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Mit jämmerlichen Tricks

Aktive Wahlkampfhilfe der System-Medien gegen AfD

Von EUGEN PRINZ

Der Erdinger Anzeiger ist die Tageszeitung der oberbayerischen Stadt Erding und gehört zur Zeitungsgruppe des Münchner Merkurs. Die verkaufte Auflage beträgt 14.842 Exemplare, ein Minus von 9,2 Prozent seit 1998.

Wenn der AfD Kreisverband der oberbayerischen Kleinstadt im Lokalblatt ein Inserat schalten wollte, meist anläßlich von Wahlkämpfen, gab es bisher keine Schwierigkeiten. Das ist jetzt vorbei, da sich die AfD anschickt, nach dem Bundestag und den Landtagen nun auch ihre Leute in die Ortsvertretungen zu schicken.

Kommunalwahlen: Etablierte Parteien haben Angst vor AfD
Im kommenden Jahr finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche, dass danach in jedem Stadt- und Gemeinderat in Bayern dann auch die AfD sitzen wird. „Das scheuen die wie der Teufel das Weihwasser“, sagt Wolfgang Kellermann, der Vorsitzende des AfD Kreisverbandes Erding und meint damit die etablierten Parteien, allen voran die CSU.

Kellermann hat seinen Kreisverband gut im Griff. Dort gibt es keinen Streit, alle ziehen an einem Strang und die Finanzen stimmen. Deshalb kann man es sich leisten, schon jetzt in den Kommunalwahlkampf einzusteigen. Anläßlich der Bundestags- und Landtagswahl im letzten Jahr konnte die AfD regelmäßig gut sichtbare Inserate auf der ersten Seite des Lokalteils des Erdinger Anzeigers schalten.

Umso überraschter war Wolfgang Kellermann, als ihm vor einigen Tagen, als er wieder eine Anzeige schalten wollte, mitgeteilt wurde, dass das auf Seite eins nicht mehr möglich sei. Diese Entscheidung käme von „ganz oben“. Die Inserate der AfD könnten künftig allenfalls ab der Seite drei erscheinen.

Natürlich wollte Kellermann die Hintergründe genauer wissen und setzte sich mit Stefan Hampel, dem Verlagsleiter Werbemärkte beim Münchner Merkur, in Verbindung. Dieser erklärte dem AfD Kreisvorsitzenden, dass die Geschäftsleitung entschieden habe, Inserate von rechten und linken Parteien künftig erst auf der Seite drei zu veröffentlichen.

Was ist links?
PI NEWS wollte es genau wissen und fragte bei Stefan Hampel nach, welche Parteien er als rechts, bzw. links einordnen würde. Dazu wollte der Verlagsleiter jedoch keine Stellungnahme abgeben. Auf Vorhalt des Autors musste er jedoch einräumen, dass die AfD mit „rechts“ gemeint sei, denn anders ist diese Entscheidung ja nicht zu erklären. Ansonsten gab sich der Hampel trotz mehrfacher Nachfrage, welche Partei oder Parteien der linken Seite des Spektrums ebenfalls auf Seite drei landen würde(n), sehr zugeknöpft. Auf den Einwand, dass man da eigentlich bei der CDU anfangen müsse, wollte er ebenfalls nicht eingehen.

Es ist geradezu erbärmlich, mit welchen Methoden die AfD klein gehalten werden soll. Hier kommt schon fast Fremdschämen auf.

Der Erdinger AfD wird das nicht das Genick brechen, denn diese Partei ist in der oberbayerischen Kleinstadt wohlgelitten und der Vorsitzende Kellermann gilt als ausgleichende, gut vernetzte Persönlichkeit.
(pi-news.net)

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