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Merkel-Blabla

Verwirre und herrsche
Bundestagsdebatte: Merkel ist die Meisterin der entwaffnend schlechten Rede
Von Ferdinand Knauss
Wer glaubt, den Worten der Kanzlerin politische Vorstellungen entnehmen zu können, hat den Merkelismus nicht begriffen. Was sie sagt, ist banal und langweilig. Wichtig ist, was sie nicht sagt - oder vernebelt: Nämlich ihre Verantwortlichkeit. Merkel hat das schlechte Reden zur Waffe gemacht...
(Tichys Einblick. Das Prinzip ist uralt, Gustave Le Bon beschreibt es in seiner "Psychologie der Massen" von 1895: "Die großen Führer aller Zeiten, die der Revolution hauptsächlich, waren sehr beschränkt und haben deshalb den größten Einfluß ausgeübt. Die Reden des berühmtesten unter ihnen, Robespierre, verblüffen oft durch ihre Zusammenhanglosigkeit. Wenn man sie liest, findet man keine annehmbare Erklärung für die ungeheure Rolle des mächtigen Diktators: 'Gemeinplätze und Weitschweifigkeiten pädagogischer Beredsamkeit und lateinischer Bildung im Dienste einer eher kindlichen als platten Seele, die sich beim Angriff wie bei der Verteidigung auf das *komm doch ran* von Schülern zu beschränken scheint. Nicht ein Gedanke, keine Wendung, kein Einfall — es ist die Langeweile in höchster Steigerung. Man hört verdrießlich auf zu lesen und hat Lust, mit dem liebenswürdigen Camille Desmoulins *ach!* zu seufzen.' Man erschrickt, wenn man bedenkt, welche Macht ein Mann, der sich mit einem Nimbus zu umgeben weiß, durch die Verbindung von starker Überzeugung mit außergewöhnlicher Beschränktheit des Geistes erlangt. Das sind jedoch die notwendigen Vorbedingungen, um die Hindernisse zu übersehen und um wollen zu können. Instinktiv erkennen die Massen in diesen kraftvoll Überzeugten die Gebieter, die sie brauchen.Der Erfolg einer Rede in einer Parlamentsversammlung hängt fast ausschließlich vom Nimbus des Redners ab, keineswegs von den Gründen, die er vorbringt. Der unbekannte Redner, dessen Rede gute Beweisgründe, aber nur Beweisgründe enthält, hat keine Aussicht, auch nur angehört zu werden". Aufgrund dieser Tatsache ist es wurscht, wie toll die Reden mancher AfD'ler sind. Umso mehr wird ein Höcke verteufelt und angegriffen, weil er einen Status genießt, den andere für sich für gefährlich halten.)

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