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Lahr lädt ein und sitzt wie immer am Katzentisch.

Offenburger FV verliert beim Tabellenschlusslicht
(BADEN online. Wie soll man sonst als Fahrstuhlmannschaft selbst Letzter werden?)

Unverständnis über Kritik
Offenburger Seelsorgeeinheiten bereiten sich auf Papstbesuch vor / »Public Viewing« im Marienhaus
(Offenburger Tageblatt. Wer glaubt, weiß nichts und versteht nichts.)

Offenburger Stadtgeflüster
Wir leben schon in einer seltsamen Zeit! Da wird das deutsche Oberhaupt der katholischen Kirche zu einer Rede in den Bundestag eingeladen – und Abgeordnete der SPD, Linkspartei und von den Grünen planen, demonstrativ den Saal zu verlassen. Man stelle sich die Bilder vor, die um die Welt gehen Da drängen sich Erinnerungen an eine UN-Vollversammlung in New York auf, als Irans Präsident Ahmadinedschad mit einer Hetzrede gegen Israel schockte und der halbe Saal flüchtete. Dass man die Positionen der katholischen Kirche und auch des Papstes kritisch sehen kann, ist unbestritten. Aber die Politiker könnten sich ja die Rede auch erst einmal anhören – und bei Bedarf dann immer noch kritisieren. Diese Überreaktion im Vorfeld ist wirklich nicht nachvollziehbar...Wenn es so läuft, wie es sich abzeichnet, dann werden wir am 27. November zur ersten Volksabstimmung in der Geschichte des Landes gebeten...Als Offenburger sollte man nicht vergessen, dass hier auch noch eine Rechnung offen ist. Der Tunnel, den Stadt und BI seit Jahren fordern, ist nicht umsonst...Am Montag stellt Bahnplaner Christophe Jacobi im Salmen (17 Uhr) drei Varianten von Tunneln vor. Die Offenburger sollten jetzt besonders wachsam sein. Neun Meter hohe Lärmschutzwände und Dauerbeschallung durch Güterzüge darf es in unserer Stadt niemals geben!
(Offenburger Tageblatt. Ist der Bundestag in Offenburg? Noch nicht mitbekommen, daß der Papst gar nicht als Kirchenoberhaupt spricht? Genausowenig, daß die Bahn im Rheintal gar nicht baut, weil das Geld fehlt? Haben das die Offenburger mit ihrer OB in Form von Sekt versoffen? Dieser Dilettantenjournalismus ist wirklich nicht nachvollziehbar.)

»Habe viele Bekannte«
Offenburger Tageblatt versorgt Richard Basler in Wolfsburg mit Neuigkeiten
(Offenburger Tageblatt. Der Ärmste.)

Lachkrampf
Beim ersten Lahrer Humorfestival haben die professionellen Spaßmacher am Samstag in der Innenstadt für entspannte Heiterkeit gesorgt. Den ersten Preis und den Publikumspreis durfte das Duo extra art mit nach Hause nehmen.

(Badische Zeitung. Lahrer Humor ist, wenn man trotz Kitzelns lachkrampft.)

Noch bis Montag locken die prächtigen Kürbisse beim gleichnamigen Fest in Offenburg-Windschläg.

(DER GULLER. Mal was Neues: ein gleichnamiges Fest.)

Burda-Volontäre bringen Magazin auf den Markt
»Hollyhome« in Auflage von 50 000 Exemplaren erschienen / Abschlussprojekt und »Kür« nach zweijähriger Ausbildung an Burda-Journalistenschule
(Offenburger Tageblatt. Ja keinen Burda-Furz verpassen.)

»Wir wollen allen gerecht werden«
Pfarrerfamilie Ahrnke hat sich in Rammersweier eingelebt / Am Sonntag offizielle Einführung in der Auferstehungskirche
(Offenburger Tageblatt. Also niemand gerecht werden.)

Vieles ist anders
...Auch die Zeit, die ich für mich habe, hat sich deutlich verändert. Natürlich hätte ich gerne weiterhinVerantwortung für unser Land in der Regierung getragen, aber die Bürger haben so entschieden. Demokratie bedeutet immer auch Herrschaft auf Zeit. Doch ich habe immer auch die Anliegen meines Wahlkreises in Stuttgart vertreten. Mit dem deutlichen Wählerauftrag vom 27. März tue ich das gerne auch in denkommenden Jahren.
(DER GULLER. In welcher Zeit lebt er denn jetzt? Der schon vor der Wahl abgehalfterte Kultusminister Helmut Rau träumt offenbar weiter. Mit deutlichen fast 9 Prozent haben ihm die Wähler gesagt, was sie von ihm halten. Hat er je Lahrer Interessen in Stuttgart wahrgenommen? Außer Rau kam lange nichts von diesem Ex-CDU-Funktionär.)

Rettungsstollen: Bauarbeiten starten
Mit den Vorbereitungen zum Bau des Rettungsstollens parallel zur Röhre des Reutherbergtunnels soll im Oktober begonnen werden, sagte Hauptamtsleiter Dirk Bregger in der Ratssitzung am Mittwoch.
(Offenburger Tageblatt. In Wolfach wird der Tunnelbau neu erfunden.)

Einnahmen weiter zu niedrig
Aufwärtstrend trotz Minus bei Gewerbesteuer im Haushaltsjahr 2010 spürbar
Die Jahresrechnung fürs abgelaufene Haushaltsjahr legte Kämmerer Peter Göpferich am Mittwoch dem Wolfacher Gemeinderat vor.
(Offenburger Tageblatt. Sind vielleicht die Ausgaben zu hoch?)

Die Chance, dem Papst ganz nahe zu kommen
Unitet Charity versteigert zwei Karten für die Heilige Messe
...Vor rund 18 Monaten gründeten Karlheinz Kögel, Gründer von ÖL'Tours und der Media Control, und seine Ehefrau Dagmar Kögel das Online-Auktionsportal mit dem Ziel, Kindern in aller Welt zu helfen...
(DER GULLER. Der läßt ja wohl nichts aus, um sich nach vorne zu drängen.)

Einer, der Grenzen überschreitet
Extremläufer Norman Bücher hält Vortrag an Hochschule / Auf Einstellung und Vorstellungskraft kommt es an
(Kehler Zeitung. Exotenausstellung.)

Und ernten nix.

Mädchen dominieren die Konkurrenz
Boule-Club Appenweier: 20 Kinder, doppelt so viele Kugeln, zwei Sandbahnen – der Boule-Club bringt mit dem Ferienprogramm das Flair aus Europas Süden nach Appenweier.
(Acher-Rench-Zeitung. Ist jenseits des Rheins Süden?)

Neue Weinhoheit vor idealer Festkulisse
(DER GULLER. Noch ein Kaff wie Gengenbach ohne badischem Dirndldekolleté?)

Produkte aus der Region sollen ausgebaut werden
Minister Alexander Bonde: "Handel hat dabei Schlüsselstellung"
(DER GULLER. Alexander der Kleine verteilt als Tralala-Minister wieder Gemeinplätzchen.)

Prinz von Baden hält seine Hand über Trachtenträger
Der Blaublüter übernimmt ein Protektorat für den größten deutschen Trachtenverbund
(DER GULLER. Der Redaktion um Prinz Bibi gebührt eine durchschlauchte Tracht Prügel für soviel falsche Schleimerei.)

Schweinezucht reizt die Massen
Die Veranstaltung der Bürgerinitiative gegen die Schweinefarm in Bad Dürrheim ist am Donnerstag aus allen Nähten geplatzt. Für 300 Zuhörer war in der Festhalle gestuhlt. Letztlich bauten die Veranstalter noch Lautsprecher und Bistrotische im Freien auf und brachten Bierbänke in die Halle. Trotzdem reichte der Platz nicht. Rainer Stolz, Geschäftsführer des Feriendorfes Öfingen, sieht keinen Nutzen in der Anlage. Gerold Wölfle verdeutlichte, wie groß die Schweinezucht werden würde: „Die Fläche entspricht 100 Einfamilienhäusern.“ Zudem sei die Gülle gefährlich, weil Nitrat ins Grundwasser gelange, sagte der Präventologe Günter A. Ulmer. Das sei schädlich für den Organismus. Die Gülle wirke zudem ätzend auf die Atemwege. Das passe nicht zu einem Kurort wie Bad Dürrheim.
(Schwäbische Zeitung. Bad Dearhome.)

Umfrage
40 Prozent würden Euro-kritische Partei wählen
Euro-Skepsis ist in Deutschland gerade weit verbreitet. Jeder zweite Deutsche würde eine Euro-kritische Partei begrüßen, ergab eine aktuelle Erhebung.
(WELT online. Die FDP hat's noch nicht ganz kapiert. Im ARD-Presseclub sind am Sonntag wieder ein paar Medienvertreter zusammengewesen, die weder Nähe zum Volk noch zu ihrer Leserschaft haben und Euro stets mit Europa gleichsetzen. Das Problem heißt Griechenland und nicht Deutschland. Ging es der BRD schlecht, solange die DDR mit 16 Millionen nicht dabei war? Weshalb brauchen wir denn 9 Millionen Griechen, die offensichtlich nicht rechnen und arbeiten können? Was macht eigentlich ständig Ex-Bildchef Spreng in solchen Runden? Denn als Politberater kann er keinen Erfolg vorweisen, Stoiber ist mit ihm untergegangen.)

Wort zum Sonntag
Der Papst streichelt höflich die deutsche Seele
Zwischen Wetterbericht und "Inas Nacht" hat der Papst das "Wort zum Sonntag" gesprochen. Mit brüchiger Stimme formulierte er Sätze, mit denen er nicht aneckt.
(WELT online. Welche Sandmännchen dürfen sich da noch tummeln auf  Kosten der Gebührenzahler? Am liebsten würde der ja wohl Scheiterhaufen anzünden.)

"Wort zum Sonntag" des Papstes
Keine Sensationen, keine Hoffnungen
Mit einer Fernsehansprache richtete sich Benedikt XVI. vor seinem Deutschlandbesuch an die "lieben Landsleute" - blutleer und belanglos.
(stern.de. Der hat doch nur einen Ladenhüter seit 2000 Jahren im Angebot, den noch nie jemand gesehen hat. Das ist noch weniger als die Versprechen der Ortenauer Gewinnspielmafia, aber die kommt dafür vor Gericht.)

Prügler hetzten Gastwirtssohn (23) in den Tod
Berliner U-Bahn-Schläger stellen sich der Polizei!
Schneller Erfolg für die Berliner Polizei: Nach der tödlichen Flucht eines 23-Jährigen vor U-Bahn-Schlägern haben sich zwei der drei Gesuchten freiwillig der Polizei gestellt!Ein 21-Jähriger und ein 22-Jähriger meldeten sich am Samstagabend gegen 20.30 Uhr in einer Polizeiwache in Berlin-Neukölln...Nach BILD-Informationen soll es sich um Deutsche mit türkischem Hintergrund handeln. Die Männer wurden der Mordkommission übergeben und sollen im Laufe des Tages vernommen werden. Der dritte Angreifer ist noch unbekannt.
(BILD de. Muß in Deutschland solcher Pöbel weiter geduldet werden?)

Raubüberfall in Freiburg
Ein maskierter Mann hat gestern Abend ein Kaufhaus überfallen. Der mit einer goldfarbenen Pistole bewaffnete Täter hatte zwei Angestellten aufgelauert. Diese wollten gerade Geld in den Tresorraum bringen. Der Täter zwang die Angestellten, Tresorraum und Panzerschrank zu öffnen. Er fesselte die Frau und den Mann und flüchtete mit mehreren tausend Euro Beute.
(BADEN online. Grüne Räuberhauptstadt. Da ist der Papst richtig.)

Wolfgang Schäuble
Transaktionssteuer soll schon im Herbst kommen
Finanzminister Schäuble dringt auf die schnelle Einführung einer Transaktionsteuer. Beim Treffen der europäischen Finanzminister in Breslau zeigte sich, wie uneins die Länder in dieser Frage sind. Gegner sind vor allem Großbritannien und Italien.„Wir werden noch in diesem Herbst eine Finanztransaktionssteuer auf den Weg bringen“ sagte Schäuble in einem vorab veröffentlichten Interview der „Bild am Sonntag“. Und weiter: „Nach meiner eigenen Überzeugung notfalls auch nur in der Eurozone.“
(focus.de. Gibt er jetzt schon den Westentaschendiktator? Regiert niemand mehr?)

Wahl in Berlin
Hauptstadt der Stütze
Berlin ist „in“, zieht alle an - Touristen, Lebenskünstler und Kulturfreaks. Zugleich lebt an der Spree jeder fünfte Einwohner von Hartz IV. Vor allem Ausländer, die nicht gut Deutsch können, bleiben auf der Strecke.
(FAZ.NET. Deutschland, schau auf diese Stadt!)

Lettland
Pro-russische Partei gewinnt Parlamentswahl
Auch nach dem historischen Sieg einer pro-russischen Partei bei den Parlamentswahlen in Lettland bleibt offen, wer den künftigen Regierungschef hält. Amtsinhaber Valdis Dombrovskis hofft, trotz einer klaren Niederlage weiter regieren zu können Riga.
(FAZ.NET. Was hat man da für ein Land in die EU aufgenommen?)

Entwicklungshilfe für Afrika
"Probleme verschwinden nicht durch Säcke mit Reis und Mais"
Rund zwei Billionen Dollar bekamen afrikanische Regierungen in den vergangenen 50 Jahren im Kampf gegen Hunger und Elend. Doch die sambische Finanzexpertin Dambisa Moyo meint, Entwicklungshilfe bringe den Kontinent nicht voran, sie schade ihm sogar. Der Westen solle seine Zahlungen einstellen.
(SPIEGEL online. Kann jeder selbst in Afrika beobachten. Aber "Hilfsorganisationen" sind ein Milliardengeschäft.)

Leserzuschrift:
Zu: Gül nennt deutsche Ausländerpolitik menschenrechtswidrig
Der türkische Staatspräsident hat die deutsche Einwanderungspolitik heftig gerügt. Sie stehe nicht im Einklang mit dem Gedanken einer fortschrittlichen Demokratie, sagte Abdullah Gül - und sie verstoße gegen die Menschenrechte.
Diese Aussage von Gül hat durchaus Sinn, wenn man eine weitere Aussage von ihm kennt:
 
"Die Demokratie ist nur der Zug auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten."
Herbert Weber
Bewegung Zorniger Bürger
www.bzb-2011.npage.de

SPD kann in Berlin weiterregieren
Piraten im Parlament
Die SPD unter Bürgermeister Wowereit ist als stärkste Partei aus der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin hervorgegangen. Kräftige Gewinne konnten die Grünen einfahren. Eigentlicher Sieger ist jedoch die Piratenpartei, die 8,5 Prozent bekam und künftig im Abgeordnetenhaus mitreden wird. Die FDP muss das Rote Rathaus räumen. Die SPD erzielte bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am Sonntag laut ARD-Hochrechnung 29,2 Prozent (ZDF: 28,7). Trotz leichter Verluste wurde sie damit stärkste Partei. Die CDU wurde demnach mit leichten Gewinnen zweitstärkste Partei mit 23,4 Prozent (ZDF: 23,2). Sie wäre damit ein potentieller Regierungspartner. Die Grünen erzielten der Hochrechnung zufolge 17,9 Prozent (ZDF: 18,4) und können sich ebenfalls Hoffnung auf eine Regierungsbeteiligung machen. Der bisherige Regierungspartner Die Linke musste Verluste einstecken und kommt nur noch auf 11,6 Prozent (ZDF: 11,5) - damit ist das Ende der rot-roten Koalition wohl besiegelt. Im künftigen Abgeordnetenhaus wird eine neue Partei vertreten sein: Die Piraten übersprangen die Fünfprozenthürde deutlich, erzielten 8,6 Prozent (ZDF: 8,9) und ziehen erstmals in ein Landesparlament ein. Die erst fünf Jahre alte Partei versteht sich als Teil einer "weltweiten Bewegung" im Internet-Zeitalter. Die FDP wird künftig nicht mehr dabei sein. Sie erzielte nur 1,8 Prozent (ZDF: 2). Sie setzte ihre Serie schwerer Niederlagen fort und flog in diesem Jahr schon zum fünften Mal aus einem Landesparlament. (SPIEGEL online. Umfragen bestätigt. Ergebnis als Kommunalwahl in einer Stadt einzuschätzen, die keinen Anlaß für Party und Jubel bietet angesichts 20 Prozent Hartz IV, hoher Arbeitslosigkeit und gescheitertem Multikulti.)

SPD kann in Berlin weiterregieren
Piraten im Parlament
Die SPD unter Bürgermeister Wowereit ist als stärkste Partei aus der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin hervorgegangen. Kräftige Gewinne konnten die Grünen einfahren. Eigentlicher Sieger ist jedoch die Piratenpartei, die 8,5 Prozent bekam und künftig im Abgeordnetenhaus mitreden wird. Die FDP muss das Rote Rathaus räumen. Die SPD erzielte bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am Sonntag laut ARD-Hochrechnung 29,2 Prozent (ZDF: 28,7). Trotz leichter Verluste wurde sie damit stärkste Partei. Die CDU wurde demnach mit leichten Gewinnen zweitstärkste Partei mit 23,4 Prozent (ZDF: 23,2). Sie wäre damit ein potentieller Regierungspartner. Die Grünen erzielten der Hochrechnung zufolge 17,9 Prozent (ZDF: 18,4) und können sich ebenfalls Hoffnung auf eine Regierungsbeteiligung machen. Der bisherige Regierungspartner Die Linke musste Verluste einstecken und kommt nur noch auf 11,6 Prozent (ZDF: 11,5) - damit ist das Ende der rot-roten Koalition wohl besiegelt. Im künftigen Abgeordnetenhaus wird eine neue Partei vertreten sein: Die Piraten übersprangen die Fünfprozenthürde deutlich, erzielten 8,6 Prozent (ZDF: 8,9) und ziehen erstmals in ein Landesparlament ein. Die erst fünf Jahre alte Partei versteht sich als Teil einer "weltweiten Bewegung" im Internet-Zeitalter. Die FDP wird künftig nicht mehr dabei sein. Sie erzielte nur 1,8 Prozent (ZDF: 2). Sie setzte ihre Serie schwerer Niederlagen fort und flog in diesem Jahr schon zum fünften Mal aus einem Landesparlament. (SPIEGEL online. Umfragen bestätigt. Ergebnis als Kommunalwahl in einer Stadt einzuschätzen, die keinen Anlaß für Party und Jubel bietet angesichts 20 Prozent Hartz IV, hoher Arbeitslosigkeit und gescheitertem Multikulti.)

Der OB und der Papst: noch 6 Tage bis Weihnachten

(gh). Papst Benedikt XVI., der Lahrer Dekan und der Lahrer OB Müller stehen vor dem Himmelstor. Zuerst wird der Dekan hineingebeten. Nach einer halben Stunde kommt er mit gesenktem Kopf wieder heraus: "Ich habe ja alles falsch gemacht, ich habe alles falsch gemacht! Ich kann nicht in den Himmel."

Dann ist der Papst dran. Nach zwei Stunden kommt auch er wieder heraus und ist vollkommen am Boden zerstört: "Ich habe ja alles falsch gemacht, ich habe alles falsch gemacht! Ich kann nicht in den Himmel."

Zum Schluß geht OB Müller hinein. Es vergeht Stunde um Stunde. Schließlich kommt der liebe Gott aus dem Tor: "Ich habe ja alles falsch gemacht, ich habe alles falsch gemacht".

Ratgeber 'Zukunfts-Agenda für Führungskräfte' neu

(lifepr) -192 Seiten und 10 Gebote, die zum "Er-Folg" führen - Die "Zukunfts-Agenda für Führungskräfte" (Warhalla Fachverlag) gibt handfeste Regeln und Entscheidungsgrundlagen für Manager und Unternehmer. Buchautor Prof. Andreas Kiefer ist Chef der ADP Employer Services GmbH, der Deutschland-Tochter des weltweit größten Personalmanagementdienstleisters ADP mit rund 50.000 Angestellten. Kiefers Beispiele von Unternehmen wie Microsoft, Borgward oder Deutsche Post erklären anschaulich unternehmerische Spielregeln - und was passiert, wenn Manager sie nicht einhalten.

"Kein Manager darf sich entspannt zurücklehnen und hoffen, dass andere seine Arbeit evaluieren", erklärt Kiefer. Ebenso wie jeder Mensch sein eigenes Gewissen habe, so müsse auch jeder Manager sich stetig fragen: "Was soll ich tun? Was habe ich falsch gemacht?"

Die Anleitung zur Beantwortung dieser Fragen gibt Kiefer in der Neuerscheinung seiner "Zukunfts-Agenda für Führungskräfte", in der er die zehn Gebote des erfolgreichen Unternehmertums formuliert. Diese reichen von der stetigen Erfolgskontrolle anhand von Kennzahlen über den angemessenen Wettbewerbsgeist bis hin zum effektiven Mitarbeiterdialog.

Was passiert, wenn die Gebote missachtet werden, verdeutlicht Kiefer an Beispielen aus der Wirtschaft. Doch auch die im Buch genannten Vorbilder entstammen der Realität. So lobt Kiefer unter anderen den Konzern TUI für seinen gelungenen Unternehmenswandel vom Entsorgungsunternehmen Preussag zu einem der führenden Unternehmen in der Touristikbranche.

Immer wieder warnt Kiefer vor Überheblichkeit. Wer auf Platz eins sitzt, sollte sich in Platz zwei hineinversetzen. Sonst könne er dessen "Attacken" nicht standhalten. Nur so können Unternehmen leben und überleben. Ebenso müsse sich jedes Unternehmen Ziele setzen, die es nicht erreichen kann, damit es "stets zu ringen und zu streben habe".

Diese Weisheit hat Kiefer vom Sozialreformer und Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi abgeleitet. Was damals als "Persönlichkeits-Hygiene" formuliert wurde, kann laut Kiefer auch die Unternehmen sauber halten.

Die zehn Gebote für den Manager
1. Ich muss bedenken, dass Erfolg ganz wörtlich zu verstehen ist: als Folge meines Handelns.

2. Ich muss ein konkretes Zukunftsbild haben, keine vagen Visionen.

3. Ich muss dem Wettbewerber mehr zutrauen als der sich selbst.

4. Ich muss den Mut haben, auf Risiken zu verzichten.

5. Ich muss wissen, dass ich nicht für jedes Glied meiner Wertschöpfungskette die optimale Lösung bin.

6. Ich darf Neues nicht für eine Störung halten.

7. Ich muss verdienen, was ich verdiene.

8. Ich muss auch an die Allgemeinheit denken.

9. Ich muss unabhängig vom Mainstream sein.

10. Ich muss einen offenen Dialog mit meinen Mitarbeitern führen.

Zukunfts-Agenda für Führungskräfte
Von Andreas Kiefer
Walhalla Fachverlag
ISBN: 378-3-8029-3852-8 

Der Mars sieht aus wie eine Erbse

Treptow bei Berlin hat eine Sternwarte, und die Sternwarte hat ein großes Fernrohr; die Prospekte sagen, es sei das größte der Welt, davon wird es nicht größer.

Manchmal, an lauen, staubigen Sommerabenden, wenn in der ›Abtei‹ die Militärmusik randaliert und die Kellner der Bierabteilung schwitzen und die der Weinabteilung transpirieren und: – »Alauhm Se mal, das ist mein Stuhl! Fällt Ihnen denn überhaupt ein?« – »August, reg dich nicht auf – hier! setz dich da hin . . . !« (vergrollend) »Frechheit – –« ja, also dann sind wir die kleinen Eisentreppen hinaufgeklettert; manchmal war es sehr voll, dann mußten wir auf den Treppchen warten, bis wir an den Mars kamen oder an den Saturn. Ja, da standen wir. Bis die Milchstraße frei war, hatte man Muße, sich im Stehen einen kleinen zu denken.

Die treptower Sternwarte ist ein winziges Arsenal der Großstadt-Metaphysik. Sehr anspruchsvoll ist sie nicht, diese Metaphysik – aber hier, so auf den kleinen Eisentreppen, ruht das Radio-Gehirn einen Momang, wenn man so bedenkt, wie hoch der Himmel, wie hoch mag eigentlich der Himmel, weißt du das Max? Nein, Max weiß das auch nicht; wenn man so bedenkt . . . ja, das ist nun ganz weit weg, die wissen vielleicht gar nichts von uns, komisch . . . was für ein winziges Wesen der Mensch eigentlich ist . . . Sophokles . . . rasch tritt der Tod den Menschen . . . ach, Zimt . . . immerhin, was hat der Astronom vorhin gesagt? Fünf Millionen Lichtjahre.. das sind . . . , Donnerwetter . . . so, jetzt sind die da vorn fertig – wollen mal sehen: ich seh ja gar nichts – doch, da:

Ah –!

Ja – wie ne Erbse! Der Mars sieht aus wie ne Erbse. Man möchte meinen, laß doch mal! – wie ne Erbse. Ja, und ganz gelb. Da, sieh mal – (noch leicht versunken) fünfhundert Millionen Lichtjahre – man ist wirklich nur ein kleiner Haufen Elend . . . was spielen die da drüben? Ach, aus der ›Lustigen Witwe‹ – ja, ja – was es alles gibt . . .

Einmal, als wir da so standen und uns den religiösen Gedanken hingaben, da trippelte vor uns ein altes Mütterchen hin und her, hin und her . . . Was hatte sie nur? Und schließlich faßte sie sich ein Herz und ging auf den Astronomen zu, der da oben auf dem flachen, dunkeln Dach die Planeten beaufsichtigt, und sagte:

– »Haben Sie das nicht auch gehört, daß zwei ungeheure Sonnen kommen mit ungeheurer Geschwindigkeit auf die Erde zugeflogen? Ja – ja –.« Der Astronom hatte es nicht gehört. Die Frau wandte sich für ihre beiden Sonnen hilfeflehend an die Umstehenden. Zwei so gute Sonnen . . . »Haben Sie das gehört . . . ?« Manche lächelten spöttisch; manche waren ihrer Sache nicht ganz sicher und sahen angestrengt in den schwarzen Himmel, ob sie vielleicht dort die Sonnen sehen konnten . . . Nein, da war nichts. Die doppelte Sonnenfrau zog tief beleidigt ab.

Wenn sie nun aber recht hat?

Bis die Sonnen da sind, reagieren die entlaufenen Gläubigen ihre Reste an Religion auf den Sternwarten ab, begreifen für fünfzig Pfennig Entree den Kosmos und sind, unten angekommen, wieder im Vollbesitz ihrer irdischen Menschenwürde.

    · Kurt Tucholsky
    Aus: Deutschland, Deutschland.

(Quelle: Kurt Tucholsky: Gesammelte Werke in zehn Bänden. Band 7, Reinbek bei Hamburg 1975, S. 304-305.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000581717X)

Der Mars sieht aus wie eine Erbse

Treptow bei Berlin hat eine Sternwarte, und die Sternwarte hat ein großes Fernrohr; die Prospekte sagen, es sei das größte der Welt, davon wird es nicht größer.

Manchmal, an lauen, staubigen Sommerabenden, wenn in der ›Abtei‹ die Militärmusik randaliert und die Kellner der Bierabteilung schwitzen und die der Weinabteilung transpirieren und: – »Alauhm Se mal, das ist mein Stuhl! Fällt Ihnen denn überhaupt ein?« – »August, reg dich nicht auf – hier! setz dich da hin . . . !« (vergrollend) »Frechheit – –« ja, also dann sind wir die kleinen Eisentreppen hinaufgeklettert; manchmal war es sehr voll, dann mußten wir auf den Treppchen warten, bis wir an den Mars kamen oder an den Saturn. Ja, da standen wir. Bis die Milchstraße frei war, hatte man Muße, sich im Stehen einen kleinen zu denken.

Die treptower Sternwarte ist ein winziges Arsenal der Großstadt-Metaphysik. Sehr anspruchsvoll ist sie nicht, diese Metaphysik – aber hier, so auf den kleinen Eisentreppen, ruht das Radio-Gehirn einen Momang, wenn man so bedenkt, wie hoch der Himmel, wie hoch mag eigentlich der Himmel, weißt du das Max? Nein, Max weiß das auch nicht; wenn man so bedenkt . . . ja, das ist nun ganz weit weg, die wissen vielleicht gar nichts von uns, komisch . . . was für ein winziges Wesen der Mensch eigentlich ist . . . Sophokles . . . rasch tritt der Tod den Menschen . . . ach, Zimt . . . immerhin, was hat der Astronom vorhin gesagt? Fünf Millionen Lichtjahre.. das sind . . . , Donnerwetter . . . so, jetzt sind die da vorn fertig – wollen mal sehen: ich seh ja gar nichts – doch, da:

Ah –!

Ja – wie ne Erbse! Der Mars sieht aus wie ne Erbse. Man möchte meinen, laß doch mal! – wie ne Erbse. Ja, und ganz gelb. Da, sieh mal – (noch leicht versunken) fünfhundert Millionen Lichtjahre – man ist wirklich nur ein kleiner Haufen Elend . . . was spielen die da drüben? Ach, aus der ›Lustigen Witwe‹ – ja, ja – was es alles gibt . . .

Einmal, als wir da so standen und uns den religiösen Gedanken hingaben, da trippelte vor uns ein altes Mütterchen hin und her, hin und her . . . Was hatte sie nur? Und schließlich faßte sie sich ein Herz und ging auf den Astronomen zu, der da oben auf dem flachen, dunkeln Dach die Planeten beaufsichtigt, und sagte:

– »Haben Sie das nicht auch gehört, daß zwei ungeheure Sonnen kommen mit ungeheurer Geschwindigkeit auf die Erde zugeflogen? Ja – ja –.« Der Astronom hatte es nicht gehört. Die Frau wandte sich für ihre beiden Sonnen hilfeflehend an die Umstehenden. Zwei so gute Sonnen . . . »Haben Sie das gehört . . . ?« Manche lächelten spöttisch; manche waren ihrer Sache nicht ganz sicher und sahen angestrengt in den schwarzen Himmel, ob sie vielleicht dort die Sonnen sehen konnten . . . Nein, da war nichts. Die doppelte Sonnenfrau zog tief beleidigt ab.

Wenn sie nun aber recht hat?

Bis die Sonnen da sind, reagieren die entlaufenen Gläubigen ihre Reste an Religion auf den Sternwarten ab, begreifen für fünfzig Pfennig Entree den Kosmos und sind, unten angekommen, wieder im Vollbesitz ihrer irdischen Menschenwürde.

    · Kurt Tucholsky
    Aus: Deutschland, Deutschland.

(Quelle: Kurt Tucholsky: Gesammelte Werke in zehn Bänden. Band 7, Reinbek bei Hamburg 1975, S. 304-305.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000581717X)