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Alten- und Pflegeheim: die richtige Wahl treffen


Hier wird gerade an einem Altersheim gebaut.
(lifepr) - Die Qualität der Pflege in Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten hat sich verbessert. Das zeigt der dritte Pflege-Qualitätsbericht, den der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) und der GKV-Spitzenverband jetzt vorstellten. Trotzdem sind die Pflegenoten nicht immer glänzend ausgefallen. Vielen Pflegeheim wies der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) in Sachen Medizin und Pflege nach wie vor Mängel nach. Besonders was den Umgang mit Demenzkranken betrifft, die gut die Hälfte aller Heimbewohner ausmachen, fiel das Ergebnis unbefriedigend aus. Umso wichtiger ist aber auch die Wahl des richtigen Heimes, wenn der Umzug in eine solche Einrichtung ansteht. ARAG Experten nennen einige Kriterien, damit die neue Umgebung für die Pflegebedütftigen zu einem Zuhause werden kann.
Formalitäten
Vor dem Umzug gibt es Formalitäten zu erledigen: Als Erstes benötigen Senioren die so genannte Erforderlichkeitsbescheinigung, die den Anspruch auf einen Heimplatz bestätigt. Sie wird vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MdK) erteilt. Des Weiteren kann die Heimleitung ein ärztliches Attest verlangen, welches vom behandelnden Arzt ausgestellt wird. Es bestätigt die Diagnose, die Hilfsbedürftigkeit und dass keine ansteckenden Krankheiten vorliegen.
Selbstdarstellung des Heimes
Alten- und Pflegewohnheime halten meist Prospektmaterial, ein Exemplar des Heimvertrages und die Hausordnung für Interessierte bereit, die zur ersten Orientierung dienen. Ein schriftliches Konzept kann zudem über die Einstellung der Heimleitung zu ihren Bewohnern informieren.
Unterbringung und Lage des Heimes
In kleineren Einrichtungen kann es sich ruhiger und angenehmer wohnen, als in großen Häusern mit mehr als 100 Bewohnern. Zudem sollte das Heim für Familienangehörige und Freunde gut erreichbar sein. Viele Senioren legen bei der Unterbringung wert auf ein Einzelzimmer, da sich ältere Menschen nur schwer an das Zusammenleben mit völlig fremden Personen gewöhnen. Zahlreiche Einrichtungen bieten ein Probewohnen an, bei dem Senioren das neue Umfeld am besten kennen lernen. Wichtig für einen ersten Eindruck ist nicht nur ein Rundgang durchs Heim, sondern Gespräche mit der Heimleitung und eventuell eine gemeinsame Mahlzeit mit den Bewohnern.
Heimvertrag
Dieser Vertrag bildet die rechtliche Grundlage für den Aufenthalt in einem Altenheim. ARAG Experten raten, diese Verträge genau zu studieren, weil sie manchmal unzulässige Klauseln enthalten. Angegeben sein müssen Art, Inhalt und Umfang der Unterkunft sowie der Umfang der Verpflegung und Betreuung. Ferner muss der Vertrag die Entgelte der einzelnen Leistungen beinhalten und die Investitionskosten ausweisen. Im Vertrag sollte daher festgelegt sein, dass Preiserhöhungen für Leistungen die weder von Pflegekassse noch Sozialhilfeträger übernommen werden, nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Heimbewohners möglich sind. Zudem sollten Senioren versuchen, eine Erstattung der Verpflegungskosten, wenn der Bewohner beispielsweise im Urlaub ist, schriftlich festzulegen. Die Haftung für grobe Fahrlässigkeit bei der Pflege darf nicht ausgeschlossen sein. Und zu guter Letzt noch ein Tipp der ARAG Fachleute: Der Vertrag sollte verständlich geschrieben sein und eindeutige Regelungen treffen.
Bei der Auswahl des richtigen Pflegeheimes sollten Angehörige neben oben genannten Punkten vor allem auf zwei Dinge achten: Erstens, dass die Kosten für die Pflege durch die gesetzliche Pflegeversicherung und eventuell durch eine private Zusatzversicherung abgedeckt sind. Zweitens sollte dass Personal eines Pflegeheimes mindestens zur Hälfte aus Fachkräften bestehen.


Neu: Lahr/Schwarzwald an der Schwarzwaldbahn.
Landesjubiläum auf Badisch mit Helmut Dold
Vergrößerung des Bildes, öffnet in einem neuen Fenster: Auf dem Foto, von oben fotografiert, sieht man Helmut Dold, Otmar Schnurr und Carsten Dittrich mit ihren Kabarett-Puppen.
Kabarettabend am Freitag, 11. Mai 2012
Unter dem Titel "Badischer Bahnhof" veranstalten Volkshochschule und Stadtbücherei Lahr einen Kabarettabend voller Wortwitz, Anekdoten, Musik und brüllend komischer Puppenszenen rund um die kleine, beschauliche Welt des Badners...Baden hatte dagegen gestimmt, wurde aber trotzdem in das neue Bundesland hineingezwungen. Politisch und wirtschaftlich hat sich Baden-Württemberg bewährt, aber im Heimatgefühl und in der Sprache spielen die Landesteile immer noch eine Rolle. Deshalb wird bei dieser Veranstaltung in Mundart gesprochen.Der Abend beginnt mit einer Einführung in die Stadtgeschichte. Auf Badisch gibt die beliebte Stadtführerin Annemarie Friedrich-Kirn aus uralter Lahrer Familie einen kurzweiligen Einblick in die Geschichte Lahrs...Badisch geht es weiter mit dem neuen Kabarettprogramm „Badischer Bahnhof“. Dieser liegt an diesem Abend aber keineswegs in Basel, sondern in Offenburg. Die A5 ist schuld. Drei Männer versuchen dem Verkehrschaos zu entgehen. Der Profimusiker Helmut Dold aus Kuhbach (alias "de Hämme"), der Bruddelbarde Otmar Schnurr (alias "Nepomuk de Bruddler") und Puppenspieler Carsten Dittrich (alias "Carsten Dittrich")...Die Veranstaltung findet am Freitag, 11. Mai 2012, um 19:30 Uhr im Pflugsaal, Kaiserstraße 41 in Lahr statt. Der Eintritt an der Abendkasse beträgt 3 Euro.
Weitere Informationen und Anmeldung bei der Volkshochschule Lahr, Tel. 07821/918-0, Email: vhslahr@lahr.de oder im Internet unter www.lahr.de.
(Stadt Lahr. Noch ein Witz. Am Lachen und Flennen ist der Narr zu erkennen. Lahr geht Baden.)
Fehlende Gullydeckel in Ortenberger Hauptstraße
Ein Taxifahrer hatte gestern morgen die Polizei verständigt. Die Beamten entdeckten vier Gullydeckel neben der Straße. Außerdem hatten Unbekannte entlang der Straße Blumenkübel umgeworfen. Die Polizisten legten die Gullydeckel wieder auf ihren Platz, von den Verursachern fehlt jede Spur.
(BADENonline. Gute Idee der Polizei. Mal in den Gullys nachgeschaut, vielleicht ist da jemand unten?)
Schüler wollen mehr Angebote
OT-Schülerstammtisch brachte Sprecher von sechs Schulen an einen Tisch
(Offenburger Tageblatt. Auf der Menükarte oder in der Spaßabteilung?)
Dritte Auflage an elf Party-Orten
»Hitradio Ohr Partynacht« am 12. Mai in Zell am Harmersbach / Sieben Live-Bands und vier DJs
Am Samstag, 12. Mai, geht die dritte Ausgabe der »Hitradio Ohr Partynacht« in Zell am Hamersbach über elf Bühnen – und zwar mit sieben Live-Bands und vier DJs.
(Offenburger Tageblatt. Dafür gibt's sicher einen ökologischen Bio-Orden.)
PS-Neuheiten bei heißem Wetter
Tausende Besucher beim 19. Offenburger Autosalon / Von sportlich bis ökologisch war alles dabei
(Offenburger Tageblatt. Alles Bio und klimarettend.)
Tanzen als Brücke zwischen Völkern
Interview mit Klaus Grimm / Heute ungewöhnlicher Tanz in den Mai im »Löwen« in Ichenheim
(Offenburger Tageblatt. Freude macht's nicht? Braucht's für alles inzwischen political correctness?)
Männer für die Bühne gesucht
Hauptversammlung der Theaterwerkstatt »alla gued« Griesheim / Vereinskasse ist gut gefüllt
Der Theaterwerkstatt »alla gued« gehen die männlichen Akteure aus. Doch Stücke mit rein weiblicher Besetzung gibt es so gut wie nicht. Was wiederum heißt, dass bereits das Weihnachtsstück für 2012 in Gefahr ist.
(Offenburger Tageblatt. Maria und Josephine mit Jesuline und Kuh und Eselin und Hirtinnen und drei Königinnen? Dann stimmt doch die Quote.)
Gitarrenfestival kommt gut an
Nachwuchsspieler überzeugen ihren Anhang / Gute Resonanz auf Familienereignis / Rock am Abend
Gut aufgelegt präsentierten sich am Samstag die zahlreichen Gitarrenschüler von Marco Pereira, Thomas Martin und Delia Harter und die Bands »Papalagi«, »Deposit« und »Mindjuice« in der Festhalle beim ersten Gitarrenfestival »HorizonTal«.
(Offenburger Tageblatt. Ist das alles? Immerhin Oberwolfach.)
Pluspunkte fürs Ökokonto
Freiwillige von Schwarzwald- sowie Obst- und Gartenbauverein pflanzen Obstbäume unterhalb St. Jakob
Sechs Männer und eine Frau fanden sich am Samstag für einen freiwilligen Einsatz zugunsten des Ökokontos der Stadt Wolfach zusammen. Auf einer Streuobstwiese unterhalb St. Jakob pflanzten sie 25 Obstbäume.
(Offenburger Tageblatt. Bildchen vom Heiligen Öko gekriegt?)
Gute Aussichten mit neuem Eigentümer
Hukla Matratzen bei belgischer Unternehmensgruppe Somnis Bedding / Neue Geschäftsführung
Seit Ende März ist die belgische Unternehmensgruppe Somnis Bedding aus Lokkeren Eigentümerin der Hukla-Matratzenfabrikation in Haslach. Am Dienstag wurde zudem mit Andre König ein neuer Geschäftsführer ernannt.
(Offenburger Tageblatt. Gute Aussichten stets bis zum bitteren Ende?)
Baubeginn für Nahversorgung
Willstätt bekommt möglicherweise noch in diesem Jahr einen neuen Lebensmittelmarkt
(Kehler Zeitung. Zugeteilt?)
Kork und Paris in Harmonie
Harmonika-Orchesters Jockers und Akkordeonclub ACBNE zeigen ihr Können bei Konzert
(Kehler Zeitung. Verkorkst?)
Wonnemonat kann morgen beginnen
(Kehler Zeitung. Kalender auf Vordermann gebracht?)
Duell in NRW
Die "Schuldenkönigin" gegen "Dr. Effizienz"
Knapp zwei Wochen vor der NRW-Landtagswahl erlebten die TV-Zuschauer Hannelore Kraft und CDU-Herausforderer Norbert Röttgen als Faktenschleudern. Das Duell war in weiten Teilen nur für Eingeweihte.
(WELT online. Immer am Wähler vorbei. Deshalb werden solche Zahlenjongleure von Piraten geentert.)
Pro-NRW-Kundgebung
Salafisten attackieren Polizisten
In Solingen ist es nach einer islamfeindlichen Aktion der rechtsextremen Splitterpartei Pro NRW zu Ausschreitungen gekommen. Radikale Islamisten durchbrachen eine Absperrung, gingen auf Polizisten los und verletzten drei Beamte und einen Passanten.
(SPIEGEL de. Gehören nicht zu Deutschland.)

Mal ist sie zu viel, mal zu wenig, oft schlecht und manchmal nicht bezahlt

(lifepr) - Die Sonderausstellung "WAS TUN? Über den Sinn menschlicher Arbeit" nimmt sich des Themas in einer ungewöhnlichen Form an. Vom 1.Mai (Eröffnung) bis zum 16. September werden im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt mit fünf Rauminstallationen grundsätzliche Fragen an die Arbeit gestellt: Wie lassen sich Arbeit und Freizeit voneinander unterscheiden? Welchem Zweck dient Arbeit in einer kapitalistischen Gesellschaft? Wie entwickelt sich die individuelle Haltung zur Arbeit? Welche Bedeutung hat Arbeit jenseits von Macht, Geld und Anerkennung? Was sind die Optionen für die Arbeitswelt von morgen?
"Die Ausstellung legt, neben der Betrachtung gesellschaftlicher Entwicklungen, großen Wert auf die Perspektiven des Individuums: die persönliche Sorge um den Lebensunterhalt, Befriedigung und soziale Anerkennung und nicht zuletzt die Funktion von Arbeit als einer sinnstiftenden Tätigkeit. Sie stellt heraus, dass Nützlichkeit nicht das letzte Argument sein kann, wenn es darum geht, den Sinn von Arbeit zu verstehen; dass Bezahlung nicht das einzige Kriterium für das Tätigsein ist oder dass Ausbildungswege, die sich allein an den aktuellen Anforderungen des Arbeitsmarktes orientieren, selten von Vorteil sind. Schließlich fragt die Ausstellung nach den Möglichkeiten einer Solidargemeinschaft, die durch eine Politik zu stärken wäre, die sich nicht hinter den vermeintlichen Zwängen der globalisierten Ökonomie versteckt", erläutert Prof. Nicola Lepp, Kuratorin, Praxis für Ausstellungen und Theorie, Berlin. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht damit die Unverzichtbarkeit des Sozialen im Sinne einer elementaren Sorge der Gesellschaft um all ihre Glieder.
Dietmar Schmid, Präsident der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, zur Sonderausstellung: "Mit der Ausstellung bieten wir raumgreifende Installationen, modernste Museumsdidaktik und viel Interaktion. Spielerische Elemente, wie ein Kartenspiel, bieten Besuchern jeder Altersklasse Anreize, Arbeit auch jenseits des Verständnisses einer Erwerbsquelle zu verstehen. Wir verwirklichen mit dieser Ausstellung den interdisziplinären Ansatz zwischen Kultur-, Natur- und Sozialwissenschaften und gehen damit erste Schritte auf dem Weg zum neuen Kulturcampus."
Das Gesellschafts- und Gegenwartsthema "Arbeit" biete sich wie kaum ein anderes in hervorragender Weise für ein interdisziplinäres Experiment an. "Wir führen in Streitgesprächen und Podiumsdiskussionen Experten aus der Natur- und Sozialwissenschaft, aus Politik, Kultur und Wirtschaft zusammen, um mit ihnen über die Gestaltung unserer heutigen und zukünftigen Arbeitswelt zu diskutieren. Parallel findet ein Filmfestival im Kino Orfeos Erben statt, in dem deutlich wird, wie vielschichtig sich der Film der Thematik Arbeit angenommen hat", so Dr. Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums Frankfurt.
Es werden kaum Exponate im klassischen Sinne gezeigt, vielmehr entfalten die Räume ihre Argumentation ausgehend von eigens entwickelten Film- und Videoinstallationen. Jede Abteilung ist in enger Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Künstlern entwickelt worden, um eine große Dichte von ästhetischer Qualität und inhaltlich-pädagogischem Anspruch zu erreichen.
"Die innovative Herangehensweise der Ausstellung und die andauernde Brisanz des Themas eignen sich in hervorragender Weise für ein interdisziplinäres Frankfurter Experiment. Das Senckenberg Naturmuseum und das Historische Museum Frankfurt nehmen sich dieses wichtigen Themas im Spannungsfeld von Natur und Kultur des Menschen gemeinsam an", so Carolina Romahn, Amtsleiterin, Kulturamt Frankfurt am Main.
Und unter Bedingungen von Globalisierung, internationaler Finanzkrise und den drohenden Folgen des Klimawandels verändere sich die Arbeitswelt in einem Ausmaß, dass sie ihre geläufige gesellschaftliche Funktion nicht mehr einnehmen könne: Die Vorstellung eines einmal erlernten Berufs, der den Platz des Einzelnen in der Gesellschaft markiert, sein Leben rhythmisiert und individuellen Sinn gibt, lasse sich heute kaum mehr realisieren. Mehr denn je stelle sich also die Frage: Was ist Arbeit und wofür ist sie gut?
"Wir freuen uns, dass die Ausstellung 'WAS TUN? Über den Sinn menschlicher Arbeit' nach Frankfurt kommt. Die Ausstellung bietet den Menschen in unserer Region, besonders denjenigen, die sich in der Berufsorientierungsphase befinden, die Möglichkeit, sich auf ganz neue Weise und aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema Arbeit zu beschäftigen", führt Peter Weißler, Geschäftsführer Arbeitslosenversicherung der Regionaldirektion Hessen, aus.
Die Sonderausstellung basiert auf einer Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums Dresden. "In der Überarbeitung finden sich nun Bezugspunkte zum Senckenberg Naturmuseum und zum Historischem Museum Frankfurt. Am auffälligsten ist sicher der Bezug zur Tierwelt. So findet sich jetzt eine 'Tierspur', die durch die Ausstellung leitet und einen Bezug zu mindestens einem Tier in jedem der Ausstellungsräume herstellt", ergänzt Christoph Wingender, Pressesprecher des Deutschen Hygiene Museums Dresden. Tiermotive werden auf den Plakaten und Bannern aufgegriffen. Der Inhalt der Ausstellung, also die Auseinandersetzung mit dem Thema "Arbeit", werde durch den Einbezug der Tierwelt gleichzeitig intensiviert und mit einer spielerischen Note versehen.
Info: 2. Mai bis 16. September 2012, Wolfgang-Steubing-Halle, Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
Hintergründe zur Ausstellung, Rahmenprogramm und weiterführende Informationen bietet der Blog zur Ausstellung: http://wastun.senckenberg.de/
Die Ausstellung wird durch die Bundesagentur für Arbeit unterstützt
Die Erforschung von Lebensformen in ihrer Vielfalt und ihren Ökosystemen, Klimaforschung und Geologie, die Suche nach vergangenem Leben und letztlich das Verständnis des gesamten Systems Erde-Leben - dafür arbeitet die SENCKENBERG Gesellschaft für Naturforschung. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblick in vergangene Zeitalter sowie die Vielfalt der Natur vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

Mal ist sie zu viel, mal zu wenig, oft schlecht und manchmal nicht bezahlt

(lifepr) - Die Sonderausstellung "WAS TUN? Über den Sinn menschlicher Arbeit" nimmt sich des Themas in einer ungewöhnlichen Form an. Vom 1.Mai (Eröffnung) bis zum 16. September werden im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt mit fünf Rauminstallationen grundsätzliche Fragen an die Arbeit gestellt: Wie lassen sich Arbeit und Freizeit voneinander unterscheiden? Welchem Zweck dient Arbeit in einer kapitalistischen Gesellschaft? Wie entwickelt sich die individuelle Haltung zur Arbeit? Welche Bedeutung hat Arbeit jenseits von Macht, Geld und Anerkennung? Was sind die Optionen für die Arbeitswelt von morgen?
"Die Ausstellung legt, neben der Betrachtung gesellschaftlicher Entwicklungen, großen Wert auf die Perspektiven des Individuums: die persönliche Sorge um den Lebensunterhalt, Befriedigung und soziale Anerkennung und nicht zuletzt die Funktion von Arbeit als einer sinnstiftenden Tätigkeit. Sie stellt heraus, dass Nützlichkeit nicht das letzte Argument sein kann, wenn es darum geht, den Sinn von Arbeit zu verstehen; dass Bezahlung nicht das einzige Kriterium für das Tätigsein ist oder dass Ausbildungswege, die sich allein an den aktuellen Anforderungen des Arbeitsmarktes orientieren, selten von Vorteil sind. Schließlich fragt die Ausstellung nach den Möglichkeiten einer Solidargemeinschaft, die durch eine Politik zu stärken wäre, die sich nicht hinter den vermeintlichen Zwängen der globalisierten Ökonomie versteckt", erläutert Prof. Nicola Lepp, Kuratorin, Praxis für Ausstellungen und Theorie, Berlin. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht damit die Unverzichtbarkeit des Sozialen im Sinne einer elementaren Sorge der Gesellschaft um all ihre Glieder.
Dietmar Schmid, Präsident der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, zur Sonderausstellung: "Mit der Ausstellung bieten wir raumgreifende Installationen, modernste Museumsdidaktik und viel Interaktion. Spielerische Elemente, wie ein Kartenspiel, bieten Besuchern jeder Altersklasse Anreize, Arbeit auch jenseits des Verständnisses einer Erwerbsquelle zu verstehen. Wir verwirklichen mit dieser Ausstellung den interdisziplinären Ansatz zwischen Kultur-, Natur- und Sozialwissenschaften und gehen damit erste Schritte auf dem Weg zum neuen Kulturcampus."
Das Gesellschafts- und Gegenwartsthema "Arbeit" biete sich wie kaum ein anderes in hervorragender Weise für ein interdisziplinäres Experiment an. "Wir führen in Streitgesprächen und Podiumsdiskussionen Experten aus der Natur- und Sozialwissenschaft, aus Politik, Kultur und Wirtschaft zusammen, um mit ihnen über die Gestaltung unserer heutigen und zukünftigen Arbeitswelt zu diskutieren. Parallel findet ein Filmfestival im Kino Orfeos Erben statt, in dem deutlich wird, wie vielschichtig sich der Film der Thematik Arbeit angenommen hat", so Dr. Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums Frankfurt.
Es werden kaum Exponate im klassischen Sinne gezeigt, vielmehr entfalten die Räume ihre Argumentation ausgehend von eigens entwickelten Film- und Videoinstallationen. Jede Abteilung ist in enger Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Künstlern entwickelt worden, um eine große Dichte von ästhetischer Qualität und inhaltlich-pädagogischem Anspruch zu erreichen.
"Die innovative Herangehensweise der Ausstellung und die andauernde Brisanz des Themas eignen sich in hervorragender Weise für ein interdisziplinäres Frankfurter Experiment. Das Senckenberg Naturmuseum und das Historische Museum Frankfurt nehmen sich dieses wichtigen Themas im Spannungsfeld von Natur und Kultur des Menschen gemeinsam an", so Carolina Romahn, Amtsleiterin, Kulturamt Frankfurt am Main.
Und unter Bedingungen von Globalisierung, internationaler Finanzkrise und den drohenden Folgen des Klimawandels verändere sich die Arbeitswelt in einem Ausmaß, dass sie ihre geläufige gesellschaftliche Funktion nicht mehr einnehmen könne: Die Vorstellung eines einmal erlernten Berufs, der den Platz des Einzelnen in der Gesellschaft markiert, sein Leben rhythmisiert und individuellen Sinn gibt, lasse sich heute kaum mehr realisieren. Mehr denn je stelle sich also die Frage: Was ist Arbeit und wofür ist sie gut?
"Wir freuen uns, dass die Ausstellung 'WAS TUN? Über den Sinn menschlicher Arbeit' nach Frankfurt kommt. Die Ausstellung bietet den Menschen in unserer Region, besonders denjenigen, die sich in der Berufsorientierungsphase befinden, die Möglichkeit, sich auf ganz neue Weise und aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema Arbeit zu beschäftigen", führt Peter Weißler, Geschäftsführer Arbeitslosenversicherung der Regionaldirektion Hessen, aus.
Die Sonderausstellung basiert auf einer Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums Dresden. "In der Überarbeitung finden sich nun Bezugspunkte zum Senckenberg Naturmuseum und zum Historischem Museum Frankfurt. Am auffälligsten ist sicher der Bezug zur Tierwelt. So findet sich jetzt eine 'Tierspur', die durch die Ausstellung leitet und einen Bezug zu mindestens einem Tier in jedem der Ausstellungsräume herstellt", ergänzt Christoph Wingender, Pressesprecher des Deutschen Hygiene Museums Dresden. Tiermotive werden auf den Plakaten und Bannern aufgegriffen. Der Inhalt der Ausstellung, also die Auseinandersetzung mit dem Thema "Arbeit", werde durch den Einbezug der Tierwelt gleichzeitig intensiviert und mit einer spielerischen Note versehen.
Info: 2. Mai bis 16. September 2012, Wolfgang-Steubing-Halle, Senckenberg Naturmuseum Frankfurt
Hintergründe zur Ausstellung, Rahmenprogramm und weiterführende Informationen bietet der Blog zur Ausstellung: http://wastun.senckenberg.de/
Die Ausstellung wird durch die Bundesagentur für Arbeit unterstützt
Die Erforschung von Lebensformen in ihrer Vielfalt und ihren Ökosystemen, Klimaforschung und Geologie, die Suche nach vergangenem Leben und letztlich das Verständnis des gesamten Systems Erde-Leben - dafür arbeitet die SENCKENBERG Gesellschaft für Naturforschung. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblick in vergangene Zeitalter sowie die Vielfalt der Natur vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

Gelb-rot-gelbe Irrtümer im Bindestrich-Land

(gh). Wenn die badische Fußballseele kocht, ertönt das “Lied der Sachsen”, auch als “Lied der Badner” mit vielen oft selbstgezimmerten Strophen stadionbekannt. Selbst eingefleischte Schwaben stehen auf, wollen nicht abseits bleiben, auch wenn sie keine Badner sind, und leisten dem vermeintlichen westlichen Gesangverein im Bindestrich-Land Tribut. Alles nur ein gelb-rot-gelber Irrtum. Einer von vielen.
Jetzt, da der 60. Geburtstag von Baden-Württemberg als einjährige Dauerwerbesendung der grün-roten Regierung über Bildschirm und auf Altpapier zum Pseudojubiläum aufgeblasen wird, stehen natürlich all die Lachsäcke und Ländlekomödianten der kleinen Bühnen nicht abseits.
Da gibt ein schwäbischer Verlag das “Badische Witzbüchle” eines selbsternannten badischen Humoristen heraus. Im Badischen fand sich wohl niemand für diesen genialen Badnerstreich.

Alles Makulatur, wenn die Badner dahin geschickt werden, wo sie wirklich zuhause sind, nämlich in die Fabelwelt der historischen Mythen. Bloß gut, dass die wenigsten Badner wissen, dass sie Schwaben sind. Baden ist ein politisches Konstrukt von Napoleons Gnaden. Einem Stamm der Badner sind die Römer nie begegnet, aber den Schwaben. Und was da gelb-rot-gelb westlich der alten “Grenze” in vielen Vorgärten an der Stange flattert, ist der vierte badische Flaggenversuch im 19. Jahrhundert und stammt von 1891. Heraldisch ist es das Banner der (ausgestorbenen) Geroldsecker, welche einstmals vom Rhein bis zum Neckar herrschten, ihre Farben trägt u.a. Sulz a. N. neben zahlreichen anderen Kommunen heute noch im Stadtwappen.
Wenn jetzt, lustig, lustig, tralalalala, “Sauschwoaba” und “Gälfiäßler” sich zum üblichen Duell der gegenseitigen Neckereien treffen, wie auf einem Plakat angekündigt, sind sie einem Irrtum erlegen und artikulieren sich dümmlich, saudumm, auf Deutsch gesagt. Denn gerade jetzt hetzt eine junge SVP-Abgeordnete in der Schweiz gegen Deutsche mit dem Ergebnis, dass Deutsche in der Schweiz als “Sauschwaben” beschimpft werden. Da hört der Spaß auf, das sollten auch geschichtsvergessene “Komiker” wissen.  Abgesehen davon, dass das württembergische Wappen auf dem Plakat falsch ist, müssten die beiden Akteure sich nur mal im Elsass oder in der Deutschschweiz umhören.
Wenn dort auf die jenseits der Grenze etwas deftig zur Sache gekommen wird, ist von den “Sauschwoabe” die Rede, oder von den “Schwowe”, wie es auf einem Plakat heißt, das am Ende der deutschen Besetzung im Elsass aufgehängt worden ist und auf vorherige deutsche Plakate anspielt, auf denen der “welsche Plunder”  verjagt wurde. Diese Plakate sind u.a. im Dokumentationszentrum bei Schirmeck zu sehen, welches der Geschichte des von Deutschland und Frankreich umkämpften Gebiets von Elsass und Moselle gewidmet ist. Mit den “Schwaben” sind einfach die Deutschen gemeint, oder, um es genau zu sagen: die Badner, denn die sind ja die ersten Deutschen auf dem anderen Ufer.
Dabei sitzen alle im selben Boot, sind vom selben Stamm. Schwaben sind’s, von Johann Peter Hebel dann im 19. Jahrhundert zu Alemannen neu umgedichtet. Heute halten sich die Badner dafür, um sich von den Schwaben irrtümlich abzusetzen. Für die Römer, welche erstmals jenen begegneten, die sie Alemannen nannten, waren es zunächst mal die, für die sie diese Germanen aus dem Raum der Elbe kommend gehalten haben: Menschen. Das nämlich bedeutet das Wort.
Dieser Ausdruck ging bald verloren, die Sueben, die Schwaben besiedelten die Region, welche heute in fünf Länder reicht, nämlich nach Österreich, Schweiz, Deutschland, Frankreich und Liechtenstein. Noch zu Beginn des 19. Jahrhundert berichteten Reiseschilderungen aus dem heutigen Baden schlicht aus dem östlichen Schwaben.

Gelb-rot-gelbe Irrtümer im Bindestrich-Land

(gh). Wenn die badische Fußballseele kocht, ertönt das “Lied der Sachsen”, auch als “Lied der Badner” mit vielen oft selbstgezimmerten Strophen stadionbekannt. Selbst eingefleischte Schwaben stehen auf, wollen nicht abseits bleiben, auch wenn sie keine Badner sind, und leisten dem vermeintlichen westlichen Gesangverein im Bindestrich-Land Tribut. Alles nur ein gelb-rot-gelber Irrtum. Einer von vielen.
Jetzt, da der 60. Geburtstag von Baden-Württemberg als einjährige Dauerwerbesendung der grün-roten Regierung über Bildschirm und auf Altpapier zum Pseudojubiläum aufgeblasen wird, stehen natürlich all die Lachsäcke und Ländlekomödianten der kleinen Bühnen nicht abseits.
Da gibt ein schwäbischer Verlag das “Badische Witzbüchle” eines selbsternannten badischen Humoristen heraus. Im Badischen fand sich wohl niemand für diesen genialen Badnerstreich.

Alles Makulatur, wenn die Badner dahin geschickt werden, wo sie wirklich zuhause sind, nämlich in die Fabelwelt der historischen Mythen. Bloß gut, dass die wenigsten Badner wissen, dass sie Schwaben sind. Baden ist ein politisches Konstrukt von Napoleons Gnaden. Einem Stamm der Badner sind die Römer nie begegnet, aber den Schwaben. Und was da gelb-rot-gelb westlich der alten “Grenze” in vielen Vorgärten an der Stange flattert, ist der vierte badische Flaggenversuch im 19. Jahrhundert und stammt von 1891. Heraldisch ist es das Banner der (ausgestorbenen) Geroldsecker, welche einstmals vom Rhein bis zum Neckar herrschten, ihre Farben trägt u.a. Sulz a. N. neben zahlreichen anderen Kommunen heute noch im Stadtwappen.
Wenn jetzt, lustig, lustig, tralalalala, “Sauschwoaba” und “Gälfiäßler” sich zum üblichen Duell der gegenseitigen Neckereien treffen, wie auf einem Plakat angekündigt, sind sie einem Irrtum erlegen und artikulieren sich dümmlich, saudumm, auf Deutsch gesagt. Denn gerade jetzt hetzt eine junge SVP-Abgeordnete in der Schweiz gegen Deutsche mit dem Ergebnis, dass Deutsche in der Schweiz als “Sauschwaben” beschimpft werden. Da hört der Spaß auf, das sollten auch geschichtsvergessene “Komiker” wissen.  Abgesehen davon, dass das württembergische Wappen auf dem Plakat falsch ist, müssten die beiden Akteure sich nur mal im Elsass oder in der Deutschschweiz umhören.
Wenn dort auf die jenseits der Grenze etwas deftig zur Sache gekommen wird, ist von den “Sauschwoabe” die Rede, oder von den “Schwowe”, wie es auf einem Plakat heißt, das am Ende der deutschen Besetzung im Elsass aufgehängt worden ist und auf vorherige deutsche Plakate anspielt, auf denen der “welsche Plunder”  verjagt wurde. Diese Plakate sind u.a. im Dokumentationszentrum bei Schirmeck zu sehen, welches der Geschichte des von Deutschland und Frankreich umkämpften Gebiets von Elsass und Moselle gewidmet ist. Mit den “Schwaben” sind einfach die Deutschen gemeint, oder, um es genau zu sagen: die Badner, denn die sind ja die ersten Deutschen auf dem anderen Ufer.
Dabei sitzen alle im selben Boot, sind vom selben Stamm. Schwaben sind’s, von Johann Peter Hebel dann im 19. Jahrhundert zu Alemannen neu umgedichtet. Heute halten sich die Badner dafür, um sich von den Schwaben irrtümlich abzusetzen. Für die Römer, welche erstmals jenen begegneten, die sie Alemannen nannten, waren es zunächst mal die, für die sie diese Germanen aus dem Raum der Elbe kommend gehalten haben: Menschen. Das nämlich bedeutet das Wort.
Dieser Ausdruck ging bald verloren, die Sueben, die Schwaben besiedelten die Region, welche heute in fünf Länder reicht, nämlich nach Österreich, Schweiz, Deutschland, Frankreich und Liechtenstein. Noch zu Beginn des 19. Jahrhundert berichteten Reiseschilderungen aus dem heutigen Baden schlicht aus dem östlichen Schwaben.