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Politsch korrekter Karneval 2019

Die dissoziative Identitätsstörung der Deutschen

Von CANTALOOP

Wie in einschlägigen Kreisen bereits befürchtet, erfolgt nun jedes Jahr eine weitere Dynamisierung hinsichtlich unserer Karnevalsregeln. Gemäß dieser Lesart erleben wir im Moment sinnbildlich wieder ein weiteres Anziehen der politisch korrekten Zügel. Offenbar wird nun jedes Wort der Büttenredner auf die Goldwaage gelegt – sofern die Rede nicht zuvor mit den nun überall präsenten Sprachüberwachern abgeklärt worden ist.

Belanglose Albereien über Migration, Feminismus oder andere gesellschaftliche Probleme? Eine Verkleidung als Neger, Südsee-Bewohner oder gar Indianer? Das war einmal. Selbst Frauen mit prägnanten Doppelnamen sollten fortan besser nicht mehr auf die Schippe genommen werden. Denn das sieht der/die vegan-durchgegenderte bundesrepublikanische Buntmensch*in selbst im Fasching gar nicht mehr gerne.

Somit wird sich die Fastnacht 2019 auf weiteres AfD-Bashing, Trump-Verhöhnung und intellektuelle Nullsätze als Pointenfutter reduzieren. Das tonangebende Juste Milieu mag eben nur Humor, wenn dieser auch dem eigenen Weltbild entspricht. Somit klatscht man gerne, wenn es den verhassten Rechten humoristisch an den Kragen geht. Bei Abweichungen dieses Kurses kann die Gemütslage dieser besonders Anständigen dann aber sehr schnell zwischen empört, entsetzt oder betroffen umschwenken.

„Rassistische Kostüme“ sind ebenfalls nicht mehr erlaubt
Karneval an sich muss man nicht mögen. Aber es war bislang die letzte Gelegenheit, bei der einmal im Jahr über alles und jeden – speziell auch über die Obrigkeit – straffrei hergezogen werden durfte. Nun warnt eine besorgte Kölner Professorin gar vor „rassistischen Verkleidungen“, die es unbedingt zu vermeiden gilt. Ihrer Ansicht nach müssen jetzt alle überlieferten karnevalistischen Traditionen neu bewertet – und an die Neuzeit angepasst werden. Der bekannt humorlose Zentralrat der Muslime ist bereits begeistert.

Die Zensurkultur
Die hyperkorrekten Gesinnungsethiker, die sich zwischenzeitlich offenbar selbst zu Kopfe gestiegen sind, überwachen also zukünftig jedes gesprochene Wort und jedes Kostüm mit Argusaugen. Dementsprechend: wer nicht exakt auf Linie ist, bekommt Probleme. Diese Erfahrung durfte nun auch das Kölner Karnevals-Urgestein Bernd Stelter machen (Video oben). Sein bereits angemahnter Emanzen-Schabernack wurde nebst seines kompletten Auftritts kurzerhand aus der Sendung geschnitten.

Derbe Scherze? Gerne doch. Aber bitte nur in die richtige „Stoß-Richtung“! Wer es wagt, sich über Genderthemen, Umwelthysterie oder andere heilige Kühe des sozialistischen Wächterrates lustig zu machen, der riskiert auch in der losgelösten Fünften Jahreszeit exakt jene Bestrafung, die die „grüne Scharia“ dafür vorsieht: ein medialer Shitstorm, die gesellschaftliche Ächtung und lebenslanges Abschieben in die rechte Schmuddel-Ecke. Noch. In naher Zukunft könnten durchaus auch noch heftigere Sanktionen erfolgen. Wir erleben nun hautnah eine Bürgerschaft, aufgelöst in einzelne Gruppen mit unterschiedlichen Lebensstilen, die sich immer weiter ausdifferenzieren wird.

Fasching als Lackmus-Test der gesellschaftlichen Freiheiten
Wie konnte eine Gesellschaft, die sich dereinst durch Freiheit, Aufklärung und Toleranz definiert hat, nur innerhalb von so kurzer Zeit und quasi ohne jeden wahrnehmbaren Widerstand in ein totalitäres Regime verwandelt werden, fragt man angesichts dieser traurigen Tatsachen? Werden es die obrigkeitshörigen Bio-Deutschen tatsächlich erst bemerken, dass sie in einer Diktatur leben, wenn diese offiziell ausgerufen wird?

Es wird Zeit, ein bekanntes Heine-Gedicht an die schöne neue Buntwelt zu adaptieren:

„Grüne, Linke – die Beschränkten
diese geistig Eingeengten
darf man nie und nimmer necken.

Nur die klugen weiten Herzen
wissen stets in unseren Scherzen
Lieb und Freundschaft zu entdecken.“
(pi-news.net)

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