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Wenn du und das Laub wird älter,
und du merkst, die Luft wird kälter,
und du fiehlst, daß du bald sterbst,
dann is Herbst.
(Dieter Hildebrandt, aus „Schlesischer Jahreszeiten-Zyklus“)

(gh) - Randgruppen haben ihre Tage, gestern war "internationaler Friedenstag", heute ist "europäischer autofreier Tag", der für ein älteres  Herbolzheimer Ehepaar  zu spät kommt, das von seinem rückwärtsfahrenden Automatik-Pkw überrollt und schwer verletzt wurde. Da bleibt dem Rest  der normalen Menschheit, die den Randständigen ihr Hiersein finanziert, nur der Herbstanfang, soweit der ihr von der Klima-Antifa  noch gelassen wurde.  In Australien, zum Beispiel, haben sie gleichzeitig immer alle vier Jahreszeiten zur Auswahl. Die fünfte dagegen, welche gerade in Deutschland abgeschafft wurde, gönnten sie sich gar nicht.  Wer sich vornimmt, wenn er alt ist, Koalas in Ausstralien zu streicheln statt mit Teddybären auf deutschen Bahnhöfen herumzuwerfen,  muss dem Zeitungsheilpraktiker  folgen, der weisse Bescheid, es ist nur eine Frage der Zeit, bis es auch mal für ihn klappt, irgendwo CDU-Stadtrat zu werden.  Bis dahin aber rät er: "In Würde alt werden - 'Heilsame Natur':   im Alter einfache, frische Kost".  Und vorher? Nicht nur Grünzeug. Oder gab's  für Minister Lucha  nur Salat, als  er, immer Sonntag, zweimal kabarettistisch geladen essen war? Wer im richtigen Dorf alt  wird, muss nicht nach Australien, um was zu erleben,  der wird vom Schultes bedient, schließlich hat der die freie Wahl. Schoko oder Vanille. "Bürgermeister spendiert Eis für Seniornezentrum".  Hat er auch einen schönen Gruß vom Steuerzahler  ausgerichtet? Gibt's dort keinen Arzt oder gar Heilpraktiker? Sonst wüssten sie:  "Nach einem arbeitsreichen Leben freuen wir uns alle  auf viele gesunde  Jahre im Ruhestand, um endlich  das zu tun,  was wir schon immer wollten. Dass das so wird und lange bleibt,  muss man einige  Spielregeln beachten.Was kann ich selber tun? Dazu hat der Heilpraktiker in der Serie 'Heilsame Natur' sich Gedanken gemacht". In welcher Welt lebt denn der? Nun ist ja selten Natur, wo Natur draufsteht, so wie kein Meister vom Himmel fällt,  außer in Rathäusern. Burladingen hat gerade einen neuen gewählt, schreibt dpa, nachdem der von der AfD aufgeben musste.  Fünf Kandidaten, davon einer allein auf weiter Flur im ersten Rutsch:  "Mit 92,1 Pozent der Stimmen hat der Calwer Ortsvorsteher Davide Licht die Bürgermeisterwahl in Burladingen gewonnen". Nun, das mit dem Calwer Ortsvorsteher ist ein Fake, der Richtigstellungsversuch  folgt auf dem Pferdefuß sogleich: "Schon im Vorfeld  der Wahl war der hauptamtliche Ortsvorsteher  von Altburg und Hirsau sowie Liegenschaftsleiter bei der Stadtverwaltung  Calw als klarer Favorit ins Rennen gegangen".  Nachzutragen wäre noch,  dass die Hälfte der Wahlberechtigten zuhause blieb, die vier weiteren Kandidaten keine Wählbarkeit versprachen. Wer vom Rathaus kommt,  muss allerdings auch nicht klüger sein,  oder wer kann verstehen, was pm den Bewohnern einer Kleinstadt sagen  will? "SD. NET heißt  das System, das mit Beginn der neuen Sitzungsperiode imSeptember eingeführt wurde. Es löst das bisherige Ratsinfosystem Allris.net ab. Ein Hauptgrund für den Wechsel war, dass es für das bisherige System keine Updates mehr gab, so die Stadt. Außerdem  ist SD.NET einfacher in derHandhabung... Wer am liebsten mit Smartphone oder Tablet arbeitet, kann sich auch eine passende Bürger-App sowohl für ios als auch für Android herunterladen". Da hat es ein Leidartikler leichter, das Eckige an einem runden Minister an Toren  zu  befördern. Wer mit  "Die zwei Seiten eines Ministers" einem "Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU)" eine positive Seite abgewinnen will, sollte dies aber nicht mit einer gescheiterten Energiewende versuchen. "Einerseits präsentierte er kürzlich seinen ambitionierten Entwurf für eine Klima-Charta, die im gesellschaftlichen Konsens den Weg zur deutschen Klimaneutralität bis 2050 festlegen soll. Andererseits legt er den Entwurf  fürdie Reform des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG) vor. Dieser kann den Anspruch der Klima-Charta an wesentlichen Stellen nicht ausfüllen".  Ob Bockmist oder Bullshit, gehupft wie gesprungen.  Wer "Klima"  oder gar "Klima-Neutralität"  nachplappert,  stirbt auch, denn ohne Klima ist alles tot. Die Erde kennt nur Klimawandel, auch wenn Nachtwandler im Bildungsdunkel  anderes behaupten. Anscheinend genügt ihnen der Weltuntergang durch die politische Pest nicht: "Corona: wieder mehr Fälle bei Älteren - Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist  so hoch wie zuletzt vor fünf Monaten". Wenn sogenannte positive Tests Infektionen wären, müssten die Bestatter nicht kurzarbeiten.  Fakes, Fakes, Fakes. "Hunderte Betroffene nach Corona-Geburtstagsparty". Auch der Grund hierfür ist ein  Fake: "Mit Milliarden-Krediten gegen Corona - Grün-Schwarz einigt sich auf Neuverschuldung  - Wohin das Geld fließen soll, ist offen".  Woher es kommt, weiß jeder.  Noch ein Fake, damit die Zeitungsseele ihre Ruhe hat am Friedenstag: "Warnstreiks in Kliniken und Kitas drohen - Arbeitskampf ab Dienstag". Streik ist Streik,  zu warnen sind nur die Bürger vor Nonsens, wenn's um ihr Geld und weniger um ihre Gesundheit geht. Die bringt der das Heil Praktizierende: "Nach dem Aufstehen Atemübungen am offenen Fenster. Kniebeugen - Gelenke ernähren sich von Diffusion und die Muskulatur lebt von der Bewegung. Dehnen - Strecken auch für Sehnen und Gelenke. Nach dem Frühstück einen kleinen Spaziergang". Etwa in die Natur? Vorsicht! Natürlich ist, wenn der Stärkere den Schwächeren frisst!

Der Interkulturelle Garten ist von den Vereinten Nationen geehrt worden
In der Sitzung des Interkulturellen Beirats haben die Mitglieder die Stimmungslage der Migranten in der Stadt skizziert. Der Interkultureller Garten erhält die Auszeichnung im Rahmen der UN-Dekade Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt...Freuen sich über die UN-Auszeichnung: Thi-Dai-Trang Nguyen, Andreas May (Integrationsbeauftragter der Stadt Lahr) und Oberbürgermeister Markus Ibert... Bürgermeister Guido Schöneboom freute sich über die Früchte der Landesgartenschau. Der Interkulturelle Garten sei eine von drei Aktivitäten, die nach der Schau weitergeführt werden...
(Badische Zeitung. Erst war Lahr eine Nummer in Kasachstan, nun in der ganzen (Dritten) Welt. Bei so vielen Schulden von "Früchten" zu sprechen, wenn das nicht altbekanntes Neusprech ist.)

Frau mit Messer lebensgefährlich verletzt
Kann die Polizei keine Presseberichte schreiben?
(gh) - Am Sonntag wird beim Offenburger Bahnhof eine 53-jährige Frau von einem Mann mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Wieder so eine Wischi-Waschi-Einmann-Geschichte. Wie sah der Mann aus, der geflüchtet ist? Wann wacht die Stadt auf, oder was muss noch alles passieren? Warten, bis dann der Psychologe kommt? Hat sich der Bahnhof nicht zu einem gefährlichen Brennpunkt entwickelt? Wann wird dagegen etwas unternommen?
So schreibt die Polizei, ist das absichtliche Verharmlosung oder lernen die Beamten es nicht besser:

Mit Messer attackiert
Offenburg (ots) - Nach einer Auseinandersetzung am Sonntagnachmittag im Bereich des Offenburger Bahnhofs haben die Beamten der Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Nach derzeitigem Sachstand soll ein noch unbekannter Mann gegen 15.30 Uhr mit einer 53 Jahre alten Frau in Streit geraten sein. Der zunächst verbale Disput soll dann in eine handfeste Auseinandersetzung übergegangen sein, in deren Zuge der Mann ein Messer gezückt und gegen die 53-Jährige eingesetzt haben soll. Die Frau erlitt durch den Angriff lebensgefährliche Verletzungen und musste durch hinzugerufene Helfer des Rettungsdienstes in ein Krankenhaus gebracht werden. Mittlerweile ist sie außer Lebensgefahr. Eine unmittelbar eingeleitete Fahndung nach dem Täter blieb zunächst ohne den erhofften Erfolg. Die Ermittlungen zur Identität des Mannes laufen derweil auf Hochtouren.
(Polizeipräsidium Offenburg)

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NACHLESE
Merkels absurdes Narrativ
Migrationspolitik in Europa: Deutschland ist der Geisterfahrer – nicht die anderen. 2015 soll sich nicht wiederholen, sagte sogar die Kanzlerin. Doch statt eigene Fehler einzugestehen, erwartet man in Berlin und Brüssel, dass die anderen die deutschen Fehler nun mitmachen. Deutschland ist durch seinen sturen Hypermoralismus in einer verfahrenen Lage.
VON Ferdinand Knauss
...Die gesamte politische Klasse Deutschlands offenbart gerade ein beängstigendes Ausmaß an Unwillen, aus den eigenen Fehlern der Vergangenheit klüger zu werden. ..Nach Irrtümern und Fehlern solcher Dimension sind in einer funktionierenden Demokratie eigentlich umfassende Erneuerungsprozesse, nicht zuletzt personelle fällig. Aber es haben ja fast alle mitgemacht bei den Irrtümern und Fehlern. Es gab dank der von Merkel orchestrierten programmatischen Selbstaufgabe der Union keine Opposition, die das Ruder hätte herumreißen können..
(Tichys Einblick. Hat sie überhaupt einen Führer*in-Schein?)
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Geheimtreffen von Merkel vor der Pandemie mit WHO und Gates
Anwalt bereitet Sammelklage gegen Drosten & Co. vor
Der deutsch-amerikanische Rechtsanwalt Dr. Reiner Fuellmich berichtet in diesem Video-Interview mit dem früheren Münchner Radiomoderator Markus Langemann (clubderklarenworte.de) von einer Sammelklage von Geschädigten der Corona-Politik. Es habe vor der Pandemie im Mai 2019 ein Treffen von Merkel, Spahn und Drosten, dem RKI, einem Vertreter der WHO, der Bill & Melinda Gates-Stiftung und des Welcome Trust gegeben. Es gäbe dazu ein Video. Fuellmich, Mitglied im Corona-Ausschuss, castet seit Monaten eine hochkarätige Rechtsanwaltsmannschaft zusammen. Unter den Beratern befinden sich Experten, die eine Sammelklage von nie gekanntem, historischem Ausmaß vorbereiten. Der gebürtige Bremer selbst ist zugelassener Anwalt in den USA und in Deutschland. Seine Habilitationsschrift hat er über den „Anglo-Amerikanischen Trust und das deutsche Treuhandrecht“ verfasst.Fuellmich ist ein juristischer Hochkaräter, der nach Untersuchungen von einem betrügerischen Vorgehen von Prof. Christian Drosten und seinem Umfeld überzeugt ist. Er bringt es auf den Punkt: „PCR-Tests können und dürfen Infektionen nicht feststellen. (…) Ohne PCR-Test keine Pandemie.“
(pi-news.net)

Hans Hofmann-Reinecke
Das Irrenhaus hat einen neuen Namen: Moorburg
Wenn uns mitgeteilt wird, dass im Rahmen von Kohle- und Atomausstieg weitere Kraftwerke „vom Netz gehen“, so ist das eine euphemistische Umschreibung dafür, dass milliardenschwere, voll funktionsfähige Investitionsgüter demoliert werden. Nun soll das modernste konventionelle Kraftwerk in der Nähe von Hamburg zerstört werden. Ein weiterer Akt planloser und gewalttätiger deutscher Energiepolitik. Dazu eine historische Analogie.
(achgut.com. Kennt das Volk seine Vertreter nicht, die es gewählt hat oder ist ihm egal, wer die Schlüssel hat?)

Achgut.tv
Broders Spiegel: Woher kommen die Umfrage-Mehrheiten?
Video. Immer wieder gibt es Umfragen, nach denen eine deutliche Mehrheit der Deutschen voll hinter den Corona-Maßnahmen der Regierung steht. Wie kann das sein, dass die Menschen es mehrheitlich gut finden, vieler Grundrechte beraubt und wie Unmündige bevormundet zu werden? Fatalerweise wird diese Umfrage-Zustimmung wiederum als Legitimation für die Fortführung von Ausnahmezustand und kleinlichen Reglementierungen des Alltags genutzt.
(achgut.com. Wer noch kein Depp ist, muss es mit den Deppen halten, sonst ist er der Dumme.)

Brüssels Hybris pur
Ursula von der Leyen will die Zukunft für alle Europäer gestalten
Der Dreiklang von Coronakrise, Klimakrise und Migrationskrise dient einzig und allein dem Umbau, der Transformation Europas in einen Zentralstaat, indem die Brüsseler Bürokratie und nicht mehr der Bürger den Souverän bildet.
VON Klaus-Rüdiger Mai
Nachdem Ursula von der Leyen sachkenntnisfrei, aber sehr teuer beraten, die Bundeswehr in einem Zustand hinterlassen hat, dass man sich nicht den Verteidigungs- oder Katastrophenfall vorstellen mag, arbeitet sie mit ihren Beratern nun unverdrossen an Europas Zukunft, an einer Utopie, die – steht zu befürchten – wie alle angestrebten Utopien in der Geschichte in einer Dystopie enden wird. Die Wegskizze publizierte sie in einem Beitrag in der Welt vom 19. September.Der Text der Kommissionspräsidentin lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig, er dokumentiert Realitätsferne, fehlende Geschichtskenntnisse und den unbeirrbaren Willen, die Vorherrschaft der Finanzwirtschaft, die den Mittelstand zerstören wird, durchzusetzen...
(Tichys Einblick. Das "Weibervolk" ist die neue Volksfront, wer den Löffel aus der Hand gibt, kriegt erst eine auf dergl. und danngibt er ihn ganz ab. Wo ist Adenauer? Würde der nicht sagen: " wir haben einen Abgrund von Landesverrat im Lande"? Leser-Kommentare: "Napoleon war kleingewachsen, ebenso wie Stalin und Mussolini. Und Frau vdL ist nicht viel größer als ein G36. Vielleicht mußte es deshalb weg. Je kleiner diese Gesellen, desto größer der Größenwahn. Wie das immer endet, wissen wir. Man kann sich deshalb schon mal vorbereiten.
Ihre Vorstellung vom europäischen Superstaat muß ich immer beim Gang durch die Innenstadt ertragen. Ein babylonisches Sprachenwirrwarr. Nur: Französisch, Schwedisch, Spanisch, Finnisch etc. ist nicht zu vernehmen. Vielleicht lebe ich auch nur in einer anderen EU…". "Und deshalb können wir uns in Foren wie diesem mit mehr oder weniger zynischen oder wütenden Kommentare die Finger wund schreiben. Helfen würde nur, massiv auf die Straße zu gehen. Mit oder ohne Abstand".)

Dushan Wegner
Herr Merz und sein Geschwätz von „wir“ und „uns“
Friedrich Merz sagt, ein paar „Flüchtlinge“ aufzunehmen, "überfordert uns nun wirklich nicht“. Man gönnt Herrn Merz seine Villa, sein Flugzeug, sein Geld – doch diese Heuchelei, die „uns“ sagt, aber „die Bürger in den Brennpunkten“ meint, die stößt bitter auf.
(achgut.com. Karneval fällt aus, aber Karnevalisten bleiben.)

Abgelehnter Asylbewerber
Autobahnattentäter erwab Führerschein in Berlin
Im Fall des Berliner Autobahnattentäters Sarmad A. gibt es neue Erkenntnisse. Obwohl der abgelehnte irakische Asylbewerber wegen fehlender Ausweisdokumente mehrfach nicht abgeschoben werden konnte, hat er seinen Führerschein in der Hauptstadt gemacht und eine gültige Fahrerlaubnis erhalten. Auch ein Auto konnte sich der Moslem leisten, dabei bezog er nur Asylleistungen.
(Junge Freiheit. Hat Merkel nicht hierfür geworben?)

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DAS WORT DES TAGES
Es war 1986 in Zürich, einer der ersten Kongresse bei denen auch unsere Brüder aus der DDR mit dabei sein durften, der traditionelle freie Tag war ein Ausflug auf die Heidi Alm; ich wanderte mehr zufällig mit den DDR Kollegen und bekam so über mehrere Stunden Einblick in die Gruppendynamik meiner Kollegen (mit denen wir später noch jahrlang zusammenarbeiteten, den unübersehbaren Aufpasserkollegen hatte man dann später „zurückgezogen“), es gab eine heftige und lange Diskussion, ob denn jenes Verhalten gegen das „Kollektiv“ gerichtet sei. Dieses schien eine Totsünde zu sein, so heftig wurde darüber diskutiert. Ja, vom Ich zum Wir lebt. 1989 war nicht das Ende der DDR sondern der BRD!
(Leser-Kommentar, Tichys Einblick)
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Markus Gärtner im Gespräch mit dem belgischen Historiker David Engels
Der Kampf gegen den Niedergang des Westens
Der belgische Historiker David Engels hat mit seinen Büchern hohe Wellen geschlagen, zuletzt vor sechs Jahren mit dem Bestseller „Auf dem Weg ins Imperium“, in dem er historische Parallelen zwischen der jetzigen EU und dem Niedergang der ausgehenden Römischen Republik deutlich machte. Große Beachtung fand auch „Renovatio Europae“, in dem Engels 2019 sein Plädoyer für einen Neubau Europas hielt.Engels sieht den Westen im Niedergang und erwartet einen (rasch nahenden) inneren Zusammensturz der abendländischen Gesellschaft. Jetzt hat er ein Buch herausgebracht, das den Titel „Was tun? – Leben mit dem Niedergang Europas“ trägt. Darin formuliert Engels insgesamt 24 „Gedanken und Ermutigungen“, wie wir auf einer ganz persönlichen Ebene „die lebendige Essenz unserer abendländischen Kultur weiter aufrechterhalten und für bessere Zeiten konservieren können“.Aus seiner Sicht stehen wir gesellschaftlich am Abgrund, haben aber noch einen letzten Schimmer Hoffnung: „Überall“, schreibt er in seinem neuen Buch, „wandelt die Unzufriedenheit mit dem gegenwärtigen System sich langsam – vielleicht zu langsam – in die politische Tat um und zeigt, dass noch nicht jede Hoffnung zu spät kommt“.Ich habe mit Engels über den Niedergang gesprochen und ihn gefragt, was er seinen Lesern jetzt empfiehlt, damit wir alle ein Stück Abendland in eine ungewisse Zukunft retten können. Hier können Sie das Buch von David Engels bestellen und hier geht es zum Youtube-Kanal von David Engels mit einigen sehr informativen Interviews und Debatten.
(pi-news.net)

Corona-Lage spitzt sich zu – Söder plädiert für Ministerpräsidentenkonferenz
..Wegen der Corona-Infektionslage im bevorstehenden Herbst will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erneut die Ministerpräsidentenkonferenz zusammenrufen. Er wolle dazu in dieser Woche mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sprechen, sagte er nach Angaben von Teilnehmern am Montag in einer Sitzung des CSU-Vorstands. Die Konferenz der Länderchefs könnte dann in der kommenden oder in der übernächsten Woche stattfinden. In München und anderen Corona-Hotspots in Bayern soll es eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen geben, wo Abstandsregeln nicht eingehalten werden. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter kündigte zudem neue Kontaktbeschränkungen an. Es dürfen sich ab Donnerstag nur noch fünf Personen treffen, oder zwei Haushalte oder Verwandte in direkter Linie. Zudem dürfen sich bei privaten Feiern künftig nur noch maximal 25 Menschen in geschlossenen Räumen und 50 Menschen im Freien treffen.
(welt.de. Hysterie. Münchner Bewegung. Politische Veitstänzer.Einer dreht durch, hat aber die meisten "Fälle" zuhause. Genügt ihm eine Diktatorin nicht? Eine "Ministerpräisdentenkonferenz" kennt das Grundgesetz nicht."Im Land sterben weniger Menschen als sonst üblich. Leser-Kommentare: "Das, was der Herr Söder, in seiner Rolle als Opportunitätspräsident, immer mal wieder, sind Frontalangriffe auf die demokratische Ordnung der Bundesrepublik. Diese unsägliche Maskenpflicht inkl. aller anderen Beschränkungen gehören regelmäßig auf den Prüfstand und nicht noch weiter ausgeweitet". "Bin verwirrt... Söder weiß mehr als Prof. Drosten , der am 9. September 2020 sagte: „Wir wissen nicht, ob nicht die Verwendung von Alltagsmasken in großer Verbreitungsweite, ob das nicht dazu führt, dass im Durchschnitt die erhaltene Virusdosis in einer Infektion geringer ist und dass im Durchschnitt des Krankheitsverlauf auch weniger schädlich sein könnte, aber das ist eine reine Spekulation. Dazu gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Und es gibt umgekehrt eben Länder, in denen man sagen kann, es wurde von Anfang an durchgängig Maske getragen, dazu gehören sehr viele asiatische Länder und trotzdem ist es zu großen Ausbrüchen gekommen. Vielleicht sollte Söder doch noch den Titel 'Chefvirologe' annehmen".)

Schirmeck, Elsass, nationale Gedenkstätte.

Alarmismus an der Oker
Braunschweiger CDU fordert Alarmsirenen gegen Donald Trump
Die Präsidentschaft Trumps und der Brexit stehen für die CDU in Braunschweig in einer Reihe mit der russischen Annexion der Krim und der Bedrohung durch islamistische Terroristen. Darum bräuchte man neue Sirenen. War die CDU nicht mal die Partei der Transatlantiker?..
VON Alexander Wallasch
(Tichys Einblick. Genügen Merkels Blockflöten nicht? Der von NSDAP in Koalition mit Bürgerlicher Einheitsliste aus DVP, DNVP, Zentrum und Landbund regierte Freistaat Braunschweig bürgerte Hitler ein, indem er ihn zum Regierungsrat der braunschweigschen Gesandtschaft beim Reichsrat ernannte. Seit 1925 war Hitler staatenlos, Versuche der NSDAP in Thüringen, ihn zum Kunstprofessor in Weimar, zum Professor für Organische Gesellschaftslehre und Politik an der Braunschweiger Universität und zum Gendarmeriekommissar einer zehnköpfigen Dienststelle in dem kleinen thüringischen Ort Hildburghausen zu machen, scheiterten an den übrigen Parteien. Hitler wurde bereits als "Hauptmann von Hildburghausen" verspottet, Europa lachte über ihn.)

Migrationsapolitik
Integration gescheitert? Schweden steuert um
Lange hatte Stockholm einen Zusammenhang zwischen Bandenkriminalitätund Einwanderung zurückgewiesen.Doch inzwischen geben sogar die Sozialdemokraten zu, dass die Integration teils gescheitert ist.In Schweden beginnt, was noch vor Jahren undenkbar schien.
(welt.de. Daneben geschossen ist nicht teils gescheitert. Braucht Deutsachland wieder noch länger als andere, um die Realität zur Kenntnis zu nehmen?)
Integration in den Arbeitsmarkt
Der Irrtum von den ewig arbeitslosen "Flüchtlingen"
Die Integration von "Flüchtlingen und Asylsuchenden" in den deutschen Arbeitsmarkt kommt einer neuen Studie zufolge gut voran. Und das auch trotz der Corona-Pandemie, die inzwischen vielerorts zu Rückschlägen geführt hat....Fast 16 Prozent der deutschen Unternehmen beschäftigten "Flüchtlinge" zuletzt in einem regulären Arbeitsverhältnis. 2016 taten dies nur gut zehn Prozent. Auch Ausbildungen sind häufiger geworden: Zuletzt bildete jedes zehnte Unternehmen "Flüchtlinge" aus (2016: sieben Prozent). Der Anteil der Unternehmen, die sie als Praktikanten anstellte, sank hingegen. Insgesamt gab fast jedes vierte Unternehmen an, dass es mindestens einen "Flüchtling" beschäftigt oder dies in den vergangenen drei Jahre getan hat. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA), das am arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) angesiedelt ist und vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird..
(welt.de. Welch ein Zufall aber auch, beide Artikel stehen nebeneinander. Der Text scheitert bereits als Fake durch Begriffsverwirrung - "Flüchtlinge", "Asylbewerber" - voll daneben!  falsche Leser-Kommentar: "Diese Jubelstudien und die daraus entstehenden Jubelartikel sind Augenwischerei zur Vertuschung der Gesamtsituation. Es zählt nur EIN Fakt, wie viele "Flüchtlinge" sind in der Lage sich (und im Idealfall auch ihre Familie) durch regelmäßige Arbeit selbst zu ernähren? Da werden die Studienersteller leider ganz still ... es ist nämlich völlig schnurz, wie viele "Flüchtlinge" feste Stellen bekommen haben, wenn diese Arbeitsstellen nur mit staatlichen Zuschüssen exitistieren können. Integration bringt unserer Gesellschaft nur etwas, wenn diese Leute aus eigener Kraft ihr Leben führen können. Dies ist aber eben nur in Ausnahmefällen so - der Großteil wird immer auf staatliche Unterstützung angewiesen sein, wird also (salopp ausgedrückt) ohne Aussicht auf Änderung von uns durchgefüttert".)

Ein identitätspolitisches Chaos verstört die Bundesbürger immer mehr

Von CANTALOOP

Unser neuzeitliches Deutschland ist dasjenige Land, in dem scheinbar die Gemeinsten und Widerwärtigsten sämtliche Fäden in der Hand halten. Ferner drauf und dran sind, Vieles an Werten, Sicherheit und Tradition nachhaltig zu zerstören. Hochaggressiver „Antifaschismus“, der längst die Deutungshoheit über viele gesellschaftliche Themen für sich beansprucht, legt sich wie Mehltau über die Republik und erstickt die Demokratie immer mehr.

Darüber hinaus genügt es den vereinigten Linksparteien längst nicht mehr, ihren Willen hinsichtlich von Klimafragen, Migration, Energiewende und Islam durchzusetzen. Nein – sie verlangen darüber hinaus auch noch, dass man es gefälligst als gut zu empfinden hat, wie derzeit die Gesellschaft neu ausgerichtet wird. Und wie wir sehen, klappt dieses Vorhaben bestens. Wer ihnen nicht gehorcht, wird als Person und Bürger sukzessive entmenschlicht.
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Zudem: wer öffentlich gegen derart moralisch aufgeladene Doktrien, Corona-Hype, Ökosozialismus oder dergleichen mehr aufbegehrt, wird politisch, medial und nicht selten auch in seiner bürgerlichen Existenz vernichtet. Widerspruch und Nonkonformität gegen solch eine sture und religionsähnliche Dogmatik sind demnach sinnlos, weil sie ohnehin als „Häresie“ gelten.

Die Weltsicht aus der Perspektive der vermeintlich Unterdrückten wird allgegenwärtig
Mit Wissenschaft, Wahrheit und Vernunft hat das alles nur noch sehr bedingt zu tun. Es funktioniert vielmehr nur innerhalb von identitätspolitisch verankerten Vorgaben, die jedoch nicht näher hinterfragt werden dürfen. Diese Art von identitätslinkem Skeptizismus gegenüber der objektiven Wahrheit stellt somit die methodische Grundlage all jener postmodernen Weiterentwicklungen des Antirassismus und gleichwohl des Genderwahns dar.

Sinnbildlich dafür steht die Aussage, dass nur weiße Menschen Rassisten sein könnten und biologische Geschlechter nicht existieren. Aufgrund dessen ist ein breites Spektrum von Opferkategorien entstanden. Mittendrin natürlich all jene Neubürger, die sich als Flüchtlinge, People of Colour und natürlich Muslime verstehen. Im Umkehrschluss werden die Interessen der indigenen Stammbevölkerung immer weniger wahrgenommen.

Das Gedankengebäude von „Sozial Justice“ steht nun über allen rationalen Erkenntnissen
Doch wie kann man so eine spezielle „Heilslehre“, die im Grunde fast alle Thesen des gesunden Menschenverstandes konterkariert, überhaupt etablieren? Ganz einfach: Dazu analysiert man das Zielland, identifiziert gesellschaftliche Gruppen, die empfänglich für die gewünschte These sind, und streut dann den entsprechenden Samen. Den Rest erledigen die Zielpersonen in ihrer Echokammer selbst, die wie ein Treibhaus funktioniert – und sämtliche Vorgänge amplifiziert. Auf diese Weise destabilisiert man ganze Völker ohne großen Aufwand und verhilft dadurch Personen, die im richtigen Leben nicht einmal imstande wären, einen Krämerladen zu führen, zu Autorität, Geltung und Sendungsbewusstsein, um so ganze Nationen in eine regelrechte Duldungsstarre zu zwingen.

Als Beispiel: Die kapriziöse Claudia Roth und ihr sozio-alternativ geprägtes Umfeld verfügen über mehr Macht, Einfluss und Anerkennung, als es sich weite Teile des konservativ-liberalen Bürgertums überhaupt vorstellen können. Selbst wenn diese Frau fortan kein einziges Wort mehr sagen würde, sondern stattdessen nur noch kryptische Tonfolgen und Körpergeräusche von sich gäbe, würden sogleich Heerscharen von grünlinksbunten Journalisten bereitstehen, um selbige bereitwillig aufzunehmen.

Verlierer und Luschen werden zu „Social Warriors“ hochstilisiert
Anstelle von Roth könnte natürlich jede beliebige Personen unserer derzeitigen Groko-Regierung und deren angehängtem Medientross eingefügt werden. Dieses zugegebenermaßen unappetitliche Beispiel soll einmal mehr verdeutlichen, dass es auch parlamentarisch längst nicht mehr um das Wohlergehen der Deutschen geht, ja nicht einmal mehr um Wahrheiten oder Inhalte.

Als Konklusion fordert dieses System: Macht Schluss mit eurem Wohlstand und weißen Vorrechten, gebt eure unverdienten Privilegien an die ins Lande strömenden Minderheiten weiter! Eine ganze Generation von jungen Deutschen folgt dieser Maxime schon bereitwillig. In Köln wurde bei der Kommunalwahl am 13. September exakt jene Öko-Partei, die die Auslöschung aller uns vertrauten und geliebten Traditionen massiv vorantreibt, von fast der Hälfte derjenigen Wähler zwischen 16 und 25 ausgesucht (siehe Grafik r.). Hier werden also bereits Tatsachen geschaffen, die sich in naher Zukunft weiter dynamisieren werden.
(pi-news.net)

Röschens blumige „Traum“-Rede zur Lage der Europäischen Union

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

EU-Kommissionschefin von der Leyen hat gesprochen. Wer ein „Machtwort“ erwartet hatte, sieht sich getäuscht, aber hat die Zusammenhänge nicht kapiert:

1. „Röschen“ vdL hat gar keine Macht, von sich aus etwas zu ändern. Ohne die Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten ist sie kaum handlungsfähig. Noch immer ist die EU so konzipiert, daß sie nicht „auf Knopfdruck von oben“ regiert wird.

2. Es fehlt innerhalb der Union noch immer ein notweniger Konsens.
Man kann von der Leyen zwar nicht vorwerfen, wichtige Fragen ausgespart zu haben. Mit ihren Vorschlägen und Forderungen entwarf sie jedoch eine idealtypische EU, die man sich gerne wünschen würde, von der die Kommissionschefin jedoch nicht überzeugend darlegte, wie sie unter den gegebenen politischen Umständen realisiert werden soll. Von innerer Geschlossenheit ist die EU ebenso weit entfernt wie von außenpolitischer Stärke.

Mit dem Bild, das die EU im Jahr 2020 abgibt, wird sie ihren eigenen Ansprüchen in vielen Punkten nicht gerecht, wie sich gerade während des Corona-Ausnahmezustands gezeigt hat.

Wie innerlich zerrissen die EU auch beim Thema Migration ist, hat der Brand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos schonungslos offengelegt. Das Flüchtlingslager hätte eigentlich nicht existieren dürfen, wenn Europa sich selbst ernst nehmen würde. Eigentlich hätten dort nur 2.800 Asylbewerber untergebracht werden dürfen, tatsächlich waren es jedoch fast 13.000 Flüchtlinge. Das sehr liberale und philanthropische Europa hat damit sein wahres Gesicht gezeigt. Das europäische Asylsystem ist nur eine Idee, und es kann lange dauern, bis ein wirklicher Kompromiß zwischen europäischen Ländern erreicht wird

Der Umgang mit Flüchtlingen und die rasche Bearbeitung ihrer Asylanträge sollten keine Herausforderung sein, die eine wohlhabende Gemeinschaft von fast einer halben Milliarde Menschen nicht meistern könnte. Aber nach der Flüchtlingskrise vor fünf Jahren und dem Chaos, das durch den unkontrollierten Zustrom von Menschen hervorgerufen wurde, erhitzt das Thema nach wie vor die Gemüter. Politiker wiederholen eifrig ihre Menschenrechtsthesen, richten ihr Handeln aber immer nur dann nach ihnen aus, wenn es sie politisch wenig kostet

Die Migrationsfrage ist eine Schicksalsfrage für den Zusammenhalt der gesamten Europäischen Union geworden. EU-Kommissionschefin von der Leyen erklärte in ihrer Rede, die Dublin-Verordnung solle abgeschafft werden. Darin ist unter anderem festgelegt, daß Asylbewerber ihre Anträge in dem EU-Land stellen müssen, das sie als Erstes betreten haben. Stattdessen solle es ein neues System zur Steuerung der Migration mit gemeinsamen Strukturen und einem starken Solidaritätsmechanismus geben.

Als ob wir nicht schon genügend Sorgen hätten, beginnt erneut die Diskussion um Quoten zur Verteilung von Flüchtlingen!

Noch sind keine Details bekannt, aber es ist zu bezweifeln, daß die EU ihren Mitgliedstaaten etwas aufzwingen kann, das diese womöglich gar nicht wollen. Statt einer funktionierenden Migrationspolitik könnte es am Ende nur noch mehr geschlossene Grenzen geben, sowohl innerhalb Europas als auch gegenüber dem Rest der Welt.

Die nie gestellte Frage
Daß Deutschland und Frankreich einen Teil der Menschen aus dem abgebrannten Lager Moria aufnehmen, ist zwar eine schöne humanistische Geste. Gleichzeitig motiviert sie aber weitere Migranten, gen Norden aufzubrechen. Warum immigrieren arabische Migranten eigentlich nicht in reiche arabische Länder? Warum sind die europäischen Spitzenpolitiker nicht in der Lage, sich diese Frage ernsthaft zu stellen?“

Die Antwort drängt sich geradezu auf: weil sie zu feige sind, die Wahrheit auszusprechen und danach zu handeln. Wirtschaftsinteressen gehen vor – weshalb man den arabischen Handelspartnern diese Fragen ersparen will. Also werden die „Flüchtlinge“ weiterhin nach Europa gelotst werden.

Das wird auch weiterhin so bleiben. Selbst wenn die Grünen im nächsten Jahr Koalitionspartner in der Bundesregierung werden sollten, genügt ein Blick nach Österreich, um die verlogene Moral auch bei den Grünen zu erkennen:

Trotz grüner Regierungsbeteiligung nimmt Österreich nach derzeitigem Stand keinen einzigen Menschen auf.

Eine humanitäre Grundhaltung schließt nicht aus, daß viele nicht auch die Schwierigkeiten bei der Integration sehen. So scheuen sich selbst Grün-affine Eltern, ihre Kinder in die nächstbeste Volksschule mit einem Migrantenanteil jenseits der 75 Prozent zu schicken, weil es begründete Zweifel gibt, ob die Schulen im aktuellen Zustand der Herausforderung Herr werden. Da kann sich auch klammheimliche Erleichterung breitmachen, dass die Regierung in Wien bei der Zuwanderung auf die Bremse steigt.

Will heißen: von der Leyen mag predigen, was sie will. Wunschträume ersetzen aber keinen Realismus. Und solange das so ist, sollte sich die Kommissionspräsidentin ihre Träume sparen. So einfach geht Politik!

Tuvia Tenenboms neues Buch: "Allein unter Briten - Eine Entdeckungsreise"

Von Vera Lengsfeld

Tuvia Tenenbom ist ein waghalsiger Mensch. Er hat sich allein unter Amerikaner, Deutsche, Juden und Flüchtlinge gewagt, und ist nicht nur heil wieder herausgekommen, sondern bereichert an Erkenntnis und Einsichten. Im Winter 2018/2019 hat er sich allein unter Briten gewagt. In einer Zeit, da es im Vereinigten Königreich hochherging, wegen des beschlossenen und von den Leave-Gegnern immer wieder verzögerten Brexits, ist Tenenbom von Schottland bis Wales gereist, um die Inselbewohner zu erforschen und hat dabei die erstaunliche Entdeckung gemacht, dass kaum jemanden der Brexit, Medienthema Nummer eins, interessierte. Dafür stieß Tenebom immer wieder auf höchstes Interesse an der palästinensischen Frage. Palästinenserfahnen an Rathäusern, als Wandgemälde, auf T-Shirts, Stickern, in Oxfam-Läden, an Straßenständen und in Universitäten. Diese Palästinenser-Besessenheit ist die Kehrseite eines flächendeckenden Antisemitismus.

Ich muss zugeben, dass mich das überrascht hat. Ich habe Ende der 80er zwei Jahre in England gelebt, bin viel im Land herumgekommen, aber von Antisemitismus habe ich nichts bemerkt. War ich blind? Aber auch meine angeheirateten jüdischen Verwandten haben nie etwas von Antisemitismus erzählt. Sie lebten gern in London und in Manchester, waren gesellschaftlich aktiv und wirkten ausgesprochen entspannt. Zwei waren übrigens Labour-Mitglied.

Dieselbe Labour-Partei war, als Tenenbom das Land erforschte, Thema Nummer zwei in den Medien, wegen ihres Antisemitismus-Problems. Labour-Chef Jeremy Corbyn war als offensichtlicher Antisemit der Schatten-Premierminister des Landes, was vielen Juden schlaflose Nächte bereitete und mit Ausreisegedanken spielen ließ. Aber kaum jemand, den Tenenbom interviewte, wollte aussprechen, dass Corbyn ein Antisemit ist und dass es ein Problem mit Alltags-Antisemitismus gibt. Selbst der jüdische MP, der nie ohne seine Tasche mit seinem Pass und Geld in über zwanzig Währungen unterwegs ist, um jederzeit sofort das Land verlassen zu können, will Klartext reden. Auch das jüdische Parlamentsmitglied Louise Ellmann, gerade von Prinz Charles in den Adelsstand erhoben, die seit Jahrzehnten Labour die Treue hält, obwohl sie von Jeremy Corbyn wiederholt als „ehrenwehrte Abgeordnete für Tel Aviv“ angesprochen wurde, windet sich.

„Ich würde Sie gerne etwas fragen, sage ich zur Dame Commander, und bitte antworten Sie mit Ja oder Nein.

Sie lacht. Ist Jeremy Corbyn Antisemit, ja oder nein?

Ich sitze über eine Stunde mit ihr zusammen, und nicht einmal sagt sie, was sie denkt. Das ist umso bizarrer, als völlig offensichtlich ist, was sie denkt – ihr Mann hat es ausgesprochen. Aber sie will nicht. Keine Chance. Ich merke, es wäre einfacher, einen Hund dazu zu kriegen, Jiddisch zu sprechen, als eine Jüdin die Dinge beim Namen zu nennen.“

Dagegen hat nie jemand Probleme, über die Palästinenser zu sprechen, auch wenn er wenig bis keine Kenntnisse über die palästinensische Geschichte und die gegenwärtigen Zustände hat. Die palästinensischen Raketen, die immer mal wieder auf Israel abgeschossen werden, scheinen in den Köpfen der Palästina-Fans den umgekehrten Weg genommen zu haben. Die Steine und Molotow-Cocktails, die von jugendlichen Kämpfern auf die israelische Grenze gefeuert werden, verwandeln sich in der Phantasie, nicht nur des Künstlers Banksy, in Blumensträuße. Den Ursachen dieses Phänomens konnte Tenebom nicht wirklich auf den Grund kommen.

Tenenbom ist im Hauptberuf Theatermacher. Er ist der Gründer des Jüdischen Theaters von New York. Schon früher ist er gern nach London geflogen, nur um ins Theater zu gehen. Er hält die britischen Theater und ihre Schauspieler für die besten der Welt.

Nun muss er feststellen, dass die Theaterkunst schon halb durch politische Korrektheit ruiniert ist. Es gibt sie noch, die wunderbaren Inszenierungen, die zum Teil seit Jahrzehnten laufen, wie die „Producer“ in Manchester, die Stadt, die sich nach dem Aus als industrielles Zentrum als Kulturstadt neu erfunden hat. Aber Tenenbom trifft sowohl in den Shakespeare-Hochburgen Stratford upon Avon und im Globe-Theatre London auf Neuinszenierungen, die ihm die Haare zu Berge stehen lassen, oder gar aus der Vorstellung treiben. Shakespeare gegendert heißt ihn kastriert zu haben. Tenenboms Hoffnung ist, dass nach dem Brexit die europäischen Einflüsse auf das britische Theater abnehmen könnten und es zu altem Glanz zurückfindet.

Was Tenenbom nervt, ist die Haltung der unterlegenen Remain-Anhänger, die Leave-Mehrheit nicht anzuerkennen und rückgängig machen zu wollen. Er kommt immer wieder darauf zurück, wie undemokratisch er dieses Verhalten findet. In seinen Augen ist der Brexit ein Teil der Auflehnung der Bevölkerung gegen die globale Elite, die sich in den Jahren nach den Fall des Eisernen Vorhangs herausgebildet hat und eine neue Variante der Weltherrschaft, genannt Global Governance, anstrebt.

Der für mich interessanteste Teil des Buches ist sein Zusammentreffen mit Nigel Farage. Anders als alle andern Gesprächspartner kommt Farage ausführlich zu Wort, wird kaum unterbrochen oder kommentiert. Wer eine kurze, aber prägnante Zusammenfassung der Haltung Farages haben will, greife zu Tenenbom.

Farage begründet seine Ablehnung der EU damit, dass eine neue globale Macht aufgebaut werden soll, ein neuer Staat, ohne Zustimmung der Öffentlichkeit. Er hält den Nationalstaat für eine funktionierende, reife Demokratie und deshalb den besten Friedensgaranten.

„Letzten Endes besteht die Menschheit aus Individuen, und jeder Versuch der Korporatierung oder Kollektivierung der menschlichen Seele endet in der Katastrophe.“

Angesichts der grauenhaften Erfahrungen mit dem Kollektivismus im letzten Jahrhundert, kann ich Farage nicht widersprechen, Tenenbom offenbar auch nicht.

Das Beunruhigenste an diesem Versuch der Re-Kollektivierung, diesmal der gesamten Menschheit, ist, das so wenige darüber nachdenken und zu schwach oder zu feige sind, dagegen anzukämpfen.

„Ich meine“, so Farage, „das muss man sich mal vorstellen, eine halbe Milliarde Menschen werden von Leuten regiert, die wir nicht wählen und nicht loswerden können“.

Am Ende des Gesprächs kommt Tenenbom auf den Antisemitismus zu sprechen. Wie konnte es so weit kommen, fragt er Farage.

„Ich glaube, das hängt mit dem ganzen Globalismus zusammen. Die Trotzkisten sind Globalisten. Die Trotzkisten in der Labour-Party sehen in der Europäischen Union einen Prototyp für eine Weltregierung. Und eins der Länder, die sie am meisten hassen ist Israel. Nicht, weil da Juden sind, sondern weil es ein Nationalstaat ist, der sich und seine Grenzen schützt.“

Damit hat es ausgerechnet Farage auf den Punkt gebracht.

Trotz des Antisemitismus fällt es Tenenbom am Ende schwer, Groß-Britanien zu verlassen. Er ist „angefixt“. Das verstehe ich nur zu gut, denn auch mir fiel es schwer, von dort wegzugehen, obwohl das Abenteuer der Vereinigung Deutschlands auf mich wartete.

Wie geht es mit Großbritanien weiter?

Gerüchten zufolge, die von Tenenbom in die Welt gesetzt wurden, „werden das National Theatre und das Shakespeare Globe…eine Produktion von „Ganz oder gar nicht“ herausbringen, mit einer Trans-of-colour-Besetzung und lauter entblößten Montys, zum Entzücken aller britischen Katzen. Ich werde dabei sein.“

Ich auch.
(vera-lengsfeld.de)