weingut-Neubau kam, gefällt nicht
Acht Wochen ist es her, da wurde mit viel Tamtam der erste Spatenstich für das neue Weingut von Michael Weber im Offental gefeiert — und Bürgermeister Bruno Metz und zuvor die Stadträte bei der Vorstellung und Genehmigung des 2,5-Millionen-Projektes im Gemeinderat freuten sich mit der Winzerfamilie. In der Bauausschusssitzung am Dienstag war’s bei einigen Räten mit der Freude vorbei. Der Grund: Über die Ablagerung des Aushubs durch den Bauherrn und den zeitlichen Ablauf des Genehmigungsverfahrens ärgerte sich manch ein Stadtrat...
Sogleich echauffierte sich Hans Boskamp (CDU), für den das Prozedere einem Affront des Gremiums gleichkam. Einmal mehr solle der Gemeinderat zu einem Antrag auf Geländeveränderung eine Stellungnahme abgeben, wiewohl längst Fakten geschaffen seien. "Wenn das Schule macht, müssen wir nicht mehr diskutieren und bewerten, sondern können gleich zum Biertrinken übergehen" , zürnte er...Jetzt liegt es am Landratsamt, zu entscheiden, schließlich ist es auch Genehmigungsbehörde. Auch an der Behörde übten die Räte übrigens Kritik. Von ihr hätten die Stadträte gerne eine fachliche Bewertung in der Vorlage gefunden, um eine Entscheidungshilfe zu haben.
(Badische Zeitung. Zum Weintrinken, denn das nächste Weber-Weinfest kommt bestimmt. Dann macht halt der Landrat den Grüßaugust.)

Parkschützer im Verkehrsministerium
Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann eckt mit einer Personalie an: Nach Informationen des SPIEGEL soll sich ein früherer radikaler Stuttgart-21-Gegner im Ministerium um Bürgeranfragen kümmern - der Koalitionspartner SPD ist darüber gar nicht erfreut.
(SPIEGEL online. Die Personalie Hermann belastet das Land.)

Plagiatsaffäre

Bundes-CDU geht von Althusmanns Rücktritt aus
Für die Bundes-CDU steht fest: Niedersachsens Kultusminister muss bei Verlust seines Doktortitels zurücktreten. Schon jetzt sei das Amt mit den Vorwürfen kaum vereinbar.
(WELT online. Weiß er das schon?)

Umstrittene Preisvergabe

Quadriga-Kuratorium sagt Putin-Ehrung ab
Die Kritik war heftig, jetzt zieht das Kuratorium die Konsequenzen: Wladimir Putin wird nun doch nicht mit dem Quadriga-Preis ausgezeichnet. Vorausgegangen war ein heftiger Streit, der Rückzug von Jurymitgliedern - und eine Drohung Vaclav Havels.Die Vergabe des Quadriga-Preises wird in diesem Jahr ausgesetzt. Und zwar komplett. Das Kuratorium am Samstag darauf geeinigt, die Preisvergabe in diesem Jahr ausfallen zu lassen. Damit erhält nicht nur der russische Ministerpräsident Wladimir Putin keinen Preis für seine Führungsqualitäten, sondern auch die anderen Nominierten gehen leer aus.
(SPIEGEL online. Preisgehöhnt.)

Stadt Freiburg will Kartäuserkloster verkaufen



(Abbildung aus "Heinrich Hansjakob, Rebell im Priesterrock" von Manfred Hildenbrand, bereits in vierter Auflage mit über 10 000 Exemplaren erschienen.
)

(gh). Die Heinrich-Hansjakob-Gesellschaft sieht die Hansjakob-Gedenkstätte im ehemaligen Kartäuserkloster von Freiburg in Gefahr. Das soll nämlich laut Mitteilung der Stadt an die Robert Bosch Stiftung (Stuttgart) veräußert und Standort des ersten deutschen „United World College“ (UWC) werden. In dem Gebäude befindet sich auch die 1897 von dem Freiburger Pfarrer und Schriftsteller Heinrich Hansjakob eingerichtete und in den Jahren 1997/98 restaurierte und unter Denkmalschutz stehende Wohnung in der Originalausstattung.

Als Pfarrer von St. Martin in Freiburg richtete sich der bekannte und sehr erfolgreiche Volksschriftsteller Heinrich Hansjakob aus Haslach im Kinzigtal im Kartäuserkloster eine Wohnung mit eigenen Mitteln ein, schaffte sich neue Möbel an und umgab sich mit einer Kunstsammlung, die laut Heinrich-Hansjakob-Gesellschaft aus heutiger Sicht ein einmaliges kulturhistorisches Gesamtkunstwerk der Zeit um 1900 bildet.

Als Heinrich Hansjakob 1916 stirbt, kann sich seine Schwester und Haushälterin Philippine bis zu ihrem Tod 1925 das Wohnrecht in der Kartäuse sichern, in dem sie der Stadt Freiburg einen Teil des Gesamtnachlasses vermacht. Dieser liegt seither in der Obhut der Städtischen Sammlungen bzw. des Augustinermuseums. Er enthält neben Ausstattungsstücken der Dienstwohnung in St. Martin vor allem die komplette Einrichtung seiner Privatwohnung in der "Kartaus" und seine Kunstsammlung mit Gemälden, Grafiken und Skulpturen des 18. und vor allem des 19. Jahrhunderts.

Die Heinrich-Hansjakob-Gedenkstätte stelle seit ihrer Restaurierung 1996/97 ein einmaliges Gesamtkunstwerk des Historismus und Jugendstils dar, wie es in Freiburg sonst nicht mehr erhalten sei. Die farbig gefassten Wände, Türen und Fenster bildeten eine hervorragende Einheit mit dem extra dafür gefertigten und bis heute erhaltenen, beweglichen Mobiliar. Dazu kämen die Kunstwerke Heinrich Hansjakobs, die dem Ort seine besondere Atmosphäre geben würden. Dieser Ort am Fuße des Schwarzwaldes, an dem Heinrich Hansjakob fast alle seine Erzählungen zum Schwarzwald schrieb, und dessen Einrichtung stilistisch auf den Ort Bezug nehme, sage mehr über die Persönlichkeit Hansjakobs aus, als es ein anderer Standort jemals vermöge. Die Authentizität dieses Ortes sei an keinem anderen Platz rekonstruierbar und wäre mit der Auflösung der Gedenkstätte für alle Zukunft verloren!

Im Unterschied zu den übrigen Räumen der Kartaus sei die Wohnung Hansjakobs in den letzten 100 Jahren keiner grundlegenden Modernisierung unterzogen worden. Noch existierten die alten, profilierten Wandvertäfelungen und Türen mit Beschlägen, die mit den historischen Möbeln harmonierten. Im Nachhinein müßte man es als Glücksfall bezeichnen, daß das Augustinermuseum nach Übergabe des Nachlasses 1925 nie Platz für die Möbel und Gemälde hatte, sie somit vor Ort blieben und die Räume durch all die Zeit immer respektvoll behandelt worden seien.

Auch wenn die Kartaus heute den Status eines „Denkmals von besonderer Bedeutung“ genieße, wer könne garantieren, daß die Türschlösser nicht doch einmal modernen Bedürfnissen angepaßt und verändert bzw. ersetzt würden? Nun sei die Heinrich-Hansjakob-Gedenkstätte in ihrer Existenz bedroht, da die Stiftungsverwaltung Freiburg das Gebäude mietfrei langfristig verpachten möchte. "Warum zerstört man ein Denkmal, das erst vor wenigen Jahren mit großem finanziellen Aufwand der Landesdenkmalpflege Baden-Württemberg, der Stiftungsverwaltung Freiburg, der Deutschen Schillergesellschaft Marbach, des Arbeitskreises Alemannische Heimat Freiburg, der Hansjakob-Gesellschaft, der Stadt Freiburg und vieler Bürgerinnen und Bürger eingerichtet wurde? Würde es einer Internationalen Bildungseinrichtung nicht gut anstehen, Tür an Tür neben einem Heimatdichter des Schwarzwaldes über verschiedene Themen wie z.B. Heimat zu reflektieren?" fragt die Heinrich-Hansjakob-Gesellschaft. Könnten sich in unserer Zeit der Globalisierung, da die Identifikation mit Heimat wieder mehr ins Bewußtsein gerückt sei, moderne internationale Schule und historische Gedenkstätte nicht gegenseitig befruchten? Dieses kulturhistorische Ensemble müsse als Erinnerung an den populären Schriftsteller erhalten bleiben.

Heinrich Hansjakob (1837-1916) war eine schillernde Persönlichkeit, die das gesellschaftliche Leben in Freiburg von 1884-1913 fast 30 Jahre prägte. Seine Kanzelreden in seiner Pfarrkirche St. Martin waren berühmt. Er pflegte Kontakt zu zahlreichen Künstlern. Und er hat einen wesentlichen Anteil daran, dass der Schwarzwald als historischer Kulturraum immer mehr ins Bewusstsein breiter Bevölkerungsschichten rückte. Seine Erzählungen wurden zu Lebzeiten mehrfach wieder aufgelegt und sind bis heute beliebt.