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Vergewaltigung am Fließband

"Schuld, schuld – selber schuld!"

(www.conservo.wordpress.com)

Von Maria Schneider

Der Freiburger Polizeipräsident Rotzinger rät Frauen zum Schutz vor Vergewaltigung: „Macht euch nicht wehrlos mit Alkohol oder Drogen“. Aha. Dieser RatSCHLAG erinnert an Frau Rekers VorSCHLAG, eine Armlänge Abstand zu potentiellen Tätern zu halten. Endlich spricht es jemand mal wieder aus. Die Frau ist selber schuld. Sie hat es gewollt. Warum wohl würde sie sich sonst überhaupt aus dem Hause wagen, wo sie hingehört?

Ich höre den Widerhall der Stimmen aus meiner Jugend in den 1980ern. „Wenn die einen Minirock trägt, dann legt sie es darauf an.“ „Selber schuld.“ „Die hätte doch merken müssen, dass der Typ nicht ok ist.“ „Wie kann man nur so DUMM sein!“

Unvergessen die Argumentation der Katholischen Kirche ebenfalls bis in die 1980er, dass Mädchen nicht ministrieren dürften, da sie sonst die männlichen Gottesdienstbesucher und den Pfarrer höchstselbst von der Heiligen Messe ablenken würden. Schuld, schuld, schuld, selber schuld! Hat sich halt selber wehrlos gemacht.

Die junge Freiburger Frau ist halt auch schuld. Hat nicht richtig auf ihr Getränk aufgepaßt. Hat sich einfach wehrlos gemacht. Schuld, selber schuld!

Da wäre auch noch das 15-jährige Mädchen, deren afghanischer Ex-Freund sie seinen Freunden in unterschiedlichen Wohnungen zuführte.

BR-Polizeiexperte Oliver Bendixen meint, „Anhaltspunkte dafür, dass die Schülerin in den Wohnungen festgehalten wurde, gibt es keine – und auch keine Hinweise darauf, dass es so etwas wie eine Gruppenvergewaltigung gab. Das Geschehen sei deshalb nicht mit dem Fall in Freiburg vergleichbar.“

Jeden Tag ein anderer ist schon besser, als alle auf einmal

Puh, da sind wir aber froh. Das Mädchen mußte nicht gleich alle Afghanen auf einmal bedienen, sondern jeden Tag einen anderen. Dass der reine Islam es ausdrücklich gestattet, ungläubige Frauen wie Wertpapiere ganz oder anteilig zu kaufen und zu verkaufen, erscheint doch zu abwegig, auch wenn die Ereignisse in Rutherford, wo pakistanische Männer mit Tausenden von englischen Mädchen aus prekären Verhältnissen handelten, eine andere Sprache sprechen.

Die 15-Jährige hatte sich ja ihrer Betreuerin anvertraut. Also ein klarer Fall von Schmuddelkind. Und typisch Prekariat, das sich sowieso zu stark vermehrt. Eigentlich … ja … selber schuld.

Nehmen wir noch einen dritten Fall, weil es sich gerade so schön auf dem hohen Roß sitzt.

Mann mit Glatze und roten Flecken im Gesicht – her damit!

Am 3.11.2018 um acht Uhr in der Früh’ wurde in Fürth eine Frau von einem Mann mit „südländischem Aussehen“ und „ausländischem Akzent“ in ein Gebüsch gezerrt, vergewaltigt und mit einem Messer bedroht. Er hatte eine Glatze und rote Flecken im Gesicht.

Allem Anschein nach hatte sich die Frau weder mit Drogen noch mit Alkohol „wehrlos gemacht“. Ob sie nun die „Armlänge Abstand“ eingehalten hat, läßt sich nicht mit abschließender Gewissheit sagen. Ich vermute stark, dass sie ES dennoch wollte und sich nur der Form halber geziert hat. Warum hätte sie sich wohl sonst aus dem Haus begeben? Mein Verdikt lautet daher: „Selber schuld.“

Apropos Messer. Die Krone.at meldet, „Jetzt kommen ganz andere“. An Kroatiens Grenze, nur 224 Kilometer von Österreich entfernt, würden mehr als 20.000 Migranten die Grenze durchbrechen und nach Deutschland wollen. 95 Prozent davon Männer, die meisten davon mit Messern bewaffnet.

Gott sei Dank gibt es noch Tofu und Soja zur Beruhigung

Nun wird mir doch etwas mulmig. Neben mir im Café sehe ich aus dem Augenwinkel eine junge, zierliche Frau mit Dutt, die sich abmüht, mit dem Messer ein Stück Tofu durchzuschneiden. Spontan will ich sie fragen, was sie von dieser Belagerung hält und halte dann inne. Die „Frau“ trägt Bartstoppeln, neben ihr sitzt die schwangere Freundin. Erleichtert atme ich aus und schelte mich selber wegen meiner Sorgen. Gott sei Dank – hier ist die Welt noch in Ordnung.

Das junge Paar ist so glücklich. Der Mann mit Dutt ist so friedfertig. Mir wird ganz warm um’s Herz, als ich sehe, wie er voll Achtsamkeit jeden Tofubissen genießt, bewußt langsam den Sojalatte umrührt und dabei leise ein Dankgebet an Gaia spricht.

Frieden schaffen ohne Waffen

Doch solange es solche Menschen gibt, habe ich Hoffnung. Gemeinsam schaffen wir das. Ich begebe mich in den Schneidersitz, atme langsam ein und aus und sende die Ursilbe „Om“ in die Weite des Universums.

Schon spüre ich in meinem Energiefeld, wie meine ausgesandten Liebeswellen die vielen traumatisierten Männer erreichen und die Wegelagerer an der kroatischen Grenze dazu bewegen, ihre Messer niederzulegen.

Tränen des Glücks rinnen über meine Wangen, denn ich habe erkannt: „Jeder kann sein Schicksal gestalten und Frieden schaffen ohne Waffen.“ Und wer das nicht kann, ist schuld, schuld – selber schuld!

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