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Das Tagesgericht

Es ist wieder soweit:  zurück auf Null, aber einer zahlt für alle.

(gh) - "Keinen Gedanken haben und ihn ausdrücken können - das macht den Journalisten", sagt Karl Kraus. Wenn dem so wäre! Die *innen hat er auch nicht vorhergesehen. Das Wort erteilt wird dem Chefredakteur, dem von Qualitätsjournalismus, der per Anzeige(!) behauptet: "News aus aller Welt gibt's überall. Die News aus Ihrer Welt gibt's bei uns. Damit Sie klar sehen, schauen wir genauer hin". Was sieht er ohne Brille? "Es geht um mehr als den Urlaub". Wenn Schüler ohne Unterricht Ferien brauchen, vermutlich, weil Volksvertreter auf  Jahre voraus ihre nach den Schulen richten und sonst aus dem Tritt geraten, obwohl sie abgemeldet wurden, scheint es in diesen Tagen des politischen Ausnahmezustandes nichts Wichtigeres für neue Arbeitslose und Kurzarbeiter zu geben als Sorgen um den Urlaub. "Arbeitslosigkeit steigt langsamer an - Die Corona-Krise wirkt sich auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt aus: Völlig untypisch für einen Mai ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum April um 169 000 Menschen auf 2,813 Millionen gestiegen. Dies waren jedoch weniger neue Arbeitslose als noch im April, damals waren mehr als 300 000 Menschen betroffen". Die Nachricht des Tages  dazu  lautet: "Österreich macht heute die Grenzen auf - Auch Italien erlaubt Touristen ab sofort die Einreise – Reisewarnung endet erst am 15. Juni". Die Wacht am Rhein allerdings stellt weiterhin Gegenteiliges fest: Klappe zu. EU war einmal. Es geht ja um mehr. DerChefredakteur artikelt sein Leid: "Auf den ersten Blick scheint vor allem der Sommerurlaub gerettet. Bergwandern, Adria und Flugreisen werden wieder möglich. Auf den zweiten Blick geht es aber – so wichtig für viele Familien die Ferien nach den Corona-Einschränkungen sind – um deutlich mehr: Mit der Aufhebung der uneingeschränkten Reisewarnung für europäische Staaten wirft die Bundesregierung Mitte Juni den Hilfsmotor für die Belebung der Wirtschaft an".  Wieso Bundesregierung, wenn jedes Bundesland seine eigene Hoheit ist und hinter der Grenze Neuland? Liest er seine eigene Zeitung nicht? Denn sonst könnte er ja wohl ncht auf sowas kommen: "Die vergangenen Monate haben doch eindeutig gezeigt, wie wichtig in Europa ein mit– und aufeinander abgestimmtes Handeln ist". Mit Erdkunde hat er es nicht? Dies aber verstehe wer will: "Ohnehin hat der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit einen Rat für die kommenden Monate parat. Überall würden die von Corona gestressten Menschen an das Virus erinnert, nur nicht im Wald. Spaziergänge dort seien zum Abschalten perfekt – und Wald haben wir hierzulande genug. Die Gastronomen und Hoteliers im Südwesten dürften sich freuen". Im Wald sind allenfalls die Räuber oder ein  Waldkindergarten. Aber dass Wirtschaften und Hotels dorthin umgezogen sind, während sie sonst überall ums Überleben kämpfen, das ist mal eine neue Nachricht. Wie die, wenn es keine gibt, dafür aber an tot umfallende Boten erinnert wird:  "Marathon-Verhandlungen im Kanzleramt - Koalition ringt um Konjunkturpaket – Streit um Kaufprämie, Familienbonus und Entschuldung von Kommunen". Weiß Zeitung, was ihr blüht am Ende des Zeitungssterbens? Noch nie haben Lokalblätter so ihre Überflüssigkeit demonstriert wie mit Corona. Kommt mal irgendwo ein Lichtlein daher,dann ist's ein Leserbrief, falls man ihn durchlässt. Denn was soll dies: "Schülervertreter für klarere Regeln - Schülervertreter fordern klarere Regeln für den Unterricht in Corona-Zeiten. Momentan gehe es an den Schulen drunter und drüber, sagte Leandro Cerqueira Karst, der Vorsitzende des baden-württembergischen Landesschülerbeirats, am Mittwoch in Stuttgart". Hat er auch schon mal was zur Schulschwänzerei gesagt? Und was gehent sie die Bauern an: "Verschärfte Gülle-Regeln reichen Nabu nicht - Naturschützer finden Grenzwerte zu lasch – Hauk: Misstrauen gegen Bauern unangebracht". Hat sie jemand gewählt, haben sie ein Mandat? Sie da, die von der kleinsten Opposition, helfen auch, Zeitungspapier aufzubrauchen: "CDU und FDP wollen Polizei-Amtshilfe für Berlin aussetzen - Grund ist umstrittenes Gesetz gegen Diskriminierung in der Bundeshauptstadt" und "Grüne wollen den Bund in Schulen klotzen lassen - Abgeordnete Stumpp hält Länder für überfordert – SüdwestKultusministerin Eisenmann hält dagegen". Da kann "pm" doch gleich Zeitung selbst machen. Dass es immer auf das richtige Wort ankommt, wenn auch machmal am falschen Platz,  darauf stößt ein Lokalredakteur die Leserschaft: "Fridinger Kinderschubser stellt sich der Polizei - Mann zahlt Geldauflage – Strafanzeige wegen Körperverletzung ist eingestellt - Der Mann, der Mitte Oktober vergangenen Jahres auf dem Bahnsteig in Fridingen ein zehnjähriges Mädchen geschubst hatte, ist mit einer Geldauflage bedacht worden. Die Strafanzeige wegen Körperverletzung wurde daraufhin eingestellt, teilte die Staatsanwaltschaft Rottweil auf Anfrage unserer Zeitung mit". Ein Schubs kann auch tödlich sein! Wau! "Hunde sind die besseren Menschen" verkünden "Hundefreunde" im  Verein. Hugh, nun ist genug gebellt.  Die Kinderseite ruft zum "Ballett". Denn  "die News aus Ihrer Welt gibt's nur bei uns". Auf dem Lahrer Flughafen lautet die neueste Botschaft: Nur Fliegen ohne Flugzeuge ist schöner. Mit Lärm geht es woanders in den Urlaub. Die Offenburger werden ihre Abschaffung auch nocht ewig aufhalten:  "Gegenwind für die Forderung nach einer autofreien Innenstadt - Die Bürgergemeinschaft Stadtmitte lehnt den Vorstoß von SPD, Grünen und BI Rückenwind ab. Grund: Die Belange von Anwohnern würden nicht berücksichtigt. Vorher gibt's noch was zu tun, denn da sind Leute, die haben was gegen die Abschaffung des Grundgesetzes,  und so posaunt BZ krude Propaganda hinaus: "Bündnis hat die Corona-Proteste und ihre Galionsfiguren analysiert - Das Bündnis 'Aufstehen gegen Rassismus' hat in den Reden und Internetposts Besorgnis erregende Tendenzen festgestellt. Es fordert die Politik zum Handeln auf. Jetzt wendet es sich an die politisch Verantwortlichen in Offenburg und im Kreis mit der Erkenntnis, dass die Veranstalter Verschwörungstheorien anhängen und teils den Umsturz predigen. ...Den drei Offenburger Stadträten der AfD wirft das Bündnis vor, bei unangemeldeten Demonstrationen sich auf Artikel 20 des Grundgesetzes zu berufen, nach dem 'alle Deutschen das Recht auf Widerstand' haben, wenn andere Abhilfe gegen Gesetzes- und Rechtsverstöße nicht möglich ist. 'Auf diesen Artikel berufen sich auch Rechtsradikale, die in den vergangenen Jahren terroristische Anschläge verübt und Menschen ermordet haben', so das Bündnis und fordert juristische Konsequenzen".  Wenn schon kruder Untergang, dann linksgrün-sozialistisch-kommunistisch? Ignazio Silone: "Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: 'Ich bin der Faschismus'. Nein, er wird sagen: 'Ich bin der Antifaschismus'".

Gelbwesten-Demo gegen Grün in Lahr?

Interviews in ARD und ZDF
Merkel schließt fünfte Amtszeit aus
In zwei TV-Interviews stellt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel den Fragen von Journalisten. Sie verteidigt die Entscheidung, für das Konjunkturpaket neue Schulden aufzunehmen - und betont, dass sie nicht noch einmal als Kanzlerin kandidiere.
(welt.de. Einheitsblockpropaganda. Wie hieß es so schön in der DDR? 18. Oktober 1989: Anja Ludewig von der DDR-Nachrichtensendung "Aktuelle Kamera“: "Herzlichen Glückwunsch zur Wahl von Massenmedium Fernsehen. Ich weiß, es wird heute Abend noch eine längere Rede geben“. Egon Krenz: "Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Bürger der Deutschen Demokratischen Republik. Mit der heutigen Tagung werden wir eine Wende einleiten“. Und nun hat sie alles gewendet, vorbei die Tage und Feste als es hieß: "Lange schallt's im Walde noch: Salamander lebe hoch!“)

Kommentar
Das deutsche Konjunkturpaket entfacht ein teures Strohfeuer
Zum zweiten Mal in der Corona-Krise will der deutsche Staat klotzen statt kleckern. Sein Konjunkturpaket geriet zu einem Sammelsurium von Massnahmen mit hohen Kosten.
(Neue Zürcher Zeitung. Alle schlechten Dinge sind drei. So sind  beide sozialistischen Vorgängerdiktaturen untergegangen.)

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NACHLESE
Ahnungslos und von sich überzeugt
Baerbock und Co wissen nicht, was beim Strom ein Netz ist
Den Strom für den Süden Deutschlands liefern im wesentlichen derzeit drei Kernkraftwerke. Die stehen allerdings in Frankreich.
VON Holger Douglas
...Dass der Strom für die Endkunden immer teurer wird, liegt an der grünen Planwirtschaft des sogenannten EEG-Systems. Nach dem muss Strom aus Windmühlen und Fotovoltaik bevorzugt abgenommen werden, unabhängig davon, ob der Strom gerade gebraucht wird oder nicht. Die Betreiber dieser Anlagen bekommen ein festes Entgelt für ihren Strom – unabhängig vom jeweiligen Marktpreis. Die Differenz bezahlt der dumme Stromverbraucher. Das treibt die Strompreise in schwindelerregende Höhen. Nicht umsonst ist Deutschland das Land mit den höchsten Strompreisen Europas.Große Kraftwerke wie Datteln sorgen noch dafür, dass die Lichter auch dann nicht ausgehen, wenn weder der Wind weht, noch die Sonne scheint. Doch das Stromversorgungssystem für das Industrieland Deutschland wird immer wackliger. ...Mit jedem Abschalten eines Großkraftwerkes geht ein weiterer stabilisierender Faktor für das Strom-Netz verloren...
(Tchys Einblick. System verbrannte Erde ohne Ausweg.)
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Hilfsorgane der Herrschenden
Wieviel Geld die Bundesregierung für bestimmte NGOs zahlt
Von Alexander Wallasch
Die Bundesregierung legt mit einer Liste staatliche Fördermittel für NGOs offen. Die Amadeu Antonio Stiftung allein erhält für neun Projekte in zwei Jahren rund eine Million Euro aus Steuergeldern. Die Trennlinie zwischen den Aufgaben und Ausgaben des Staates und jenen, die sich eine unüberschaubare Szene von in aller Regel politisch links stehenden Nichtregierungsorganisationen (NGOs) ist kaum noch zu erkennen. Bei letzteren landen Zuwendungen von hunderten Millionen Euro Steuergeld beispielsweise aus mit „Demokratie leben“ beschrifteten Töpfen des Familienministeriums.Die Bundesregierung fördert gleich eine ganze Reihe von Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Das gleiche machen wiederum Landesregierungen. Und zusätzlich fördern manche NGOs sich schon selbst, indem sie weitere, kleinere NGOs an den Fleischtopf lassen...Nun musste die Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Petr Bystron antworten, in der es insbesondere um „Zuwendungen für die Open Society Foundations und deren nahestehenden Nichtregierungsorganisationen bzw. Migrationsverbände“ ging. Die Antwort der Bundesregierung inklusive einer zweiseitigen Auflistung von Förderungen: Über 40 Positionen, die Millionenbeträge an diverse NGOs durch unterschiedlichen Bundesministerien umfassen...Die genannte kleine Anfrage erwähnt, dass der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages die Rechtmäßigkeit solcher Förderungen in Frage stellt...
(Tichys Einblick. Merkel und ihre Bettelorden als Leibeigene, welche ohne Mandat die Parlamente als Volksvertretungen wie linksgrüne Betriebskampfruppen ersetzen. Die Steuerzahler werden ausgenommen wie eine Weihnachtsgans, dabei ist es nicht Aufgabe einer Regierung, ihre Arbeit privaten nicht privilegierten Organisationen zu überlassen. Ein Leser im Forum von Tichys Einblick bringt es auf den Punkt: "Wenn eine NGO (NON-Government-Organisation) vom Government bezahlt wird, ist es eine GO2.)

Der gesinnungstechnische Offenbarungseid der roten Zarin
Wann kommen Säuberungsaktionen im bürgerlichen Milieu, Frau Esken?
Von  CANTALOOP
Preisfrage: was haben die bärbeißige Saskia Esken von der SPD und die Antifa gemeinsam? Nun, beide sind in weiten Teilen der angestammten Bevölkerung überaus unbeliebt – und halten sich dennoch für absolut systemrelevant. Aktuell postet die verkniffene SPD-Chefin im Hinblick auf US-Präsident Trump stolz und ungeniert, dass sie mit 58 immer noch „Antifa“ sei.Dieses unverhohlene zur Schau stellen von DDR-Rabulistik und US-Hass lässt den geneigten Betrachter nur noch staunend und konsterniert zurück. Derartige Bekenntnisse, die noch vor wenigen Jahren auf der Stelle Posten und Reputation in jeder ernstzunehmenden Partei gekostet hätten, sind heute gesellschaftlich so legitim, dass außer ein paar freien Blogs, der AfD und einigen unabhängigen Autoren kaum ein Medium über diese Entgleisung berichtet.
Ein gesinnungstechnischer Offenbarungseid
Von der Antifa zur RAF – ein Zirkelschluss. Nur ein Hauch liegt zwischen der Baader-Meinhof-Mörderbande und den juvenilen kommunistischen Freischärlern, die wie zuletzt beim G-20 Gipfel regelmäßig Großstadtschluchten in Kriegsschauplätze verwandeln. Mit einer juristischen Carte Blanche von ganz oben ausgestellt, agitieren sie – und für eine vermeintlich „gute Sache“ zudem. So wie die Opfer der RAF dereinst auch für eine gute Sache gestorben sind. Die Übergänge von einer radikal linken Ideologie zur nächsten sind offenbar fließend. Und selbst hochrangige Parteigranden haben mittlerweile keinerlei Berührungsängste mehr, mit DDR-Kampfrhetorik und den Schmuddelkindern des linken Randes.Wie von allen guten Geistern verlassen wirkt die Co-Chefin einer (ehemaligen) Volkspartei, wenn sie in ihrer sozialistischen Verblendung nicht mehr erkennt, in welch radikale Position sie sich mit solchen Aussagen bringt. Ihrer Ansicht nach sei Antifa „eine Haltung, die für Demokraten selbstverständlich sein müsse“, zumal diese Organisation keinen Sitz, Struktur oder auch Repräsentanten hätte.
Die Intention dahinter lässt sich jedoch klar erkennen. Durch permanentes Aushöhlen der rechtsstaatlichen Strukturen soll mittelfristig eine neue Form von Sozialismus etabliert werden, der dieses Mal auch „garantiert funktionieren“ wird. So der einhellige Tenor von Linkspartei über die Grünen bis hin zur SPD. Gestandene Sozialdemokraten wie Schmidt und Brandt indessen würden, wenn sie wüssten, was aktuell in den Führungsetagen ihrer Partei vonstattenginge, im Grabe rotieren…
(pi-news.net)

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DAS WORT DES TAGES
Claus Kleber möchte von Manfred Weber wissen, ob er auch eine solche Brandrede wie UvdL gehalten hätte, wäre er zum Präsidenten der EU-Kommission gewählt worden. Und Weber sagt: „Ja, ich hätte das Gleiche gefordert...“ Was dann folgt, ist die Selbstentleibung einer Weisswurst, die immer noch meint, eines Tages eine richtig große Salami werden zu können. Es gehe jetzt um die Frage, sagt Weber, „starten wir gemeinsam durch oder werden wir gemeinsam zu den Verlierern“. Und: „Die deutsche Wirtschaft kann nur durchstarten, wenn der Binnenmarkt funktioniert, wenn Europa insgesamt wirtschaftlich wieder auf die Füße kommt.“ Und „deswegen müssen wir jetzt investieren“.
(Henryk M. Broder, achgut.com)
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Robert von Loewenstern
Corona-Billionen: Was, wenn die Irren nicht irren?
Corona ist auf dem Rückzug, die Nachwirkungen will die Politik mit Geld zuschütten. Feiern wir also die Party, solange es noch geht. Unterdrücken wir die schwäbische Hausfrau in uns. Im Grunde ist das ein astrein marktwirtschaftliches Verhalten. Der Untergang lässt ja schon länger auf sich warten. Denken wir daher das Undenkbare: Was, wenn die vermeintlich Irren nicht irren?
(achgut.com. In einem Irrenhaus irrt sich niemand.)

Konjunkturprogramm als Lückenbüßer
Konjunkturpaket: Große Zahlen, wenig Wirkung
Vielen Dank für jede Steuersenkung! Das muss einfach gesagt werden. Niedrige Steuern sind vernünftig, denn die Bürger wissen am Besten, wofür sie Geld ausgeben wollen. Ansonsten: Leere Worte wie Straßen in schweren Zeiten.
VON Roland Tichy
...Der Teufel steckt schon im Namen „Konjunkturpaket“. So etwas schnürt man, wenn es zu einem Rückgang der Nachfrage kommt. Es ist ein klassisches Instrument der Wirtschaftssteuerung: Die Leute kaufen nicht, also lässt man ihnen mehr Geld in der Tasche in der Hoffnung, dass sie es ausgeben und die Wirtschaft anspringt...Manche Teile der Wirtschaft lahmen weiter, weil die Masken kaum das Virus, aber das Geschäft blockieren: im Handel, in der Gastronomie, in der Hotellerie...
(Tichys Einblick. Schwäbische Hausfrau: Wer nichts ausgibt, hat am meisten.)

Hans-Jörg Jacobsen
Damenkollektion mit Aluhut
In Sachen Corona haben sich ja zahlreiche Verschwörungstheorien versammelt, darunter diejenige, das die moderne Landwirtschaft und insbesondere die böse Gentechnik das Virus befördern. Als letzte dilettierte Renae Künast im Bundestag mit entsprechenden Einlassungen, aber sie ist nicht alleine, sondern Teil einer illustren Runde.
(achgut.com. Genügt Maske nicht?)

Roger Scruton zu der Frage: Was ist eigentlich „westlich“?
Was uns ausmacht und was es zu verteidigen gilt
Von SELBERDENKER
Manchmal liest man Bücher, bei denen man spürt, dass sie das Potential beinhalten, die Debatte wirklich weiter zu bringen. Es sind keine bloßen Zustandsbeschreibungen oder Zusammenfassungen von Erkenntnissen, die schon existieren, es ist das Betreten von gedanklichem Neuland. „Bekenntnisse eines Häretikers“ des kürzlich verstorbenen konservativen Denkers und Schriftstellers Roger Scruton ist so ein Buch.Wie viele Abweichler geriet auch der Brite ins Visier linker Gedankenpolizisten, die zwar Toleranz zur Tugend erheben, sie aber gegenüber abweichenden Ansichten nicht aufzubringen bereit sind. Scruton wurde denunziert, verlor in vorauseilendem Gehorsam einen Beraterjob, wurde aber vollständig rehabilitiert, als dem linken Denunzianten eine Falschdarstellung nachgewiesen werden konnte. Ein Paradebeispiel und ein Vorbild, wie es in einem aufgeklärten Land eigentlich zu laufen hat.Das Buch beinhaltet „zwölf konservative Streifzüge“, die sich mit Grundsätzlichkeiten des Lebens, wie Architektur, Tanz, Politik und mit dem Tod beschäftigen. Auch dem Naturschutz widmet er ein eigenes Kapitel. Er begründet darin, warum Naturschutz fast vollständig von Linken gekapert wurde, warum er eigentlich ein konservatives Thema ist und dies auch wieder werden sollte. Jedes der zwölf Kapitel wäre einen eigenen Artikel wert, weil es Scruton vermag, mit wenigen Worten Gedanken anzustoßen, die Debatten auslösen könnten, die wir eigentlich längst führen müssten, die aber vom autoritären linken Zeitgeist derzeit erstickt werden.Im zwölften Kapitel wendet Scruton sich dem „radikalen Islam“, wie er es nennt, zu und seinen Auswirkungen auf unsere ehemals freien, westlichen Länder. Im Dialog mit linken Kulturrelativisten, wenn man denn mal einen trifft, der überhaupt zum rationalen Dialog fähig oder bereit ist, wird man schnell mit der Frage konfrontiert, was denn überhaupt „das Eigene“ sei, das durch den eingedrungenen Islam gefährdet wird und ihm gegenüber ausdrücklich schützenswert wäre. Natürlich fallen einem dann sofort „Kleinigkeiten“ wie Aufklärung, Gleichberechtigung von Mann und Frau, das Gewaltmonopol des Staates und die Trennung von Staat und Religion ein. Doch Scruton wirft in seinem letzten Kapitel sieben „Charakteristika des Westens“ gegenüber dem Islam auf, die im Folgenden kurz skizziert werden sollen:
Das Bürgerrecht
Unser westliches Rechtssystem ist von Menschen gemacht, um dem Menschen zu dienen, das Zusammenleben der Bürger zu erleichtern. Es lebt von der Akzeptanz, der Übereinkunft der Bürger, deren Gerechtigkeitssinn es entspricht. Das legitimiert das westliche Bürgerrecht. Der Theorie nach, wie man heute leider einschränkend sagen muss, gilt das Recht gleichsam für alle, ob mächtig oder nicht. Grundlage der Akzeptanz und somit Legitimation ist die Gewissheit darüber, dass sich durch das Recht die Gerechtigkeit durchsetzen wird, nicht „Macht und Herrschergewalt“, wie Scruton schreibt.Der Islam kennt das Bürgerrecht nicht. Es herrscht ein Gottesrecht, das sich allein an einer Schriftensammlung und daraus abgeleiteten Interpretationen orientiert. Dieses Recht dient nicht den Menschen, der Moslem dient dem Islam.Anmerkung: Merkel bricht nicht nur das Bürgerrecht, beschädigt seine gewachsene Legitimation dadurch, dass sie sich ihm als Herrschende entzieht, das System Merkel und seine Profiteure fördern auch die Expansion eines konträren islamischen Rechtssystems auf eigenem Hoheitsgebiet. Das ist doppelt destruktiv. Linke Ideologie und Islam verbindet die Feindschaft gegenüber dem Bürgertum.
Die Nationalität
Keine politische Ordnung kommt ohne Loyalität aus. Man ist Teil von etwas, das man freiwillig akzeptiert und respektiert und ihm gegenüber deshalb loyal ist. Diese Loyalität ist Voraussetzung für die Staatsbürgerschaft. Die Staatsbürgerschaft bringt gleichermaßen „Vorzüge und Lasten“ mit sich und trennt die Staatsbürger selbstverständlich von allen, für die diese „Vorzüge und Lasten“ keine Bedeutung haben. Das ist nicht „diskriminierend“, das ist nur logisch und gerecht.Für den Islam spielen Nationen keine große Rolle. Es gibt das „Reich des Islam“ und das „Reich des Unglaubens“. Der Moslem hat danach zu streben, das „Reich des Islam“ zu erweitern. Moslems bekämpfen sich auch gerne untereinander, weil sich keine Loyalitäten zu Staaten entwickelt haben, die teils künstlich festgelegt wurden. Als Ausnahmen nennt Scruton hier die Kurden, die jedoch nicht der Islam, sondern ihr Volkscharakter besonders verbindet und die Türken, die ihren Nationalcharakter nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches ebenfalls nicht dem Islam, sondern dem knallharten Säkularisten Kemal Atatürk zu verdanken haben. Anmerkung: Das System Merkel und Anhänger des Globalismus weltweit befördern die Auflösung der gewachsenen Nationalstaaten, vergrößern die Macht supranationaler Konstrukte, die auch weniger Mitbestimmung der Bürger mit sich bringen. Sie siedeln massenhaft Fremde an, die die Vorzüge unseres freien Landes genießen, jedoch die Lasten nicht tragen, den Verpflichtungen nicht nachkommen wollen oder können. Es wird wahllos angesiedelt und nicht ausreichend geprüft, ob jemand für die Staatsbürgerschaft überhaupt geeignet ist. Auch die Gegnerschaft gegenüber Nationalstaaten verbindet linke und globalistische Ideologie mit dem Islam.
Das Christentum
Scruton löst den Widerspruch auf, warum er das Christentum als Grund dafür sieht, dass sich im abendländischen Westen, trotz religiöser Prägung eine weltliche Regierungsmacht entwickeln und halten konnte: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist.“ So wird Jesus zitiert. Das hatte schon reale Auswirkungen auf das Wirken des Paulus im römischen Reich und führte zu der „Doktrin der zwei Schwerter“ von Papst Gelasius dem Ersten. „Beide Schwerter stehen der Menschheit zur Verfügung, um Recht und Ordnung zu schaffen, wobei das eine das staatliche Gemeinwesen schützt und das andere die Seele des einzelnen Menschen“, so Scruton.Der Islam stellt das, was er als „göttliches Gebot“ definiert grundsätzlich über den Staat und seine Gesetze. Die meisten Moslems werden sich an die weltlichen Gesetze halten, doch sie tun das in vielen Fällen trotz und nicht wegen des Islams.Anmerkung: Merkels Union schmückt sich zwar noch mit dem „C“ im Namen, doch das ist längst Augenwischerei geworden. Merkels verordnete Fernstenliebe unterscheidet sich elementar von der christlichen Nächstenliebe, die freiwillig sein muss, um etwas wert zu sein und die nur Menschen in echter Not gelten darf und nicht irgendwelchen ideologischen Projekten zur massenhaften Ansiedlung von Fremden aus politischen Gründen.
Der Humor, die Ironie
Ironie setzt das Hineinversetzen in andere Personen voraus. Sie ist eine feinere Form des Humors. Humor trägt dazu bei, besser, intelligenter mit gegnerischen Positionen umzugehen. Wer Humor hat, kann geschickter kontern, ohne direkt beleidigt zu sein oder auszurasten. Als Ironie sieht Scruton zum Beispiel den Ausspruch: „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.“ Sie alle waren Sünder – aber Jesus sagte das nicht direkt, sondern bediente sich der Ironie. Die Steinigung wurde verhindert. Im Islam fliegen noch heute die Steine auf Menschen. Mit dem Humor hat man es da weniger.
Die Selbstkritik
Vom Humor kommt Scruton recht schnell auf die Fähigkeit zur Selbstkritik als Charakteristikum des Westens, das im Islam weniger stark verbreitet ist. Auf Kritik wird häufig mit Beleidigtsein und Aggression reagiert. Linke pervertierten die Selbstkritik zu etwas, das man nur noch Selbstverachtung nennen kann. Sie koppeln ihre kulturelle Selbstkritik automatisch an das Verbot der Kritik am Fremden. Selbstkritik ist gut und notwendig doch sie schließt nicht aus, auch das Gute im Eigenen zu sehen!
Die Interessenvertretung
Deutschland ist ein Land der Vereine und der Zusammenschlüsse von Interessengruppen. Diese wählen dann Sprecher, beauftragen notfalls Anwälte und verfolgen so ihre Ziele, lösen so zivilisiert ihre Probleme. Das ist in anderen westlichen Ländern ähnlich.Im Islam setzt man viel stärker auf die Großfamilien oder auf „Bruderschaften“. Gleichgesinnte sind da „die Brüder“. Moslems unter sich nennen sich „Brüder“ oder „Schwestern“. Das bringt einerseits ein wärmendes Gefühl der Zugehörigkeit, zwingt aber auch zu Gehorsam. Verrat wird teils streng bestraft. Wer nicht mehr „Bruder“ sein will, lebt gefährlich.Man kann im Islam nicht so einfach die Mitgliedschaft kündigen – im Zweifel kommen dann eben „die Brüder“.
Das Trinken
Jetzt wird´s lustig! Scruton führt als siebten Punkt noch das Trinken an. Die verbindende, auflockernde, kommunikative und entspannende Wirkung von Wein, Bier und Co. schätzt er höher ein, als die Gefahren, die vom Alkohol ausgehen. Das Trinken ist schon seit Urzeiten fester Bestandteil freier Völker, keine Frage. Das Trinken bringt Menschen zusammen, man kann über Dinge lachen, die einem sonst über den Kopf wachsen würden, lässt einen besser mit extremen Veränderungen umgehen. Große Werke des Abendlandes wurden unter dem Einfluss von Alkohol geschrieben. Natürlich alles in Maßen. Beim Trinken zeigt sich der wahre Charakter. Ein Segen und auch ein Fluch. Im Wein liegt die Wahrheit. In vino vertias.
Scruton: Unser Erbe auf gesellschaftlicher und privater Ebene verteidigen
Am Ende des Buches betont Roger Scruton, dass man Vorurteile nicht durch „Schuldgefühle und Fehlerbeichte“ überwindet. Schwäche wirke auf Feinde der westlichen Kultur und Tradition nur provozierend. Wir sollten auf gesellschaftlicher Ebene dazu stehen, was wir an Gutem haben und bereit sein, es zu verteidigen! Auf privater Ebene rät er dazu, dem Beispiel Jesu zu folgen, der Zorn mit Vergebung neutralisierte, das Böse einfach auflaufen ließ, bis der Zornige sich selbst diskreditierte.Richtige Ansätze, die Vorsicht und Selbstschutz nicht ausschließen. „Bekenntnisse eines Häretikers“ bietet Antworten auf konservative Fragen unserer Zeit oder ist zumindest ein Wegweiser zu Antworten, die wir noch nicht haben. Aus solchen Antworten lassen sich dann Strategien entwickeln, Argumente formen, die dann in konkrete Politik münden müssen. Scruton hat uns in jedem Fall eine Menge Stoff zur Diskussion hinterlassen. Fangen wir damit an!
<<<„Bekenntnisse eines Häretikers“ von Roger Scruton, 240 Seiten<
(pi-news.net)

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