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Preisgekrönter Marketing-Gag Lahrs

(gh). Auch das macht den Lahrern niemand nach: Die Stadt hat sich ihre Blumenschau Chrysanthema als Klimarettungs-Gag preiskrönen lassen. Der Einzelhandelsverband und die EnBw als Stifter haben sich schon vor der Veranstaltung breitschlagenlassen und wohl sich  eine Auszeichnung übergeben. Denn wer kommt sonst auf so eine ausgefallene Idee, Hunderte von Bussen in die Stadt zu locken und dies als Klimaschutzaktion zu verkaufen?

Was sich für Autofahrer ändern könnte

(lifepr) - Seit dem letzten Winter schreibt eine Regierungsverordnung vor, dass "bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte" ein Kraftfahrzeug nur mit Winter- oder Allwetterreifen unterwegs sein darf. Diese Regelung gilt auch für Motorräder und Roller. Als Winterreifen zugelassen sind laut Verordnung alle Reifen mit M+S-Symbol (für "Matsch" und "Schnee"). Mit den falschen Pneus droht ein Bußgeld von mindestens 40 Euro, das sich auf 80 Euro erhöht, wenn andere Verkehrsteilnehmer zusätzlich behindert werden.
Wer sich beim Reifenwechsel Zeit lässt bis zum Wintereinbruch mit Schnee, Eis und Glätte, muss eventuell mit Lieferengpässen und langen Wartezeiten in den Werkstät-ten rechnen, warnt der ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland. Für einzelne Fahrzeugtypen deuten sich schon jetzt erste Lieferschwierigkeiten an. Dazu gehören SUV- oder Van-Formate und kleinere Pkw-Größen, meldet die Kfz-Branche. Aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise für Kautschuk kalkuliert Hans-Jürgen Drechsler, Geschäftsführer des Bundesverbandes für Reifenhandel und Vulkanisier-Handwerk, bei Winterpneus mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von rund neun Prozent.
Auch wer Winterreifen besitzt, die älter als sechs Jahre sind, sollte an eine Neuanschaffung denken. Reifengummi altert selbst dann, wenn der Pneu wenig oder gar nicht gefahren wird. Gebrauchte Reifen sollten noch mindestens vier Millimeter Profiltiefe haben, um fahrsicher zu sein - und dies aus gutem Grund: Ein Winterreifenprofil besteht hauptsächlich aus Lamellen.
"Je kürzer die Lamellen werden, desto weniger flexibel sind sie - mit schlechten Auswirkungen auf den Grip", erläutert Reifenexperte Michael Staude vom TÜV SÜD Automotive. Die Bundesregierung denkt derzeit über eine Änderung in der Winterreifenverordnung vom 26. November 2010 nach.
Mindestprofil 4 mm?
Es soll für Winterreifen eine Mindestprofiltiefe von 4 Millimetern statt den bisher gültigen 1,6 Millimetern Vorschrift werden, so wie es der ARCD und andere Experten seit Langem fordern.Tritt eine solche Regelung noch in diesem Winter in Kraft, ist mit zusätzlichen Lieferengpässen zu rechnen, weil viele Autobesitzer sich neu eindecken müssten.
Innerhalb der Regierung ist auch die Einführung der Halter- statt der bisherigen Fahrerhaftung in der Diskussion. Wenn sie kommt, wären bei Dienstwagen und Mietfahrzeugen allein die Unternehmen für die richtige winterliche Reifenausstattung ihrer Fahrzeuge zuständig und könnten die Verantwortung nicht Mitarbeitern oder Kunden zuschieben.


Das Höllen-Kapitel
Wer Falsches aussagt steigt hinab zur Hölle,
Und wer getan als ungetan verleugnet;
Sie beide sind gleichwertig nach dem Tode,
Elende Menschen werden sie im neuen Dasein.
Gar mancher trägt das Mönchgewand
Und ist ein Schurke, ist ein Lump;
Die Schlechten steigen selbst hinab
Durch schlechtes Tun zu schlechtem Sein.
Weit besser eine Stahlkugel
Verschlingen, die rotglühend ist,
Denn milde Speisung nehmen an
Als schlechter, sittenloser Mönch.
Vier Dingen fällt anheim ein Weiberjäger,
Der Frauen andrer zu verführen trachtet:
Unrechtem Tuen, unerquicktem Schlafe,
Dem Tadel und zuletzt dem Höllenwege.
Unrecht begeht man und man mehrt die Sündenlast,
Des ängstlich still versteckten Paares Lust ist kurz,
Der König läßt verhängen schwere Strafe;
So jage denn ein Mann nicht Weiber andrer.
Gleichwie durch scharfes Rispengras
Die blöde Hand zerschnitten wird,
So zerrt zum Höllenweg hinab
Mißleitetes Asketentum.
Was taugen Taten, lässig, lau,
Gelübde, listig abgelegt?
Asketentum in Säumigkeit
Hat karge Süße, kargen Lohn.
Die Pflicht erfülle, unverzagt
Vollbringe, was der Orden heischt;
Ein listig schlau-verschlagner Mönch
Bestäubt sich immer mehr und mehr.
Nicht auszuführen böse Tat
Ist besser: später reut es uns;
Wohl auszuführen gute Tat
Ist besser: denn sie reuet nicht.
Wie steile Burg im Grenzgebiet
Bewacht wird innen, außen stets,
So hüte du dein eignes Herz
Beharrlich jeden Augenblick:
Wer oft nur einen Augenblick
Verpaßt, erholt sich Höllenpein.
Die Menschen, die Schamfreies schämt
Und nicht beschämt, was schamvoll ist,
Verkehrter Lehre zugetan
Beschreiten sie den schlechten Weg.
Die Menschen, die Furchtloses schreckt
Und Fürchterliches nicht ergreift,
Verkehrter Lehre zugetan
Beschreiten sie den schlechten Weg.
Die Tadelloses tadlig sehn
Und Tadliges untadelig,
Verkehrter Lehre zugetan
Beschreiten sie den schlechten Weg.
Die Tadliges als Tadel sehn
Und Untadliges tadelfrei,
Der rechten Lehre zugetan
Beschreiten sie den guten Weg.
(Quelle: Die Reden Gotamo Buddhas. Bd. 3, Zürich/Wien 1957, S. 680-683.Permalink:http://www.zeno.org/nid/20009174397)


Ländlicher Raum.
Betrunken quer durch die Ortenau unterwegs
(BADEN online. Weinparadies.)
Schule kooperiert mit Bücherei
Friedrike-Brion-Schule Meißenheim schließt eine Bildungspartnerschaft mit der Lahrer Einrichtung
(Lahrer Anzeiger. Hat der Goethe nur die verschmähte Liebe hinterlassen und kein Buch?)
»Nebel überm Höllsteigdobel«
Hermann Göppert aus Heiligenzell hat einen Krimi veröffentlicht / Malen gehört auch zu seinen Hobbys
(Lahrer Anzeiger.Wenn er jetzt noch schreiben könnte...)
Das nennt man Eltern-Engagement
Mütter, Väter, Erzieher und Kinder haben sich für die Chrysanthema schmutzig gemacht — und einen wahren Hingucker geschaffen
(Badische Zeitung. So was gibt's in Erstein schon auf  Verkehrsinsel.)
Gutsle global
Weihnachten darf kommen
Die Tage sind schon etwas kälter geworden. Auch wenn über Lahr am heutigen Eröffnungstag der Chrysanthema traditionell die Sonne strahlen wird, die sommerlichen Temperaturen sind vorbei. (Und die Oktoberfeste endlich ausgestanden.) Bald schon werden die ersten Glühweinwellen über die Innenstädte hereinschwappen. Da kommt die jüngste Veröffentlichung des Silberburg-Verlags (die einen Wettbewerb der SWR-Landesschau aufgreift) gerade recht, die gestern auf unserem Schreibtisch gelandet ist: "Gutsle global" ist der Titel — und er hält, was er verspricht.
(Badische Zeitung. Lokalchef Dürbeck ist Weinprinz Kohlmeyer dichtend auf den Versen.)
GELUNGENE ÜBERRASCHUNG: Am Vorabend seines 60. Geburtstags hat die Lahrer Feuerwehr Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller einen Baum vor sein Wohnhaus gestellt. Kommandant Happersberger sprach von einer angemessenen Geste, mit der Haupt- und Ehrenamtliche ihrem Chef Danke sagen wollten.
(Badische Zeitung. Der Baum sieht aus wie der Feuerwehrkommandant und der OB. Wohin sind sie alle einschließlich BZ noch gekrochen?)
Ein Glücksgriff für die Sulzer Schule
Oliver Bensch ist im neuen Amt begrüßt worden
Oliver Bensch ist offensichtlich ein Glücksgriff als neuer Leiter der Sulzer Grundschule. "Wir können uns glücklich schätzen, einen Schulleiter wie Sie bekommen zu haben, der die Schule in der Ihnen eigenen Art führt und unterstützt" , hat seine Stellvertreterin Heidi Hexges gestern bei der Amtseinführung gesagt.
(Badische Zeitung. Aus dem Lostopf kommen meistens Nieten.)
"Es wurde Hervorragendes geleistet"
Stadt und Feuerwehr ziehen Einsatzbilanz des Großbrandes vom Dienstag / Feuer-Eskalation lag nicht an Drehleiter-Problemen
(Badische Zeitung. Hätten ja noch mehr Häuser abbrennen können.)
Der schwarze Isländerhengst "ist mein kleiner Bruder"
(Badische Zeitung. Wer ist denn da der Vater?)
Das Vieraugen-Prinzip bei der Paarung
(Badische Zeitung. Augen um Augen?)
Euro-Krise
Neuer Schuldenschnitt wird Griechenland nicht retten
Es reicht schon wieder nicht: Laut einem vertraulichen Bericht braucht Griechenland bis 2020 mehr als doppelt so viel Geld wie erwartet. 252 Milliarden Euro sollen es insgesamt sein. Banken sollen gewaltige Summen abschreiben - doch Experten fürchten, dass selbst das noch zu wenig ist.
(SPIEGEL online.Es reicht doch schon lange, Deutschland noch nicht genug ausgemerkelt?)

Thomas Teufel setzt Signal gegen Hans-Peter Bensch
(gh). Nicht immer laufen Kreisparteitage so, wie es sich  Strippenzieher vielleicht ausdenken. Mit dem einsamen Durchmarsch des langjährigen Vorsitzenden Hans-Peter Bensch aus Tuttlingen wurde es nichts am Freitagabend in Immendingen. Da half auch nicht eine Satzungsänderung, sozusagen eine Lex Spaichingen, um dem dortigen aufstrebenden und inzwischen aktivsten und mit 60 Mitgliedern auch größten Stadtverband im Kreisverband Tuttlingen (230 Mitglieder) mehr Gewicht zu geben, ohne den eher pflegeleichten Bensch zu verlieren. Drei gleichberechtigte Stellvertreter sollte es nun geben.Neben Springer aus Trossingen und Haug aus Geisingen auch aus Spaichingen.
Diese ausgedachte Parteitagsstrategie in Anwesenheit des ehemaligen Wirtschaftsministers Pfister und des Bezirksvorsitzenden und Staatssekretärs im Bundeswirtschaftsministeriums, Burgbacher, durchkreuzte unerwartet ein Gegenkandidat: Thomas Teufel aus Balgheim, seit einem halben Jahr Mitglied des Stadtverbands Spaichingen. Er unterlag zwar mit 28 zu 49 Stimmen bei 3 Enthaltungen. Seine Vorstellung allerdings mitsamt einem politischen Arbeitsplan für die kommunalpolitische Basis dürfte auch bei den eingeschworenen Anhängern des Tuttlingers ihre Wirkung nicht verfehlt haben.
Denn nun ist Bensch Vorsitzender auf Bewährung. Sollte Teufel, danach neben Springer und Haug zu einem der drei Stellvertreter gewählt, seine angekündigte Aktivität wahrmachen, gehört ihm in der FDP des Kreises Tuttlingen zweifellos eine Zukunft. Denn die übrigen drei Mitglieder im Quartett hatten ihre Bewährungsprobe schon  mit eher durchwachsenem Erfolg.
Dieser Thomas Teufel ist kein Irgendwer, sondern der Sohn des langjährigen Ministerpräsidenten Erwin Teufel. Der selbständige Unternehmer hat die CDU nach langjähriger Mitgliedschaft verlassen und sich der FDP angeschlossen, die in Spaichingen mit dem einzigen FDP-Mdl in Südbaden, Leo Grimm, eine besondere Führungspersönlichkeit hat. In Zeiten, da die FDP-Dschunke von Piraten versenkt worden ist und die Besatzung gegen das Ertrinken in den Wellen der Politik um ihr Leben strampelt, heißt so ein Schritt wie der Teufels schon etwas.  Solche Lebenszeichen, einen Tag zuvor mußte sich der Ortenauer Kreisvorsitzende gegen einen Herausforderer behaupten,  brauchen die stark verunsicherten FDP-Mitglieder.