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Schildbürgerstreich: Nach Schuttern hinein geht's ungebremst.

Polizei sieht keinen Grund zur Sorge
Erhöhte Unfallzahlen nicht repräsentativ
Anfang August hat die Polizei Offenburg ihre Verkehrsunfallzahlen für das erste Halbjahr veröffentlicht. Insgesamt sind die Zahlen um ein Prozent, bei Unfällen mit Verletzten sogar um 22 Prozent angestiegen. Die Mittelbadische Presse hat Werner Neumann, Verkehrsreferent der Polizeidirektion Offenburg, nach den Gründen gefragt.
(Offenburger Tageblatt. Die Ortenauer halten sich nicht an die Statsitik. Weniger repräsentativ scheint auch die Polizei zu sein.)

Countdown
Papstbesuch: Bereitschaftspolizei Lahr versorgt 4000 Beamte
Nicht nur in Freiburg bereitet sich die Polizei akribisch auf den Papstbesuch im September vor – auch in Lahr laufen die Planungen. Dabei geht es unter anderem um Quartiere für Polizisten aus dem ganzen Land.
(Badische Zeitung. Schutz vor Protestanten? Warum wird auf solche gefährlichen Besucher nicht verzichtet? Es wäre doch billiger, mit den 4000 Polizisten den Vatikan zu besetzen, denn der ist ja durch Betrug entstanden. Dem Papst sein Chef  hat noch Tausende allein verpflegt. Der konnte noch Wunder, über den Alten kann man sich nicht mal mehr wundern.) 

Franzosen parken gerne falsch
Zu diesem Ergebnis kommt die Stadt Kehl. An französischen Feiertagen werden durchschnittlich mehr Falschparker registriert.
(BADEN online. Falsch fahren sie auch gerne.)

Alternative auf dem Weg zum Abitur
Gesamtlehrerkonferenz und Schulkonferenz am MPG befürworten die Einrichtung von G 9 parallel zum eben eingeführten G 8
(Badische Zeitung. Mitten in den Ferien? War halt doch noch was im Papierkorb, gell? Klar, Abi muß leichter werden, immer noch zu wenig Einskommanuller.)

Drei neue Rufsäulen für den Irrgarten im Lahrer Stadtpark
Am 27. September 2006 wurde durch Theresia Pfänder die Berger-Pfänder-Stiftung begründet. Zweck der Stiftung ist es, den Lahrer Stadtpark auch für kommende Generationen zu erhalten und weiter zu entwickeln.Im Frühjahr 2010 konnte mit den Mitteln der Stiftung der Irrgarten auf der Wiese zwischen Kiosk, Rhododendrenanlage und Spielplatz, mit einer Fläche von rund 1650 Quadratmeter, angelegt werden. Seither hat sich dieser Teil des Stadtparks zu einer der großen Attraktionen entwickelt. Gerade jetzt in der Ferienzeit, aber auch sonst sausen die Kinder pausenlos in Such- und Fangspielen durch die 360 Meter langen, heckengesäumten Irrwege.Um das Spiel noch attraktiver zu gestalten hat sich die Stiftung vorgenommen die im Irrgarten versteckten Plätze nach und nach mit Spielstationen zur Entfaltung der Sinne auszustatten. Als erstes können in diesem Jahr die Rufsäulen von den Kindern in Besitz genommen werden. Schall verhält sich ähnlich wie Wasser, deshalb kann man ihn durch Rohre leiten, wie bei alten Schiffstelefonen. Im Irrgarten im Stadtpark sind drei Sprechstellen durch unterirdische Rohre miteinander verbunden. Damit ist es möglich sich auch über längere Strecken ohne jede elektronische Verstärkung zu verständigen, oder, da es drei Sprechstellen sind, in Konferenz zu treten. Von der Efeukanzel des Eingangsturmes zum Irrgarten hat man einen Überblick zu den einzelnen Rufstellen und kann von dort die Kinder sehen und leiten.Weitere Geräte zur Sinneserfahrung werden in den nächsten Jahren folgen.
(Stadt Lahr. Die Römer hatten schon drahtlosen Funk, Mietzner und Doktor Krohn können bestätigen, dass in ihren römischen Aschekisten keine Drähte waren, und heute haben Kinder Handy. Die Stadt Lahr ist nun an der Spitze des Fortschritts. Ist es Sinn von Stiftungen, die vermehrte rein kommerzielle Nutzung des Stadtparks zu unterstützen? Da wird sich ja wohl mal das Finanzamt um die Zweckverwendung der Mittel kümmern müssen.)

"Nachts ist es besonders spannend"
Neun Jugendliche leben fünf Tage im Wald bei Kuhbach / Ganz ohne Handy geht es nicht / Ein Projekt der Volkshochschule
(Badische Zeitung. Wozu braucht man in der Lahrer Höhle eine Volkshochschule?)

Heilpflanzen und ihre Wirkung
(Badische Zeitung. Bereits zum 1000.? Sehr empfehlenswert Fingerhutsalat.)

Mehr Infos zum Burgleben
Zum Geroldsecker Burgpfad gibt es jetzt auch einen Flyer
(Badische Zeitung. Von den Brüdern Grimm?)

Der Autor macht Appetit auf die Ortschronik
Walter Caroli gibt Einblicke in die Hugsweierer Dorfgeschichte
(Badische Zeitung. Der Erfinder der Dinglinger wieder auf Expedition.)

Frenk öffnet das Kästlein
Riedwoche: Unterwegs durch Ottenheim mit dem Dorfhistoriker Martin Frenk
(Badische Zeitung. Ohne all die Stadthistoriker, Dorfhistoriker und Carolis wüßten die Leute gar nicht, daß es sie gibt.)

Beim Malen völlig ausgeglichen und ruhig
Miriam Meurer-Mußler hat mit Behinderten Kunst geschaffen
(Badische Zeitung. Warum wird alles Unkünstliche Kunst genannt?)

"Das hat sich nicht mehr rentiert"
Der Hertigshof in Oberharmersbach hat sich von der Milchwirtschaft verabschiedet / Minister Bonde sagte Besuch kurzfristig ab
Alexander Bonde sagte seinen lange angekündigten Besuch auf dem Hertigshof in Oberharmersbach kurzfristig ab, weil er bei Lahr in einem Stau steckte. Zurück ließ er 15 enttäuschte Milchbauern aus der Ortenau, die nach knapp zwei Stunden vergeblichen Wartens unverrichteter Dinge wieder den Heimweg antreten konnten. Aus dem Gespräch mit dem Landwirtschaftsminister, in dem sie sich eine Unterstützung ihrer Milchpolitik erhofften, wurde also nichts. Sie müssen sich weiter an das Prinzip Hoffnung klammern — und können von einem verbesserten Literpreis weiterhin vorerst nur träumen.
(Badische Zeitung. Dabei hätten sie doch so gerne den gemolken, der nicht zuständig ist, dafür aber Null Ahnung, kein Geld und zwei Trachtenkittel hat

"Wii-Probiererli" beim 40. Weinfest
Zum Breisgauer Bereichsweinfest vom 19. bis 22. August in Emmendingen werden wieder Tausende von Besuchern erwartet
(Badische Zeitung. Sauft Leute, sauft!)

(Badische Zeitung. Bevor die weiterzählen, hier die offiziellen Zahlen aus dem zweiten Quartal 2011: verkaufte Exenplare 145 067. Bei zehn Lesern pro Exemplar wären das 1,4 Millionen Leser...Nur Sternleinzählen ist genauer.)

Putz-Malheur an der Stadtbibliothek

Noch ehe die Farbe an der frisch bemalten Außenfassade trocken ist, muss sie wieder runter
Eigentlich sollte bald das Gerüst an der Stadtbibliothek am Münsterplatz abgenommen werden — und die Fassade sollte sich in neuer Pracht zeigen. Aufwendig haben Maler in den vergangenen zehn Tagen mit feinen Pinselstrichen die Marmorimitationen aufgemalt. Doch jetzt weiß man: Die ganze Malerei, sie war für die Katz’. Die frisch bemalte Fassade bröckelt nämlich bereits. Sie muss wieder abgenommen werden, weil es ein Problem mit dem darunter liegenden Putz gibt, wie Johannes Klauser, Chef des städtischen Gebäudemanagements gestern einigermaßen zerknirscht mitteilte. Die Suche nach den Gründen für das Malheur laufe.
(Badische Zeitung. Putzig die grünen Freiburger. Haben sie auch schon Handwerk verlernt?)

Ausgleich für riskanten Einsatz
Mannheimer Gericht billigt einem bei der Hirschjagd verletzten Förster eine höhere Pension zu
(Badische Zeitung. Förster leben gefährlich, so zwischen all den Bäumen, großen Tieren und wilden Jägern.)

Wütende Fans
Hoffenheim in der Schallfalle
Die Affäre um die Beschallung des Gästeblocks entwickelt sich für Hoffenheim zum Desaster: Fans schimpfen über Stasi-Methoden, es hagelt Anzeigen wegen Körperverletzung, die Vereinsführung agiert ungeschickt. Der bereits seit Jahren laufende Versuch einer Imagepolitur droht zu scheitern. Es war ein ambitioniertes Projekt: Mit viel Geld sollte aus einem Kreisliga-Verein ein erfolgreicher Bundesligist gebastelt werden. Die TSG 1899 Hoffenheim unternahm seit ihrem Aufstieg in die erste Spielklasse vor drei Jahren viel, um gegen das Image vom überzüchteten Dorfclub anzukämpfen.
(SPIEGEL online. Schall und Rauch und Aus. Keiner wird sie vermissen.)

Wirtschaftsregierung
Der Preis für den Pakt
Angela Merkel und Nicolas Sarkozy wollen eine europäische Wirtschaftsregierung schaffen. Klingt gut. Doch was das heißen soll, ist noch offen. Wenn der Vorschlag ernst gemeint ist, hätte er erhebliche Konsequenzen - besonders für Deutschland.
(SPIEGEL online. Deutschland zahlt, die anderen regieren.)

Leseverbot
US-Schulbehörde verbannt Sherlock Holmes
Sherlock Holmes gehört eigentlich zu den Schätzen der Literaturgeschichte, doch einige Eltern im den USA sehen das anders: Der Roman beleidige ihren mormonischen Glauben. Die Behörde gab ihnen recht und strich das Buch vom Lehrplan. Der Detektiv befindet sich damit in guter Gesellschaft.
(SPIEGEL online. Verboten werden die Mormonen. Die spinnen, die Amis.)

Forsa-Wahltrend
"Enormer Vertrauenseinbruch" – Union im Tief
Union und FDP verharren im Umfragetief: Die Koalition liegt bei 36 Prozent – vor nicht allzu langer Zeit waren es noch 40 und 45 Prozent. Den Wählern fehlt ein klarer Kurs.
Die Regierungskoalition aus Union und FDP verharrt im Umfragetief. Nach dem veröffentlichten Forsa-Wahltrend des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL erreicht die Union zum dritten Mal in Folge 32 Prozent. Die FDP kann sich zwar im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt verbessern, würde mit vier Prozent aber weiter an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.Die SPD gibt einen Punkt ab und fällt auf 26 Prozent. Unverändert 21 Prozent der Wähler wollen für die Grünen stimmen. Auch der Wert für die Linke änderte sich mit neun Prozent nicht. Auf "sonstige Parteien" entfallen acht Prozent. Mit zusammen 47 Prozent hätte Rot-Grün einen Vorsprung von elf Prozentpunkten vor Schwarz-Gelb.
(WELT online. Die FDP enteilt den Bibeltreuen Christen.)

Als Botschafterin des Deutschen Roten Kreuzes Bundesverdienstkreuz für Jeanette Biedermann
(BILD de. Kriegt jeder ein Kreuz, wenn er für einen Konzern den nützlichen Idioten macht?)

Mitteilungspflichten sind zu beachten

(lifepr) -  Der wohlverdiente Urlaub hat gerade begonnen, der Stress lässt nach und schon ist die Erkältung da. Oder noch schlimmer - die lang ersehnte Urlaubsreise endet mit einem gebrochenen Arm oder Bein. Das ist ärgerlich und der Erholung abträglich! Wie in so einem Fall die Mitteilungspflichten gegenüber dem Arbeitgeber aussehen, welche Besonderheiten dabei für Auslandsaufenthalte gelten und was mit dem beantragten Urlaub passiert, erläutern die ARAG Experten.

Die Mitteilungspflichten des erkrankten Arbeitnehmers regelt § 5 des Entgeltfortzahlungsgesetzes (EntgFG), der auch gilt, wenn die Arbeitsunfähigkeit während des Urlaubs eintritt. Danach hat der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. "Unverzüglich" meint "ohne schuldhaftes Zögern", weshalb der Arbeitgeber unmittelbar nach Beginn der Erkrankung telefonisch, per E-Mail oder per Fax informiert werden sollte. Der Arbeitnehmer muss allerdings nicht mitteilen, woran er erkrankt ist. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, muss er dem Arbeitgeber spätestens am darauffolgenden Arbeitstag eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer vorlegen. Laut Gesetz ist der Arbeitgeber berechtigt, die Vorlage eines Attestes auch schon früher zu verlangen. Auch aus dem Arbeitvertrag oder einem Tarifvertrag kann sich etwas anderes ergeben. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als in der Bescheinigung angegeben, muss eine neue ärztliche Bescheinigung vorgelegt werden.

Adresse am Urlaubsort
Weitergehende Mitteilungspflichten gelten für den Fall, dass sich der Arbeitnehmer bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit im Ausland aufhält: § 5 Abs. 2 EntgFG bestimmt, dass er dem Arbeitgeber auch seine Adresse am Urlaubsort mitteilen muss. Das soll dem Arbeitgeber die Möglichkeit geben, die Arbeitsunfähigkeit überprüfen zu lassen. Informiert der Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber telefonisch über die Erkrankung und fragt der Arbeitgeber ihn nicht nach der Urlaubsadresse, hat die unterbliebene Mitteilung allerdings keine nachteiligen Folgen für den Arbeitnehmer, so das Bundesarbeitsgericht (BAG) in einer Entscheidung vom 19. Februar 1997 (Az.: 5 AZR 83/96). Bei einer Erkrankung im Ausland ist im Übrigen darauf zu achten, dass der ausländische Arzt in seinem Attest zwischen Erkrankung und Arbeitsunfähigkeit unterschieden hat. Außerdem hat der Arbeitnehmer nach § 5 Abs. 2 Satz 3 und 4 EntgFG die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer bzw. Fortdauer auch seiner deutschen Krankenkasse zu melden. Kehrt er nach Deutschland zurück, ist er schließlich verpflichtet, dem Arbeitgeber und der Krankenkasse unverzüglich seine Rückkehr anzuzeigen (§ 5 Abs. 2 Satz 7 EntgFG).

Urlaub verlängert sich nicht automatisch
Die Tage der - durch ärztliches Attest nachgewiesenen - Arbeitsunfähigkeit während des Urlaubs werden nicht auf den Jahresurlaubsanspruch angerechnet. Das bestimmt § 9 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG). Der Arbeitnehmer hat vielmehr Anspruch auf die übliche Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Wichtig: Der Urlaub verlängert sich nicht automatisch um die Tage, an denen der Arbeitnehmer erkrankt war, sondern endet so wie ursprünglich beantragt. Die wegen der Erkrankung nicht in Anspruch genommenen Urlaubstage können nur über einen neuen Urlaubsantrag genutzt werden. Kann der Urlaub wegen längerer Krankheit weder im laufenden Kalenderjahr noch bis zum 31. März des Folgejahres genommen werden, steht dem Arbeitnehmer nach neuerer Rechtsprechung weiterhin sein Urlaubsanspruch bzw. bei Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis ein Urlaubsabgeltungsanspruch (in Geld) zu. Das ergibt sich aus einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 20. Januar 2009 (Az.: C 350/06), dem das BAG seitdem gefolgt ist (so z.B. mit Urteil vom 24. März 2009, Az.: 9 AZR 983/07).

Mitteilungspflichten sind zu beachten

(lifepr) -  Der wohlverdiente Urlaub hat gerade begonnen, der Stress lässt nach und schon ist die Erkältung da. Oder noch schlimmer - die lang ersehnte Urlaubsreise endet mit einem gebrochenen Arm oder Bein. Das ist ärgerlich und der Erholung abträglich! Wie in so einem Fall die Mitteilungspflichten gegenüber dem Arbeitgeber aussehen, welche Besonderheiten dabei für Auslandsaufenthalte gelten und was mit dem beantragten Urlaub passiert, erläutern die ARAG Experten.

Die Mitteilungspflichten des erkrankten Arbeitnehmers regelt § 5 des Entgeltfortzahlungsgesetzes (EntgFG), der auch gilt, wenn die Arbeitsunfähigkeit während des Urlaubs eintritt. Danach hat der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. "Unverzüglich" meint "ohne schuldhaftes Zögern", weshalb der Arbeitgeber unmittelbar nach Beginn der Erkrankung telefonisch, per E-Mail oder per Fax informiert werden sollte. Der Arbeitnehmer muss allerdings nicht mitteilen, woran er erkrankt ist. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, muss er dem Arbeitgeber spätestens am darauffolgenden Arbeitstag eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer vorlegen. Laut Gesetz ist der Arbeitgeber berechtigt, die Vorlage eines Attestes auch schon früher zu verlangen. Auch aus dem Arbeitvertrag oder einem Tarifvertrag kann sich etwas anderes ergeben. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als in der Bescheinigung angegeben, muss eine neue ärztliche Bescheinigung vorgelegt werden.

Adresse am Urlaubsort
Weitergehende Mitteilungspflichten gelten für den Fall, dass sich der Arbeitnehmer bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit im Ausland aufhält: § 5 Abs. 2 EntgFG bestimmt, dass er dem Arbeitgeber auch seine Adresse am Urlaubsort mitteilen muss. Das soll dem Arbeitgeber die Möglichkeit geben, die Arbeitsunfähigkeit überprüfen zu lassen. Informiert der Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber telefonisch über die Erkrankung und fragt der Arbeitgeber ihn nicht nach der Urlaubsadresse, hat die unterbliebene Mitteilung allerdings keine nachteiligen Folgen für den Arbeitnehmer, so das Bundesarbeitsgericht (BAG) in einer Entscheidung vom 19. Februar 1997 (Az.: 5 AZR 83/96). Bei einer Erkrankung im Ausland ist im Übrigen darauf zu achten, dass der ausländische Arzt in seinem Attest zwischen Erkrankung und Arbeitsunfähigkeit unterschieden hat. Außerdem hat der Arbeitnehmer nach § 5 Abs. 2 Satz 3 und 4 EntgFG die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer bzw. Fortdauer auch seiner deutschen Krankenkasse zu melden. Kehrt er nach Deutschland zurück, ist er schließlich verpflichtet, dem Arbeitgeber und der Krankenkasse unverzüglich seine Rückkehr anzuzeigen (§ 5 Abs. 2 Satz 7 EntgFG).

Urlaub verlängert sich nicht automatisch
Die Tage der - durch ärztliches Attest nachgewiesenen - Arbeitsunfähigkeit während des Urlaubs werden nicht auf den Jahresurlaubsanspruch angerechnet. Das bestimmt § 9 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG). Der Arbeitnehmer hat vielmehr Anspruch auf die übliche Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Wichtig: Der Urlaub verlängert sich nicht automatisch um die Tage, an denen der Arbeitnehmer erkrankt war, sondern endet so wie ursprünglich beantragt. Die wegen der Erkrankung nicht in Anspruch genommenen Urlaubstage können nur über einen neuen Urlaubsantrag genutzt werden. Kann der Urlaub wegen längerer Krankheit weder im laufenden Kalenderjahr noch bis zum 31. März des Folgejahres genommen werden, steht dem Arbeitnehmer nach neuerer Rechtsprechung weiterhin sein Urlaubsanspruch bzw. bei Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis ein Urlaubsabgeltungsanspruch (in Geld) zu. Das ergibt sich aus einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 20. Januar 2009 (Az.: C 350/06), dem das BAG seitdem gefolgt ist (so z.B. mit Urteil vom 24. März 2009, Az.: 9 AZR 983/07).