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Haben Sie gesehen, wie in der verregneten Schunkelklatsch-Sendung des SWR "Immer wieder sonntags" aus dem Europa-Park mitten im Lied Auftretende plötztlich besonnt unter blauem Himmel standen? Gibt es auf diesem Rummelplatz noch irgend etwas Echtes?



Hochspannung kommt vor dem Fall.

Polizei verhindert Massenpanik in Freiburg
Beim Sommerfestival Sea of Love hätten weit mehr als 10.000 Feiernde zu einer Party in eine Halle gedrängt, in der nur Platz für gut 6.000 Menschen gewesen sei. Nach Angaben eines Polizeisprechers haben die Leute hinten immer weiter gedrückt, die Leute vorne kamen nicht weiter. Als die Polizei für Ordnung sorgen wollte, seien die Beamten mit Bierflaschen beworfen worden. Ein Mann wurde festgenommen. Verletzt wurde niemand. Auch die für 7.000 Menschen ausgelegten Campingplätze rund um die Neue Messe seien völlig überfüllt.
(BADEN online. Was ist erst, wenn es beim Papst heißt: "Seh und lauf"?)

GELD abheben möglich: Ferien im Ausland gerettet
(DER GULLER. Antwort auf eine nie gestellte Frage zu einem nie vorhandenen Problem.)

Für Gott sind alle tauglich
(DER Guller. Da kennt der Kaplan Martin Kalt von Offenburg-Ost in seiner wohlfeilen Sonntagspredigt aber die Bibel nicht. Oder geht er von sich aus?)

Masern: Ortenau mit Abstand Spitze im Land
(DER GULLER. Wenigstens etwas.)

Massenschlägerei am Morgen bei Renchener Diskothek.
Zeugen berichteten von einem Handgemenge von etwa 10-15 Personen an einem nahegelegenen Kreisverkehr. Die Polizei rückte sofort mit mehreren Streifenwagen an. Alle Beteiligten flüchteten aber schlagartig in alle Richtungen und es kehrte Ruhe ein. Nur wenig später wurde die Polizei aber wieder alarmiert. Dieses Mal sollen etwa 30-40 Personen unter anderem mit Baseballschlägern aufeinander losgegangen sein. Beim Eintreffen der Beamten liefen erneut alle Beteiligten davon. Verletzt wurde offenbar niemand.
(BADEN online. Die Poliei dein Hase und der Igel.)

Streit auf Festgelände in Oberschopfheim eskaliert
Nach bisherigen Ermittlungen bedrohte ein 20-Jähriger mit einem Messer einen 17-Jährigen. Es kam zum Handgemenge, wobei der 17-jährige Jugendliche im Gesicht verletzt wurde. Der Angreifer flüchtete und wurde später zuhause gestellt. Als das Opfer jedoch in die Klinik gebracht werden sollte, ging der Vater des 17-jährigen auf einen Sanitäter los. Auch die eintreffende Polizei wurde von dem Vater und einem Verwandten attackiert, so dass die Beamten Pfefferspray einsetzen mussten. Beide wurden vorläufig festgenommen. Ursache der Streitereien war offenbar exzessiver Alkoholgenuss.
(BADEN online. Die Ortenau wie sie säuft und kracht.)

Preisverleiher verleiht Preis, Opfer zahlt mit Prominenz
(DER GULLER. Ja, Werner Aschl hat so recht, das ist der Preis des Preises. Wer hat schon mal was von Quadriga-Preis gehört, bevor der   an Putin jetzt zurückgezogen wurde. Daß ihn Guttenberg hat, adelt den Preis ja auch nicht.)

Offenburger Stadtgeflüster
Das Thema Klimawandel ist mittlerweile in Offenburg angekommen. Derzeit analysiert die Energieagentur Baden-Württemberg, wo »E-Burg« in Sachen Klimaschutz eigentlich steht. 150 000 Euro lässt sich die Stadt die Analyse der Klima-Experten kosten, Ende des Jahres soll der Gemeinderat entscheiden, was Offenburg in Zukunft für den Klimaschutz ausgeben will...Mit der Verabschiedung von Bernhard Schneider klafft eine Lücke innerhalb der Stadtverwaltung. Erstens gibt es keinen anderen, der in dem Maße wie er für das soziale Offenburg steht. Noch schlimmer ist aber: die legendäre »Boygroup der Verwaltung« ist nicht mehr vollständig. Im Dreierpack hatten Bernhard Schneider, Kulturchef Simon Moser und Kämmerer Hans-Peter Kopp jedes Jahr den Preis für die beste Fasnachtsverkleidung abgesahnt...Warum können eigentlich die Zahlen für den mündlichen Vortrag des TBO-Jahresabschlusses nicht schriftlich an die Presse herausgegeben werden? Die Logik von Kämmerer und TBO-Interims-Chef Hans-Peter Kopp gegenüber dem OT »das machen wir grundsätzlich nicht« ist wirklich nicht nachvollziehbar...Stutzig macht die Anmerkung eines Geschäftsführers einer großen Ortenauer Firma zu dem Vorfall: »Wenn ich will, dass die Leute keine Fragen stellen, dann werfe ich eben mit vielen Zahlen um mich.«
(Offenburger Tageblatt. Meist ersetzen Lücken diejenigen, die sie hinterlassen haben. Daß auch das Biotop Offenburg das Klima und die Welt retten will, ist angesichts der schon vorhandenen Rettungsinseln in der Ortenau nicht zu verübeln. Daß OG sich aber ein Stück Papier 150 000 Euro hierfür kosten läßt, spricht für das Büro. Das sollten mal die Kirchen engagieren!)

Erznarr mit Leib und Seele
Willi Müller ist nach langer Krankheit gestorben
(Offenburger Tageblatt. Leib und Seele sind vergänglich, aber der Narr bleibt ewiglich.)

»Menschen für den Glauben begeistern!«
Sonja Lang Pastoralreferentin der Seelsorgeeinheit
(Offenburger Tageblatt. Wissen könnte einer 28-Jährigen auch nicht schaden.)

Sabrina Hugle hatte den besten Notenschnitt
Entlassfeier der Ziegelwaldschule Gengenbach / Bürgermeister ermutigt Abschluss-Schüler zu aktivem Engagement

Die Hauptschulabschlussklasse der Haupt- und Werkrealschule Ziegelwald bot bei ihrer Entlassfeier am Donnerstagabend in der Stadthalle ein umfangreiches Programm in fast familiärer Atmosphäre. Sabrina Hugle konnte sich über den Preis als Klassenbeste (2,2) freuen. In Vertretung des wegen eines Motorradunfalls schwer verletzt im Krankenhaus liegenden Rektors Martin Teufel begrüßte sein Vertreter Pascal Kurz neben Eltern und Freunden auch ehemalige Lehrer sowie die Bürgermeister Thorsten Erny und Jürgen Schäfer.
(Offenburger Tageblatt. Die Schule war wohl auch mal besser. Was die Noten anbelangt, wird's wohl unter der neuen Regierung aufwärts gehen. Zahlt der Steuerzahler des Rektors Hobbyfolgen?)

Baustein für die Energiewende
Süwag Energie AG baut an der Kinzig bei Willstätt »modernste Wasserkraftanlage Deutschlands«

Der erste Spatenstich ist getan. Gestern haben die Bauarbeiten für das Wasserkraftwerk an der Kinzig bei Willstätt begonnen. Die Süwag investiert 8 Millionen Euro für umweltfreundliche Energiegewinnung.
(Kehler Zeitung. Die Kunden können sich schon auf  höhere Strompreise freuen.)

»Ein ganz besonderer Moment«
Aktionskünstler Gunter Demnig verlegt erste Stolpersteine in Gedenken an ehemalige Kehler Mitbürger
(Kehler Zeitung. Lebt er von den Toten?)

Hartgesottene Kinofans lässt der Regen kalt
Auftakt zu den Sommerkino-Nächten in Linx beginnt mit einer Dusche

Voll auf ihre Kosten kamen am Mittwoch die wetterfesten Filmfreunde beim Auftakt der Sommerkino-Nächte. Die amüsante »Zoowärter«-Komödie im Park der Linxer »World of Living« machte Lust auf mehr. Gelegenheit dazu gibt’s noch bei drei weiteren Open-Air-Vorführungen.
(Kehler Zeitung. Blöde gibt's genug. Das weiß die Miba-Presse und macht Freiluftkino.)

Basken tanzen vor Oberwolfacher Rathaus
(Offenburger Tageblatt. Solange sie tanzen...)

Zweitägige Fete auf altem Hof
Anlässlich des 450-jähroigen Bestehens des Klausenbauernhofs gibt’s ein exotisches Stelldichein

Das 450-jährige Bestehen des Klausenbauernhofs wird am 23. und 24. Juli mit viel Musik, einer Besichtigung und brasilianischem Volksfest gefeiert.
(Offenburger Tageblatt. Amazonas an der Kinzig.)

»Sehen durchaus noch Potenzial«
Weber-Haus-Chefin Heidi Weber-Mühleck über gute Zahlen, neue Märkte und den Blick nach vorn
(Acher-Rench-Zeitung. All überall auf den Dächerspitzen sieht man Potenziale blitzen.)

Peterstaler entwirft Logo der Frauen-Fußball-WM 2011
Claus Vogt ist Geschäftsführer der »WVP-Werbegesellschaft« in Stuttgart
(Acher-Rench-Zeitung. Warum soll es auch besser sein als die Kreisklassekickerei?)

Finanzminister Schäuble
Die große Enttäuschung

Finanzminister Wolfgang Schäuble sieht Europa als sein Projekt. Doch in der Krise spricht er wirr, agiert unberechenbar - und tut so, als habe er die Lage im Griff.
(FAZ.NET. Der ist seiner selbst nicht mehr Herr. Rolling home!)

"Stuttgart 21" Bahn prüft angeblich rechtliche Schritte gegen Landesregierung
Die Erstürmung der Baustelle am 20. Juni könnte den S21-Gegnern teuer zu stehen kommen. Den bisher 14 beschuldigten mutmaßlichen Randalierern drohen Klagen auf Schadenersatz. Wegen Behinderung des umstrittenen Bauprojekts in Stuttgart prüft die Bahn offenbar rechtliche Schritte gegen die Landesregierung. Den Randalierern droht indessen eine Millionenklage wegen Sachbeschädigung und Landfriedensbruchs.
(DER TAGESSPIEGEL. Der Grünen ihr Waterloch.)

Plagiatsaffäre

Koch-Mehrin legt Widerspruch gegen Titelentzug ein
FDP-Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin macht von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch und wehrt sich gegen den Entzug des Doktortitels wegen massiven Abschreibens.
(WELT online. Blond? Ist vielleicht auch ihr Studium ein Plagiat? Wann schmeißt die FDP diese Rechthaberin raus, oder ist sie auch ein Plagiat einer liberalen Partei? Es geht nicht um Titel,sondern um Grad!)

Teurer Flug nach Norderney

Wulff mimt Urlaubsidylle für ZDF-Interview vor
Bundespräsident Christian Wulff macht Urlaub auf Norderney – das sollten zumindest die Zuschauer des ZDF-Interviews denken. Dabei ließ Wulff sich extra einfliegen.Wer letzten Sonntag das ZDF-Sommerinterview mit Christian Wulff gesehen hat, bekam den Eindruck, dass der Bundespräsident auf Norderney Urlaub macht. Alles nur Fake?  Auf die Frage der ZDF-Hauptstadtstudio-Leiterin Bettina Schausten, ob er reif für die Insel sei, antwortete Wulff: "Ja, ich freue mich sehr auf die Tage jetzt mit der Familie, mit den Kindern, und es ist auch immer eine gute Gelegenheit, mal innezuhalten.“ Dabei soll er für das Gespräch am Samstag vor einer Woche morgens um 10 Uhr von Berlin-Tegel aus im Diensthubschrauber (Kosten pro Flugstunde etwa 2500 Euro) nach Norderney und am Nachmittag zurück geflogen sein, berichtet die "Bild am Sonntag".Tatsächlich verbringt der Bundespräsident mit seiner Frau Bettina und den Kindern den Sommer auf der Ostfriesischen Insel – allerdings erst in ein paar Wochen.
(WELT online. Der hat doch was fürs Türken übrig. Hören und sehen will einen Bundeskasper doch niemand. Wer zeigt ihn endlich wegen des Verdachts der Veruntreuung an? Die Schausten ist auch so eine journalistische Wundertüte. Wie ist die fast hysterisch ausgeflippt, als nach einer Wahl in Sachsen ein eingeladener NDP-Politiker den Mund aufgemacht hat. Öffentlich-rechtliche Verarschung des Gebührenzahlers.)

Thilo Sarrazin

Wie ein geprügelter Hund vom Multikulti-Kiez verjagt
Von Weltoffenheit und Neugier keine Spur: Dem "Deutschland schafft sich ab"-Autor schlug in Kreuzberg dumpfer Hass entgegen. Eindrücke von Thilo Sarrazin.

...Ein verdienter ehemaliger Berliner Senator, der sich nichts hat zuschulden kommen lassen, außer ein Buch mit unwillkommenen Zahlen und deren Analyse zu schreiben, wird aus einem zentralen Berliner Stadtteil, der nach eigenem Selbstverständnis die Speerspitze der Integration in Deutschland darstellt, förmlich herausgemobbt.Wehe uns, wenn, wie viele hoffen, Kreuzberger Zustände die Werkstatt des künftigen Deutschland sind.
(WELT online. Multikultipöbel statt Grundgesetz.)

ARD-Wetter

Kachelmann verliert Wetterfrau Claudia Kleinert
"Wetter im Ersten"-Moderatorin Claudia Kleinert steigt bei Jörg Kachelmanns Firma Meteomedia aus. Denn die ARD will die Sendung bald anderweitig produzieren lassen.Wettermoderatorin Claudia Kleinert, die seit 2002 in der ARD das "Wetter im Ersten" und das "Wetter nach den Tagesthemen" präsentiert, wird ab 2012 nicht mehr für Jörg Kachelmanns Firma Meteomedia arbeiten. Das sagte sie in einem Interview mit "Bild am Sonntag"...Kleinert werde dann bei dem neuen ARD-Wettershow-Produzenten anheuern, sei es Bavaria oder eine andere Firma: "Für meine Zukunft gibt es mehrere Optionen; möglich, dass das ARD-Wetter von der Bavaria produziert wird, es könnte aber auch eine andere Produktionsfirma oder ein Sender der ARD die Produktion übernehmen."
(WELT online. "Kräftig" kann auch ein Computer sagen, nur kein kurzes Röckchen anziehen.)

Kohl kritisiert Merkel

"Die macht mir mein Europa kaputt"
Mehrere CDU-Politiker gehen auf Distanz zu Merkels Europapolitik – auch Helmut Kohl. Der Ex-Bundeskanzler stuft ihr Handeln als besorgniserregend ein.
(WELT online. Kohls Mädchen!)

Papst ruft zur Hilfe für Somalia auf
Papst Benedikt XVI. ruft zu mehr internationaler Hilfe für die Hungernden am Horn von Afrika auf. Vor allem in Somalia spiele sich derzeit eine „menschliche Katastrophe” ab, sagte der Papst am Sonntag in Castelgandolfo. Das Land leide unter einer „furchtbaren Hungersnot”, die zahlreiche Menschen zur Flucht veranlasse. Er hoffe, dass die „Mobilisierung der internationalen Gemeinschaft” wachse und unverzüglich Hilfsgüter nach Somalia gelangten.
(BILD de. Seine Schatztruhe läßt er zu? Übrigens: Somalia gibt es gar nicht.)

Waffendeal

Deutschland subventioniert U-Boot für Israel
Die Bundesregierung zeigt sich großzügig gegenüber Israel. Nach SPIEGEL-Informationen fördert Deutschland den Verkauf eines U-Bootes an die Regierung in Jerusalem mit 135 Millionen Euro. Das Brisante an dem Deal: Die Boote könnten mit Atomwaffen nachgerüstet werden.
(SPIEGEL online. Die Subvention ist logisch: Wenn das Boot die an Saudi-Arabien gelieferten Panzer zerstört, müssen die wieder neue kaufen. Ein Bombengeschäft für's DDR- Pfarrerstöchterlein.)

(stern.de. Lebenszeichen aus Mexiko. Die neue deutsche Reisewelle ist gestrandet. Der weiß: Reise, reise Mausespeck, in zwei Jahren ist die FDP ganz weg.)

Auch Saxo-Silesia gehört Deutscher Burschenschaft an

(gh). "Datenleck - Interne Papiere enthüllen Rechtsextremismus bei Burschenschaften", titelt SPIEGEL online. Wer Deutsche Burschenschaft hört, denkt gleich an die Freiburger Burschenschaft Saxo-Silesia. Die gehört ihr nämlich an. Und dann kommt gleich Lahr mit ins Spiel, sind es doch etliche bekannte Lahrer, die dieser Burschenschaft angehören bzw. angehörten und sich auch schon in enger Nähe zur Lahrer CDU in der Öffentlichkeit präsentierten. Ihr heutiger Vorsitzender ist offenbar der Lahrer Rechtsanwalt Björn Esser, früher in einer Kanzlei zusammen mit dem Lahrer CDU'ler Andreas Estenfeld tätig, ebenfalls Saxo-Silesia.

Aber auch der Geschäftsführer der von beiden großen Kirchen getragenen Neuen Arbeit Lahr, Djahan Salar, in der Vergangenheit mal stellvertretender Lahrer CDU-Vorsitzender und CDA-Kreisvorsitzender, ist  mit Saxo-Silesia aufgetreten, die sich rühmte, im damaligen Ministerpräsidenten Oettinger einen "Waffenbruder" zu haben, denn auch der gehört einer schlagenden Verbindung in Tübingen an.

"Wir, die Mitglieder der Freiburger Burschenschaft Saxo-Silesia, sind stolz darauf, einen Lebensbund zu verwirklichen. Während unserer gemeinsamen Studienzeit meistern wir gemeinsam die Anforderungen des Universitätslebens und führen zugleich ein abwechslungsreiches und interessantes Leben auf dem 'Saxen-Schloss'. Die hier gewonnenen Freundschaften pflegen wir weit über das Studium hinaus. Wir überschreiten dabei die Grenzen sowohl der Generationen und der Fakultäten, als auch Weltanschauungen. In Gemeinschaft veranstalten wir geplante und spontane Festivitäten und Unternehmungen, seien es Kneipen, Feiern, Ausflüge, Vorträge oder Besuche in anderen Universitätsstädten. Als Bund haben wir in unserer Geschichte seit Gründung im Jahre 1885 viele wechselvolle Jahrzehnte erlebt. So haben auch wir uns äußerlich stetig gewandelt und sind doch uns selbst treu geblieben: wir sind freie Persönlichkeiten, offen in Denken und Handeln". So stellt sich Saxo-Silesia vor. Der SPIEGEL berichtet nun, daß eine "Fülle brisanter interner Dokumente" der Deutschen Burschenschaft  an die Öffentlichkeit gelangt sei.

Protokolle und Strategiepapiere legten eine desolate Lage der Studentenbünde offen und ihre Unfähigkeit, rechtsextremen Brüdern Einhalt zu gebieten. Nach dem Eklat um die Einführung eines "Ariernachweises" stünden die "strammen Brüder" unter großem Druck, innerhalb der Verbindungsszene seien sie fast völlig isoliert. Nun seien Details bekanntgeworden,wie es um die rund "120 rechten Studentenbünde unter dem Dach der Deutschen Burschenschaft (DB)" stehe, von den liberal-konservativen bis zu denen am rechtsextremen Rand. Mehr als 3000 Seiten aus Sitzungsprotokollen, internen Berichten und Strategiepapieren habe SPIEGEL ONLINE sichten können, ein Teil der Unterlagen stehe auch frei verfügbar im Internet, veröffentlicht auf dem linken Web-Portal Indymedia.

Für den Dachverband der Burschenschaften erinnere der Daten-Unfall an den Schlag, den die Wikileaks-Papiere der US-Außenpolitik versetzten - ein Burschen-Leaks, das den angeschlagenen Club ins Wanken bringen könne. Mit den letztverbliebenen Illusionen über die Männer mit den markigen Schmissen werde jedenfalls gründlich aufgeräumt.

Die Papiere stammten aus den Jahren 2000 bis 2011, und sie zeichneten ein fast schon jämmerliches Bild vom Innenleben der DB: Mit rund 1000 aktiven Studenten und gut 9000 sogenannten Alten Herren sei der Verband zumindest in Deutschland an Unis und in der Gesellschaft nahezu bedeutungslos und kaum präsent. Dominierend sei die rechtsgerichtete Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG), bestehend aus gut 20 deutschen und 20 österreichischen Bünden. Ihr gehört Saxo-Silesia nicht an.

Den Rechtsextremen stehe eine Handvoll liberal-konservativer Bünde gegenüber, zusammengeschlossen in der "Stuttgarter Initiative" (SI). Diese Biederbrüder hingen zum Teil noch an alten burschenschaftlichen Idealen von Ehrbarkeit und Freiheit - doch die geleakten Dokumente belegten ihr Unvermögen, sich gegen rechte Brandstifter zu organisieren.

Nachtruhe später, mehr Lärm erlaubt



(lifepr)
- Einen Interessenausgleich und damit Rücksichtnahme erfordert das so genannte Public Viewing, also öffentliches Fußballgucken in Parks, Biergärten und Freilichtbühnen. Die rechtliche Grundlage fürs Public Viewing, das in jedem Fall öffentlich genehmigt sein muss, ist die Verordnung über den Lärmschutz bei öffentlichen Fernsehdarbietungen im Freien.

ARAG Experten weisen darauf hin, dass normalerweise der Geräuschpegel in Gewerbegebieten nicht über 65 Dezibel (dB) und 55 dB in Wohngebieten liegen darf. Ab 22 Uhr beginnt die Nachtzeit, und dann müssen 50 dB in Gewerbegebieten bzw. 45 dB in Kern- und Mischgebieten eingehalten werden, was ungefähr dem Geräuschpegel entspricht, den eine Schreibmaschine verursacht.

Aber: Für so seltene Ereignisse wie eine Frauenfußball-WM im eigenen Land ändern sich die Richtwerte. Während der Ball rollt, beginnt die Nachtruhe nach 24 Uhr und die Grenzwerte dürfen um 10 db überschritten werden. Für kurzzeitige Geräuschspitzen wie Jubelschreie kann der Richtwert sogar um weitere 10 dB überschritten werden.

Manche Städte haben daraus frühzeitig die Konsequenzen gezogen und lassen die gemeinschaftlichen WM-Erlebnisse in den Innenstädten gar nicht erst zu. Da das Landesimmissionsschutzgesetz in den Bundesländern geregelt wird, raten ARAG Experten, sich im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt bzw. auf deren Internetseiten zu informieren.

Herr Fix und Fertig.

Fix und Fertig war lange Zeit Soldat gewesen, weil aber der Krieg ein Ende hatte und nichts mehr zu thun war, als einen und alle Tage dasselbe, nahm er seinen Abschied und wollte Lakai bei einem großen Herrn werden. Da gabs Kleider mit Gold besetzt, viel zu schaffen und immer was Neues. Also machte er sich auf den Weg und kam an einen fremden Hof, da sah er einen Herrn, der in dem Garten spazieren ging.

Fix und Fertig besann sich nicht lang, trat frisch auf ihn zu sagte: »mein Herr, ich suche Dienste bei einem großen Herrn, sinds Ew. Majestät selbst, so ist mirs am liebsten, ich kann und weiß alles, was dazu gehört, kurz und lang, wies befohlen wird.« Der Herr sagte: »recht, mein Sohn, das wäre mir lieb, sag an, was ist anjetzt mein Verlangen?« Fix und Fertig ohne zu antworten drehte  sich um, lief eilend und brachte eine Pfeife und Taback. »Recht, mein Sohn, du bist mein Bedienter, aber nun gebe ich dir auf, mir die Prinzessin Nomini zu schaffen, die schönste auf der Welt, die will ich zu meiner Gemahlin haben.« – »Wohlan, sagte Fix und Fertig, das ist mir ein kleines, die sollen Ew. Maj. bald haben, geben Sie mir nur eine Chaise bespannt mit Sechsen, einen Leibkutscher, Haiducken, Laufer, Lakaien, Koch und einen völligen Staat, mir selbst aber fürstliche Kleider, und jedermann muß meinen Befehlen gehorchen.«

Nun, fuhren sie ab, der Herr Bedienter saß in der Kutsche und es ging immer dem königlichen Hof zu, wo die schöne Prinzessin war. Als die Chaussee zu Ende war, fuhren sie ins Feld hinein und kamen bald vor einen großen Wald, der war voll von vielen tausend Vögeln, da war ein grausamer Gesang, prächtig in die blaue Luft hinein. »Halt! halt! rief der Fix und Fertig, die Vögel nicht gestört! die preisen ihren Schöpfer und wollen mir wieder einmal dienen, links um!« der Kutscher mußte also umdrehen und um den Wald herumfahren. Darnach währte es nicht lang, so kamen sie an ein großes Feld, da saßen an die tausend Millionen Raben, die schrien nach Speise überlaut. »Halt! halt! rief der Herr Fix und Fertig: bind eins von den vordersten Pferden los, führ es aufs Feld und  stichs todt, daß die Raben gespeist werden, die sollen meinetwegen keinen Hunger leiden.«

Nachdem die Raben gesättigt waren, ging die Reise weiter und sie kamen an ein Wasser, darin war ein Fisch, der klagte erbärmlich: »um Gotteswillen! ich habe keine Nahrung in diesem schlechten Sumpf, setzt mich in ein fließendes Wasser, dafür will ich euch einmal gegendienen.« Eh er noch ausgeredet, hatte Fix und Fertig halt! halt! gerufen; »Koch nimm ihn in die Schürze, Kutscher fahr zu nach einem fließenden Wasser.« Fix und Fertig stieg selber aus und setzte ihn hinein, daß der Fisch vor Freude mit dem Schwanz schlug. Herr Fix und Fertig sprach: »laßt nun die Pferde rasch laufen, daß wir zu Abend noch an Ort und Stelle sind.« Als er in der königlichen Residenz anlangte fuhr er gerade nach dem besten Gasthof, der Wirth und alle seine Leute kamen heraus, empfingen ihn aufs beste und meinten, ein fremder König sey angekommen, und es war doch nur ein Herr Bedienter.

Fix und Fertig aber ließ sich gleich bei dem königlichen Hof anmelden, suchte sich beliebt zu machen und hielt um die Prinzessin an. »Mein Sohn, sagte der König, dergleichen Freier sind schon viele abgewiesen worden, weil keiner hat ausrichten können, was ich ihnen auferlegt hatte, um meine Tochter zu gewinnen.« »Wohlan, sprach Fix und Fertig, geben Ew. Majestät  mir nur was rechtes auf.« Der König sagte: »ich habe ein Viertel Mohnsamen säen lassen, kannst du mir denselben wieder herbei schaffen, daß kein Korn fehlt, so sollst du die Prinzessin für deinen Herrn haben.« Hoho! dachte Fix und Fertig, das ist ein geringes für mich. Nahm darauf ein Maaß, Sack und schneeweiße Tücher, ging hinaus, und die letztern breitete er neben das besäte Feld hin.

Gar nicht lange, da kamen die Vögel, die im Walde bei ihrem Singen nicht waren verstört worden, und lasen den Samen, Körnchen für Körnchen auf und trugen ihn auf die weißen Tücher. Als sie alles aufgelesen hatten, schüttete es Fix und Fertig zusammen in den Sack, nahm das Maaß unter den Arm, ging zu dem König und maaß ihm seinen ausgesäten Samen wieder zu, gedachte nun die Prinzessin wäre schon sein – aber gefehlt: »noch eins, mein Sohn, sagte der König, meine Tochter hat einstmals ihren goldnen Ring verloren, denselben mußt du mir erst wiederschaffen, eh du sie bekommen kannst.« Fix und Fertig machte sich keine Sorgen: »lassen Ew. Majestät mir nur das Wasser und die Brücke zeigen, wo der Ring verloren worden, so soll er bald herbeigeschafft seyn.«

Als er hingebracht war, sah er hinab, da schwamm der Fisch herzu, den er auf seiner Reise in den Fluß gesetzt hatte, streckte den Kopf in die Höhe und sagte: »wart einige  Augenblicke, ich fahre hinunter, ein Wallfisch hat den Ring unter der Floßfeder, da will ich ihn holen;« kam auch bald wieder und warf ihn ans Land. Fix und Fertig bracht ihn zum König, dieser aber antwortete: »nun noch eins, in jenem Walde ist ein Einhorn, das hat schon vielen Schaden gethan, wenn du das tödten kannst, dann ist nichts mehr übrig.«

Fix und Fertig bekümmerte sich auch hier nicht groß, sondern ging geradezu in den Wald. Da waren die Raben, die er einmal gefuttert und sprachen: »noch eine kleine Weile Geduld, jetzt liegt das Einhorn und schläft, aber nicht auf der scheelen Seite, wenn es sich herumdreht, dann wollen wir ihm das eine gute Auge, das er hat, auspicken, dann ist es blind und wird in seiner Wuth gegen die Bäume rennen und mit seinem Horn sich festspießen; dann kannst du es leicht tödten.« Bald wälzte sich das Thier ein paar Mal im Schlaf herum und legte sich auf die andere Seite, da flogen die Raben herunter und hackten ihm sein gesundes Auge aus. Wie es die Schmerzen empfand, sprang es auf und rennte unsinnig im Wald herum, bald auch hatte es sich in eine dicke Eiche festgerennt.

Da sprang Fix und Fertig herbei, hieb ihm den Kopf ab, und brachte ihn dem König. Dieser konnte nun seine Tochter nicht länger versagen, sie ward dem Fix und Fertig übergeben, der sich gleich in vollem Staat, wie er gekommen war, mit ihr in die Kutsche setzte, zu seinem Herrn fuhr und ihm die liebevolle Prinzessin brachte. Da ward er wohl empfangen, und in aller Pracht Hochzeit gehalten; Fix und Fertig aber wurde erster Minister.



Ein jegliches in der Gesellschaft, wo dies erzählt wurde, wünschte auch bei dem Vergnügen zu seyn, eins wollte Kammerjungfer, das andere Garderobemädchen werden, dafür wollte einer Kammerdiener, der andere Koch werden u.s.w.


(Quelle: Jacob und Wilhelm Grimm: Kinder- und Hausmärchen. 2 Bände, Band 1, Berlin 1812/15, S. 58-63.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004900448)