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Öko-Schwaben rüsten zum Wahlkampf

Winfried Kretschmann tritt auch 2021 für Grüne  an

Von CANTALOOP

Genug gebangt und gezittert, werte Grüne aus dem Schwabenländle. Er machts nochmal, wurde am Donnerstag offiziell verlautbart. Im Klartext: Winfried Kretschmann, seines Zeichens Ministerpräsident von Baden-Württemberg und die fleischgewordene Inkarnation der super-korrekten, penibel-genauen und umweltbewussten Öko-Schwaben („isch des au Bio?“) wird sich auch 2021 zur Wahl stellen.

Mit dem warmen „Fukushima-Rückenwind“ im Nacken – und gegen den in umstrittene Machenschaften verstrickten Konkurrenten der damals noch mit „Dauerregierungs-Erlaubnis“ ausgestatteten CDU, zog der selbsternannte Bahnhofsverhinderer samt seiner Entourage, bestehend aus Lehrern, Rechtsanwälten und sonstigen Weltverbesserern, anno 2011 in den Stuttgarter Landtag ein.

Erstaunliche 24,2 Prozent votierten seinerzeit für Grün, damit konnte er mit dem damaligen Spitzenkandidaten der SPD, dem eher farblosen Nils Schmid, die Regierung bilden. Die erfolgsverwöhnte CDU, als stärkste Kraft wohlgemerkt, nahm indessen auf der harten Oppositionsbank Platz. Die erste Länder-Regierung Deutschlands unter grüner Führung war geboren.

Fukushima, Bildungsreform und Bahnhof – die Katalysatoren des grünen Erfolges in BW
Der damals vom ebenso arroganten wie unsäglichen Stefan Mappus angeführten Landes-CDU nutzte ihr eigentlich gutes Ergebnis von fast 40 Prozent gar nichts. Zum angedachten Regierungsbündnis Schwarz-Gelb war die FDP zu schwach. Böse Zungen munkeln bis heute, viele der sonst so kontinuierlich-grundanständigen „Vierteles-Schlotzer“ hätten einfach genug von einer in Parteien-Klüngel verstrickte und in dubiose Spendenaffären verwickelte Spätzles-Union gehabt.

So gewann Kretschmann, nach einigen Anfangs-Schwierigkeiten mit der ortsansässigen Automobil-Industrie, (“weniger Autos bauen, wäre natürlich besser“) in seiner bedächtigen und von viel Lokal-Kolorit geprägten Art zunehmend das Vertrauen der Bürger.

Einst vom Brandtschen Radikalenerlass betroffen – heute selbst Landesvater
Auch wenn er eine sehr bewegte Vita aufweist, trifft der geläuterte Kommunist Kretschmann mittlerweile oftmals genau den richtigen Ton und erzielt dadurch auch in hektischen Debatten Ruhe. Ausgerechnet der einstige Mao-Anhänger bringt nun seine Partei-Linken wie Hofreiter, Habeck und Konsorten regelmäßig gegen sich auf. Das entbehrt natürlich nicht einer gewissen Komik. Er gilt parteiintern als „Realo“, demzufolge kommt er auch gut mit Boris Palmer zurecht.

Hätte letzterer mehr Rückendeckung von „Oben“, wäre er als würdiger Kretschmann-Nachfolger sicherlich hoch gehandelt. Doch dazu ist Palmer (momentan) noch zu rebellisch. Das Potential für höhere Ämter hat er aber zweifellos.

Die Gehorsams-Lust der Grünbewegten
Die bisherige Regierungszeit Kretschmanns ist sehr ambivalent zu bewerten. Als gesichert gilt jedoch eines: unter seiner Ägide stieg die Anzahl der bekennenden Stuttgarter Linken sprunghaft an. Anzunehmen ist ebenfalls; ohne ihn wäre die Hälfte der erreichten Wahlprozente von zuletzt 33 Prozent sicherlich perdu. Die Menschen im Ländle wählen eben personenbezogen. Spannend wird natürlich auch weiterhin die Frage sein, welchen Gegenkandidaten die ortsansässige CDU dieses Mal aufstellen wird.

Der 2016 angetretene Guido Wolf, mit dem spröden Charme eines Buchhalters, dürfte viele der traditionellen CDU-Wähler nachhaltig verprellt haben. Die medienerfahrenen Grünen können in ihrer neuen „Aufstellung“ somit eine Art von Politik vertreten – aber auch deren genaues Gegenteil. Ihr Ziel ist es, Mehrheiten zu konstruieren. Die Richtung diktiert ihnen der Zeitgeist.

Auch wenn in Stuttgart-City der Migrantenanteil zügig in Richtung 50 Prozent marschiert, der Automobil-Industrie eine Rezession ungeahnten Ausmaßes droht und zwischenzeitlich sogar die Umwelt kollabiert, hat Kretschmann dennoch gute Chancen, in 2021 für weitere fünf Jahre an der Spitze eines im Wandel begriffenen Bundeslandes zu stehen. Auf die entscheidende Frage, der im Grunde sehr vorsichtigen Schwaben in ihrer geradezu fatalen Unbedarftheit bezogen, antwortet stellvertretend Radio Eriwan:

Anfrage an Radio Eriwan: „Kann man den Grünen die innere Sicherheit und das Vermögen eines Landes anvertrauen?“
Antwort: „Im Prinzip ja, nur sind sie dann halt weg, die Sicherheit und das Vermögen.“
(pi-news.net)

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