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Das Wort zum Sonntag

Und ja, da schreiben Leute, die von manchen Themenfeldern viel mehr Ahnung haben als viele Journos. Weil die Leute nämlich auf diesen Feldern beruflich ackern oder geackert haben. Und nein, Filterblasen sind das nicht, jedenfalls nicht nur. Nebenbei, die ehedem gute alte Tante Zeit ist mittlerweile die schillerndste Seifenblase im deutschen Medienzirkus, seit ihrer Neuerfindung als Schneeflöckchens Hauspostille („Können Muscheln Schmerz empfinden?“) durch den schönen Giovanni. Paul Sethe konnte solche Entwicklungen nicht erahnen. Heute würde er vielleicht schreiben: Die Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, regierungsfrommen Sendern, mit Parteien verbandelten Stiftungen, spendengeilen Umweltaposteln und verbiesterten NGOs, ihre Meinungen zu verbreiten. Zum Glück ist da noch das Internet Schließlich verhält es sich so, wie Alexander Wendt kürzlich den „lieben Schrumpfmedien“ zurief: „Die Leser sind nicht weg. Sie lesen nur woanders.“
(Wolfgang Röhl,  auf achgut.com)

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