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Big Spender

Man stirbt doch zweimal …

Von PETER BARTELS

Mit Achtzehn bekam unsereiner für’s Blutspenden alle sechs Wochen 30 Mark. Friends and me too mogelten sich alle vier Wochen an die Nadel – die Marlboro war eben „teuer“, Bölls „Clown“, Dostojewskis „Idiot“ als Paperback (3,80 DM) auch. Da musste Caldwells „Gottes kleiner Acker“, Goethe’s „Faust“ schon mal „versehentlich“ mitgehen .… Sabine spendet heutzutage viermal im Jahr für eine Handvoll Butterkuchen; irgendwann kam die Silberne DRK-Nadel dazu, demnächst vielleicht die Goldene. Der Butterkuchen der Heidjerinnen ist ja auch wirklich lecker …

Aber Geld soll nicht der Grund sein, warum es in Deutschland so wenig Organspender gibt. Der wahre Grund ist Angst. Angst, sie könnten doch ein bisschen leben, wenn der Mann mit dem Messer kommt. Das Herz klopft ja noch. Man stirbt offenbar nicht nur bei James Bond mehr als einmal. Nicht nur Patientienanwälte wie Dr. Georg Meinecke (93), der legendäre Doyen (und ZDF-Serienheld) Zunft, schreibt sich die weisen Finger wund: Vorsicht, Big Spender! Thesen wie Titan: Lebender Leichnam … Vollnarkose am „Toten“ … Schmerzempfinden … Tod auf dem OP-Tisch … Mensch zum Sonderangebot … Gegen das Gesetz! Schließlich die Frage aller Fragen: „Und was ist mit der Seele?“

Götter sind sie selbst
Gut, kein GRÜNER oder ROTER Untoter glaubt heute noch an Gott. Sie sind selber Götter. Und selbst Katholen pfeifen inzwischen auf den alten HERRN mit Bart; ihr fetter Oberkathole Marx (sic) verleugnete „letztes Jahr in Jerusalem“ sogar das Kreuz seines Sohnes. Und damit den christlichen Glauben!! Das fette Kardinals-Gehalt von schlappen aber steuerfreien 15.000 Euro kassiert er natürlich trotzdem … Gesundheitsminister Jens Spahn (39) kassiert mit 15.311 Euro zwar etwas mehr, muss aber auch Steuern zahlen. Etwas jedenfalls …

Spahn war auch mal Kathole, ist aber jetzt Ehemännin eines schwulen BUNTE-Mannes. Tempora mutantur!! Jedenfalls will Frau Jens uns allen künftig an die Nieren (und so). WENN wir VORHER nicht rechtzeitig NEIN sagen: Mein Herz gehört mir!! Der Rest vom Ersatzteillager auch. Da „FÜHLEN“ nur der Kathechismus der Klima- und Energie-Sekte ist – hier die FAKTEN des Gesunden Menschenverstandes von Chesterton („Pater Brown“), den Ex-SPIEGEL-Philosoph Matthias Matussek („White Rabbit“) aus der Gruft holte.

Organspende: Dieser Bericht zerreißt das Netz
Hier berichtet einer, der das Internet seit Tagen erschüttert, zerreißt: Totales Nein. Totales Ja. Der Schreiber scheint öfter bei einer Organspende dabei zu sein. Alles liest sich nach Arzt, Chirurg womöglich. Gemütliches Gruseln:

„Der Spender muß auf den OP-Tisch umgelagert werden. Dies kann Bewegungen auslösen und für Verwirrung beim Personal sorgen. Ausserdem können Kreislaufprobleme bei den Spendern auftreten, die es „Nötig“ machen, den Herztod zu unterdrücken, z.B. durch Wiederbelebung eines „toten“ … Tücher werden auf den Boden ausgelegt, damit der Operateur nicht in dem Wasser-Blut-Gemisch steht, das sich während der OP auf den Boden sammelt. Der „Spender“ wird an armen und Beinen festgebunden, um Bewegungen zu verhindern.

Er bekommt muskelentspannende Medikamente und oft auch Narkosemittel, die Schmerzmittel enthalten. Doch viele Anästhesisten verzichten auf Anraten von Ärtzeorganisationen auf Narkose-und Schmerzmittel. Das Problem der Bundesärztekammer ist, dass mit einer verpflichtenden Erklärung zur Narkose bestätigt würde, es handele sich bei den „Hirntoten“ um noch lebende Menschen. Also nimmt man billigend in Kauf, dass Menschen während der Organentnahme Schmerzen erleiden könnten … Bei einer Multiorganentnahme, die mehrere Stunden dauern kann, werden verschiedene Entnahmeteams mit bis zu 20 Ärzten an den beatmenden Patienten tätig … „Hirntote“ bleiben bis zum herbeigeführten Herzstillstand an die Beatmungsgeräte und Monitore angeschlossen.

Können Tote schwitzen?
Während der Organentnahme müssen die Anästhesisten die lebenswichtigen Funktionen des Spenders aufrecht erhalten, bis das letzte Organ entnommen ist. Je nach Bedarf müssen sie Medikamente, Flüssigkeiten, in seltenen Fällen sogar Blut oder Frischplasma verabreichen, um für eine ausgeglichene Stoffwechsellage zu sorgen … Beim Aufschneiden des Körpers vom Hals bis zur Schambeinfuge kommt es zu Blutdruck-, Herzfrequenz- und Adrenallinanstieg. Auch Rötungen des Gesichts, flächenhafte Hautrötungen und Schwitzen können eintreten. Bei „normalen“ Operationen werden diese Zeichen als Schmerzreaktionen gewertet. Nicht jedoch bei „Hirntoten“.

Mit einer Operationssäge wird der Brustkorb durch das Brustbein geöffnet und die Bauchdeckellappen werden nach außen geklappt und fixiert … Die Organe werden bei schlagendem Herzen freigelegt und für die Entnahme präpariert … Wichtig ist die Konservierung der Organe. Dazu werden Sie mit einer gekühlten Flüssigkeit (Perfusionslösung 4 Grad C) durchspült. Die Ärzte legen dafür Katheter, kleine Röhrchen und dünne Schläuche … Beim Eindringen der kalten Flüssigkeit in den noch „lebenden“ Körper, die das Blut ausschwämmen soll, kann es zu Blutdruck- und Herzfrequenz- Anstieg oder auch Zuckungen kommen.

Mit Kühltaschen aus dem OP
Gleichzeitig halten die Pflegekräfte die beiden entstandenen Hautlappen hoch, damit die Operateure schnell kannenweise Eiswasser zum Kühlen der Organe in den Körper hineinschütten und wieder absaugen können … Auch das Blut muss bei dieser Prozedur möglichst vollständig abgesaugt werden … Die Ärzteteams entnehmen nacheinander die einzelnen Organe, überprüfen deren Qualität an Präperiertischen und verlassen den Operationsaal mit Kühltaschen, in denen sich die Organe befinden.

Erst mit der Entnahme der Organe ist der „Hirntote“ gestorben … Den Pflegekräften bleibt es am Ende oft allein überlassen, den Körper auszustopfen und die riesigen Wunden zu verschließen. Ein friedvolles und behütetes Sterben im Beisein von Angehörigen oder Freunden ist bei einer Organ-Entnahme nicht möglich. Sterbebegleiter sind die Transplantationsmediziener.“

Sachlicher, fachlicher geht’s kaum. Ersatzteillager Mensch. Heute ist eben fast alles möglich. Lohnt das alles für fünf Jahre? Für ein Kind von einem Jahr – 1000 mal JA. Für ein Mädchen von 17, einen jungen Mann von 27, Papi/Mami mit 37 dito Ja! Aber irgendwann wird’s philosophisch:

„80 Jahre oder 800 Jahre – es ist immer zu früh“ (Cicero). „Wir werden geboren um zu sterben“ (Seneca).
(pi-news.net)

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