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Der Sucher

von Theobald Tiger

Such – such
suche immer nach dem Geld.
Dann kommt es an.
Such – such
such es auf der ganzen Welt!
Denk immer dran!
Krieche ihm nach.
Leck auf seine Spur!
Sei nicht schwach –
denk immer nur:
Verdienen! Verdienen! Verdienen!
Verdienen! Verdienen! Verdienen!
Ernst ist die Spekulation.
Aber lieben – aber lieben –
aber lieben mußt du es schon.

Such – such
suche immer den Erfolg.
Dann kommt er an.
Pfeif – pfeif –
pfeife auf das ganze Volk!
Tritt auf den Vordermann!
Schmeichle der Macht!
Sag immer Ja.
Bei Tag und bei Nacht
Halleluja – Hurra!
Nach oben! Nach oben! Nach oben!
Nach oben! Nach oben! Nach oben!
Geld winkt dir als Lohn.
Aber lieben – aber lieben –
aber lieben mußt du es schon.

Such – such
suche immer nach dem Glück.
Dann kommt es – wenn es will.
Dein Herz
ist ein Serienstück; einmal steht es still.
Wenn du dich dann nach dem goldnen Tanz
präsentierst
zur großen Bilanz:
»Ich hoffe, man wird mich hier loben!
Da unten lag ich immer oben!«
Kann sein, daß DIE STIMME spricht:
Mensch, dein Leben –
Mensch, dein Leben –
Ja, ein Leben war das nicht.

(Quelle:  Kurt Tucholsky: Gesammelte Werke in zehn Bänden. Band 10, Reinbek bei Hamburg 1975, S. 153-154. Permalink:
http://www.zeno.org/nid/20005821037)

Der Sucher

von Theobald Tiger

Such – such
suche immer nach dem Geld.
Dann kommt es an.
Such – such
such es auf der ganzen Welt!
Denk immer dran!
Krieche ihm nach.
Leck auf seine Spur!
Sei nicht schwach –
denk immer nur:
Verdienen! Verdienen! Verdienen!
Verdienen! Verdienen! Verdienen!
Ernst ist die Spekulation.
Aber lieben – aber lieben –
aber lieben mußt du es schon.

Such – such
suche immer den Erfolg.
Dann kommt er an.
Pfeif – pfeif –
pfeife auf das ganze Volk!
Tritt auf den Vordermann!
Schmeichle der Macht!
Sag immer Ja.
Bei Tag und bei Nacht
Halleluja – Hurra!
Nach oben! Nach oben! Nach oben!
Nach oben! Nach oben! Nach oben!
Geld winkt dir als Lohn.
Aber lieben – aber lieben –
aber lieben mußt du es schon.

Such – such
suche immer nach dem Glück.
Dann kommt es – wenn es will.
Dein Herz
ist ein Serienstück; einmal steht es still.
Wenn du dich dann nach dem goldnen Tanz
präsentierst
zur großen Bilanz:
»Ich hoffe, man wird mich hier loben!
Da unten lag ich immer oben!«
Kann sein, daß DIE STIMME spricht:
Mensch, dein Leben –
Mensch, dein Leben –
Ja, ein Leben war das nicht.

(Quelle:  Kurt Tucholsky: Gesammelte Werke in zehn Bänden. Band 10, Reinbek bei Hamburg 1975, S. 153-154. Permalink:
http://www.zeno.org/nid/20005821037)

Das ist nicht die Lahrer Landesgartenkiesgrube, sondern ein echter See.

Erfinder und politisch wankelmütig
Felix Wankel wäre heute 109 Jahre alt geworden / Öffentliche Gebäude in Lahr werden wohl nicht mehr nach ihm benannt
Eine Serie zum Jubiläumsjahr des Automobils in Lahr ohne Felix Wankel? Undenkbar. Heute wäre der geniale Erfinder und umstrittene homo politicus 109 Jahre alt geworden. Fast vergessen ist der Tierfreund Wankel, der den höchstdotierten deutschen Tierschutzpreis gestiftet hat — für Erfindungen, die Tierversuche überflüssig machen. Fast vergessen auch, dass er in den 70er-Jahren Willy Brand unterstützte. Nach 15-jährigem Sträuben hatte Wankel 1981 der Ernennung zum Lahrer Ehrenbürger zugestimmt. Mit diesem damals unumstrittenen Schritt ehrte seine Geburtsstadt den großen Erfinder. Wankels nationalsozialistische Vergangenheit geriet erst in diesem Umfeld in die öffentliche Diskussion. Sie sorgte letztlich auch dafür, dass die Stadt Pläne ad acta legte, die Gewerblichen Schulen nach ihm zu benennen. Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller hatte sich 2002 zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten noch dafür stark gemacht. Letztlich setzte sich aber die Auffassung seines Vor-Vorgängers Philipp Brucker durch. Im BZ-Interview hatte er damals seine Position klar auf den Punkt gebracht: "Man kann den Wankel als genialen Erfinder ehren, aber nicht als gesamte Persönlichkeit.
(Badische Zeitung. Was für ein Schmarren. Ist der Lokalchef  jetzt auch noch Historiker, Spezialgebiet Nazi zusammen mit der BZ, wer auch immer sich dahinter versteckt? Nichts Genaues weiß man nicht? Recherchieren! Für Brucker selbst gilt sein eigener Satz mehr denn je. Der in Lahr zu Unrecht überverehrte Ex-OB war hier wohl ein viel eifrigerer Nazi als Wankel, denn der war bereits mit 30 vor dem Dritten Reich aus der Partei ausgetreten, bevor die Deutschen in Massen eingetreten sind, einschließlich Brucker, der später sogar verblendet zur Waffen-SS ging. Wenn in Lahr sogar Hochverräterinnen und zu Helden verklärte Toren fälschlicherweise Ehrentafeln bekommen, dann sollte man sich nicht moralisch in Schale werfen. Wankel war keineswegs wankelmütig, sondern entscheidungsfreudig, im Gegensatz  zu Lahrer Wendehälsen. Er hat sich lange geweigert, Ehrenbürger von Lahr zu werden, mußte deshalb sehr gebeten werden.)

Von Rheinau nach Lohr

Serie »Unsere Leser in der Ferne« / Günter Weislogel arbeitete mal bei der Kehler Zeitung
(Offenburger Tageblatt.Demnächst: Vom Ortenauer Weinparadies in die Hölle. Auch dort gibt es stille Örtchen. Wohl der Zeitung, die ihre Leser noch einzeln vorstellen kann. Demnächst: von Offenburg nach Lahr.)

Einbrecher im DRK-Kreishaus
Laptops und Autoschlüssel weg
In der Nacht zum Freitag haben Unbekannte in die Räume des DRK-Kreisverbands in der Jammstraße einen Einbruchdiebstahl verübt. Da es an den Türen keine Aufbruchspuren gibt, geht die Polizei davon aus, dass der Täter die Räume mit Nachschlüsseln betreten hat. Entwendet wurden zwei Laptops, einer völlig neu, und zwei Beamer. Im Inneren traten die Täter eine Holztür ein und drangen in ein Zimmer ein, in dem sich der Schlüsselkasten für Einsatzfahrzeuge befand. Dabei wurde ein Schlüsselsatz für zwei Fahrzeuge nebst Reserveschlüssel gestohlen, was erhebliche Kosten für den Ersatz der Schlüssel und Schließvorrichtungen an den Fahrzeugen bedeutet. Bereits Ende Juli waren die Räume heimgesucht worden, wobei eine Holztür aufgehebelt, aber nichts gestohlen wurde.
(Badische Zeitung. In den Kriminalitätshochburgen Alarmanlagen unbekannt?)

Alles auf einmal
Philipp Brucker hat den Bau der Mauer im Fernsehen verfolgt
(Badische Zeitung. Was oder wen hat er noch verfolgt? Die Lahrer Leser warten jetzt sicher gespannt darauf, was Brucker noch im Fernsehen gesehen hat.)

Tai Chi zum Schnuppern im Stadtpark
Jeweils am Mittwoch, 17. und 24. August, finden vom Turnverein Lahr im Stadtpark Schnupperstunden für an Tai Chi Interessierte statt.
(Badische Zeitung. Kann Traudel Bothor nicht zuhause gegen Schatten boxen?)

Neues Buswartehäuschen
Gemeinde Seelbach bietet den Gästen mehr Komfort
(Badische Zeitung. Wann kommt der nächste Bus?)

Das Summen in der Mittagsruhe
Eine Stunde...: Auf dem Spielplatz ist auch dann Leben, wenn keine Kinder mehr da sind
Im Sommer geht alles ein bisschen langsamer. Auch Zeitungsmenschen wollen sich Zeit nehmen. In einer Serie begibt sich die Redaktion an ausgesuchte Orte in Friesenheim und Umgebung. Eine Stunde lang wird beobachtet und notiert, was sich vor Ort abspielt. Unsere Mitarbeiterin Miriam Benz hat sich um 13 Uhr beim Spielplatz neben dem Mühlenhof in Oberweier umgesehen....Der Himmel ist bewölkt, nur ab und zu kommt auch die Sonne heraus. Es ist fast windstill, die Spielgeräte sind unberührt. Das einzige, was auf menschliches Leben in der Nachbarschaft schließen lässt, ist das entfernte Kreischen eines Rasenmähers...
(Badische Zeitung. Sum, sum, sum. Dagegen ist die Redaktion ja ein Totentempel mit all den Mumien. Warum läßt die BZ die Leser nicht selbst das Papier vollmalen?)

Schnoogeloch
(Badische Zeitung. Ulrike Derndinger macht mit ihrer Kuhstall-Lyrik die Schnooge.)

Flugzeug erkundet den Untergrund für das Kraftwerk
Untergrund für Geothermie-Kraftwerk wird per Befliegung näher untersucht / 10 500 Euro vom Innovationsfonds der Badenova
Wenn in der nächsten Woche ein kleines Flugzeug in nur 150 Metern Höhe über Neuried seine Kreise zieht, muss sich niemand Sorgen machen. Die Flüge dienen der näheren Erkundung des Untergrunds um das geplante Geothermie-Kraftwerk nördlich von Altenheim. Für den Einsatz dieses neuartigen aeromagnetischen Verfahrens hat die Badenova aus ihrem Innovationsfonds 10 500 Euro zugesagt. Das sind laut einer Pressemeldung der Gemeinde Neuried 50 Prozent der Kosten der Befliegung.
(Badische Zeitung. Risse macht erst der Bohrer.)

Angst vor Abschiebung
Die Situation der Familie Krasniqi aus dem Kosovo ist tragisch, ihr Aufenthaltsstatus unsicher
(Badische Zeitung. Warum sollen die nicht nach Hause?)

Linkshänder haben’s nicht immer leicht
Heute ist 35. Internationale Tag der Linkshänder / Früher wurden viele Kinder umerzogen
(Badische Zeitung. Mit Links Papier vollgemacht. Daß derLandrat ein Linker ist, darauf wäre niemand gekommen.)

Rudolf Rohrer lebt nicht mehr
(Badische Zeitung. Wer hat das bemerkt?)

Immer mehr Frauen gehen jagen
Neben 1776 Jägern gibt es in der Ortenau inzwischen auch 81 Jägerinnen / Tendenz steigend / "Altherrenriege wird aufgemischt"
(Badische Zeitung. Flintenweiber gab's schon immer.)

Verbandsliga Südbaden ist in die neue Saison gestartet
Im Eröffnungsspiel in Bühl besiegte der VfB Bühl Aufsteiger SV Linx mit 4:1.
(BADEN online. Das kann ja heiter werden, wenn Oberliga-Absteiger Linx zum Aufsteiger wird.)

Kreationen
Champagner im Bier: Kippenheimer Braumeister geht neue Wege
Frauenheld, Kellergespräch, Heldentat – klangvolle Namen hat Braumeister Jörg Lusch aus Kippenheim-Schmieheim für seine neuen Biersorten gefunden. Und die können auch schon mal mit Champagner veredelt sein. Ein Interview.
(Badische Zeitung. Die tägliche Alkoholwerbung darf nicht fehlen, dazu genügt jedes Gesöff. Das Chrysanthemenbier war also noch nicht der Gipfel. Wie wäre es mit so klangvollen Namen wir Frauenbeirat oder Gleichstellungsbeauftragte? Viel Schaum machen auch die.)

Autos auf dem fahrenden Zug ausgeraubt
Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag 29 Fahrzeuge, die auf einem Autoreisezug von Hamburg nach Lörrach unterwegs waren, aufgebrochen. Dabei wurden nach Angaben der Bundespolizei jeweils die Seiten- oder Heckscheiben eingeschlagen und sämtliche Wertsachen gestohlen. Die Täter verließen vermutlich bei einem Betriebshalt den Zug. Vor gut einem Jahr war es auf der selben Strecke zu einer gleichgelagerten Diebstahlsserie bei rund 30 Fahrzeugen gekommen.
(Badische Zeitung. Nichts daraus gelernt? Deutschlands wilder Süden.)

Für die Agrarförderung fehlt Geld
Landwirtschaftsminister beklagt 33-Millionen-Euro-Loch / Vorgängerregierung soll EU-Mittel verfrüht ausgeschüttet haben
Böse Überraschung für Landwirtschaftsminister Alexander Bonde und die Bauern im Land: In zwei Agrarförderprogrammen fehlen für 2012 und 2013 etliche Millionen. Das Loch lastet der Minister der Vorgängerregierung an.
(Badische Zeitung. Das Bonde-Fan-Blatt ist einem Loch vielleicht näher als es glaubt. Weihnachtsmann mit leerem Sack.)

Christian Wulff
Bundespräsident wünscht sich mehr Nationalstolz
Bundespräsident Wulff wuchs mit der Mauer auf. Zum 50. Jahrestag des Bauwerks mahnt er die Deutschen, weniger kritisch mit der eigenen Nation zu sein.
(WELT online.Das arme Mauerkind. Weihnachten ist nicht mehr weit.)

50 Jahre Mauerbau - Berlin gedenkt
Wulff: „Am Ende ist die Freiheit unbesiegbar“
(BILD de. Bis dahin haben vielleicht schon viele ihr Ende gefunden. Ne, am Ende siegt laut Gary Linaker immer Deutschland. Wulff als neuer Lübke redet Unsinn: Abstrakte Freiheit an sich gibt es nicht.)

Grünen-Chef
Özdemir vermisst bei Merkel Leidenschaft für Europa
Unter Merkel vermittle Deutschland den Eindruck "einer Art größerer Schweiz", stänkert der Grünen-Chef. Alt-Kanzler Helmut Kohl habe hingegen Einsatz für Europas Einheit gezeigt.
(WELT online. Zeigt Özdemir mehr Einsatz als für sein Konto?)

US-Starökonom
Frankreichs Probleme kommen auf Deutschland zu
US-Starökonom Eichengreen warnt davor, dass Deutschland in der Schuldenkrise ähnliche Probleme bekommen könnte wie Frankreich: wegen des Eigenkapitalmangels der Banken.
(WELT online. Die nEUROse haben schon alle.)

Transferunion
Deutschland wird zum Zahlmeister Europas
Die Bundesregierung ist inzwischen bereit, notfalls eine Transferunion oder Eurobonds zu akzeptieren. Deutschland würde das im Jahr 47 Milliarden Euro mehr kosten.
(WELT online. Wer stoppt den Irrsinn? Zeit für eine echte Revolution. Merkel auf Helena.)

Das ist nicht die Lahrer Landesgartenkiesgrube, sondern ein echter See.

Erfinder und politisch wankelmütig
Felix Wankel wäre heute 109 Jahre alt geworden / Öffentliche Gebäude in Lahr werden wohl nicht mehr nach ihm benannt
Eine Serie zum Jubiläumsjahr des Automobils in Lahr ohne Felix Wankel? Undenkbar. Heute wäre der geniale Erfinder und umstrittene homo politicus 109 Jahre alt geworden. Fast vergessen ist der Tierfreund Wankel, der den höchstdotierten deutschen Tierschutzpreis gestiftet hat — für Erfindungen, die Tierversuche überflüssig machen. Fast vergessen auch, dass er in den 70er-Jahren Willy Brand unterstützte. Nach 15-jährigem Sträuben hatte Wankel 1981 der Ernennung zum Lahrer Ehrenbürger zugestimmt. Mit diesem damals unumstrittenen Schritt ehrte seine Geburtsstadt den großen Erfinder. Wankels nationalsozialistische Vergangenheit geriet erst in diesem Umfeld in die öffentliche Diskussion. Sie sorgte letztlich auch dafür, dass die Stadt Pläne ad acta legte, die Gewerblichen Schulen nach ihm zu benennen. Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller hatte sich 2002 zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten noch dafür stark gemacht. Letztlich setzte sich aber die Auffassung seines Vor-Vorgängers Philipp Brucker durch. Im BZ-Interview hatte er damals seine Position klar auf den Punkt gebracht: "Man kann den Wankel als genialen Erfinder ehren, aber nicht als gesamte Persönlichkeit.
(Badische Zeitung. Was für ein Schmarren. Ist der Lokalchef  jetzt auch noch Historiker, Spezialgebiet Nazi zusammen mit der BZ, wer auch immer sich dahinter versteckt? Nichts Genaues weiß man nicht? Recherchieren! Für Brucker selbst gilt sein eigener Satz mehr denn je. Der in Lahr zu Unrecht überverehrte Ex-OB war hier wohl ein viel eifrigerer Nazi als Wankel, denn der war bereits mit 30 vor dem Dritten Reich aus der Partei ausgetreten, bevor die Deutschen in Massen eingetreten sind, einschließlich Brucker, der später sogar verblendet zur Waffen-SS ging. Wenn in Lahr sogar Hochverräterinnen und zu Helden verklärte Toren fälschlicherweise Ehrentafeln bekommen, dann sollte man sich nicht moralisch in Schale werfen. Wankel war keineswegs wankelmütig, sondern entscheidungsfreudig, im Gegensatz  zu Lahrer Wendehälsen. Er hat sich lange geweigert, Ehrenbürger von Lahr zu werden, mußte deshalb sehr gebeten werden.)

Von Rheinau nach Lohr

Serie »Unsere Leser in der Ferne« / Günter Weislogel arbeitete mal bei der Kehler Zeitung
(Offenburger Tageblatt.Demnächst: Vom Ortenauer Weinparadies in die Hölle. Auch dort gibt es stille Örtchen. Wohl der Zeitung, die ihre Leser noch einzeln vorstellen kann. Demnächst: von Offenburg nach Lahr.)

Einbrecher im DRK-Kreishaus
Laptops und Autoschlüssel weg
In der Nacht zum Freitag haben Unbekannte in die Räume des DRK-Kreisverbands in der Jammstraße einen Einbruchdiebstahl verübt. Da es an den Türen keine Aufbruchspuren gibt, geht die Polizei davon aus, dass der Täter die Räume mit Nachschlüsseln betreten hat. Entwendet wurden zwei Laptops, einer völlig neu, und zwei Beamer. Im Inneren traten die Täter eine Holztür ein und drangen in ein Zimmer ein, in dem sich der Schlüsselkasten für Einsatzfahrzeuge befand. Dabei wurde ein Schlüsselsatz für zwei Fahrzeuge nebst Reserveschlüssel gestohlen, was erhebliche Kosten für den Ersatz der Schlüssel und Schließvorrichtungen an den Fahrzeugen bedeutet. Bereits Ende Juli waren die Räume heimgesucht worden, wobei eine Holztür aufgehebelt, aber nichts gestohlen wurde.
(Badische Zeitung. In den Kriminalitätshochburgen Alarmanlagen unbekannt?)

Alles auf einmal
Philipp Brucker hat den Bau der Mauer im Fernsehen verfolgt
(Badische Zeitung. Was oder wen hat er noch verfolgt? Die Lahrer Leser warten jetzt sicher gespannt darauf, was Brucker noch im Fernsehen gesehen hat.)

Tai Chi zum Schnuppern im Stadtpark
Jeweils am Mittwoch, 17. und 24. August, finden vom Turnverein Lahr im Stadtpark Schnupperstunden für an Tai Chi Interessierte statt.
(Badische Zeitung. Kann Traudel Bothor nicht zuhause gegen Schatten boxen?)

Neues Buswartehäuschen
Gemeinde Seelbach bietet den Gästen mehr Komfort
(Badische Zeitung. Wann kommt der nächste Bus?)

Das Summen in der Mittagsruhe
Eine Stunde...: Auf dem Spielplatz ist auch dann Leben, wenn keine Kinder mehr da sind
Im Sommer geht alles ein bisschen langsamer. Auch Zeitungsmenschen wollen sich Zeit nehmen. In einer Serie begibt sich die Redaktion an ausgesuchte Orte in Friesenheim und Umgebung. Eine Stunde lang wird beobachtet und notiert, was sich vor Ort abspielt. Unsere Mitarbeiterin Miriam Benz hat sich um 13 Uhr beim Spielplatz neben dem Mühlenhof in Oberweier umgesehen....Der Himmel ist bewölkt, nur ab und zu kommt auch die Sonne heraus. Es ist fast windstill, die Spielgeräte sind unberührt. Das einzige, was auf menschliches Leben in der Nachbarschaft schließen lässt, ist das entfernte Kreischen eines Rasenmähers...
(Badische Zeitung. Sum, sum, sum. Dagegen ist die Redaktion ja ein Totentempel mit all den Mumien. Warum läßt die BZ die Leser nicht selbst das Papier vollmalen?)

Schnoogeloch
(Badische Zeitung. Ulrike Derndinger macht mit ihrer Kuhstall-Lyrik die Schnooge.)

Flugzeug erkundet den Untergrund für das Kraftwerk
Untergrund für Geothermie-Kraftwerk wird per Befliegung näher untersucht / 10 500 Euro vom Innovationsfonds der Badenova
Wenn in der nächsten Woche ein kleines Flugzeug in nur 150 Metern Höhe über Neuried seine Kreise zieht, muss sich niemand Sorgen machen. Die Flüge dienen der näheren Erkundung des Untergrunds um das geplante Geothermie-Kraftwerk nördlich von Altenheim. Für den Einsatz dieses neuartigen aeromagnetischen Verfahrens hat die Badenova aus ihrem Innovationsfonds 10 500 Euro zugesagt. Das sind laut einer Pressemeldung der Gemeinde Neuried 50 Prozent der Kosten der Befliegung.
(Badische Zeitung. Risse macht erst der Bohrer.)

Angst vor Abschiebung
Die Situation der Familie Krasniqi aus dem Kosovo ist tragisch, ihr Aufenthaltsstatus unsicher
(Badische Zeitung. Warum sollen die nicht nach Hause?)

Linkshänder haben’s nicht immer leicht
Heute ist 35. Internationale Tag der Linkshänder / Früher wurden viele Kinder umerzogen
(Badische Zeitung. Mit Links Papier vollgemacht. Daß derLandrat ein Linker ist, darauf wäre niemand gekommen.)

Rudolf Rohrer lebt nicht mehr
(Badische Zeitung. Wer hat das bemerkt?)

Immer mehr Frauen gehen jagen
Neben 1776 Jägern gibt es in der Ortenau inzwischen auch 81 Jägerinnen / Tendenz steigend / "Altherrenriege wird aufgemischt"
(Badische Zeitung. Flintenweiber gab's schon immer.)

Verbandsliga Südbaden ist in die neue Saison gestartet
Im Eröffnungsspiel in Bühl besiegte der VfB Bühl Aufsteiger SV Linx mit 4:1.
(BADEN online. Das kann ja heiter werden, wenn Oberliga-Absteiger Linx zum Aufsteiger wird.)

Kreationen
Champagner im Bier: Kippenheimer Braumeister geht neue Wege
Frauenheld, Kellergespräch, Heldentat – klangvolle Namen hat Braumeister Jörg Lusch aus Kippenheim-Schmieheim für seine neuen Biersorten gefunden. Und die können auch schon mal mit Champagner veredelt sein. Ein Interview.
(Badische Zeitung. Die tägliche Alkoholwerbung darf nicht fehlen, dazu genügt jedes Gesöff. Das Chrysanthemenbier war also noch nicht der Gipfel. Wie wäre es mit so klangvollen Namen wir Frauenbeirat oder Gleichstellungsbeauftragte? Viel Schaum machen auch die.)

Autos auf dem fahrenden Zug ausgeraubt
Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag 29 Fahrzeuge, die auf einem Autoreisezug von Hamburg nach Lörrach unterwegs waren, aufgebrochen. Dabei wurden nach Angaben der Bundespolizei jeweils die Seiten- oder Heckscheiben eingeschlagen und sämtliche Wertsachen gestohlen. Die Täter verließen vermutlich bei einem Betriebshalt den Zug. Vor gut einem Jahr war es auf der selben Strecke zu einer gleichgelagerten Diebstahlsserie bei rund 30 Fahrzeugen gekommen.
(Badische Zeitung. Nichts daraus gelernt? Deutschlands wilder Süden.)

Für die Agrarförderung fehlt Geld
Landwirtschaftsminister beklagt 33-Millionen-Euro-Loch / Vorgängerregierung soll EU-Mittel verfrüht ausgeschüttet haben
Böse Überraschung für Landwirtschaftsminister Alexander Bonde und die Bauern im Land: In zwei Agrarförderprogrammen fehlen für 2012 und 2013 etliche Millionen. Das Loch lastet der Minister der Vorgängerregierung an.
(Badische Zeitung. Das Bonde-Fan-Blatt ist einem Loch vielleicht näher als es glaubt. Weihnachtsmann mit leerem Sack.)

Christian Wulff
Bundespräsident wünscht sich mehr Nationalstolz
Bundespräsident Wulff wuchs mit der Mauer auf. Zum 50. Jahrestag des Bauwerks mahnt er die Deutschen, weniger kritisch mit der eigenen Nation zu sein.
(WELT online.Das arme Mauerkind. Weihnachten ist nicht mehr weit.)

50 Jahre Mauerbau - Berlin gedenkt
Wulff: „Am Ende ist die Freiheit unbesiegbar“
(BILD de. Bis dahin haben vielleicht schon viele ihr Ende gefunden. Ne, am Ende siegt laut Gary Linaker immer Deutschland. Wulff als neuer Lübke redet Unsinn: Abstrakte Freiheit an sich gibt es nicht.)

Grünen-Chef
Özdemir vermisst bei Merkel Leidenschaft für Europa
Unter Merkel vermittle Deutschland den Eindruck "einer Art größerer Schweiz", stänkert der Grünen-Chef. Alt-Kanzler Helmut Kohl habe hingegen Einsatz für Europas Einheit gezeigt.
(WELT online. Zeigt Özdemir mehr Einsatz als für sein Konto?)

US-Starökonom
Frankreichs Probleme kommen auf Deutschland zu
US-Starökonom Eichengreen warnt davor, dass Deutschland in der Schuldenkrise ähnliche Probleme bekommen könnte wie Frankreich: wegen des Eigenkapitalmangels der Banken.
(WELT online. Die nEUROse haben schon alle.)

Transferunion
Deutschland wird zum Zahlmeister Europas
Die Bundesregierung ist inzwischen bereit, notfalls eine Transferunion oder Eurobonds zu akzeptieren. Deutschland würde das im Jahr 47 Milliarden Euro mehr kosten.
(WELT online. Wer stoppt den Irrsinn? Zeit für eine echte Revolution. Merkel auf Helena.)

(gh).Kann man sich in Deutschland mal über irgendetwas freuen außer über verlorene Fußballtitel? 50 Jahre Mauergedenken war heute. Anlaß für den Bundespräsidenten, Sprechblasen blubbern zu lassen in einer Wanne voller Phrasen. Feierliches staatstragendes Gefiedel. Das war's. Zu feiern gab es dagegen: Die Mauer, vor 50 Jahren errichtet mit Billigung der Alliierten, Deutschlands Freunden, ist weg. Stattdessen Trauerflor an Amtsgebäuden. Kein Wunder, daß in diesem Land auch niemand am 3.Oktober, der Nationalfeiertag sein soll, etwas anderes einfällt als E-Musik und Fensterreden im Land der Trauerklöße.

Ist "Oechsle-Messe" nicht ein öffentliches Saufgelage?

Lahr (gh). Eineinhalb Tage sperrt die Stadt die Bürger an diesem Wochenende aus ihrem Stadtpark aus. Damit darin ein Geschäftsmann eine sogenannte "Oechsle-Messe" veranstalten kann, die wohl eher ein öffentliches Saufgelage ist. Gegen 7 Euro Eintritt. Von Geschäftemacherei und Alkoholismus-Werbung war nicht die Rede, als Wilhelm Jamm sein Anwesen den Bürgern der Stadt Lahr vererbt hat. In letzter Zeit häuft sich das Remmidemmi in dem Park.

Fragen muß man sich, was aus dem Freundeskreis des Stadtparks geworden ist, der diesem skandalösen Treiben schweigend zuschaut. Ist Tierschutz in Lahr auch kein Thema, wenn in dem Park mit Tiergehegen am laufenden Band lärmende Veranstaltungen stattfinden?

Daß aus dem Gemeinderat kein Pieps zu irgendetwas in Lahr zu vernehmen ist, ist bereits Gewohnheit. Die Fraktionen liegen schon lange im Koma. Die Claqueure von den Witzzeitungen werden am Montag von einem tollen Erfolg dieser Parkvergewaltigung berichten.