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Flughafen-Geschäftsführer antwortet Staatssekretär




Für den Flughafen ist weiterhin kein Rettungsschirm in Sicht. Das Bundesfinanzministerrium läßt die Lahrer im Regen stehen.


Lahr
(gh). Staatssekretär Ernst Burgbacher (FDP) aus dem Bundeswirtschaftsministerium hatte beim Bundesfinanzministerium wegen verweigerter Zollabfertig auf dem Lahrer Flughafen (Black Forest Airport) nachgefragt. Die Antwort von Staatssekretär Koschyk (siehe Grüselhorn vom 29. Juni) bietet für Flughafen-Geschäftsführer Axel Grossmann "im Grunde keine neuen Erkenntnisse, ich erkenne Textbausteine, die inzwischen gut abgehangen und gereift sind. Mich beindruckt in dieser Angelegenheit von Anfang an immer wieder, wie gut die Beamtenschaft der Abteilung IIIB -'Zoll- und Verbrauchssteuern'- des BMF ihre Politiker und Staatssekretäre im Griff hat, die den von ihnen seit Jahren gleichbleibend verzapften Unfug mit größter Entschlossenheit nach außen hin und im Kollegenkreis vertreten. Wenn ich mich im Gegensatz dazu allein daran erinnere, wie Schäuble seinen Pressesprecher in der BPK coram publico abgebürstet hat, finde ich das schon sehr beachtlich".

Grossmann hebt in einer Stellungnahme hervor, daß die von Koschyk zitierten 2000-3000 zollrelevanten Flugbewegungen pro Jahr erst jüngst erfunden worden seien. Am 24.09.2010 habe das BMF endlich eine Dienstvorschrift erlassen, in der u.a. niedergelegt sei, wie man Zollflugplatz werde und welche Kriterien gelten würden. Dies sei das Resultat derLahrer  jahrelangen Klagearbeit. Ein Kernpunkt der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts gegen das erste Urteil des Bundesfinanzhofes sei nämlich, daß hierfür bislang keinerlei nachvollziehbare Normierung existierte und das Ganze eine reine Willkürentscheidung nach beamtlichem Gutdünken gewesen sei.

Daß man mit 2000-3000 Flugbewegungen dann die Latte so hoch gehängt habe, damit Lahr sie auch zukünftig hoffentlich nie erreichen werde, verstehe sich von selbst. Der Schuss könnte allerdings nach hinten losgehen, wenn man in Lahr hinginge und z.B. in Karlsruhe-Baden nachfragte, ob sie denn wenigstens 2000 erreichten. Das wären nämlich im Schnitt täglich 5,5 Flugbewegungen an 365 Tagen des Jahres, und da habe er, Grossmann, so seine Zweifel, dafür müsse man  verdammt oft nach Agadir und Hurghada und zurück fliegen!

Immerhin habe man,so der Flughafen-Geschäftsführer weiter, mit der gleichen Dienstvorschrift den Vorgang der "kostenpflichtigen Einzelbefreiung" geschaffen, das sei neu. Das von Lahr schon vor Jahren unterbreitete Angebot, für die Kosten aufzukommen, wenn dies das Problem sei, sei nämlich auch mit dem Hinweis abgebügelt worden, daß es keine derartig ausgerichtete "Zollkostenverordnung" gebe und man demnach gar nicht wüßte, was man Lahr berechnen müßte. Wer eine Zollabfertigung brauche, solle eben nach Karlsruhe-Baden fliegen, den man gegen seinen erklärten Willen und Widerstand auf politischen Druck hin zum Zollflugplatz habe erklären müssen, und wem es dort nicht passe, der müsse eben nach Hahn gehen.

"Geradezu treuherzig", so Grossmann, "finde ich den Hinweis darauf, dass der Bundesfinanzhof unsere Klage bereits zum zweiten Male abgewiesen habe. Das ist zwar richtig, er tat dies aber in fast völliger Ignoranz gegenüber den Auflagen des Bundesverfassungsgerichtes, die von dort nach unserer Beschwerde gegen das erste Urteil kamen, insofern rechne ich unserer zweiten Beschwerde recht gute Erfolgsaussichten an.Die vom Bundesfinanzhof geübte Rechtsprechung, daß es sich um eine an den Flugzeugführer gerichtete Verkehrsregelung handelte, ist völlig weltfremd und widerspricht auch der sonstigen Praxis. Sollte dem tatsächlich so sein, wäre schon die Ausweisung der Zollflugplätze im Bundesanzeiger überflüssig".

Im Übrigen habe er mit Staatssekretär Koschyk bei anderer Gelegenheit einmal ein sehr aufschlussreiches Gespräch gehabt. Er habe im vergangenen Jahr einen Vortrag im Europa-Park gehalten, in dessen Verlauf er mehrfach den Begriff "Luftverkehrsabgabe" fallen gelassen habe. In der anschließenden Diskussion habe er, Grossmann, die Frage gestellt, ob man denn beachtet habe, daß die Niederlande eine gleichartige Abgabe wieder abgeschafft hätten, nachdem die Kunden ins Ausland abwanderten und das Ganze per Saldo negativ ausgegangen sei.

Die Erfahrung hier in Lahr belege zusätzlich, daß die Kundschaft vor der exorbitanten deutschen Flugkraftstoffbesteuerung ins benachbarte Frankreich zum Tanken flüchte. Seine Antwort darauf sei gewesen, daß das Problem nicht die Steuern und Abgaben in Deutschland seien, sondern die noch immer mangelnde Harmonisierung innerhalb der EU. Mit anderen Worten, wenn der Sprit in Frankreich genauso teuer würde wie bei uns, gäbe es für diese Art von Ausweichbewegungen keinen Anreiz mehr, und daran müsse man jetzt eben politisch arbeiten!

Auf der Suche nach Konzepten
Landesgartenschau: Lahrer holen sich bei den Veranstaltern in Nagold und Horb Erfahrungen ein
Die Ausrichtung der Landesgartenschau 2018 ist für die Stadt Lahr das größte Projekt in diesem Jahrzehnt. Da bedarf es einer gründlichen Vorbereitung. Deshalb reiste eine Lahrer Delegation am Donnerstag zu einer Erfahrungstour in die Gartenschau-Städte Nagold und Horb.
(Lahrer Anzeiger. Da hat Lahr nichts aufzuholen. Horb: Geschnitzter Holzblumenkitsch in einer Wiese, Werbung über alles, zugemüllte Natur, tote City, wo grüne Fußabdrücke ins Leere laufen,  und lebhaftes Geschäftsleben weit weg -  in Supermärkten. All die Beteuerungen von Klima-und Weltrettung werden zum Witz, je mehr Veranstaltungen Leutemit ihren Autos anlocken. Schade um die Millionen,die für Gartenschauen hinausgeworfen werden. Wer will nach Horb mit 2 Bundesstraßen, 1 Eisenbahn in einem engen Tal? Da geht doch niemand freiwillig hin!)

Gartenschau geht nicht auf dem Armenweg
Bei einer ganztägigen Lehrfahrt nach Nagold, wo 2012 die Landesgartenschau stattfindet und nach Horb am Neckar zum aktuellen "Grünprojekt" machten sich Gemeinderäte und Teile der Stadtverwaltung in Sachen eigener Landesgartenschau kundig. Die Bürger rechtzeitig mitnehmen, auf knappe Kalkulationen verzichten, weil es viele unerwartete Dinge geben wird, waren Botschaften der Erfahrenen. Und die Erkenntnis, dass man auf dem Armenwege eine solche Veranstaltung zur Stadtentwicklung nicht stemmen könne.
(Badische Zeitung. Sieh an, auf einmal ist die Landesgartenschau in Lahr nicht kostenlos...)

Lehren einer Lernfahrt

Mut zur Zukunft haben
Wer das Stichwort Landesgartenschau hört, der denkt vielleicht gerne mal daran, dass das Blumen satt bedeuten kann. Blumen wird es geben, doch richtigerweise muss man eine Landesgartenschau als ein städtebauliches Förderprogramm begreifen, das eine Stadt innerhalb weniger Jahre in einem gewaltigen Schritt nach vorn’ bringt. Wer das verstehen will, sollte sich nicht scheuen, sich in Nagold oder auch in Horb kundig zu machen, was das für das Alltagsleben einer Stadt, in der Zeit nach einer Gartenschau bedeutet. Es ist ein gewaltiger Gewinn an Lebensqualität.
(Badische Zeitung. Gesehen hat Bruno Kohlmeyer wohl nichts. Lahr plant ein Wasserloch als Zukunft, denn Zukunft ist immer gut, auch wenn Kohlmeyer sie bereits hinter sich hat.)

Neckarblüten  in Horb




Untersuchung des TÜV SÜD bei Mittelständlern

(lifepr) - Unfälle und Verschleiß waren vor 50 Jahren noch die klassischen Erkrankungen am Arbeitsplatz. Heute ist bei jedem Vierten der Grund für einen Arbeitsausfall im Bereich der psychischen Störungen zu suchen. Darunter fallen Depressionen, Alkohol- und Drogenabhängigkeit sowie Panikstörungen. Doch trotz der hohen Kosten, die psychische Belastungen für das Unternehmen verursachen, fehlt bei vielen das Bewusstsein für diese Erkrankungen. Dies ergab eine aktuelle Studie von TÜV SÜD Life Service, an der 47 Experten, die zusammen mehrere hundert kleine und mittelständische Unternehmen im Bereich der Arbeitssicherheit betreuen, teilnahmen.

Arbeitnehmer sind in den vergangenen Jahren immer seltener wegen klassischer Erkrankungen oder Unfällen ausgefallen, sondern zunehmend aufgrund psychischer Erkrankungen. Im September 2010 befragte TÜV SÜD 47 Sicherheitsfachkräfte nach ihrer subjektiven Einschätzung zu psychischen Belastungen und Erkrankungen von Mitarbeitern in mittelständischen Unternehmen mit einer Größenordnung von 20 bis 1.000 Beschäftigten. Dabei gaben mehr als 60 Prozent der Befragten an, dass sie in den Unternehmen, die sie betreuen, bereits mit typischen psychischen Belastungsfaktoren konfrontiert wurden. Zu den häufigsten zählen zu enge Terminvorgaben und damit steigender Zeitdruck, Konflikte am Arbeitsplatz und Mobbing. Aber auch mangelnde Anerkennung und Wertschätzung der Leistung sowie die Angst um den Arbeitsplatz treiben bei vielen Angestellten den Stresspegel in die Höhe.

Als gefährdetste Zielgruppe werden hierbei die Führungskräfte vor den Schichtarbeitern und den Mitarbeitern im Außendienst und Vertrieb gesehen. Jedoch wird die Gefährdung durch psychische Belastungsfaktoren von vielen Unternehmen noch nicht erkannt. So besitzen nach Auffassung der befragten Sicherheitsfachkräfte mehr als die Hälfte der betreuten Unternehmen ein schwaches Bewusstsein für die psychischen Belastungsfaktoren und Erkrankungen in ihrem Unternehmen. Nur etwa jeder zehnte Betrieb nimmt demnach psychische Erkrankungen wirklich ernst.

Dementsprechend niedrig ist auch die Bereitschaft, Geld in entsprechende Frühwarnsysteme und Präventivmaßnahmen zu investieren. Knapp zwei Drittel erwarten auch für die nähere Zukunft keine nennenswerten Investitionen in diesem Bereich.

Diese Zahlen sind jedoch insoweit erstaunlich, da psychische Erkrankungen für den Arbeitgeber enorme Kosten bedeuten. Neben verminderter Motivation und Leistungsfähigkeit sind auch die durchschnittlich 22,5 Ausfalltage ein großer wirtschaftlicher Faktor. In den Augen der Sicherheitsfachkräfte werden zum einen zu wenig Maßnahmen zur Prävention von psychischen Krankheiten angeboten und zum anderen ist die Wirksamkeit bestehender Angebote eher gering.

Der Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft stellt den klassischen Arbeits- und Gesundheitsschutz vor ganz neue Herausforderungen. Die bisherige Verhinderung von Stürzen oder Atemwegserkrankungen ist in einigen Branchen zwar nach wie vor wichtig, in anderen jedoch kaum nützlich. Hier sind neue Lösungen erforderlich, die auch den Anstieg psychischer Belastungen berücksichtigen. So halten es die befragten Sicherheitsfachkräfte für sinnvoll, neue Angebote wie Führungskräfteschulungen in das betriebliche Gesundheitsmanagement zu integrieren. Denn das Ziel sollte immer sein, Bedingungen am Arbeitsplatz zu schaffen, die die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter schützen.

Die gesamte Studienauswertung ist Teil des Corporate Health Jahrbuch 2011. Dieses Jahrbuch liefert einen profunden Einblick in den Status Quo und die wichtigsten Entwicklungen Betrieblichen Gesundheitsmanagements in Deutschland. Hochranginge Autoren stellen besonders innovative und erfolgreiche Projekte und Strategien aus der Unternehmenspraxis vor. Das Corporate Health Jahrbuch umfasst 255 Seiten mit Fotos und Abbildungen und ist ab sofort zum Bezugspreis von 49,90 Euro im Buchhandel unter der ISBN-Nummer 978-3-941632-09-7 erhältlich.

Zimmermädchen

von Joachim Ringelnatz

Die Zimmermädchen der Hotels,

Die meine Betten schlagen und dann glätten,

Ach wenn sie doch ein wenig Ahnung hätten

Vom Unterschiede zwischen Polster und Fels.





Ach wüßtet ihr, wie süß ihr für mich ausseht

Im Arbeitskleid, ihr Engel der Hotels!



Wenn wirklich eine heimlich mit mir ausgeht,

Dann trägt sie Seide und trägt sogar Pelz,

Sei's auch nur Wunderwandlung Hasenfells.



Dann im Café krümmt ihr beim Tasseheben

Den kleinen, roten Finger nach Manier.

Und du merkst nicht, wie gern ich doch mit dir

Oft eine Stunde möchte unmanierlich leben.

Und würde dann – nebst Geld – als Souvenir

Ein schließend, stilles, zartes Streicheln geben.



Und würdet ihr dies Streicheln doch nicht spüren.

Denn ihr bedient nur Nummern an den Türen.



Und wenn sie schlichte Ehre eng verschließen,

Dann dienen sie, da andere genießen.



Hab ich euch tausendmal in Korridoren

Heiß zugesehn und heiser angesehn,

Was ich erträumte, war voraus verloren.

Denn meine Liebe könnt ihr nicht verstehn.


(Quelle: Joachim Ringelnatz: Das Gesamtwerk in sieben Bänden. Band 1: Gedichte, Zürich 1994, S. 377-378.
Permalink:http://www.zeno.org/nid/20005539803

Ganz in Weiß: Wenn Türken Hochzeit machen.

Mobile Sammlung macht Sommerpause
Problemestoffe können bei Deponien abgegeben werden
(Offenburger Tageblatt. Auch Problembären und Problemzeitungen?)

Jetzt kommt der Gebäudemanager
Neue Abteilung im Bau-Dezernat soll bei Betreuung städtischer
Gebäude Ressourcen erschließen
Zum Beginn des kommenden Jahres will die Stadt Lahr das
»zentrale Gebäudemanagement« als eine neue Abteilung der
Stadtverwaltung einführen. Mit Anzeigen wird heute regional
und überregional nach deren Leiter gesucht. Mittelfristig
könnte sich die neue Abteilung zum städtischen Eigenbetrieb
mausern
(Lahrer Anzeiger. Sehr eigen ist schon die ganze Stadt.)

Abwasser wird wohl teurer
Grund ist die geplante vierte Reinigungsstufe der Kläranlage / Investition: 5,5 Millionen
(Badische Zeitung. Wichtiger als ein neues Wasserloch.)

Viel Kunst, wenig Publikum
Pura Vida:Die Skulpturen der fünf Künstler aus Costa Rica sind schon weit gediehen
(Badische Zeitung. Die Lahrer haben den Murks nicht importiert wie andere,die sonst mit  Obst und Gemüse handeln.)

Weitere Sanierungsarbeiten notwendig
Gravierende Schäden am Pallas / Jetziger Sanierungsabschnitt bis Ende August abgeschlossen
Nach der Sanierung ist vor der Sanierung — so abgewandelt trifft eine der unzähligen Fußballweisheiten von Sepp Herberger auch auf die Burgruine Hohengeroldseck zu. Bis Ende August werden die laufenden Sanierungsarbeiten beendet, werden die zur Verfügung stehenden 400 000 Euro verbraucht sein. Beendet sind die Arbeiten dann allerdings noch lange nicht. Bei einem Termin kürzlich hat Bürgermeister Thomas Schäfer angekündigt, das der Verein zur Erhaltung der Burgruine sich dann erneut um Zuschüsse bemühen will, um weiter dringende Arbeiten in Angriff nehmen zu können.
(Badische Zeitung. Für das Geld gäbe es Vernünftigeres als dem Steinhaufen der von Leyen-Geroldseck mit Steuergeld zu frönen.)

Fischerpfad als neuer Weg
Der Arbeitskreis Tourismus Neuried hat seine nächsten konkreten Projekte besprochen
(Badische Zeitung. Die lernen es wohl nie: Tourismus in Neuried!)

Jede Menge Einser vor dem Komma in allen Abschlussklassen
Prüfungen an Realschule, Werkrealschule und Hauptschule in Friesenheim: Die jeweils besten Prüflinge haben Notendurchschnitte von 1,2 bis 1,6
(Badische Zeitung. 111111,0? Gute Noten ändern nichts am niedrigen Niveau von Schülern.)

Öko-Natur-Stützpunkt geplant
Biotop soll auf dem Gänsweidfeld in Meißenheim entstehen / Idee von Bauhofleiter Frank Wagner
(Lahrer Anzeiger. Ökobologe Bauhofleiter? Kann niemand mehr die Natur in Ruhe lassen?)

Junge Menschen halten Vorschriften am wenigsten ein




(lifepr)
- Rund 70 Prozent der deutschen Autofahrer übertreten hin und wieder die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsgrenzen. Das ergab im Rahmen der Verkehrssicherheitskampagne "Risiko raus" eine Emnid-Umfrage bei rund 1000 Autofahrern im Auftrag der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Besonders wenig Respekt für Tempolimits zeigen Fahrer und Fahrerinnen zwischen 30 und 39 Jahren. Von ihnen geben 90 Prozent zu, manchmal zu schnell zu fahren. Überraschung: Die Neigung zur Geschwindigkeitsüberschreitung nimmt zu, je höher der Bildungsabschluss ist. Mehr als 40 Prozent aller Befragten missachten laut Umfrage Park- und Halteverbote, über 30 Prozent halten nicht immer vor Stoppschildern an und blinken nicht bei Spurwechseln sowie beim Abbiegen.

Insgesamt scheinen jüngere Fahrerinnen und Fahrer risikobereiter zu sein als ältere. Von den Befragten unter 30 Jahren räumen 42 Prozent den Handygebrauch am Steuer ohne Freisprecheinrichtung ein, bei den über 50-Jährigen sind es hingegen nur 13 Prozent.

In der Selbsteinschätzung stuft knapp die Hälfte (46 Prozent) der Teilnehmer ihre Fahrkompetenz als gut bis sehr gut ein. Ein weiteres Viertel sieht sich auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht gut) bis 10 (sehr gut) immer noch im oberen Kompetenzbereich zwischen 6 und 7. Hauptmotiv für regelgerechtes Fahren ist für fast 80 Prozent die eigene Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmer. Gesetzliche Sanktionen, wie Geldbußen oder Punkte in Flensburg, spielen bei der Abschreckung demgegenüber nur eine untergeordnete Rolle.

In der Präventionskampagne "Risiko raus" kooperieren Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, der Spitzenverband DGUV, der Deutsche Verkehrssicherheitsrat DVR, die Bundesländer und weitere Partner mit dem Ziel, das Unfallrisiko beim Fahren und Transportieren zu verringern.